International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Norwegen schafft Pelzfarmen ab

16.01.18, 12:07


Erfolg für den Tierschutz: Die neue Minderheitsregierung in Norwegen hat die Abschaffung aller Pelzfarmen beschlossen. Bis 2025 sollen die Farmen stillgelegt werden.

Laut Angabe der Tierschutzorganisation Peta gibt es in Norwegen derzeit etwa 300 Pelzfarmen, in denen jedes Jahr über 700'000 Nerze und 110'000 Füchse gezüchtet und getötet werden.

Am Wochenende stellte Norwegen vier Monate nach der Parlamentswahl seine neue bürgerlich-konservative Regierung vor: Ausser der konservativen Høyre und der rechtspopulistischen Frp besteht die Minderheitsregierung aus der liberalen Partei Venstre. Der tierfreundliche Entscheid sei auf Drängen der Letzteren gefallen, schreibt die «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

Andrzej Pazgan, Koordinator für Osteuropa bei der Tierschutzorganisation PETA Deutschland, sagt: «Tatsächlich war diese Entscheidung schon seit einigen Jahren im Gespräch, jedoch wurde immer wieder den Beteuerungen der Pelzindustrie Glauben geschenkt, es würde sich bei den dokumentierten Betrieben lediglich um ‹schwarze Schafe› handeln und dass Verbesserungen möglich wären.», sagt Andrzej Pazgan, Koordinator für Osteuropa bei der Tierschutzorganisation PETA Deutschland zur Zeitung.

Pazgan hofft, dass Norwegen als Vorbildrolle für andere europäische Länder dient: «Die Recherchen der Tierschutzorganisationen habe gezeigt, dass die Zustände in den anderen skandinavischen Ländern und in allen anderen Ländern vergleichbar schlecht sind und in keinster Weise als artgerecht anzusehen sind – auch wenn die Pelzindustrie gerne etwas anderes behauptet.»

So viele Canada-Goose-Jacken triffst du in Zürich

Video: watson/Can Külahcigil

Seit Jahrzehnten bekämpfen norwegische Tierschutzorganisationen die Pelzproduktion in ihrem Land. Mit Videokameras dokumentierten Aktivisten die Zustände in den Betrieben: Die Aufnahmen zeigen, wie Hunger, Durst und Krankheiten viele Tiere zu Selbstverstümmelung und Kannibalismus treiben. (kün)

Diese 14 Tierarten haben Forscher erst vor kurzem entdeckt

Das könnte dich auch interessieren:

«Aus Gewissensgründen» – Diese Apothekerin verbannt Homöopathie aus Regalen

Wie du dir als Gymi-Schüler die Lehre vorstellst – und umgekehrt

«Jetzt gegensteuern, sonst werden die Folgen fatal sein»: 11-Jährige erleiden Burn-out

Der Kampf um die Seele der Amerikaner hat begonnen

Abonniere unseren Daily Newsletter

7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 18.01.2018 08:29
    Highlight Ein erster Schritt ist getan. Mal sehen, wann die Norweger die Wal-Jagd beenden.
    1 0 Melden
  • demian 16.01.2018 13:34
    Highlight Schade, dass es noch 7 Jahre dauert bis das Verbot greift.

    Trotzdem Gratulation zum Verbot.

    Wir sollten dem Beispiel folgen und den Import verbieten.
    43 2 Melden
  • Bär73 16.01.2018 12:51
    Highlight Warum braucht es bis zu 7 Jahre bis alle Farmen stillgelegt werden ?
    43 4 Melden
  • Datsyuk 16.01.2018 12:48
    Highlight Gut so. Und in der Schweiz trägt man solchen Pelz... 😔
    53 2 Melden
  • Confused Dingo #teamhansi 16.01.2018 12:19
    Highlight Gut für China :-/
    17 9 Melden
    • Saraina 16.01.2018 13:56
      Highlight Auch wahr, leider.
      22 1 Melden
    • Ms. Pond 16.01.2018 14:51
      Highlight Dagegen kommen wir nur mit einem Importverbot an. Dann hängen auch keine 50.- Jacken mit Echtpelzkragen mehr im Laden. Ich habe für meinen Mantel 25.- mehr bezahlt, als das fast identische Model mit einem Echtpelzkragen gekostet hätte.
      14 1 Melden

Hier ohrfeigt 187-Strassenbande-Rapper einen Schwan – das hätte er besser sein lassen

Ein Video zeigt klar und deutlich: Rapper Gzuz, Mitglied der Hip-Hop-Gruppe «187 Strassenbande», ohrfeigt einen Schwan. Als dieser erschrickt und davon schwimmt, bricht Gzuz in schallendes Gelächter aus und schreit dem Tier «Du Hurensohn» hinterher.

Dass diese Aktion nicht allzu schlau war, bekommt der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Kristoffer Jonas Klauss heisst, bald einmal im Netz zu spüren. Wie taz.de berichtet, ist die Empörung im Speziellen in Tierschutzkreisen riesig.

Gzuz …

Artikel lesen