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Ehemalige Chefin von pro-kurdischer HDP in Türkei festgenommen

13.02.18, 17:22


FILE - In this  Sunday, Feb. 11, 2018 file photo, Serpil Kemalbay, former co-chairwoman of pro-Kurdish Peoples' Democratic Party, addresses the congress in Ankara, Turkey. Turkey's state-run news agency says anti-terrorism police have detained Kemalbay for opposing Ankara's military offensive in Syria. Anadolu Agency said Serpil Kemalbay was detained in Ankara on Tuesday, Feb. 13, 2018, days after prosecutors issued detention warrants against her and 16 other activists.(AP Photo/Burhan Ozbilici)

Serpil Kemalbay. Bild: AP/AP

Zwei Tage nach ihrem Abtritt als Co-Vorsitzende der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP ist die Abgeordnete Serpil Kemalbay festgenommen worden. Die Polizei habe sie in der Hauptstadt Ankara in Gewahrsam genommen, sagte eine HDP-Sprecherin am Dienstag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Kemalbay hatte den Parteivorsitz am Sonntag beim HDP-Kongress in Ankara niedergelegt. Schon am Freitag war die Festnahme von Kemalbay und 16 weiteren Verdächtigen angeordnet worden. Ihnen wird nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu «Anstachelung zum Konflikt» vorgeworfen. Kemalbay blieb jedoch zunächst auf freiem Fuss.

Hintergrund der Vorwürfe sind Aufrufe zum Protest gegen die türkische Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Syrien.

Die HDP hatte am Sonntag die Vize-Parlamentspräsidentin Pervin Buldan und den ehemaligen Abgeordneten Sezai Temelli zum neuen Führungsduo gewählt. Gegen Buldan und einen weiteren Abgeordneten waren am Vortag Ermittlungen wegen «Terrorpropaganda» eingeleitet worden. Hintergrund ist ebenfalls Kritik am türkischen Militäreinsatz in Syrien. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Super 13.02.2018 20:16
    Highlight -EU Beitrittsverhandlungen sistieren
    -Botschafter zurückziehen
    -Sanktionen beantragen
    -NATO Ausachluss
    -Reisewarnung

    Auch dann wird Erdowahn nicht einknicken, wenigstens sind aber dann die Karten auf dem Tisch...
    9 1 Melden
    • Restseele 13.02.2018 23:28
      Highlight Das wären dann aber die besten Karten für ihn. Alle würden ihm glauben, dass man im Westen gegen die türkische Demokratie sei und dass Gülen und die Kurden das angezettelt hätten. So könnte er mit weniger Problemen eine Diktatur aufbauen, mit noch mehr Unterstützern.
      Nein ich glaube, das ist nicht die richtige Taktik.
      Man muss immer die Wahrheit sagen, aber man muss sie nicht immer sagen.....
      1 1 Melden
    • Super 14.02.2018 12:46
      Highlight @Restseele
      Er soll sein Kalifat ruhig bekommen, dann herscht auch darüber Klarheit, und er kann sich eben nicht mehr hinter der "Demokratie" verstecken.
      Was er wirklich davon hält ist eigentlich jetzt schon allen klar...
      1 0 Melden

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