International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Kei Luscht» auf Thailändisch: Junta-Chef lässt Pappkameraden Fragen «beantworten»

Prayuth Chan-ocha hatte offensichtlich keine Lust auf kritische Fragen. Bei einer Pressekonferenz machte sich Thailands Junta-Chef aus dem Staub – und hinterliess den Journalisten eine Kartonfigur, die aussah wie er selbst.

09.01.18, 06:34 09.01.18, 15:05


Ein Artikel von

Thailands Junta-Chef Prayuth Chan-ocha hat vor Journalisten einen bemerkenswerten Abgang hingelegt: Erst sprach er kurz zu ihnen, es ging um den anstehenden Children's Day, und damit um ein unkritisches Thema. Bevor die Reporter dann Zeit hatten, sich mit ihren Fragen an Prayuth zu wenden, machte er sich aus dem Staub. Und wie.

«Ich bin dann mal weg»: Prayuth Chan-ocha lässt sich von einem Pappkameraden ablösen. Bild: AP/TPBS

Prayuth liess eine Pappfigur neben sich aufstellen, die ihm nachempfunden war. «Wenn Sie Fragen zu Politik oder Konflikten haben – dann fragen Sie den da», sagte er zu den Journalisten, machte auf dem Absatz kehrt und ging davon. Berichten zufolge sollen die Journalisten teils amüsiert dreingeschaut haben, und teils peinlich berührt gelacht haben.

Prayuth (l.) mit Pappfigur: «Fragen Sie den da.» Bild: AP/TPBS

Dass Prayuth ein angespanntes Verhältnis zur Presse hat, wurde schon früher deutlich. Einmal warf er eine Banane nach einem Kameramann. Ein anderes Mal drohte er – und meinte das im Scherz – damit, jeden Journalisten hinrichten zu lassen, der die Regierung kritisiere. Im Juni 2017 wollte er Journalisten «konstruktives Fragen» beibringen – Menschenrechtler vermuteten dahinter eine Einschüchterungstaktik.

Im Mai 2014 putschte in Thailand das Militär, seitdem regieren die Generäle – und seitdem versprechen sie baldige Wahlen. Der Termin wird Jahr um Jahr verschoben. (aar/AP)

Gibt's das Januarloch wirklich?

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

«Who is America?» – 7 Fakten über die neue Skandal-Show von Sacha Baron Cohen

Warum das chinesische Modell über den Westen siegen wird

Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur WM 2022 in Katar

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns bei der nächsten WM erwartet

So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Erkennst du alle Filme an nur einem Bild? Wer weniger als 7 hat, muss GZSZ* gucken!

8 Dinge, die purer Horror sind, wenn sie morgens vor deinem ersten Kaffee passieren

Bei welchen Fluglinien hast du gratis oder günstig WLAN? Der Preisvergleich zeigt's

Das sind die Tops und Flops der WM

Mesut Özil spielt nicht mehr für Deutschland

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zwerg Zwack 09.01.2018 10:19
    Highlight Zwar nicht staatsmännisch, aber trotzdem ein geiler Abgang! Vor allem 🤘! 😂
    7 1 Melden
  • Bästali K 09.01.2018 07:48
    Highlight Schon aufgefallen, dass Prayuth ganz am Ende des Videos die Metal-Hand zeigt?🤘🏼
    2 1 Melden

Handelskonflikt: Rücken EU und China wegen Trump zusammen?

Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat in Peking am Montag der jährliche EU-China-Gipfel begonnen. Im Mittelpunkt der Beratungen von EU-Spitze und der chinesischen Führung stehen die Sorgen vor einem Handelskrieg.

Zudem soll sich das Treffen um die stockenden Verhandlungen über ein Investitionsschutzabkommen zwischen beiden Seiten, die Forderung der EU nach mehr Marktöffnung in China sowie die geplante Reform der Welthandelsorganisation (WTO) drehen.

Erstmals seit …

Artikel lesen