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«Deine Linie ist uns egal!» Nach «Cumhuriyet»-Festnahmen streiten EU und Türkei



epa05603236 Martin Schulz, President of the European Parliament, delivers his speech before the Key debate about the Conclusions of the European Council meeting of 20 and 21 October, at the European Parliament in Strasbourg, France, 26 October 2016.  EPA/PATRICK SEEGER

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Bild: PATRICK SEEGER/EPA/KEYSTONE

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat Kritik der EU am Vorgehen der Behörden gegen die Zeitung «Cumhuriyet» scharf zurückgewiesen. An den EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz gerichtet sagte Yildirim am Dienstag in Ankara: «Mein lieber Freund, deine Linie ist uns egal. Das Volk zieht uns die rote Linie, das Volk!»

Schulz hatte am Montag getwittert: «Die Festnahme von Murat Sabuncu und anderen »Cumhuriyet«-Journalisten ist eine weitere rote Linie, die gegen die Meinungsfreiheit überschritten wurde.» Yildirim sagte weiter: «Was hat deine Linie schon für eine Gültigkeit? Über deine Linie ziehen wir eben eine andere.»

Die Behörden hatten am Montag 13 Mitarbeiter der «Cumhuriyet» festgenommen, darunter Chefredaktor Sabuncu. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen unterstützen. Beide gelten in der Türkei als Terrororganisation. Die türkische Führung macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich.

Yildirim sagte: «Wir werden bis zum Schluss für die Pressefreiheit eintreten. Mit der Pressefreiheit haben wir keine Probleme.» Die Regierung betrachte Unterstützer der PKK und von Gülen jedoch nicht als unschuldig. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 01.11.2016 21:31
    Highlight Highlight D i k t a t u r.
    Nix anderes.
    • Wehrli 02.11.2016 08:31
      Highlight Highlight Volkswille! Der weitsichtige Führer Erdischnauz will nur das beste für seine Ziegen.
  • Wehrli 01.11.2016 21:17
    Highlight Highlight Leider, leider werden die Deutschen schlussendlich die Kastanien aus dem Feuer holen müssen. Mit einer Mischung aus BMW-Entzug und 10000 Panzern an der Grenze. Schade

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