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Kriegsgebiet: Mogadischu. Die Al-Shabaab-Miliz greift immer wieder Regierungsgebäude an.   Bild: FEISAL OMAR/REUTERS

Alle bewaffneten Konflikte auf einen Blick: Der Hotspot befindet sich vor den Toren Europas

Die Welt ist friedlicher geworden, das besagt zumindest der «Global Peace Index». Trotzdem sind beinahe täglich Schlagzeilen über bewaffnete Konflikte zu lesen. Hier siehst du, wo auf der Welt überall Krieg geführt wird.

03.06.16, 07:50 03.06.16, 10:09

Im Nahen Osten und in Afrika befinden sich die grössten Konfliktherde.  cfr.org

Kein Thema hält sich so lange in den Medien wie die diversen Kriege und Konflikte auf der Welt. Das Center for Preventive Action des amerikanischen Think Tanks «Council on Foreign Relations» (CFR) befragt periodisch Experten und Offizielle zur Lage in den verschiedenen Weltregionen. Daraus resultiert der Global Conflict Tracker, eine interaktive Karte zu den Konflikten auf der ganzen Welt. 

Die Krisenherde konzentrieren sich laut dieser Karte auf den Nahen Osten («Islamischer Staat», Israel, Jemen, etc.) und Afrika (Boko Haram, Al Shabaab, Mali, Burundi, etc.). Weitere Konflikte sind laut des CFR auch der Drogenkrieg in Mexiko und die andauernde Nordkorea-Krise. Zudem sind verschiedene Grenzkonflikte um China aufgelistet. 

Weniger Terroranschläge weltweit

Die Zahl terroristischer Anschläge hat im vergangenen Jahr einem Bericht des US-Aussenministeriums zufolge erstmals seit 2012 abgenommen. Demnach gab es 2015 weltweit 11'774 Anschläge, 13 Prozent weniger als 2014. Bei den Anschlägen seien mehr als 28'300 Menschen getötet und rund 35'500 verletzt worden, teilte das US-Aussenministerium mit. Mehr als die Hälfte der Vorfälle hätten sich in fünf Ländern ereignet: Irak, Pakistan, Indien, Afghanistan und Nigeria. (egg/sda/reu)

Was auffällt: Alle Konflikte verschlimmern sich oder bleiben unverändert. Dabei gibt es solche, die seit mehreren Jahrzehnten herrschen wie in Israel und zwischen Aserbaidschan und Armenien (Berg-Karabach). (leo)

Lesetipp: Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • andy y 03.06.2016 21:10
    Highlight Das ist kein Bashing bevor wieder einer mit sowas kommt. Die USA ist faktisch pleite, wie schon öfters in der Vergangenheit. Wer sich mal die Mühe macht und zu recherchieren beginnt stellt fest das vor einer drohenden Staatspleite diese durch Krieg abgewendet wurde. Macht euch mal die Mühe bitte. Allein die Rüstungsindustrie mit Zulieferer macht einen nicht unwesentlichen Teil des Bip in den Staaten aus.
    4 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 03.06.2016 09:35
    Highlight Schlimm ist, dass die meisten Konflikte zunehmend sind. Die Staatengemeinschaft muss hier was tun. Die Schweiz als angesehene Nation muss in diese Richtung arbeiten.
    13 1 Melden
    • Radiochopf 03.06.2016 11:03
      Highlight Gebe dir Recht! Aber welche Staatengemeinschaft funktioniert noch und wird ernst genommen?.. Die UNO ist für die Katz, wenn es Länder gibt die ohne UNO Resolution in Konflikte eingreifen und dort für "Demokratie" sorgen wollen.. die EU ist sich schon längst keine Einheit mehr..
      12 0 Melden
    • ramonke 03.06.2016 15:36
      Highlight die uno ist vor allem für die katz wegen den vetorechten. macht man auf demokratisch aber die grossen kriegen vetorechte. die uno ist doch ein witz
      3 0 Melden
  • Radiochopf 03.06.2016 08:16
    Highlight Toll, klickt man auf der Homepage von Global Conflict Tracker noch auf "Impact on US Interests" ist genau jeder Punkte auf dieser Karte nochmals markiert.. also ist es natürlich logisch, dass sich die USA in jedem Konflikt einmischen müssen..
    17 7 Melden
    • Hoppla! 03.06.2016 08:47
      Highlight Entweder benötige ich eine Brille oder fürs tägliche USA-Bashing gibt es keinen Grund. Ich sehe hier nämlich schon Unterschiede.

