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A person walks past a graffiti depicting the drowned Syrian toddler Aylan Kurdi in Sorocaba, Brazil, September 5, 2015. Brazil's President Dilma Rousseff criticized European nations on Friday for creating

Das Foto des toten Aylan hat eine heftige Debatte ausgelöst – auf der ganzen Welt. Bild: Graffiti in Brasilien. 
Bild: PAULO WHITAKER/REUTERS

Forscher untersuchten Aylan-Debatte: Das Bild soll die Stimmung auf Twitter gedreht haben

Es gehört zu den wichtigsten Bildern des Jahres: Der auf der Flucht nach Europa ertrunkene dreijährige Aylan Kurdi an einem türkischen Strand. Forschern zufolge haben die Fotos vom September die Debatte in Sozialen Netzwerken über Flüchtlinge in Europa verändert.

15.12.15, 06:19


Wo oft von Migranten die Rede war, also Menschen, die freiwillig auswandern, wurde demnach plötzlich verstärkt über Flüchtlinge gesprochen – also Menschen, die sich zur Flucht gezwungen sehen.

Welcher Begriff in Politik und Medien verwendet werde, habe unvermeidlich einen erheblichen Einfluss auf Hilfsleistungen und politische Entscheidungen, heisst es in dem am Dienstag von der Universität Sheffield veröffentlichten Bericht.

Die Forscher haben Millionen Mitteilungen im Netzwerk Twitter ausgewertet, die vor und nach der Veröffentlichung der Bilder verbreitet wurden. «Unsere Analyse zeigt eindeutig, dass diese Geschichte nicht nur Menschen auf der ganzen Welt erreicht hat, sondern dass es die Art verändert hat, auf die Nutzer Sozialer Medien über das Thema Einwanderung sprachen», sagte Farida Vis, die Direktorin des Visual Social Media Lab der Uni Sheffield.

Das Jahr 2015 über hätten die Begriffe Migrant und Flüchtling etwa gleichauf gelegen, sagte Studien-Mitautor Francesco D'Orazio der Mitteilung vom Dienstag zufolge. Vom 2. September an habe sich das radikal geändert. «Die Zahlen bewegen sich dramatisch hin zu einem eindeutigen Fokus auf Flüchtlinge.» (dwi/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kronrod 15.12.2015 08:17
    Highlight Einzelne Ereignisse können einen extremen Einfluss auf die Stimmung der Bevölkerung haben. Genauso schnell kann die Stimmung wieder gegen die Flüchtlinge kippen, wenn es zum Beispiel zu Vergewaltigungen von einheimischen Frauen durch Flüchtlinge kommt (wie in Finnland geschehen).
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    • Jonasn 15.12.2015 09:05
      Highlight Kannst Du Deine unterschwellige Behauptung durch seriöse Quellen bitte unterlegen?
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    • Jonasn 15.12.2015 11:11
      Highlight Merci. Das wäre natürlich tragisch, wenn es so wäre. Meines Wissens jedoch dann tatsächlich der erste dokumentierte Fall, wenn es denn so sein sollte. Aber natürlich, so ein Fall bringt dann die Stimmung zum Kippen und schürt Ressentiments und spielt rechten Politikern in die Karten, die sich natürlich freuen, wenn die Stimmung kippt. Bin gespannt, was bei diesem Fall rauskommt.
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