International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Sept. 17, 2013, file photo, Ambassador John Ashe, of Antigua and Barbuda, the President of the General Assembly 68th session, speaks during a news conference at United Nations headquarters. Former United Nations General Assembly President Ashe accepted more than $500,000 in bribes from a Chinese real estate mogul and other businesspeople in exchange for help obtaining lucrative investments and government contracts, according to federal court documents unsealed Tuesday, Oct. 6, 2015. (AP Photo/Richard Drew, File)

Geld gegen Stimme: John Ashe liess sich von China bestechen.
Bild: Richard Drew/AP/KEYSTONE

UNO-Diplomat liess sich offenbar von chinesischen Businessmännern bestechen

Er war UNO-Diplomat, er vertrat ein Mini-Land – und er hat sich offenbar etwas dazu verdient: Der Ex-Botschafter von Antigua und Barbudas soll von chinesischen Geschäftsmännern 1,3 Millionen Dollar Bestechungsgeld genommen haben.

06.10.15, 22:36 07.10.15, 07:28


Ein Artikel von

Der ehemalige UNO-Diplomat John Ashe steht unter Verdacht, mehr als eine Million Dollar als Bestechungsgeld angenommen zu haben. Die New Yorker Staatsanwaltschaft teilte am Dienstag mit, der ehemalige Vorsitzende der UNO-Vollversammlung und Botschafter des Karibikstaates Antigua und Barbuda sei in der Nähe von New York festgenommen worden. Fünf andere in den Skandal verwickelte Männer wurden ebenfalls festgenommen.

«Für Rolex-Uhren, Massanzüge und einen privaten Basketballplatz hat John Ashe sich und seine Institution verkauft.»

Staatsanwalt Preet Bharara

Der 61-jährige Ashe soll das Geld von chinesischen Geschäftsmännern, darunter dem bereits im September verhafteten Milliardär Ng Lap Seng, bekommen haben. Im Gegenzug soll er sich zum einen bereiterklärt haben, sich bei den UNO für die Eröffnung eines Konferenzzentrums in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau einzusetzen. Zum anderen soll er chinesische Geschäftsinteressen in Antigua befördert haben. Ausserdem wird Ashe beschuldigt, Steuern hinterzogen zu haben. Ihm droht eine Gefängnisstrafe.

Als möglicher Zwischenhändler ist ein weiterer UNO-Diplomat beschuldigt, der stellvertretende Botschafter der Dominikanischen Republik.

«Wenn die Anschuldigungen sich als wahr erweisen, zeigt es sich, dass das Krebsgeschwür der Korruption, das zu viele lokale und staatliche Regierungen befallen hat, auch die Vereinten Nationen infiziert hat», sagte Staatsanwalt Preet Bharara. «Für Rolex-Uhren, Massanzüge und einen privaten Basketballplatz hat John Ashe sich und seine Institution verkauft.»

United Nations Secretary General Ban Ki-moon addresses the media ahead of the U.N. General Debate at U.N. headquarters in New York September 16, 2015. REUTERS/Lucas Jackson

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.
Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich schockiert und tief getroffen von den Anschuldigungen, die die Integrität der UNO träfen. (sun/AP/Reuters/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Blutgruppe 07.10.2015 03:13
    Highlight Mittlerweile sind Geschäftsmänner also Businessmänner..
    6 1 Melden
  • Dä Brändon 07.10.2015 02:07
    Highlight WUUuuuaaaaaass?
    0 0 Melden
  • Lil'Ecko 07.10.2015 00:34
    Highlight Wow welch eine Erleuchtung, die Welt ist korrupt🙈🙉🙊
    8 0 Melden

Warum ein Hepatitis-Medikament in Australien 30 Mal günstiger ist als in der Schweiz

Ein Hepatitis-Medikament kostet in der Schweiz fast 30 Mal mehr als in Australien. Auch für Krebsmedikamente zahlen Patienten teilweise ein Vielfaches mehr. Jetzt wächst der Widerstand gegen solche Preisunterschiede.

700 statt 20'000 Franken: So viel Geld sparte der Thurgauer Kantonsrat Daniel Frischknecht, weil er sein Medikament gegen Hepatitis C aus Australien bezog. Damit war seine Behandlung fast 30 Mal günstiger als in der Schweiz.

«Das ist doch Geschäftemacherei. Ich kann nicht verstehen, dass das Bundesamt für Gesundheit diese Praxis der Pharmaindustrie schützt», sagte Frischknecht zur Nachrichtenagentur SDA. Auch die watson-User können den riesigen Preisunterschied nicht verstehen.

Der Fall von …

Artikel lesen