International

Mindestens 14 Tote bei Boko-Haram-Anschlägen im Norden Kameruns

14.07.15, 04:35 14.07.15, 08:46

Bei einem Selbstmordanschlag sind im Norden Kameruns am Sonntagabend mindestens 14 Menschen umgekommen. Das Militär vermutet, dass zwei Männer sich als Frauen verkleideten und den Sprengstoff unter einer Burka, der islamischen Ganzkörperverschleierung, versteckten.

Der Anschlag habe sich am Abend ereignet, als die Muslime gerade ihr Fasten brachen, sagte Militärsprecher Didier Badjeck am Montag. Die Attentäter sprengten sich in einer Bar auf dem Markt der Stadt Fotokol nahe der nigerianischen Grenze in die Luft.

Verdacht auf Boko Haram

In Fotokol befindet sich auch ein Armeestützpunkt, in dem Kräfte von Kameruns schneller Eingreiftruppe untergebracht sind, die am Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram in der Region beteiligt ist.

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu der Tat. Der Verdacht fiel jedoch auf Boko Haram aus dem Nachbarland Nigeria. Die sunnitischen Fundamentalisten wollen in der Region einen sogenannten Gottesstaat errichten. (sda/dpa)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 14.07.2015 10:41
    Highlight Das weltumspannende Kalifat, wie es im Koran angepriesen und von jedem Moslem beim Lernen der entsprechenden Suren verinnerlicht wird, nimmt immer mehr an Fahrt auf. Da viele afrikanischen Regierungen den Menschen bisher nur Elend gebracht haben, werden sich wohl auch in Afrika viele Jiad-Kämpfer aus der grossen Menge an Frustrierten für den Daesh (IS), Boko Haram etc. finden lassen.
    1 0 Melden

Geiselnahme in Tunesien: Ein Anschlag auf die junge Demokratie

Tunesiens Wirtschaft steckt seit Jahren in der Krise, Dschihadisten breiten sich aus. Bei einem Anschlag in der Hauptstadt starben jetzt 19 Menschen, darunter viele Touristen. Für die noch junge Demokratie ist das ein herber Rückschlag.

Millionen von Touristen haben im vergangenen Jahr ihre Ferien in Tunesien verbracht, beinahe wieder so viele wie vor den Aufständen 2011. Die meisten Touristen kommen wegen der Strände, manche auch wegen der Ruinen von Karthago, der Altstadt von Kairouan, Djerba, dem archäologischen Bardo-Museum in Tunis.

Doch zwei dieser beliebten Ziele stehen jetzt auch für den Terror:

Bisher hat sich noch keine Organisation zum Anschlag auf das Bardo-Museum bekannt. Auf Twitter feierten zwar Anhänger …

Artikel lesen