International

Frankreich erhielt keine Terror-Warnung vor Anschlägen – Waffen in Italien beschlagnahmt

26.11.15, 09:42 27.11.15, 06:57

Ticker: 27.11.2015: Syrien-Konflikt

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
38
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 26.11.2015 21:57
    Highlight Hat das Einsatzkommando auch diesmal wieder die Schuhe ausgezogen, so wie es am Eingang der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee auf einem Schild gewünscht wird?
    Tiefer geht der Bückling vor dieser "Religion" und seinen Anhängern nun wirklich nicht.

    http://www.bz-berlin.de/tatort/sek-kommt-auf-socken-zur-terror-razzia-in-tempelhof
    5 4 Melden
    • Datsyuk * 26.11.2015 23:14
      Highlight Das hat mit Anstand zu tun. Sofern es die Situation zulässt, sollten die Schuhe ausgezogen werden.
      4 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.11.2015 21:24
    Highlight So,so die Türken wussten nicht dass das ein russischer Jet war. Ich habe den Eindruck, dass die ihren Laden überhaupt nicht im Griff haben. Das Flugzeug wurde nachweislich über syrischem Territorium abgeschossen. Warum soll die Nato solche Pfeifen auch noch stützen? Und wer soll Erdogan trauen? Da ist mir Putin noch lieber.
    11 2 Melden
    • E. Edward Grey 26.11.2015 22:25
      Highlight Erdogan hat gemerkt dass sein Spreng-Manöver gegen die Koalition in Syrien nicht gezündet hat und vollzieht nun den üblichen politischen Salto. Bedauerlich ist nur dass er damit wieder durchkommen wird. Man kann nur erahnen wieviel Dreck an seiner Regentschaft steckt. Hinweise gibt es ja bereits viele.
      5 1 Melden
  • Ruffy 26.11.2015 18:52
    Highlight Was verspricht man sich eigentlich von einer Koalition mit Russland? Die Bomben ja schon was das zeug hält und stützen Assad, den grössten schlechter in der Region, welcher notabene mehr Zivilisten auf dem Gewissen hat als IS und Al-Quaida zusammen...

    Als ob noch mehr Bomben irgendetwas ändern würden, im Gegenteil, im IS Gebiet leben ca. 6Mio Menschen, das wird zum grössten Teil die Zivilbevölkerung treffen und diese wiederum radikalisieren.

    Denn sie wissen nicht was sie tun...
    7 13 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 19:22
      Highlight Mein Eindruck ist, dass der Westen überhaupt nicht weiss, was genau das Ziel in Syrien ist. Ferner ist fraglich, ob der "Westen" überhaupt noch als Einheit auftritt: Obama stellt sich hinter Erdogan, während sich Hollande mit Putin trifft, um den Kampf gegen Daesh zu besprechen.

      Die Unterstützung "gemässigter Rebellen" hat dem Westen keine Erfolge gebracht. Die Luftschläge konnten das Blatt auch nicht wenden. Sie waren nur in denjenigen Fällen hilfreich, in denen Einheiten am Boden (kurdische Einheiten) nachrücken konnten.
      6 1 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 19:37
      Highlight Die Unterstützung kurdischer Einheiten wird aber - insb. in Syrien - durch die Türkei blockiert. Daher erfolgt eine derartige Unterstützung nur zögerlich (immerhin hat man sich nun für eine Unterstützung der SDF unter der Leitung der PYD/YPG entschlossen - Gegen den Widerstand der Türkei).
      Dem Westen gehen also langsam aber sicher die Optionen aus, sofern man keine eigenen Truppen schicken will.

