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Republican U.S. presidential candidate Donald Trump smiles as he speaks with his wife Melania (R) at his side at the start of a campaign victory party after rival candidate Senator Ted Cruz dropped after the race for the Republican presidential nomination, at Trump Tower in Manhattan, New York, U.S., May 3, 2016.  REUTERS/Lucas Jackson TPX IMAGES OF THE DAY

Donald Trumps Nomination steht so gut wie fest.
Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

Nach Trump-Sieg treten prominente Republikaner aus und sagen #ImWithHer (ja, mit Hillary ...)



Das Undenkbare ist eingetroffen: Der schrille Baulöwe Donald Trump, den lange kaum jemand ernst nehmen wollte, ist der Kandidat der Republikanischen Partei für die US-Präsidentschaft. Nach seinem Sieg in Indiana und dem Rückzug von Ted Cruz hat er keine ernsthaften Gegner mehr.

Die Nomination ist ihm faktisch nicht mehr zu nehmen. Das sieht auch die Parteiführung ein, die lange verzweifelt nach einem Weg suchte, das rassistische und sexistische Grossmaul zu stoppen. Reince Priebus, der Vorsitzende der nationalen Partei, rief seine Schäfchen auf Twitter zur Einigkeit und zum Kampf gegen Hillary Clinton auf.

Viele durchaus namhafte Mitglieder und Anhänger der Republikaner denken allerdings gar nicht daran, sich von Trump in den Abgrund einer fast sicheren Niederlage führen zu lassen. Die Reaktionen fielen entsprechend scharf aus. Der einflussreiche Senator Lindsey Graham, der selber erfolglos kandidiert hatte, geht davon aus, dass Trumps Nomination die Partei zerstören wird, und dies erst noch verdientermassen.

Ben Sasse, Senator aus Nebraska und eine Zukunftshoffnung der Partei, verwies  auf einem Facebook-Eintrag vom Februar, in dem er betont hatte, er könne Donald Trump nicht unterstützen.

Heftig auch die Reaktion von Michael Reagan, Sohn von Ex-Präsident und Republikaner-Ikone Ronald Reagan. 

Einige prominente Konservative erklärten öffentlich, sie würden aus der Partei austreten, darunter der Radiomoderator Steve Deace. Er erklärt, er fühle sich erleichtert und sogar frei.

Ein Journalist des rechtslastigen Magazins «Washington Examiner» veröffentlichte sogar sein Austrittsformular auf Twitter.

Der Blogger und Fundi-Katholik Matt Walsh kehrte der Partei ebenfalls per sofort den Rücken.

Wirklich bitter für die Partei aber sind jene Mitglieder, die sich öffentlich dazu bekennen, Hillary Clinton wählen zu wollen. Zum Beispiel ein Mitarbeiter des Senators und Ex-Präsidentschaftskandidaten John McCain.

Der Hashtag #ImWithHer, bislang von Clinton-Fans verwendet, tauchte am Dienstag vermehrt auf Twitter-Accounts von bekennenden Konservativen auf.

Was auf der Gegenseite entsprechende Kommentare provozierte.

Der konservative Kolumnist und Satiriker Jamie Weinstein begründete seinen Seitenwechsel mit einer makabren Analogie: Malaria ist nicht ganz so schlimm wie Ebola.

Selbst der Multimilliardär Charles Koch, der zusammen mit seinem Bruder David seit Jahren viele Millionen Dollar für republikanische Kandidaten gespendet hat, erklärte letzte Woche in einem Fernsehinterview, Hillary Clinton sei möglicherweise besser für das Weisse Haus geeignet als einer der verbliebenen Bewerber der Republikaner.

Das war sogar für die mutmasslichen Kandidaten der Demokraten des Guten zu viel, denn die Koch-Brüder zählen zu den grössten Feindbildern der amerikanischen Linken. Für Trump sind dies Bad News. Allerdings hat der bisherige Wahlkampf vor allem eine Erkenntnis gebracht: Man sollte «The Donald» auf keinen Fall unterschätzen. (pbl)

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Emperor 10.05.2016 13:43
    Highlight Highlight Das sich die Republikaner jetzt auf die Seite von Hillary stellen zeigt doch nur eines, dass Hillary unwählbar ist! Trump und Hillary sind beides absolute Opportunisten, sie werden das tun, was Ihnen am meisten Erfolg verspricht, egal für wen. Es gibt nur eine Alternative.

