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Kurdischer Peschmerga-Kämpfer in Kirkuk. Bild: AKO RASHEED/REUTERS

Nach «IS»-Angriff: Irak meldet volle Kontrolle über Kirkuk

Der «Islamische Staat» steht im Irak unter Druck. Nun ist es Sicherheitskräften offenbar gelungen, einen Angriff der Terrormiliz auf die Ölstadt Kirkuk nahe Mossul abzuwehren.

22.10.16, 13:41 22.10.16, 14:57

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Im Irak gerät der «Islamische Staat» («IS») weiter in die Defensive: In der nordirakischen Ölstadt Kirkuk haben Sicherheitskräfte Medienberichten zufolge einen «IS»-Angriff zurückgeschlagen. Die Truppen hätten die Stadt wieder ganz unter Kontrolle, berichtete das irakische Staatsfernsehen am Samstag. Alle «IS»-Kämpfer in der Stadt seien getötet worden oder hätten sich selbst in die Luft gesprengt, sagte ein General.

Eine nach Beginn des «IS»-Sturms auf Kirkuk am Freitagmorgen verhängte Ausgangssperre sei gelockert worden. Die Extremisten hatten vorübergehend ein Kraftwerk, Polizeiwachen und weitere öffentliche Gebäude eingenommen. Augenzeugen sprachen von Dschihadistengruppen mit Granaten und Schusswaffen in mehreren Vierteln der Stadt. Zuletzt verschanzten sich einige «IS»-Kämpfer noch in einer Moschee und einem verlassenen Hotel.

Die Attacke galt als Entlastungsangriff des «IS», der rund um die Stadt Mossul stark unter Druck steht. Kirkuk und Mossul liegen beide im Nordirak. Der «IS» finanzierte sich lange Zeit vor allem über das Ölgeschäft. Durch die Gebietsverluste schmelzen diese Einnahmen aber immer mehr zusammen.

Auch «IS»-Hochburg Mossul könnte bald fallen

Kirkuk zählte vor Beginn der «IS»-Offensive im Sommer 2014 etwa eine Million Einwohner. Die kurdische Autonomiebehörde beansprucht die Stadt für sich, deren Status ist jedoch umstritten, weil in Kirkuk auch viele Araber und Turkmenen leben. Kurdische Peschmerga-Kämpfer hatten Kirkuk 2014 eingenommen, nachdem die irakische Armee vor dem «IS» aus der ölreichen Region geflohen war.

Immer noch rücken Regierungstruppen und kurdische Peschmerga-Kämpfer weiter auf Mossul vor, die letzte Hochburg der Terrormiliz in dem Land könnte bald fallen. Der Vormarsch auf die noch vom «IS» besetzte Stadt begann am Montag. Die irakische Armee wird dabei von einer internationalen Allianz unter Führung der USA unterstützt. Am Samstag traf US-Verteidigungsminister Ashton Carter zu einem Überraschungsbesuch im Irak ein, um sich ein Bild von der Offensive gegen den «IS» zu machen. (gru/Reuters)

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