      Das Vorgehen Russlands macht aus zumindest militärischer Sicht wesentlich mehr Sinn (dies ist nicht als moralische Billigung zu verstehen).
      11 0 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 19:44
      Highlight Russland stützt zwar klarerweise das Assad Regime, doch das ist insofern sinnvoll, als dessen Bodentruppen gebraucht werden, weil ohne ein nachrücken dergleichen Luftschläge kaum Wirkung erzielen.
      Richtig ist auch, dass sich die Luftschläge nicht in erster Linie gegen den IS richten, sondern gegen andere Rebellengruppen, wie etwa Jabhat al Nusra oder Ahrar al Sham.
      Auch dies ist militärisch sinnvoll, weil diese Gruppierungen Autobahnabschnitte der M5 und der M4 besetzen. Ein Vorstoss von Aleppo gegen den IS wäre riskant, wenn man andere salafistische Milizen im Rücken hat.
      11 0 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 19:46
      Highlight Auf der obigen (nicht mehr tagesaktuellen) Karte des ISW habe ich die Vorstösse der Russen und der Syrischen Armee eingezeichnet. Die Absturzsstelle der SU 24 ist mit einem roten Quadrat markiert und der ungefähre Standord des zerstörten Konvois von heute mit einem roten Punkt.
      9 0 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 19:57
      Highlight Nicht auf der Karte zu sehen ist, dass ein von Daesh eingeschlossener Stützpunkt bei Aleppo entsetzt wurde. Die Luftschläge im Osten des Landes dürften ferner einerseits der Entlastung dortiger Stützpunkte dienen und andererseits darauf abzielen die Versorgung des IS zu verschlechtern (Die Route über Deir-Ez Zor ist die einzige Verbindung des IS in den Irak).

      Die Kurden versuchen ferner den Korridor zwischen Afrin und Kobane zu schliessen, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass sie von den Russen unterstützt werden.
      6 0 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 20:08
      Highlight Insgesamt scheint die russische Intervention in Syrien - im Gegensatz zum ungeschickten Vorgehen des Westens - einer Strategie zu folgen.

      Dies ändert freilich nichts daran, dass Assad für den Tod unzähliger Zivilisten verantwortlich ist. Aus dieser Feststellung alleine lassen sich jedoch keine Handlungsanweisungen ableiten. Es stellt sich nämlich das Problem, dass eine Herrschaft salafistischer Rebellen (von der Türkei gerne als "gemässigt bezeichnet) keine Alternative wäre.
      5 1 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 20:10
      Highlight Ferner ist zu beachten, dass viele Angehörige der Syrischen Armee Assad im Grunde ablehnen, ihnen jedoch nichts anderes übrig bleibt als Assad zu dienen, da sie im Falle der Eroberung ihrer Ortschaften durch salafistische Rebellen aufgrund ihrere Konfession mit dem Tod rechnen müssten.
      7 0 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 20:19
      Highlight Wir müssen uns eingestehen, dass es nicht möglich ist in Syrien zu gewinnen. Nicht für Obama, nicht für Putin, nicht für Assad.

      Der Konflikt sollte so rasch wie möglich beendet werden. Dazu wären m.E. folgende Massnahmen nötig:

      1. Die Kurden müssen bei der Schliessung des Korridors entlang der syrisch/türkischen Grenze unterstützt werden, um die Schmuggelrouten des IS zu unterbrechen (seitens der Türkei ist ja nicht damit zu rechnen, dass sie den Nachschub an Waffen unterbindet). Von wem die Kurden unterstützt werden kann dahin gestellt bleiben.
      6 0 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 20:28
      Highlight Im Gegenzug für die Sicherung der Grenze sollten die Kurden mehr Autonomie erhalten.

      2. Länder, welche Daesh, Jabhat al Nusra (Al Qaida), oder Ahrar al Sham unterstützen, sollten mit internationalen Sanktionen belegt werden.

      3. Gemässigte Rebellenverbände (falls noch vorhanden) stellen Kampfhandlungen gegen das Regime ein und schliessen sich der SDF unter Leitung der YPG an.

      4. Assad tritt mit der Garantie zurück, nicht mit dem Tod bestraft zu werden. Er wird auf lebzeiten unter Hausarrest gestellt.
      7 0 Melden
    • Ruffy 26.11.2015 20:29
      Highlight Mir ist durchaus klar, dass die Russen eine Strategie haben, Assad mit allen Mitteln an der Macht zu halten. Und du sagst es richtig, viele Kämpfen für Assad, weil er das kleinere Übel für sie ist, das gleiche ist es aber auch mit der Sunnitischen Bevölkerung, für die ist der IS oder andere Sunnitische zum Teil extremistische Milizen das kleinere Übel, entweder unter denen leben oder von Assad Truppen abgeschlachtet und unterdrückt zu werden. Das gleiche Muster lässt sich auch im Irak beobachten. Und Bomben werden da gar nichts lösen, eventuell einer Gruppe helfen eine andere zu unterdrücken
      3 2 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 20:31
      Highlight Putin hängt nicht persönlich an Assad, weshalb es durchaus denkbar wäre, dass er ihn zum Rücktritt bewegen würde. Eine Zusammenarbeit mit Russland würde womöglich auch den Weg für eine Lösung des Ukrainekonfliktes ebnen.

