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Hindu-Priester zu Tode gehackt: Attacken auf religiöse Minderheiten in Bangladesch nehmen kein Ende

01.07.16, 08:32 01.07.16, 10:00


In Bangladesch ist erneut ein Angehöriger einer religiösen Minderheit brutal getötet worden. Ein 50-jähriger Mitarbeiter eines Hindu-Tempels wurde am Freitag im westlichen Bezirk Jhenaidah von drei Männern auf einem Motorrad attackiert, wie die Polizei mitteilte.

Die Angreifer hackten ihm auf offener Strasse mehrmals mit Macheten in den Nacken und in den Kopf. Der Mann starb kurz darauf im Spital. Der örtliche Vize-Polizeichef Gopinath Kanjilal sagte, der Getötete sei ein hinduistischer «Priester» gewesen. Ein anderer Polizist bezeichnete ihn als Gebetshelfer, der von einem Tempel zum anderen ziehe.

Er wurde attackiert, als er Blumen für eine Andacht pflücken wollte. Zum Angriff bekannte sich zunächst niemand. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass er von Islamisten verübt wurde.

Diese Karte zeigt alle Attacken, die auf religiöse Minderheiten in Bangladesch im 2016 verübt wurden

Bangladesch wird seit Jahren von einer Serie islamistischer Angriffe auf säkulare Aktivisten, Künstler und Wissenschaftler sowie Angehörige religiöser Minderheiten erschüttert. In den vergangenen drei Jahren fielen ihnen rund 50 Menschen zum Opfer. Die meisten von ihnen wurden mit Macheten totgehackt.

Die Regierung macht einheimische Islamisten für die Taten verantwortlich, obwohl sich zu den meisten Angriffen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und der südasiatische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida bekannten.

Zuletzt hatte die Regierung des überwiegend muslimischen Landes ihr Vorgehen gegen radikale Islamisten verschärft. Bei landesweiten Razzien wurden im Juni mehr als 11'000 Menschen festgenommen. Die Opposition und Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung jedoch vor, mit den Razzien auch politische Gegner mundtot machen zu wollen. (sda/afp/meg)

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    Alle Leser-Kommentare
  • john waynee 01.07.2016 09:30
    Highlight Nicht nur Christen erleben die "friedvolle" Seite des Islam Tag für Tag.-
    20 10 Melden
    • Datsyuk * 01.07.2016 10:19
      Highlight Kennst du Joseph Kony?
      5 16 Melden
    • john waynee 01.07.2016 10:29
      Highlight Im Gegensatz zum Koran steht in der Bibel jedoch nicht "Ergreift und tötet sie wo immer ihr sie findet". Oder kannst du mir die entsprechende Textstelle nennen?
      Ein afrikanischer Despot und Opportunist, nichts weiter.-
      15 5 Melden
    • Datsyuk * 01.07.2016 10:35
      Highlight Kony beruft sich auf das alte Testament.
      Ich habe Kony ins Spiel gebracht, weil du mit deinem ersten Kommentar suggerierst, dass Muslime per se Gewalt anwenden.
      2 8 Melden
    • TheMan 01.07.2016 10:39
      Highlight Datsyuk Kony ist Glaubwürdig wie Uriella und dieser Selbsternannter Sektenkenner. Kony ist wie man so schön sagt, dure bi Rot. Und seine Bibelkenntnise vermischt er mit dem Koran. Kony als Christ zu bezeichnen ist so unwahr, wie Mohammed ein Prophet der Christen ist.
      8 3 Melden
    • saco97 01.07.2016 10:49
      Highlight 4. Mose/Num. 31,15: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen? So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.
      Nur eines von vielen Beispielen.
      Doch was bedeutet das, für Christen und Juden?
      Nichts! Denn ohne Kontext hat die Textstelle keinerlei Aussage. Die Stelle gehört in einen brutalen Stammeskrieg. Genau das selbe trifft aber auch auf die zitierte Stelke aus dem Koran zu. Auch da ging es nicht um alle Ungläubigen, sondern nur um die Ungläubigen eines feindlichen Stammes.
      9 4 Melden
    • saco97 01.07.2016 10:59
      Highlight Fortsetzung:
      Schlussendlich ist Religion immer eine Interpretationsfrage. Gewalt und Terror ist an keine Religion gebunden. Es gibt buddistische, christliche und jüdische Terroranscläge. Es gab und gibt auch Anschläge, die politisch motiviert sind, zum Beispiel die RAF oder die IRA.
      4 4 Melden
    • john waynee 01.07.2016 11:25
      Highlight Nein Islam hat nichts mit Terrorismus zu tun.-

      9 2 Melden
    • cherezo 01.07.2016 12:24
      Highlight Saco97 du hast insofern Recht, dass Terrorismus früher meist von Linksextremisten begangen wurde. Da dieselbigen scheinbar eingesehen haben, dass jegliche sozialistische Revolution fü die Katz ist, haben sich die meisten Gruppen inzwischen aufgelöst.
      3 2 Melden
    • TheMan 01.07.2016 13:07
      Highlight Saco du weisst Sure 9, Vers 30 sagt Juden und Christen sind Ungläubige. Sure 9, Vers 5 was man tun muss mit diesen Ungläubigen. Sure 33, Vers 64 Allah verflucht sogar die Ungläubigen. Sure 40, Vers 10 Allah hasst die Ungläubigen. Sure 3, Vers 28 ein Moslem soll nie einen Ungläubigen als Freund nehmen. Sure 4, Vers 144 sonst wird er Gewalt bringen. Sure 8, Vers 60 Allah schickt Terror über die Ungläubigen. In Form der Muslime. Sure 98, Vers 6 Christen/Juden kommen in die Hölle. Sure 8, Vers 22 sind schlimmer als Vieh. Sure 7, Vers 176 sind wie Hunde. Sure 2, Vers 65 Juden sind Affen
      1 4 Melden
    • Baccara 01.07.2016 13:18
      Highlight DIESER Terror hat sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun. Lest und denkt nach.

      Daneben solltet ihr euch vielleicht mal mit der Entstehung von Bangladesh auseinandersetzen.

      Terror an und für sich kann jeden Nährboden haben. Jederzeit.
      1 2 Melden
    • frankyfourfingers 01.07.2016 13:32
      Highlight @john waynee: die us-amerikanischen streitkräfte wurden hier vergessen. das wären dann noch etwa 500'000 irakische Zivilisten. und die berufen sich lustigerweise ja auch auf gott...
      4 1 Melden
    • john waynee 01.07.2016 14:04
      Highlight frankyfourfingers der Ami ist ein geopolitischer und geldgieriger Oportunist. Nichts weiter.-
      2 1 Melden
    • john waynee 01.07.2016 16:04
      2 0 Melden

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