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Anschlag im Zentrum von Istanbul: Ziel war ein Polizeifahrzeug (7. Juni 2016). Bild: OSMAN ORSAL/REUTERS

Bombenangriff in Istanbul fordert mindestens 11 Tote –Erdogan macht PKK verantwortlich

07.06.16, 08:49 07.06.16, 13:19

Video: watson.ch

In Istanbul sind am Dienstag bei einem Bombenanschlag auf ein Polizeifahrzeug elf Menschen ums Leben gekommen. 36 weitere seien verletzt worden, drei schwer, teilten die Behörden mit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte die Kurdenpartei PKK.

Es sei «nichts Neues», dass «die Terrororganisation» ihre Anschläge in grossen Städten verübe, sagte Erdogan nach einem Besuch von Verletzten des Anschlags in einem Spital in Istanbul. «Terrororganisation» ist die übliche Bezeichnung der türkischen Regierung für die im Land verbotene Arbeiterpartei Kurdistans PKK.

Unter den Opfern des Anschlags seien sieben Polizisten und vier Zivilisten, sagte Istanbuls Gouverneur Vasip Sahin vor Journalisten am Ort des Geschehens.

Die Detonation ereignete sich im morgendlichen Berufsverkehr mitten im dicht bewohnten Altstadtbezirk Vezneciler, der auch bei Touristen sehr beliebt ist. In der Nähe des Tatorts befinden sich die Istanbuler Universität wie auch der Grosse Basar.

Auf Fernsehbildern war ein von der Explosion zerstörter Polizeibus zu sehen. Auch die umliegenden Gebäude wurden schwer beschädigt. Die Polizei bereitete sich darauf vor, am Ort der Explosion ein verdächtiges Paket kontrolliert zu sprengen.

Niemand bekennt sich

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. In jüngster Zeit hatten kurdische Aufständische, Vertreter der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) sowie radikale Linke Anschläge in der Türkei verübt.

Nach Informationen von CNN Türk wurde die in einem parkenden Auto installierte Bombe per Fernsteuerung gezündet, als ein Polizeibus vorbeifuhr. Der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge waren nach der Detonation Schüsse in der Gegend zu hören.

Ein Augenzeuge sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters von zwei Polizeiautos, die von der Explosion getroffen wurden. Fernsehsender zeigten bewaffnete Polizisten in der Nähe des Anschlagsortes.

Allein in diesem Jahr kam es bereits zu mehreren Anschlägen in der Türkei. Bei einem Selbstmordanschlag in Istanbul im März starben vier Menschen. Im Januar hatte ein Selbstmordattentäter zehn Menschen im historischen Zentrum Istanbuls getötet.

In der Hauptstadt Ankara waren im März bei einem Selbstmordangriff 37 Menschen getötet worden. Im Februar starben dort bei einem ähnlichen Anschlag 29 Menschen. (erf/sda/dpa/afp/reu)

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Brikne, 20.7.2017
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19
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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wtf 07.06.2016 12:46
    Highlight Und irgendein EU Heini verlangt, dass die Türkei Terrorgesetze mildern sollte...(?)
    7 3 Melden
  • boris78 07.06.2016 10:53
    Highlight ein Terror Anschlag oh mein gott!!! die Türkei?.. ach so.. na dann... ich rege mich lieber darauf auf was der Erdoğan wieder von sich gibt und gib beleidigende Kommentare von mir. dann bekomm ich wenigstens likes von den lesern hier um mein ego aufzupolieren.
    12 24 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.06.2016 11:01
      Highlight ach Boris....
      18 4 Melden
    • boris78 07.06.2016 12:09
      Highlight ach nasa basa wie auch immer.. sorry aber ich würde gerne wissen wie du dich fühlen würdest wenn in deiner Heimatstadt wo du verwandte hast mal wieder Bombenanschlage verübt werden. aber stattdessen gibt man solche qualifizierten Kommentare von sich. hoffe du bekommst viele likes dafür:)
      3 6 Melden
  • WeischDoch 07.06.2016 10:50
    Highlight Seit Monaten wird vom Staat aus im Osten des Landes gemordet. Da sagt niemand was...scheint wohl eine Art Quittung zu sein...wir werden sehen, wer sich dazu bekennt...
    16 15 Melden
    • wtf 07.06.2016 12:55
      Highlight ... macht keinen Unterschied wer sich dazu bekennt, ob die IS oder die PKK. Terror ist Terror, Terrorist ist Terrorist.

