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A police officer stands guard near the site where an explosion went off outside a church in Surabaya, East Java, Indonesia, Sunday, May 13, 2018. Multiple attacks including one by a suicide bomber disguised as a churchgoer targeted churches in Indonesia's second largest city of Surabaya early Sunday, killing a number of people and wounding dozens, police said. (AP Photo/Trisnadi)

In Surabaya, Indonesien, wurden am Sonntag mehrere Bombenangriffe auf Kirchen verübt. Bild: AP/AP

13 Tote bei Anschlägen auf Kirchen in Indonesien – Täter aus der gleichen Familie



Indonesiens zweitgrösste Stadt wird von einer Serie von Selbstmord-Anschlägen auf Gottesdienste erschüttert. In drei christlichen Kirchen sterben mindestens 13 Menschen. Laut Polizei stammen die Täter aus einer einzigen Familie.

Die Explosionen ereigneten sich während der sonntäglichen Gottesdienste innerhalb weniger Minuten in Surabaya, der zweitgrössten Stadt des Landes auf der Insel Java. Insgesamt waren drei Kirchen betroffen.

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Die erste Explosion ereignete sich gegen 7.30 Uhr Ortszeit in der römisch-katholischen Kirche Santa Maria. Nach Angaben von Augenzeugen geschah dies kurz vor Beginn eines Gottesdienstes. Unter den dort getöteten Personen soll auch einer der Attentäter sein.

Kurze Zeit später gab es weitere Explosionen in einer Kirche, die der Pfingstbewegung gehört, und in einem protestantischem Gotteshaus. Auf dem Video einer Überwachungskamera war zu erkennen, wie ein Motorrad in eine der Kirchen fährt. Kurz danach sieht man eine mächtige Explosion.

Ein Wachmann berichtete, dass unter den Attentätern auch eine Frau mit zwei Kindern gewesen sei. Die Frau sei an einer Sperre gestoppt worden. Dann habe sie den Sprengsatz gezündet.

Eine Attentäter-Familie

Ein Wachmann berichtete, dass unter den Attentätern auch eine Frau mit zwei Kindern gewesen sei. Die Frau sei an einer Sperre gestoppt worden. Dann habe sie den Sprengsatz gezündet.

Bei den Selbstmordattentätern handelt es sich laut Polizei um Angehörige derselben Familie, die aus Syrien ins Land zurückgekehrt seien. Dazu gehörten neben den Eltern auch vier Kinder, zwei davon minderjährig, neun und zwölf Jahre alt. In einem Fall sei ein Motorrad, in einem anderen ein Auto benutzt worden.

epa06732362 Indonesian bomb squad police officers inspect a blast site in front of a church in Surabaya, East Java, Indonesia, 13 May 2018. According to media reports, at least three people have been killed and dozens others injured after bomb blasts occurred at three locations in Surabaya.  EPA/STR

Bombenspezialisten der indonesischen Polizei am Ort des Anschlages.  Bild: EPA/EPA

Die vor allem in Syrien und dem Irak aktive Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte über ihr Sprachrohr Amak den Anschlag für sich. Ein Sprecher des indonesischen Geheimdienstes NIA machte die Gruppe Jemaat Ansharud Daulah (JAD) dafür verantwortlich. Diese steht der IS-Terrormiliz nahe.

Die JAD habe ursprünglich Anschläge auf die Polizei geplant. «Aber weil die Polizei vorbereitet war, haben sie sich jetzt andere Ziele ausgesucht», sagte der Sprecher.

Nur wenige Stunden vor den Anschlägen auf die Kirchen hatte die Polizei auf Java vier mutmassliche JAD-Anhänger bei einem Schusswechsel getötet. Zwei weitere Männer wurden verhaftet. Erst am Donnerstag war in der Nähe von Jakarta ein Gefängnisaufstand mit insgesamt sechs Toten zu Ende gegangen, darunter fünf Polizisten. Bei einem Teil der Häftlinge soll es sich um JAD-Anhänger gehandelt haben.

Kirchen als Anschlagsziel

Staatspräsident Joko Widodo verurteilte die Anschläge in der zweitgrössten Stadt des Landes als «barbarisch». Der indonesische Kirchenverband rief die Regierung dazu auf, für mehr Sicherheit zu sorgen.

Indonesien hat seit mehr als anderthalb Jahrzehnten immer wieder mit islamistischer Gewalt zu tun. Auch Kirchen waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen. Auf der Ferieninsel Bali kamen 2002 mehr als 200 Menschen ums Leben.

Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Mehr als 85 Prozent der Indonesier sind muslimischen Glaubens. Katholische und protestantische Christen machen etwa zehn Prozent der Bevölkerung aus. (leo/sda/dpa/reu/afp)

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