International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Am Sonntagnachmittag ist eine Gedenkveranstaltung geplant. Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Anschlag in Stockholm: Zweite Person unter Terror- und Mordverdacht festgenommen

09.04.17, 11:24 09.04.17, 14:18

An einer Pressekonferenz am Sonntagmittag in Stockholm liefert die Polizei die neusten Erkenntnisse: Der nach dem Lastwagen-Anschlag in Stockholm festgenommene Usbeke hat nach Angaben der Ermittler Sympathien für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geäussert. «Wir wissen, dass er Sympathien für extreme Organisationen gezeigt hat, darunter IS», sagte ein Polizeisprecher am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Der 39-jährige Festgenommene habe 2014 eine Aufenthaltsgenehmigung in Schweden beantragt, im Juni 2016 habe die Migrationsbehörde entschieden, ihn auszuweisen. Da er das Land nicht verlassen habe, hätten die Behörden ihn gesucht.

Die Polizei gab zudem die Festnahme eines zweiten Tatverdächtigen bekannt. Die Polizei habe am Sonntagmorgen eine zweite Person unter Terror- und Mordverdacht festgenommen. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft am Nachmittag. Details zu der Festnahme wollte die Behörde zunächst nicht bekanntgeben.

Man suche weiter nach möglichen Helfern des mutmasslichen Attentäters. «Ungefähr fünf» Personen halte man derzeit fest, sagte ein weiterer Sprecher. Etwa 500 Menschen habe man befragt. Konkrete Hinweise auf weitere Anschläge lägen keine vor.

Der Angreifer war am Freitagnachmittag im Zentrum der schwedischen Hauptstadt mit einem gestohlenen Lastwagen durch eine Einkaufsstrasse gerast und dann in das Warenhaus «Ahlens» gekracht.

Vier Menschen starben, darunter zwei Schweden. Die anderen beiden stammen laut den Behörden aus Grossbritannien und Belgien. Man werte derzeit rund 70 digitale Beweismaterialien aus, darunter vor allem Fotos und Videos aus, heisst es weiter.

Belgierin unter Opfern

Die Ermittler halten den 39-jährigen Usbeken für den Täter. «Es spricht viel dafür, dass der Festgenommene der Fahrer ist, aber was genau dafür spricht, will ich nicht kommentieren», sagte der Polizeisprecher. «Die Beweislage sieht gut aus.» Der Mann steht unter Terrorverdacht.

Eine der Toten ist Belgierin. «Wir haben leider beim Attentat von Stockholm eine Landsmännin verloren», teilte Aussenminister Didier Reynders am Sonntag auf Twitter mit. «Ich drücke ihrer Familie und ihren Angehörigen mein Beileid aus.»

Einkaufszentrum öffnet am Montag

Das getroffene Warenhaus blieb am Sonntag zunächst geschlossen. Zuvor hatte Åhléns City am Samstagabend erklärt, Teile des Hauses wieder öffnen zu wollen.

Mit der Ankündigung, durch Rauch beschädigte Waren zum halben Preis zu verkaufen, hatte das Warenhaus aber heftige Kritik in den sozialen Medien auf sich gezogen. Deshalb zog Åhléns die Ankündigung am Sonntag zurück und will nun erst am Montag wieder öffnen.

«Wir standen unter Druck und haben in einer Situation zu schnell reagiert, die für uns alle schrecklich und unwirklich ist», schrieb Åhléns in einer Mail an seine Kunden. «Es ging nie darum, Geld mit dem äusserst tragischen Ereignis, das Stockholm getroffen hat, zu verdienen.»

Am Sonntagnachmittag war am Sergels Torg, einem zentralen Platz in Stockholm, eine Gedenkveranstaltung geplant. (viw/sda/dpa/afp/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
10
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SVARTGARD 09.04.2017 15:43
    Highlight Na endlich.
    6 2 Melden
  • Bär73 09.04.2017 15:34
    Highlight «Ungefähr fünf» Personen halte man derzeit fest, sagte ein weiterer Sprecher.

    WAS soll der Schei** ?? Wollen die uns für dumm verkaufen ?
    5 10 Melden
  • Rumbel the Sumbel 09.04.2017 15:21
    Highlight Und warum es ausgerechnet Schweden trifft. Sind an keinem Krieg beteiligt, halten sich zurück, auch politisch. Zeigt doch, dass sogenannte Terroristen nicht einzelne Staaten als Feinde betrachten, sondern alles, was westliche Kultur ist und als ungläubig betrachtet werden. Und da gehört die Schweiz leider auch dazu. Aber es gibt immer noch Verblendete, u.a. tw. Politiker, die meinen, wir seien die grosse Ausnahme. Die Flüchtlingspolitik ist eh zum Geschäft verkommen, also warum sollen sich gewisse politische Kreise dagegen wehren, dass solche Menschen ausgeschafft werden?
    22 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.04.2017 14:25
    Highlight Unter anderem muss ein 11jähriges Kind ihr Leben lassen, nur weil man diesen fiesen Verbrecher nicht ausgeschafft hat. Es dürfte endlich Zeit sein, die Opfer zu schützen!!!
    20 7 Melden
    • Karl33 09.04.2017 15:28
      Highlight Die Opfer sind doch die Flüchtlinge, sagt man uns.
      20 11 Melden
  • MaxHeiri 09.04.2017 14:16
    Highlight Einmal mehr ein Behördenversagen. Junge Männer, die ausgeschafft werden sollten, werden nicht ausgeschafft.
    21 5 Melden
    • Karl33 09.04.2017 15:29
      Highlight Naja, junge Frauen die ausgeschafft werden sollten, werden noch viel weniger ausgeschafft.
      8 10 Melden
    • MaxHeiri 09.04.2017 17:01
      Highlight Das störrt mich etwas weniger. Wenn junge Männer nicht den Anschluss an die Gesellschaft finden, dann schlägt das in Frust und schlussendlich öfters in Gewalt um. Bei jungen Frauen ist das weniger der Fall.
      7 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.04.2017 13:29
    Highlight Man müsste halt konsequenter sein mit Ausschaffen - auch in der Schweiz.
    22 5 Melden
  • 道德 Compass 09.04.2017 12:58
    Highlight Und Schweden will immer noch nicht mit russischen Geheimdiensten kooperieren. Der Blödman von StPetersburg war auch von Usbekistan. Der einarmiger Idiot von Belgien war ein Tschetschenischer Terrorist, der nach der Antiterror Krieg in Tschetschenien zuerst in Österreich, in Schweden , Asyl bekommen hat.

    Die USA hat damals die Kopfsbschneider als Aufständische bezeichnet. Die dann 777 Kinder im südrussischen Beslan als Geisel genommen und 186 umgebracht haben.
    Im Wikipdia gibt es immer noch Artikel die Terroristen rechtfertigen, die Schuld der Regierung geben.
    So wird Terror nicht aufhören.

    25 5 Melden

Erneut Familien-Selbstmordanschlag in Indonesien – Kind überlebt

In Indonesien haben islamistische Extremisten nach Polizeiangaben vom Montag erneut einen Selbstmordanschlag mit ihren eigenen Kindern verübt. Ein achtjähriges Kind überlebte die Attacke auf eine Polizeistation in der Grossstadt Surabaya.

Auf Aufnahmen von Überwachungskameras war ein Kind zu sehen, das nach dem Anschlag am Tatort umherirrte. Fünf Familienmitglieder seien in Surabaya auf zwei Motorrädern auf die Wache zugefahren, teilte die Polizei mit. Dann habe es eine Explosion gegeben. Vier …

Artikel lesen