      Das würde freilich nichts daran ändern, dass das russische Eingreifen in der Ukraine völkerrechtswidrig war, doch es würde allenfalls dazu führen, dass weniger Menschen darunter leiden.
      6 1 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 20:52
      Highlight @Ruffy:
      Es ist klar, dass Bomben keine Lösung sind. Aus diesem Grund muss auch verhindert werden, dass die nicht wirklich gemässigten Rebellen weiterhin mit Waffen versorgt werden. Sie werden Assad nicht besiegen können solange dieser von Russland unterstützt wird. Durch die Waffenlieferungen wird das Ende des Konfliktes nur hinausgezögert.
      Meine Haltung mag zynisch sein, doch ich bin der Meinung wir müssen diese Tatsache einfach akzeptieren und nach vorne schauen und versuchen den Konflikt so rasch wie möglich zu beenden.
      3 0 Melden
  • RatioRegat 26.11.2015 18:11
    Highlight Der Zweck der NATO besteht nicht darin die Partikularinteressen der türkischen Regierung zu vertreten. Sollte die Türkei eine weitere Eskalation des Konfliktes provozieren, so muss sie unverzüglich ausgeschlossen werden.

    Der Westen hat zu lange auf die Interessen der Türkei Rücksicht genommen und damit auf sachgerechte Lösungsansätze verzichtet. Das Ergebnis dieser Politik war und ist katastrophal.

    So lange der Westen der Türkei (und Saudi Arabien) den Rücken stärkt wird sich daran auch nichts ändern, egal wie viele Bomben abgeworfen werden.
    17 2 Melden
  • Typu 26.11.2015 17:41
    Highlight Da haben die Kriegsgeilen Gaffer ja eine Hochphase und die Medien zeigen dies hübsch detailliert auf. Modernes Götzentum. Widerlich.
    6 6 Melden
  • Apokalyptus 26.11.2015 17:38
    Highlight Das Ganze wird langsam zum Kindergarten der 2. Generation
    4 3 Melden
  • Sapere Aude 26.11.2015 17:32
    Highlight Besorgniserregend, wenn statt bessere Koordination und Kommunikation in erster Linie die Anzahl an Waffensysteme zunimmt. Solange die Einzelinteressen so weit auseinander liegen, ist eine Aufrüstung vor Ort ein Spiel mit dem Feuer. Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei, der syrische Brei ist nicht nur ungeniessbar, er wird länger den je hochexplosiv und unkontrollierbar. Jegliche Eskalation spiel dem Daesh in die Hände.
    9 0 Melden
  • sapperlord 26.11.2015 14:27
    Highlight Blickt da unten eigentlich noch jemand durch? Alle bekämpfen sich gegenseitig. Dies macht mir Sorgen.
    30 0 Melden
  • RatioRegat 26.11.2015 13:31
    Highlight Die Gruppierungen, die von der Türkei unterstützt werden sind keineswegs gemässigt (http://understandingwar.org/sites/default/files/Syrian%20Opposition%20Guide_0.pdf).


    30 3 Melden
    • DerWeise 26.11.2015 13:42
      Highlight Langsam erinnert mich Watson an die Self-Checkout Kassen von Migros und Coop:

      Man lässt den Kunden die Arbeit machen
      38 6 Melden
    • Peace.Nik 26.11.2015 19:01
      Highlight Und das ist gut so. Deshalb liebe ich Watson.
      4 3 Melden
  • Dä Brändon 26.11.2015 13:26
    Highlight ja genau....
    22 3 Melden
  • RatioRegat 26.11.2015 13:23
    Highlight Erdogan: «Niemand bekämpft den IS so stark wie die Türkei.»

