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epaselect epa05870201 Yemeni boys look at graffiti on a wall commemorating the victims of Saudi-led airstrikes on buildings two years ago, in Sana'a, Yemen, 25 March 2017. On 26 March 2015, the Saudi-led coalition launched a military campaign against the Houthi rebels and allied positions in Yemen, sparking a full-blown armed conflict. United Nations figures show more than 10 thousand people have been killed, more than 32 thousand injured and three million others displaced in two years of fighting in Yemen.  EPA/YAHYA ARHAB

Weil es gefährlich ist, aber auch weil Kinder arbeiten müssten, gehen rund zwei Millionen Kinder im Jemen nicht zur Schule. Bild: YAHYA ARHAB/EPA/KEYSTONE

Die Erwachsenen führen Krieg, die Kinder verhungern: Der Jemen steuert auf Katastrophe zu



Wachsende Armut, Hunger und Krankheiten: Zwei Jahre nach Kriegsausbruch geraten im Jemen nach Angaben von UNICEF immer mehr Kinder in Lebensgefahr.

Wegen der extremen Nahrungsmittelunsicherheit und des Zusammenbruchs der Wasserversorgung in vielen Städten leiden rund 462'000 Kinder an akuter schwerer Mangelernährung, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Montag mitteilte. Das sei ein Anstieg um 200 Prozent seit 2014. Die Daten stammen aus dem UNICEF-Bericht «The children of Yemen – Falling through the Cracks».

epa05864165 A Yemeni girl carries empty jerry-cans before collecting water from a donated water-tap, on the World Water Day, on the outskirts of Sana'a, Yemen, 22 March 2017. World Water Day is held annually on 22 March as a means of focusing attention on the importance of freshwater and advocating for the sustainable management of freshwater resources. An international day to celebrate freshwater was recommended at the 1992 United Nations Conference on Environment and Development (UNCED). The United Nations General Assembly responded by designating 22 March 1993 as the first World Water Day. The theme for the World Water Day In 2017 is 'Wastewater', highlighting how wastewater is perceived as a valuable resource and its safe management as an efficient investment in the health of humans and ecosystems.  EPA/YAHYA ARHAB

Wegen der extremen Nahrungsmittelunsicherheit und des Zusammenbruchs der Wasserversorgung in vielen Städten, leiden rund 462'000 Kinder an akuter Mangelernährung. Bild: YAHYA ARHAB/EPA/KEYSTONE

UNICEF appellierte an die Konfliktparteien und die internationale Gemeinschaft, eine Hungersnot zu verhindern und die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern sicher zu stellen. Die katastrophalen Auswirkungen des Konflikts im Jemen würden angesichts der zahlreichen anderen internationalen Krisen zu wenig wahrgenommen.

Inzwischen lebe jeder zweite Bürger des ärmsten Landes im Mittleren Osten von weniger als zwei Dollar am Tag, hiess es weiter. Vielen bleibe nichts anderes übrig, als sich zu verschulden, um ihren Kindern etwas zu essen zu kaufen oder Mahlzeiten ausfallen zu lassen.

Kindersoldaten aus Verzweiflung

Weil es gefährlich sei, aber auch weil Kinder arbeiten müssten, gingen rund zwei Millionen Kinder im Jemen nicht zur Schule. Aus Perspektivlosigkeit und Verzweiflung liessen viele Eltern es zu, dass immer jüngere Kinder von Milizen rekrutiert würden. Mädchen würden immer früher verheiratet in der Hoffnung, dass sie dann besser versorgt seien.

Im bitterarmen Jemen wütet seit zwei Jahren ein Bürgerkrieg zwischen der sunnitischen, international anerkannten Regierung des Landes und schiitischen Huthis. Davor hatten die Aufständischen einen grossen Teil des Landes überrannt. Sie kontrollieren heute weite Teile ihres Siedlungsgebietes im Nordwesten des Jemens samt der Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien unterstützt die Regierung militärisch und fliegt Luftangriffe auf Stellungen der Rebellen. (sda/dpa)

Machtkampf im Jemen

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Zahl der Terroropfer nimmt ab – die Gefahr von rechts zu

Die Zahl der Terroropfer ist weltweit deutlich zurückgegangen. 2017 starben bei Anschlägen 18'814 Menschen – und damit 27 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie aus dem globalen Terrorismus-Index des Instituts für Wirtschaft und Frieden (IEP) hervorgeht. Im Vergleich zu 2014 ging die Opferzahl sogar um 44 Prozent zurück.

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