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epa04829570 Members of the Tunisian security services stand guard during a memorial ceremony and minutes silence for the victims of a terror attack on a beach outside the Imperial Marhaba Hotel, in the popular tourist resort of al-Sousse, Tunisia, 03 July 2015. 38 people were killed, including 30 UK nationals, 26 June, when a gunmen opened fire on holidaymakers on a beach and in a hotel, before being killed by local security services, in a attack claimed by affiliates of the group calling themselves the Islamic State (IS), who have since vowed to carry out more attacks in the region.  EPA/MOHAMED MESSARA

Soldaten am Strand von Sousse: Tunesien will verstärkt patrouillieren. Bild: MOHAMED MESSARA/EPA/KEYSTONE

Ein 168 Kilometer langer Sandwall soll Tunesien vor Terroristen schützen

Nach dem Attentat im Badeort Sousse greift Tunesien zu ungewöhnlichen Mitteln: Weil der Terrorist in Libyen ausgebildet worden sein soll, verstärkt die Regierung jetzt die Grenze zu dem Nachbarland - mit einer Mauer aus Sand.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Tunesien will sich mit einem Sandwall an der libyschen Grenze vor Terroristen schützen. Die Bauarbeiten an der 168 Kilometer langen und zwei Meter hohen Befestigungsanlage hätten bereits begonnen, sagte Ministerpräsident Habib Essid in einer Fernsehansprache. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein. Tunesien will verhindern, dass Extremisten aus dem Nachbarland illegal einreisen.

Die Regierung reagiert damit auf den Anschlag eines islamistischen Terroristen. Dieser hatte vor knapp zwei Wochen im Badeort Sousse 38 Urlauber getötet. Der Täter soll im Bürgerkriegsland Libyen ausgebildet worden sein, nach Angaben der BBC «vermutlich» von der Miliz Ansar al-Scharia. Bei dem Angriff starben überwiegend Briten. Auch zwei Deutsche waren unter den Opfern. Der Terrorist wurde von Sicherheitskräften erschossen. Bereits im März hatten zwei Männer bei einem Anschlag in der Hauptstadt Tunis 22 Menschen getötet.

Ministerpräsident Essid kündigte nun ausserdem an, verstärkt Patrouillen einzusetzen und die Grenze aus der Luft überwachen zu lassen. Am Samstag hatte die Regierung bereits einen zunächst 30-tägigen Ausnahmezustand ausgerufen.

(kev/dpa)

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