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Über die drei Verdächtigen sagen die malaysischen Behörden: «Wir haben den Eindruck, dass sie uns bei der Untersuchung helfen können.»
Bild: OLIVIA HARRIS/REUTERS

Nach Bangkok-Attentat: Auch malaysische Polizei verhaftet Verdächtige – die Hintergründe sind aber reichlich dubios

Ein Pakistaner sowie eine Frau und ein Mann aus Malaysia sind wegen des Bombenanschlags auf den Erewan-Schrein in Bangkok festgenommen worden. Die malaysischen Behörden wollen die drei Verdächtigen vorerst nicht an Thailand ausliefern.

14.09.15, 09:20 14.09.15, 09:53

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Die Polizei in Malaysia hat bei den Ermittlungen zum tödlichen Bombenschlag in Bangkok drei Verdächtige gefasst. Es handele sich um einen Pakistaner sowie einen Mann und eine Frau aus Malaysia, sagte Polizeichef Chalid Abu Bakar. «Wir haben den Eindruck, dass die drei uns bei der Untersuchung helfen können», sagte er.

Die Festnahmen erfolgten demnach schon im vergangenen Monat. Derzeit ist laut Bakar nicht geplant, die Verdächtigen an Thailand auszuliefern. Malaysia arbeite aber eng mit den dortigen Behörden zusammen. Was den Festgenommenen im Zusammenhang mit dem Anschlag vorgeworfen wird, sagte Bakar nicht. Offen ist auch, wann die drei offiziell angeklagt werden.

Thai-Behörden führten bereits Verdächtige vor

Bei dem Anschlag am 17. August in der thailändischen Hauptstadt waren 20 Menschen getötet worden, darunter 14 ausländische Touristen. Mehr als 120 Personen wurden verletzt. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Kritiker bemängeln die Ermittlungsarbeit der Polizei in Thailand. Deren Erklärungen zu möglichen Hintermännern, Motiven und Befragungen von Verdächtigen seien widersprüchlich, spekulativ und oftmals rätselhaft.

Die thailändischen Behörden haben ihrerseits bereits mehrere Personen festgenommen. Ein Mann wurde in einem Apartment bei Bangkok gefasst, in dem Material zum Bombenbau gefunden wurde. Die zweite Person wurde nahe der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha festgenommen. Ihre Fingerabdrücke sollen auf den in der Wohnung sichergestellten Bomben-Utensilien gefunden worden sein. (ulz/AFP/Reuters/AP)

Der Bombenanschlag in Bangkok

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