International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Terrorverdacht nach Messerattacken in Brüssel und London

26.08.17, 16:39 26.08.17, 17:27


Nach zwei Messerattacken gegen Sicherheitskräfte in Brüssel und London gehen die Ermittler von einem terroristischen Hintergrund aus. Bei den fast zeitgleichen Attacken wurden insgesamt vier Sicherheitskräfte leicht verletzt.

Nach dem Messerangriff auf Soldaten im Zentrum von Brüssel gehen die Ermittler von einem Terrorakt aus. Der am Freitagabend erschossene Angreifer habe neben der Stichwaffe auch die Attrappe einer Feuerwaffe und zwei Ausgaben des Koran bei sich gehabt, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Der 1987 geborene Belgier somalischer Abstammung griff drei Angehörige einer Militärpatrouille von hinten an.

«Die Ereignisse wurden als versuchter terroristischer Mord eingestuft», erklärte die Staatsanwaltschaft. Ein auf Terrorismus spezialisierter Ermittlungsrichter habe den Fall übernommen.

In der Nacht sei die Wohnung des mutmasslichen Attentäters in Brügge durchsucht worden. Er war nach offiziellen Angaben vorher nicht wegen terroristischer Aktivitäten bekannt, war aber im Februar wegen einer unpolitischen Gewalttat aufgefallen.

Am Freitagabend ging der Angreifer nach offiziellen Angaben gegen 20.22 Uhr auf dem Boulevard Emile Jacqmain in der Brüsseler Innenstadt auf drei Soldaten los. Zwei von diesen wurden leicht verletzt. Einer der Soldaten eröffnete das Feuer auf den Angreifer und traf ihn zwei Mal, wie es weiter hiess.

Der Mann starb später im Spital an seinen Verletzungen. Er lebte seit 2004 in Belgien und erhielt 2015 die Staatsangehörigkeit. Weitere Einzelheiten wollen die Ermittler aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben.

Kein gezielter Angriff

Auch nach einem Messer-Zwischenfall vor dem Buckingham-Palast in London haben Beamte einer Anti-Terror-Einheit die Ermittlungen übernommen, wie Scotland Yard mitteilte.

Polizisten hatten am Freitagabend einen Mann festgenommen, der sein Auto unerlaubt anhielt und ein Messer mit einer langen Klinge im Fahrzeug hatte. Später teilte die Polizei mit, es handle sich um ein rund 1.20 Meter langes Schwert. Die Queen hielt sich zu diesem Zeitpunkt in Schottland auf.

Bei der Festnahme des 26-Jährigen hätten zwei Polizisten Armverletzungen erlitten, sie seien im Spital behandelt worden. Anders als in Brüssel wurden die Sicherheitskräfte nicht gezielt angegriffen.

Der Mann wurde am Samstag weiter verhört. Nach Angaben der Ermittler stammt er aus Luton nördlich von London, wo Durchsuchungen angeordnet wurden.

Strikte Sicherheitsvorkehrungen

In Brüssel und London sind nach einer Serie islamistischer Anschläge strikte Sicherheitsvorkehrungen in Kraft. In Brüssel gilt eine erhöhte Alarmstufe, seit im März 2016 bei zwei Anschlägen am Flughafen und in einer Metrostation 32 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt wurden. Dazu bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

In London wurden zuletzt im Juni sieben Menschen bei einem Anschlag getötet. Die Täter rasten zunächst mit einem Lieferwagen auf der London Bridge in die Menge, dann stachen sie in einem Ausgehviertel mit Messern auf Passanten ein. Im Mai hatte sich zudem ein Selbstmordattentäter bei einem Konzert in Manchester in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Zu beiden Taten bekannte sich die IS-Miliz. (sda/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 26.08.2017 19:38
    Highlight Wird mehr und mehr alltäglich - und das ganz offensichtlich europaweit...

    Wann werden die Menschen allmählich genug davon haben, dass sich ihre "Gäste" so benehmen 🤔?!
    11 1 Melden

Frau verletzt in französischem Supermarkt zwei Menschen mit Messer

Eine Frau hat in einem südfranzösischen Supermarkt unter dem Ruf «Allah Akbar» (arabisch für: Gott ist gross) zwei Menschen mit einem Teppichmesser verletzt. Die Behörden gehen davon aus, dass die Frau «psychische Probleme» gehabt hatte.

Die mutmassliche Täterin ging an einer Kasse des Marktes in Seyne-sur-mer im Departement Var auf einen Kunden los und verletzte ihn am Hals, wie der zuständige Staatsanwalt am Sonntag mitteilte. Der Mann wurde in ein Spital gebracht, er war ausser Gefahr. Eine …

Artikel lesen