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Mehrere Tote: Al-Shabaab greift ein Strandhotel in der somalischen Hauptstadt an

21.01.16, 23:36 22.01.16, 06:33


Bei zwei Selbstmordanschlägen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu über 20 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben rammte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug am Donnerstagabend das Beach View Hotel am Lido-Strand. Danach stürmten vier Kämpfer das Hotel und eröffneten das Feuer. Die Terrormiliz Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag.

Senior Al Shabaab officer Mohamed Mohamud alias Sheik Dulayadayn addresses a news conference during clashes between Ismalist fighting and Somali government in Somalia's capital Mogadishu this file picture taken on December 23, 2010. The death toll in an assault by Somali militants on a Kenyan university is likely to climb above 147, a government source and media said on April 3, 2015, as anger grew among local residents over what they say was a government failure to prevent bloodshed. Within hours of the attack, Kenya put up a 20 million shillings ($215,000) reward for the arrest of Mohamed Mohamud, a former Garissa teacher labeled

Al-Shabaab-Sprecher: Terrormiliz bekennt sich zu den Angriffen in Mogadischu.
ArchivBild: FEISAL OMAR/REUTERS

Die islamisch-fundamentalistische Organisation übernahm die Verantwortung für den Angriff auf ihrem Online-Radiosender, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Die Kämpfe dauerten am Donnerstagabend an, wie ein Polizeikommandant sagte.

Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um Zivilisten und Wachleute. «Sie schossen wahllos um sich im Hotel und ausserhalb», sagte der Augenzeuge Mustafa Elmi. «Ich konnte mit leichten Verletzungen entkommen, aber es gab Leute, die auf der Stelle tot waren.»

Zu einer weiteren Explosion soll es in einem nahegelegenen Restaurant gekommen sein. Nach Polizeiangaben handelte es sich auch dabei vermutlich um ein Selbstmordattentat.

Da im Hotel der Strom ausfiel, habe es Chaos gegeben, sagte ein Helfer. «Für die Rettungskräfte ist es sehr schwer, den Opfern inmitten von Schusswechseln zwischen Sicherheitskräften, privaten Wachleuten und den Angreifern zu helfen.» In den Hotels und Restaurants am Lido-Strand verkehren viele Regierungsvertreter und Unternehmer.

Angriff auf kenianische Friedenstruppen

Erst am Sonntag hatten die sunnitischen Extremisten die kenianischen Friedenstruppen in Somalia angegriffen. Die Streitkräfte weigern sich nach wie vor, Auskunft zu geben, wie viele Soldaten bei dem komplexen Angriff getötet wurden. Al-Shabaab spricht von rund 100 getöteten Kenianern.

epa04049821 A handout picture made available by the African Union-United Nations Information Support Team (AU UN IST) shows residents of Mogadishu enjoy Lido beach, while police stand guard outside of a restaurant, in Mogadishu, Somalia, 31 January 2014. The Mogadishu lifeguards, consisting entirely of a volunteer force of fisherman, began patrolling Lido beach in September 2013 after a spate of drownings. Mogadishu's beaches have become a popular destination for the city's residents since al Shabab withdrew the majority of its militants from the city in 2011.  EPA/TOBIN JONES / AU UN IST/ HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Das angegriffene Beach View Hotel liegt am Lido-Strand in Mogadischu.
Bild: EPA/AU UN IST

Die islamisch-fundamentalistische Miliz verbreitet seit Jahren in Somalia Angst und Schrecken und verübt auch in Nachbarländern wie Kenia Anschläge.

Zwar vertrieben Regierungstruppen und Soldaten der Afrikanischen Union die Extremisten 2011 aus der Hauptstadt Mogadischu, Al-Shabaab beherrscht aber noch weite Teile Mittel- und Südsomalias. Die Organisation hat Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und kooperiert mit den Extremisten von Boko Haram in Nigeria. (kad/sda/dpa/reu)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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