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Der kleine Diktator: Lukaschenko schickt seinen 11-jährigen Sohn zur Uno 

Für seine Willkür ist der weissrussische Präsident Lukaschenko berüchtigt. Hat er nun seinen Nachfolger eingeführt? Der elfjährige Sohn des Diktators sass überraschend in der Uno-Generalversammlung in New York.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Er trägt einen Seitenscheitel, die Wangen leicht gerötet, blauer Anzug, blaue Krawatte - er passt optisch ganz gut in die Uno-Generalversammlung. Allein: Er ist elf Jahre alt. Kolya Lukaschenko ist der Sohn des weissrussischen Präsidenten - und war offenbar offizielles Mitglied der Landesdelegation für den Uno-Gipfel in New York. Das berichten russische und weissrussische Nachrichtenmedien.

Auf Twitter kursiert ein Bild, auf dem der Elfjährige neben dem weissrussischen Aussenminister Wladimir Makej sitzt:

Papa Lukaschenko ist bekannt für seinen autoritären Regierungsstil. Er hat dem weissrussischen Präsidenten den Beinamen «Europas letzter Diktator» eingebracht. Seit 1994 ist er an der Macht und damit Europas am längsten regierendes Staatsoberhaupt. Wenn er wählen lässt, gewinnt er - offiziell - haushoch.

Bei seiner Rede vor den Delegierten der Vereinten Nationen blieb er seinem Ruf treu: Er beklagte einen «künstlichen Kult um Persönlichkeitsrechte». Darin macht er «die tiefliegende Wurzel aller dieser Krisen» wie Klimawandel und sozialer Verwerfungen aus. «Unverantwortliche soziale Ideen können zu einer neuen Spaltung zwischen den Kulturen führen und brutale religiöse Unterdrückung und ethnische Konflikte zeugen.» Die «angeblichen Freiheiten» hätten viel Schaden angerichtet.

Sohn Kolya verfolgte die Rede seines Vaters. Am Tag zuvor besuchten beide laut einem Medienbericht bereits gemeinsam das 9/11-Denkmal am «Ground Zero».

epa02552635 (FILE) A file photograph showing Belarus's President Alexander Lukashenko speaking after taking the oath during his inauguration ceremony in Minsk, Bealrus 21 January 2011. Media reports on 27 January 2011 that The EU is to announce a visa ban and an asset freeze on Belarus President Alexander Lukashenko, diplomats say. The measures, to be adopted by EU foreign ministers on 31 January 2011, will also affect almost 160 of his officials.  EPA/VASILY FEDOSENKO / POOL

Ist sicher stolz: Papa Lukaschenko.
Bild: EPA

vek/dpa

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