      Mal ganz abgesehen davon: Die USA ist eine Grossmacht. Das Konflikte Einfluss auf ihre Interessen hat ist wohl klar. Mache eine Karte für die Schweiz und selbst da hast du in Afrika und im nahen Osten grosse Abhängigkeiten.
      14 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.06.2016 09:04
      Highlight Das ist leider eine Tasache, die zum Glück immer mehr Menschen beginnen zu begreifen.
      Fast alle Kriege, Konflikte oder Regimechanges der letzten 50 Jahren sind in der einen oder anderen Weise auf US Interessen zurückzuführen.
      14 6 Melden
    • Fabio74 03.06.2016 09:10
      Highlight Da Europa nicht einig ist was es will braucht Europa die Amerikaner.
      6 14 Melden
    • Raphius 03.06.2016 09:21
      Highlight @ Hoppla: Meinst Du nicht eher, dass die Interessen der USA einen Einfluss auf die Konflikte haben? Und nicht umgekehrt?
      12 3 Melden
    • Radiochopf 03.06.2016 09:25
      Highlight @Hoppla Laut Artikel, sind auf dieser Karte alle bewaffnete Konflikte auf der Welt. Geht man dann auf die Homepage der Karte und auf US Interests, sieht man das wieder jeder Punkt darauf ist.. also überall wo es Kriege gibt auf der Welt, werden US Interessen geweckt/verletzt oder wie auch immer.. meine Kommentar war eigentlich nur eine Feststellung mit einer kleinen Prise Ironie... Bashing kann man dies nicht wirklich nennen wenn die Grundaussage den Fakten entspricht oder etwa nicht?
      14 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.06.2016 10:29
      Highlight @Fabio74 das Europa sich nicht einig ist, ist richtig. Es ist aber mehrs so, das die USA dies schmalos ausnützt, und nicht das wir die brauchen würden.
      6 3 Melden
    • Fabio74 03.06.2016 11:30
      Highlight @Ben: Im ehemaligen Jugoslawien brauchte es die USA. Während des Kalten Krieges auch. In Lybien haben F und UK was angezettelt aber nicht zu Ende gebracht. Der ganze Nahe Osten und der Mahgreb müsste von grossem europäischen Interesse sein, die Konflikte zu beenden.
      Auch die chinesische Expansion im südchinesichen Meer zuungunsten Vietnams und den Philippinen müsste uns zu denken geben.
      Ebenso die russischen Konflikte in Georgien, Moldawien,Ukraine und Tschetschenien.
      Europa muss global denken lernen und geeint auftreten. Die Verzetteling in Partikular-Interessen ist schädlich für die Zukunft
      2 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.06.2016 12:22
      Highlight @Hoppla: Du benötigst eine Brille..
      2 1 Melden
    • Radiochopf 03.06.2016 15:05
      Highlight @Fabio74 In einem Punkt kann ich dir Recht geben: die USA hat es zum kalten Krieg gebraucht, den ohne die USA hätte es gar keinen kalten Krieg bzw. diese Situation gegeben.. in Lybien, Syrien, Ägypten, Irak, Afghanistan, Ukraine usw. haben die USA in/direkt etwas angezettelt und nicht zu Ende gebracht.. wenn du nun noch hoffst, dass die USA noch in Moldawien, Georgien, Philippinen, Vietnam usw. sich für "uns" einsetzen, dann gute Nacht Welt..
      6 0 Melden

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