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Sting-Konzert im Bataclan: Eine Schweigeminute für die Opfer. Bild: EPA/BATACLAN

Bataclan weist Mitglieder der Band Eagles of Death Metal ab

13.11.16, 00:20 13.11.16, 12:57

Die Pariser Konzerthalle Bataclan hat am Samstagabend zwei Mitglieder der Band Eagles of Death Metal abgewiesen, die während des Anschlags vor einem Jahr auf der Bühne gestanden hatten. Grund waren Interview-Äusserungen des Sängers der US-Band, Jesse Hughes.

«Sie sind gekommen, ich habe sie rausgeworfen, es gibt Dinge, die man nicht vergisst», sagte einer der Leiter des Bataclan, Jules Frutos. Im Bataclan fand am Samstagabend anlässlich des Jahrestags der islamistischen Anschlagserie vom 13. November 2015 ein Konzert des britischen Rockmusikers Sting statt, mit dem der Konzertsaal zugleich wiedereröffnet wurde.

Sänger Hughes war einer der beiden Bandmitglieder, denen der Besuch des Konzerts verweigert wurde. Er hatte im März in einem Interview mit einem US-Fernsehsender gesagt, der Anschlag am 13. November sei im Inneren des Konzertsaals ausgelöst worden. Hughes verdächtigte in dem Zusammenhang Sicherheitsleute des Bataclan. In einem weiteren Interview, das er der als extremistisch geltenden US-Zeitschrift «Taki's» gab, sagte Hughes, er habe während des Angriffs «gesehen, wie Muslime auf der Strasse feierten».

Die beiden Bandmitglieder waren zusammen mit ihrem Manager nach Paris gekommen, um an den Gedenkfeiern zum Jahrestag der Anschlagserie teilzunehmen. Am Sonntag wollen Frankreichs Staatschef François Hollande und die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo alle sechs Anschlagsorte aufsuchen, darunter neben dem Bataclan ein Restaurant, drei Bars und das Fussballstadion Stade de France. Bei der Anschlagserie waren insgesamt 130 Menschen getötet worden, 90 von ihnen im Bataclan. (ehi/sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 13.11.2016 04:45
    Highlight Richtig so! Musiker sind von Natur aus Egoisten. Wenn sie keine Egoisten wären, dann wären sie keine guten Musiker. Aber in der Politik haben Musiker nichts verloren. "Schuster, bleib bei deinem Leisten!".
    44 223 Melden
    • Mr_Burton 13.11.2016 07:44
      Highlight Was für eine seltsame Aussage. Zulange im Ausgang gewesen?
      236 12 Melden
    • Fumo 13.11.2016 10:24
      Highlight Eine realitätsgetreue Aussage.
      14 60 Melden
    • Fumo 13.11.2016 12:19
      Highlight E7 unterhalte dich mal mit einen Gitarristen oder Leadsänger, dann verstehst du die Aussage.
      Und ja, viele die studierten sind auch abwertende Egoisten.
      12 60 Melden
    • E7#9 13.11.2016 15:32
      Highlight @Fumo: Ich bin selber studierter Musiker (in deinen Augen also Egoist) und habe etwa zehn Jahre ausschliesslich von der Musik gelebt (v.a. Live-Auftritte), heute bin ich vorwiegend Instrumental- und Musiklehrer, toure aber immernoch auch als aktiver Gitarrist. Mein ganzes Leben unterhalte ich mich schon mit Lead-SängerInnen aller Art. Auch wenn SängerInnen zu einem gewissen Teil Divas sein müssen, meine Erfahrung: Der Profi muss sich unterordnen können, er stellt sich in den Dienst der Band und der gesamten Musik. Die Egos bleiben Amateure (ob studiert oder nicht), sie werden nicht gebucht.
      49 2 Melden
    • E7#9 13.11.2016 18:26
      Highlight Da ist wohl ein technischer Fehler passiert (ein gestriger Kommentar wurde stattdessen erneut aufgeschaltet), deshalb nochmals: Ich bin selber studierter Gitarrist (Hochschule Musik, Abt. Jazz, E-Gitarre). Bin heute vorwiegend Musik- und Instrumentallehrer, habe aber viele Jahre ausschliesslich von Live-Auftritten gelebt, und zwar in unterschiedlichen Bands im Bereich Rock, Pop, Reagge und Jazz. Meist in der Rolle des Lead-Gitarristen. Wer sich als Band- oder Orchestermusiker nicht unterordnen kann ist unprofessionell und wird nicht gebucht. Egoisten sind nicht bandtauglich. So einfach.
      20 0 Melden
    • Spooky 13.11.2016 21:27
      Highlight Bob Dylan ist doch ein gutes Beispiel dafür, dass alle erfolgreichen Musiker Egoisten sind. In den 60ern hat er in seinen Songs gegen die Herren des Krieges gewettert. Viele junge Leute sind ihm auf den Leim gekrochen und haben den Kriegsdienst verweigert und sind dadurch in ein Schlamassel geraten, während Bob Dylan sein geniales Ego immer mehr aufgeblasen und alle verraten hat, die ihm einst auf den Leim gekrochen sind. Wäre Bob Dylan kein Egoist gewesen, hätte er es nie bis zum Nobelpreis geschafft.
      5 52 Melden
    • E7#9 13.11.2016 21:51
      Highlight Bob Dylan ist nicht mein Fall und ich kann ihn nicht beurteilen. Er ist bestimmt kein schlechter Songwriter, doch ich glaube, dass seine Texte tiefer gehen als die Musik. Natürlich geht es jedem Künstler in irgend einer Art immer auch um Selbstverwirklichung. Der Erfolg ist aber auf Zielstrebigkeit, Ausdauer, Talent und je nachdem etwas Glück zurückzuführen, nicht Egoismus. Ich habe mir während vieler Jahre täglich stundenlang den Arsch abgeübt (während andere dem Leben frönten) bis ich studieren und Jobs annehmen konnte, die mir genug Einkommen sicherten. Das ist doch nicht egoistisch.
      22 0 Melden
    • blobb 13.11.2016 23:28
      Highlight "Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass ALLE..."
      DIese Logik ist unter aller Sau.

