International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der türkische Präsident Erdogan befindet sich zurzeit auf Staatsbesuch in Kroatien. Rechts die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic.  Bild: Darko Bandic/AP/KEYSTONE

Erdogan distanziert sich von Forderung nach islamischer Verfassung

27.04.16, 09:08 27.04.16, 11:11


Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat sich von der Forderung von Parlamentspräsident Ismail Kahraman nach einer islamischen Verfassung distanziert. Kahraman habe nur seine «persönliche Meinung» geäussert.

Der türkische Staat halte die gleiche Distanz zu allen Religionen, sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstagabend bei einem Besuch in Zagreb. «Das ist Säkularismus.»

Auch die islamisch-konservative Regierungspartei AKP grenzte sich von der Forderung ihres Mitglieds Kahraman ab. Das Prinzip des Säkularismus solle nach den Vorstellungen der AKP auch Eingang in die neue Verfassung finden, sagte Parteisprecher Ömer Celik laut Anadolu. Die AKP sei aber für einen «libertären Säkularismus», nicht für eine «militante» Trennung von Staat und Religion.

In der Diskussion über die geplante Verfassungsreform in der Türkei hatte Kahraman am Dienstag gesagt: «Wir sind ein islamisches Land. Deshalb sollten wir eine religiöse Verfassung schaffen.» Anschliessend hatte er eingeschränkt, er habe nur seine persönliche Überzeugung zum Ausdruck gebracht.

Kahramans Forderung löste wütende Proteste aus. Vor dem Parlament in Ankara setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein, wie die Nachrichtenagentur DHA meldete. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Fluchthelferin (72): «Ich nehme die Strafe absolut in Kauf»

Babys an der Macht

Frauen, die sich trennen, sind keine Opfer – verdammt!

Lo & Leduc geben Geheimkonzert auf der kleinen Bühne – und der Gurten dreht durch

Belauscht: Männer über «Bitches», «Brüste» und MDMA-Bowlen

40 Jugendliche wegen Serie «13 Reasons Why» in psychiatrischen Notfall eingeliefert

Plötzlich Frieden in Eritrea: «Bei den Flüchtlingen wird es nun knallhart ums Geld gehen»

Kaum ein Land hat weniger als die Schweiz – der grosse Sommerferien-Report

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schockierende Reportage: In Frankreichs Vorstädten gibt es No-Go-Zonen für Frauen

«Dans ce café, il n’y a pas de mixité» (etwa: «Das ist kein gemischtes Café») – diesen Satz bekommen Nadia Remadna und Aziza Sayah in einem Lokal in Sevran zu hören. Die beiden Frauen von der «Brigade des mères» («Mütter-Brigade») – einer Organisation, die für die Gleichstellung der Geschlechter und die Laizität kämpft – haben die Szene mit einer versteckten Kamera gefilmt. 

Remadna und Sayah unternahmen ihren «Ausflug» für die Reportage «Lieux publics : quand les femmes sont …

Artikel lesen