      Mein Beileid an die Hinterbliebenen.
      7 2 Melden
    • WeischDoch 07.06.2016 14:11
      Highlight Stimmt...bei beiden wäre der Erdogan schuldig...
      IS hat er gefüttert und die PKK fast dazu provoziert...
      0 5 Melden
    • wtf 07.06.2016 15:28
      Highlight Was ist das für eine Wortwahl? "PKK wurde fast dazu provoziert...". Wer bitte ist die PKK? Haben wir hier einen der Drogen -, Menschenhandel treibende Terroristen Versteher?

      *Discussion-Closed*
      3 0 Melden
    • WeischDoch 08.06.2016 13:05
      Highlight Die PKK hat abermals Waffenruhe und Verhandlungen für den Frieden angeboten, damit den Kurden mehr Demokratische Rechte gegeben wird. Nie wurde es akzeptiert...stattdessen wurde weiter gemorded und Kurden wurden aus ihrer Heimat vertrieben.
      Wenn Sie sich damit beschäftigen, warum es zur Gründung der PKK kam, werden Sie es vielleicht auch verstehen!
      Gebt den Kurden das Recht, kurdisch in der Schule zu sprechen, kurdisch an der Uni zu sprechen und als Kurde zu leben. DANN wird es die PKK auch nicht mehr brauchen. Sonst wird es immer Junge geben, die sich der Organisation anschliessen.
      0 0 Melden
  • Enes Sözeri 07.06.2016 10:26
    Highlight Und das im Fastmonat!

    Der Terror hat definitiv keinen Gott und schon gar nicht eine Religion .

    Hoffentlich verstehen auch bald die letzten, das egal welche Terror Organisation, die Religion nur als ein Etikett benutzt, um den Menschen eben was zum hassen zu hinterlassen.

    Mein beileid an alle Familien
    31 5 Melden
    • Retarded Wizard 07.06.2016 12:56
      Highlight Egal womit dieser Zwischenfall zusammenhängt, ich will hier keine Vermutungen anstellen.

      Den jeweiligen Terroristen, ob nun Breivik oder Bin Laden. Egal ob christliche oder islamistische Terroristen, diesen die Religionszugehörigkeit bzw deren Glauben abstreiten zu wollen ist fehl am Platz.

      Diese Menschen sind gläubig und interpretieren oft geschriebenes Wort für Wort, wobei sogenannt moderate Gläubige sich nicht einmal mit den Schriften auseinandersetzen.

      Religion ist nicht = Hass oder "böse", aber auch nicht = Frieden oder "gut".
      3 1 Melden
    • Stachanowist 07.06.2016 12:59
      Highlight Info: Für den Jihad im Fastenmonat zu sterben, gilt unter Islamisten als erstrebenswert. Denke aber nicht, dass das hier Islamisten waren.
      6 2 Melden
    • wtf 07.06.2016 15:50
      Highlight @Stachanowist: Bitte eine Quelle für deine Aussage.
      0 0 Melden
    • Stachanowist 07.06.2016 16:07
      Highlight @ wtf

      Sehr gerne! Abu Mohammed al-Adnani beispielsweise hat diese sympathische Aussage gemacht. Mit ihr bewegt er sich im besten islamistischen Mainstream:

      “Ramadan, the month of conquest and jihad. Get prepared, be ready... to make it a month of calamity everywhere for the non-believers.”

      http://www.standard.co.uk/news/crime/islamic-state-urges-attacks-in-europe-and-us-during-holy-month-of-ramadan-a3254141.html

      2 0 Melden
  • Paco69 07.06.2016 10:11
    Highlight Das war ein Anschlag auf die Zivilgesellschaft. Denn zu der gehört auch die Polizei.
    Solche Anschläge schaden in erster Linie der legalen und friedlichen Opposition, die dran arbeitet, die Bedingungen in der TR zu verbessern. Auch wenn man den gegenwärtigen Herrscher vom Bosporus nicht besonders gut findet, in diesem Fall soll und muss er diese Terroristen mit aller gebotenen Härte bekämpfen.
    16 11 Melden
  • beaker 07.06.2016 09:50
    Highlight 20 min : Irgendwelche Mücken & 3+ Nonamekandidaten sind wichtiger

    Watson(wenigstens ausführlicher bechricht): Hunde DNA ist am wichtigsten

    NZZ: ÄÄH ist überhaupt etwas passiert
    Tagesanzeiger: So macht man das!
    14 20 Melden
    • Nothingtodisplay 07.06.2016 10:04
      Highlight Dann lies doch den Tagi und mach hier kein Stunk. Watson berichtet jeweils sehr gut über solche Vorkommnisse. Lieber einmal mehr recherchiert, als einfach alles von den Agenturen zu übernehmen.
      17 9 Melden
    • almlasdn 07.06.2016 10:07
      Highlight NZZ hat aber was...
      12 0 Melden
    • beaker 07.06.2016 10:07
      Highlight edit: Danke watson
      4 6 Melden

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