International

Kämpferischer Trump in Pennsylvania: Die Vorwahlen gehen in die entscheidende Phase. 
Bild: BRENDAN MCDERMID/REUTERS

«Erbärmlich»: Trump spottet über Bündnis von Kasich und Cruz

Gemeinsam wollen die Republikaner Kasich und Cruz eine Präsidentschaftskandidatur ihres Rivalen Trump stoppen. Der Milliardär nennt diesen Schulterschluss «erbärmlich» – sieht darin aber auch Gutes.

26.04.16, 05:30 26.04.16, 06:19

Ein Artikel von

Der republikanische Präsidentschaftsanwärter Donald Trump hat mit deutlichen Worten auf die Ankündigung seiner beiden Parteirivalen reagiert, gemeinsam eine Nominierung Trumps verhindern zu wollen. «Das ist eine geheime Absprache», sagte der Milliardär in Pennsylvania. Wer im Geschäftsleben geheime Absprachen treffe, lande im Gefängnis. In der Politik aber, «weil es ein korrupter Betrieb ist», sei so etwas erlaubt.

Allerdings kann Trump in dem Vorhaben seiner Konkurrenten auch Positives sehen. Er sei mit der Entscheidung eigentlich einverstanden, sagte er. Sie sei schliesslich ein Beleg für die Schwäche seiner Rivalen. «Es zeigt, wie schwach sie sind. Es zeigt, wie erbärmlich sie sind.»

Ted Cruz und John Kasich hatten am Sonntag in zeitgleich veröffentlichten Statements ihren Schulterschluss angekündigt: Kasich will sich in Indiana mit dem Wahlkampf zurückhalten, damit Cruz dort bessere Chancen hat. Im Gegenzug macht dieser ihm den Weg in Oregon und New Mexico frei. So wollen die beiden verhindern, dass Trump vor dem Parteikonvent im Juli auf die 1237 Delegiertenstimmen kommt, die ein republikanischer Kandidat für die Nominierung benötigt.

Trump macht sich über Kasichs Tischmanieren lustig

Trump ist der einzige Bewerber bei den Republikanern, der noch vor dem Parteitag die absolute Mehrheit der Delegierten hinter sich bringen kann. Er wird es jedoch schwer haben, die restlichen Vorwahlen müssten für ihn sehr gut laufen.

Die nächsten stehen bereits für diesen Dienstag an, dann wird in Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island gewählt. In den Bundesstaaten an der Ostküste werden den Spitzenreitern beider Parteien – Trump bei den Republikanern und Hillary Clinton bei den Demokraten – gute Chancen auf weitere Siege eingeräumt. Beide hatten in der vergangenen Woche die Vorwahl in New York gewonnen und führen nach Delegierten.

Bei den Vorwahlen sieben die beiden grossen Parteien ihre Bewerber aus. Die beiden Spitzenkandidaten werden dann auf Parteitagen im Sommer gekürt (hier finden Sie alle Informationen zu den US-Vorwahlen). Die Präsidentschaftswahl folgt am 8. November. Trump hat im Vorwahlkampf immer wieder mit verbalen Aussetzern für Schlagzeilen – und für teils heftige Kritik – gesorgt.

Während einer Wahlkampfveranstaltung in Rhode Island machte er sich jüngst über Kasichs Tischmanieren lustig: Er habe noch nie jemanden gesehen, «der auf so eklige Art und Wiese isst», sagte Trump. «Dieser Typ nimmt sich einen Pancake und schiebt sich ihn in den Mund.» Das sei nicht präsidial. Kasich verhalte sich zudem kindisch und dickköpfig, weil er nicht aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aussteige. (cma/aar/AP/Reuters)

Von George Washington bis Barack Obama: Alle 44 US-Präsidenten

US-Präsidentschaftswahlen

Alleine gegen den Orangen-Mann: Hillary Clinton hat jetzt endlich eine Mission

Danke und tschüss, Bernie: 5 Lehren aus dem Super Tuesday

6 US-Präsidentschafts-Kandidaten, die ebenso schräg waren wie Trump – einer stolperte über seinen Schniedelwutz

Trump – oder die fatale Fehlspekulation der amerikanischen Superreichen

Amerikaner in der Schweiz: Auch im 51. Bundesstaat hat man Angst vor Trump

Der Trumphator

Nach «Super Tuesday»: Google verzeichnet extremen Anstieg an Suchanfragen zu Auswanderung

Klare Verhältnisse? Von wegen! Die Republikaner stehen vor einem quälend langen Drei-Kampf

Opa Underdogs Triumph – Bernie Sanders' zäher Kampf gegen das Establishment und Hillary Clinton

Warum die USA immer noch ein tolles Land sind und die Schweiz nicht vom Fleck kommt

Wahlkämpfer Bill Clinton: Der Zauber ist dahin

Das ist die Muslima, die sich mit Trump angelegt hat – und ihn trotzdem nicht hasst

Clinton und Trump zittern: Tritt Bloomberg an, investiert er eine Milliarde in den Wahlkampf

Sarah Palin im US-Wahlkampf: Trumps Frau fürs Grobe

Clintons Sex-Skandale im US-Wahlkampf: Der Sommer wird schmutzig

TV-Duell mit Clinton und Sanders: Jetzt zoffen sich auch die US-Demokraten

Trumps Strategie im US-Vorwahlkampf: Die Saat des Bösen

Diese Provokation ging zu weit: Zuckerberg und Ali steigen mit Trump in den Wahlkampf-Ring  

Trump will keine Muslime mehr einreisen lassen – die Reaktionen darauf: «Der ist komplett verwirrt!»

Trump macht sich über behinderten Reporter lustig, der eine seiner Lügen aufdeckte

Terror-Hype und Islamophobie: Amerikas Hassprediger drehen auf – und das weckt böse Erinnerungen

Heute in einem Jahr ist es so weit! Das grosse ABC zur US-Präsidentschaftswahl 

«Ich bin ein wütender, alter, reicher Mann!» – Wer hat's gesagt? Trump oder Burns?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schülerin teilt nach Florida-Massaker so richtig gegen Trump aus

Emma Gonzalez hat das Massaker von Parkland überlebt. Nun ist die Schülerin sauer, aber so richtig sauer.

Die 17-jährige Teenagerin hat am Samstag an einer Anti-Waffen-Demonstration so richtig gegen Trump ausgeteilt. «Schämen Sie sich. Alle Politiker, die Geld von der Waffenlobby NRA erhalten haben», rief sie in Fort Laudadale in das Mikrofon. 

«Wenn der Präsident mir ins Gesicht sagt, dass das eine schreckliche Tragödie war und dass man nichts tun kann, frage ich ihn, wie viel Geld er von …

Artikel lesen