    Die Kurden machen mit wesentlich weniger Mitteln wesentlich mehr und werden von Erdogan stets aktiv behindert.
    50 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.11.2015 17:30
      Highlight Erdogan ist doch selber ein Islamist. Der IS profitiert von der türkischen Unterstützung durch halboffene Grenzen und auch durch Spitäler in denen verletzte IS Kämpfer behandelt werden.
      Und ein solches Land ist auch noch Mitglied der Nato. Geht gar nicht. Kein Wunder haben die Russen in der westlichen Bevölkerumg immer mehr Freunde.
      13 2 Melden
    • Peace.Nik 26.11.2015 19:04
      Highlight Erdogan will eben mit allen möglichen Mitteln Assad stürzen. Deshalb schaut er nicht hin, wie Söldner zum DAESH gehen und Öl aus dessen Gebiet gekauft wird. Schliesslich will man ja einen Gegner Assads nicht schwächen. Das können Gründe sein, was nicht heisst, dass diese Politik gut sei.
      2 2 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 21:57
      Highlight Hier noch ein Wall Street Journal Artikel, der besagt, dass die Türkei die syrischen Kurden bombartiert haben, weil diese den Euphrat überschritten hätten und weiter nach Westen vorgestossen seien. Der Euphrat sei für die Türkei eine rote Linie.

      Und wer hätte es gedacht: Die Gebiete westlich des Euphrats werden von Daesh gehalten!

      http://www.wsj.com/articles/turkey-opens-new-front-against-kurds-in-syria-1445968338
      1 0 Melden
  • DerWeise 26.11.2015 13:23
    Highlight "Even if the plane was in their (Syrien) airspace for a few seconds, that is no excuse for a attack. It was clea, that this plane was not an agressive plane, still it was shot down"
    - Putin

    ...ach nein, es war Recep T. Erdogan 2012, als ein türkisches Flugzeug durch Syrien abgeschossen wurde.
    17 4 Melden
    • E. Edward Grey 26.11.2015 22:37
      Highlight Perfektes Beispiel für temporale Wahrheiten von Politikern. Danke!
      0 1 Melden
  • Yolo 26.11.2015 11:42
    Highlight Wenn Russland noch weitere Staaten mit Lebensmittelimporten sanktioniert, gibt's dort bald nur noch Kartoffeln und Wodka
    15 28 Melden
  • Mafi 26.11.2015 11:02
    Highlight Wenn Russland etwas macht, ist es immer Putin. Bitte um objektivere Berichterstattung bzw. Wortwahl.
    28 16 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.11.2015 10:32
    Highlight auf hilsgüter schiessen? - wie mutig von russland..
    16 30 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 11:21
      Highlight Ob es sich dabei um Hilfsgüter bzw. nur um Hilfsgüter handelte ist fraglich. Seit Beginn der russischen Intervention werden die sunnitischen Rebellen von in grösserem Umfang mit TOW Panzerabwehrraketen und evtl. mit Flugabwehrraketen (sog. MANPADS) versorgt.

      Diese Waffensysteme werden in erster Linie von Privatpersonen aus Saudi Arabien, anderen Golfstaaten und der Türkei finanziert und über die Türkei nach Syrien geschmuggelt.
      33 3 Melden
    • RatioRegat 26.11.2015 11:25
      Highlight Die Adressaten dieser Lieferungen, die Jabhat al Nusra sowie die Ahrar al Sham können dabei keineswegs als gemässigte Rebellen betrachtet werden.
      28 2 Melden
    • DerWeise 26.11.2015 14:08
      Highlight @(des)Infonaut

      zurücklehnen und genießen:

      11 8 Melden

Spielball der Mächte: Weshalb der Syrien-Konflikt in erster Linie ein Stellvertreterkrieg ist

Die westliche Berichterstattung über den Syrien-Konflikt sei einseitig, unreflektiert und spiegle die Interessen der Industriemächte, schreibt der langjährige SRF-Korrespondent Helmut Scheben. Dabei gehe oft vergessen, dass am Anfang des syrischen «Bürgerkriegs» ein Kampf um die Vormacht im globalen Energiemarkt stand.

Die Hauptakteure der ausländischen Parteien, die in Syrien Krieg führen, sind Gas-Exporteure mit Interessen in einem von zwei umkämpften Pipeline-Projekten. Dabei geht es um die Ausbeute der weltgrössten Erdgasreserven, nämlich des Gasfeldes South Pars/North Dome, welches auf dem Grund des Persischen Golfs liegt und zum Teil dem Iran, zum Teil Katar gehört. Beide Länder begannen 1989 mit der Förderung.

2009 schlug Katar vor, eine Pipeline zu bauen, die Erdgas durch Saudiarabien, Jordanien und …

Artikel lesen