International

RAF-Rentner: Polizei veröffentlicht neues Video – sind sie am Mittelmeer?

13.11.17, 10:44 13.11.17, 11:15

Drei nach einer Überfallserie gesuchte ehemalige Terroristen der «Rote Armee Fraktion» (RAF) halten sich nach Vermutung der deutschen Polizei möglicherweise im Mittelmeerraum auf. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) von Niedersachsen am Montag mit.

Es sei nicht auszuschliessen, dass die seit Jahrzehnten untergetauchten Ex-RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette in Italien, Frankreich oder Spanien Unterschlupf gefunden haben, erklärte das LKA des deutschen Bundeslandes Niedersachsen.

Ein neues Video zeigt Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg bei einem Überfall in Hildesheim

31s

RAF-Rentner: Polizei veröffentlicht Video aus Hildesheim

Video: undefined/Landeskriminalamt Niedersachsen

Der heute 49-jährige Garweg, die 59-jährige Klette und der 63-jährige Staub gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF, deren Terror im Jahr 1977 einen Höhepunkt erreichte. Die dritte Generation wurde aktiv, als zentrale Figuren wie Andreas Baader und Ulrike Meinhof längst tot waren. Auf ihr Konto sollen mehrere Morde gehen, so an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).

Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg in Osnabrück

37s

RAF-Rentner: Video aus Osnabrück

Video: undefined/Landeskriminalamt Niedersachsen

Möglicherweise können die drei ehemaligen Linksterroristen auf alte Netzwerke wie die baskische ETA oder die Roten Brigaden in Italien zurückgreifen. Staub wurde angeblich auch auf einem Campingplatz in Norditalien gesehen, eindeutig identifiziert wurde er nach Angaben der Fahnder aber nicht. Ausserdem könnten die drei sich nach LKA-Angaben in den Niederlanden aufhalten, wo bereits umfangreicher nach dem Trio gefahndet wurde.

Mindestens neun Raubüberfälle

Mit bislang unveröffentlichten Tatvideos startete das LKA am Montag einen neuen Fahndungsaufruf nach dem Trio. Die Polizei verdächtigt die Gesuchten, mindestens neun Raubüberfälle in Norddeutschland begangen zu haben. Eine Videosequenz zeigt Staub und Garweg bei einem Überfall in Hildesheim, auf einer zweiten sind die beiden in einem Bus in Osnabrück zu sehen.

Burkhard Garweg, Ernst-Volker Wilhelm Staub und Daniela Klette (v.l.n.r.): Oben frühere Bilder, unten künstlich gealterte  Bild: EPA/DPA / BKA

Die Beute aller Überfälle soll insgesamt etliche hunderttausend Euro betragen haben. Zuletzt schlugen die drei laut Polizei im Juni 2016 in Cremlingen bei Braunschweig zu. Mit Panzerfaust und Automatikgewehr überfielen zwei Männer und eine Frau einen Geldtransporter und ein Geschäft. (sda/dpa)

Faszinierende Blicke auf die Erde von Astonaut Paolo Nespoli

59s

Faszinierende Blicke auf die Erde von Astonaut Paolo Nespoli

Video: srf

Geschichte – die Vergangenheit lebt!

Frida Kahlo: Die Frau, die den Tod auslachte

Deutsche Terroristen im Jura

Der mysteriöse Tod des Offiziersaspiranten Flükiger

Die Überkuh der Nazis – Görings bizarres Zuchtexperiment

Hat Trump wirklich den «grössten Atomknopf»?

Zölibat, Frauenhass und Schmerzsuche: Wie uns die Kirche die Lust raubte

Verrückte Grenzen, Teil IV: Sechs seltsame Grenzlinien in Amerika

Verrückte Grenzen, Teil III: Sechs skurrile Scheidelinien in Afrika

«Ich küsse Dich in treuer Liebe und mit fester Umarmung. Dein schiacher Karl»

Ein 19-jähriges Callgirl wird im Kalten Krieg für eine Spionin gehalten

Vor 25 Jahren tobte die EWR-Schlacht: Martullo-Blocher, Strahm und Co. erinnern sich

Sabina Spielrein: Die Frau, die viel mehr war als C.G. Jungs Patientin im Burghölzli

Andi Gross: «Viele waren vom EWR-Nein eines überzeugten Europäers überrascht»

Verrückte Grenzen, Teil II: Sechs kuriose Fälle in Europa 

Blochers EWR-Erfolg stürzte die Schweiz in die Euro-Schizophrenie

Das Debakel des Sonderbunds: So kam es zur letzten Schlacht in der Schweiz

Verrückte Grenzen, Teil I: Sechs Schweizer Grenzfälle

So kann man sich irren: Die legendärsten Fehlprognosen der Geschichte 

Luxor – wie der erste grosse islamistische Anschlag die Schweiz schockierte

Der elende Fremdwörter-Wahn: Warum Deutsch die hässlichste Sprache ist

Die WIRKLICH ältesten Witze der Welt: Darüber lachten Römer und Co.

Die 10 spektakulärsten Bankraube der Geschichte

«The Frozen Addicts»: Wie 6 Junkies die Parkinson-Forschung voran brachten

«Nimm s’Knorrli mit»: Das rote Zwerglein wird schon 70

Kennedy-Attentat: US-Nationalarchiv gibt Geheimakten frei – aber nur teilweise

Wie «Zwinglis Helm» eine katholische Trophäe wurde

Lust auf Mafia-Ferien in New York? Diese Spots musst du besuchen!

So sahen die übelsten Diktatoren, Gangster und Serienmörder als Kinder aus

Kennst du diese 7 Forscher, die im Schatten eines anderen standen?

Wie Partisanen die Republik von Ossola gründeten – und sie an die Faschisten verloren 

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • roterriese Team #NoBillag 13.11.2017 13:22
    Highlight "drei ehemaligen Linksterroristen", wieso ehemalig?
    11 9 Melden
    • Me, my shelf and I 13.11.2017 16:33
      Highlight Weil sie scheinbar nicht mehr für "eine Sache" sondern für sich selber Verbrechen begehen.
      6 2 Melden
    • Liselote Meier 13.11.2017 16:34
      Highlight Weil es die Gruppe Namens RAF nicht mehr gibt, hat sich selber aufgelöst.

      Ergo sind sie ehemalige Terroristen der RAF.

      Verüben ja keine Anschläge im Namen einer anderen Gruppe.

      Die Banküberfälle sind Beschaffungskriminalität, apolitisch.



      7 3 Melden
  • roterriese Team #NoBillag 13.11.2017 13:18
    Highlight Mhm die guten und harmlosen Linksextremen.
    9 17 Melden
    • Datsyuk 13.11.2017 20:00
      Highlight Uns ist jetzt mittlerweile bekannt, für wen du Sympathien hegst. Dein Fehler ist: Watson sympathisiert im Artikel nicht mit Linksterrorismus.
      5 5 Melden

Pädosex-Drama in Freiburg: Hauptverdächtiger hatte Kontaktverbot zu Kindern

Einer der Hauptverdächtigen im Fall des vermutlich über Jahre sexuell misshandelten neunjährigen Jungen bei Freiburg im Breisgau hätte nach Zeitungsberichten keinen Kontakt zu Kindern haben dürfen.

Gegen den einschlägig wegen Missbrauchs von Minderjährigen vorbestraften 37-Jährigen habe ein Kontaktverbot zu Kindern und Jugendlichen bestanden, berichtete die «Badische Zeitung».

Auch die «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» berichteten unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Michael …

Artikel lesen