      Spookys Kommentar ist ein gutes Beispiel dafür, dass ALLE Kommentare von Spooky doof sind.
      49 2 Melden
    • Spooky 14.11.2016 01:25
      Highlight @blobb
      Ich habe noch nie behauptet, dass meine Kommentare nicht doof sind. Ich habe aber auch noch nie behauptet, dass alle anderen Kommentare nicht doof sind.
      7 33 Melden
    • Parmelin Anderson 14.11.2016 06:39
      Highlight @E7#9

      Gibst du Privatunterricht, oder über die Jazzschule?

      Ich möchte nämlich wieder anfangen Gitarre zu spielen, jedoch ist die Jazzschule eine relativ teure Angelegenheit.
      10 0 Melden
    • E7#9 14.11.2016 10:01
      Highlight Parmelin: Das finde ich mega nett. Nur, wie treten wir in Kontakt? Bin im Aaragau. Möchte hier aber unbedingt anonym bleiben.
      9 0 Melden
    • E7#9 14.11.2016 10:06
      Highlight Ich weiss wie. Jazzschule Luzern. Wenn du dort nachfragst: Der spanische ehemalige Student, die sollten dann wissen um wen es sich handelt. Dann geben sie dir meinen Kontakt. :-)
      8 0 Melden
    • Fumo 14.11.2016 11:49
      Highlight E7 Wenn die Jazzschule dort nur anhand dieser Angaben deine Kontaktdaten herausgibt würde ich mir Sorgen um den dortigen Datenschutz machen o.O
      7 2 Melden
    • E7#9 14.11.2016 12:12
      Highlight Fumo: Die würden erst mich kontaktieren, dass jemand Interesse hat Gitarrenstunden hätte.
      6 0 Melden
    • Parmelin Anderson 14.11.2016 12:54
      Highlight @E7#9 ah okay, ich als arroganter Zürcher habe natürlich nicht soweit gedacht <.< Merci für die Antwort ich werde es mir mal überlegen. :)
      4 0 Melden
    • E7#9 14.11.2016 16:32
      Highlight 😂😂😂
      4 0 Melden
    • Spooky 14.11.2016 17:35
      Highlight Ich glaube es fast nicht. Jetzt habe ich tatsächlich -und ohne es zu wollen - mit meinem Eingangskommentar - dazu beigetragen, dass jemand wieder anfängt, Gitarre zu spielen. Wunderbar! Ich sage es ja immer: Man weiss nie, wozu man gut ist auf dieser Welt :-)
      7 1 Melden
  • Raembe 13.11.2016 01:00
    Highlight Richtig so!
    230 30 Melden
    • Mett-Koch 13.11.2016 03:27
      Highlight Tut mir ja leid für ihn und alle, welche damals anwesend waren. Aber der hat noch weit mehr wirres Zeug gelabert, als im Artikel hier erwähnt...
      239 11 Melden
    • Pana 13.11.2016 03:42
      Highlight Genau. Von wegen die Opfer wären Feiglinge gewesen etc. Gut reagiert von den Verantwortlichen des Clubs.
      221 7 Melden
    • sontau 13.11.2016 10:14
      Highlight @Blubbz: Genau! U.a. dass sowas nicht hätte passieren können, wären alle Konzertbesucher bewaffnet gewesen...
      71 8 Melden

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