    #bernieorbust #feelthebern #nerverhillary
  • JoJodeli 05.05.2016 08:52
    Highlight Highlight Uiui, ich kanns mir fast nicht vorstellen aber wenn die nicht aufpassen wird er noch Präsident. Ob ihm so viel Gegenwehr aus Parteikreisen bei der Wahl wirklich schaden wird ist noch offen!
  • MaskedGaijin 05.05.2016 08:13
    Highlight Highlight also wenn so asoziale koch meint clinton sei besser, wäre das für mich eine wahlempfelung für trump!
  • rodolofo 05.05.2016 07:55
    Highlight Highlight Bei den Republikanern gibt es also doch noch einige "Vernünftige"...
    Die Verhältnisse in den USA mit einem sehr mächtigen Präsidenten und einem entsprechend aufwändig und Personen-zentriert geführten Wahlkampf, führen dazu, dass kein politisches Lager ohne das finanzstarke "Establishment" auskommt.
    (Bei uns in der Schweiz ist das natürlich ebenso der Fall, nur läuft dieses Sponsoring diskreter)
    Innerhalb dieses "Establishments" gibt es nun allerdings Milliardäre, die "ihr eigenes Ding drehen" und die sich selber als Rebellen gegen die "classe politique" bezeichnen...
  • Prof.Farnsworth 04.05.2016 22:33
    Highlight Highlight Tragisch finde ich nur, wie seine Frau und Tochter aussehen! Stellt euch mal vor, solch ein plastisches Püppchen als First "Lady"! Da merkt man schon auf was die Trumps ihren Wert legen! Die haben nichts im Weissen Haus verloren! Das es überhaupt soweit gekommen ist, lässt mich stark an unsere Gesellschaft zweifeln und was daraus werden könnte. (Ich, 22 Jahre alt)
    • Stachanowist 04.05.2016 23:54
      Highlight Highlight Oberflächlicher kann man Frauen kaum beurteilen.
    • Sapere Aude 05.05.2016 01:09
      Highlight Highlight Clinton ist sicher nicht die beste Kandidatin und es gäbe genügend Punkte an ihr zu kritisieren. Sie aber auf Äusserlichkeiten zu reduzieren ist sexistisch. Die zukünftige Präsidentin muss nicht heiss aussehen, sondern ihr Job machen.
    • Sapere Aude 05.05.2016 01:12
      Highlight Highlight Sehe geraden ging um Trumps Ehefrau und Tochter, nicht um Clintonn mein Fehler. Trotzdem, es ist irrelevant wie Trumps Frau und Tochter aussehen. Und der Kommentar bleibt sexistisch unabhängig des Alters vom Kommentarschreibers.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hallohallo 04.05.2016 21:47
    Highlight Highlight Noch nie wurde so viel Geld für eine anti-Kampagne ausgegeben aber Trump schafft es trotzdem. Da kann ich nur sagen so wenig Supporter kann er nicht haben!Hut ab!
  • Domino 04.05.2016 21:36
    Highlight Highlight Das Volk scheint Trump zu unterstützen, sonst hätte er nicht so viele Vorwahlen gewonnen. Und das trotz nonstop negativer Stimmungsmache gegen ihn auf allen Kanälen.
    • Tepesch 05.05.2016 00:24
      Highlight Highlight Eher das Volch, schliesslich durften nur Republikaner abstimmen.
  • koks 04.05.2016 21:11
    Highlight Highlight aha. jetzt fliessen die millionen der neoliberalen demokratiefeindlichen brüder koch direkt zu hillary. die neoliberale feudalgesellschaft bleibt unter sich.
    • strieler 04.05.2016 23:14
      Highlight Highlight Naja dazu hat sich Hillary ja auch negativ geäussert. Kann ja nichts dafür dass das die Kochbrüder machen...
  • The Host 04.05.2016 18:52
    Highlight Highlight Wann kommt die Filterfunktion "neueste" / "beliebteste" bei den Kommentaren zurück?
    • kEINKOmmEnTAR 04.05.2016 22:23
      Highlight Highlight Frag ich mich schon lange, muss so ständig die Kommentare mit dem dunklen Herzen suchen :/
    • maljian 05.05.2016 02:43
      Highlight Highlight Rafaela Roth:
      "Sortierungs-Funktion: Die war das Opfer, damit wir jetzt direkt zu Kommentaren springen können. Vielleicht kommt sie aber wieder."
    • kEINKOmmEnTAR 05.05.2016 16:13
      Highlight Highlight Das Springen ist zwar toll, aber die Sortier-Funktioner vermisse ich schon heftig.
  • InfinityLoop 04.05.2016 18:46
    Highlight Highlight Für die Untergangsparty schon die Maske bestellt😬😬
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  • Ton 04.05.2016 18:33
    Highlight Highlight Zudem gibt es eine riesige #neverhillary Bewegung. Sie wird seit einem Jahr vom FBI strafrechtlich untersucht - und so eine Person soll wählbar sein? Für mich heisst es #bernieorbust. Falls Bernie nicht der Nominee ist, werde ich nicht abstimmen, genauso wie viele andere Amerikaner.
    • EvilBetty 04.05.2016 19:57
      Highlight Highlight Wer nicht stimmt, stimmt für den Gegner.
    • chicadeltren 04.05.2016 20:27
      Highlight Highlight Vote for the 3rd party!
    • Ton 04.05.2016 23:47
      Highlight Highlight @evilbetty wer ist denn das kleinere Übel, Hillary oder Trump? Für mich sind beide nicht wählbar. Klar, ich kann dann noch zum Spass für die Grünen abstimmen. ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • SVRN5774 04.05.2016 17:38
    Highlight Highlight 🤔 hmmm vielleicht war das Trumps Plan. Dass sich die Demos und Republis zusammen tun.... 😟 Villeicht verarschen uns die Politiker auch alle. Nee, glaub ich nicht..
  • DonPedro 04.05.2016 16:25
    Highlight Highlight 1964 war Barry Goldwater, ein Befürworter der Rassentrennung, Gegner von Social Security und von öffentlichen Schulen für alle Kinder, offizieller republikanischer Präsidentschaftskandidat!
    Er verlor haushoch gegen Lyndon B. Johnson ( 38% der Wählerstimmen!)
    Noch sind die USA nicht verloren!
  • Almos Talented 04.05.2016 16:13
    Highlight Highlight Ja sch**** die wand an! Jetz verbünden sich die republikaner mit den demokraten.
    Er ist also doch ein "unifier" 😂😂
    und wir wollten ihm nicht glauben 😉
  • m:k: 04.05.2016 15:56
    Highlight Highlight Eine spannende Zeit in der wir leben. Immer wenn man denkt, dümmer geht's nicht. Wird man doch immer wieder eines besseren belehrt. Es ist einfach eindrücklich wie man durch die stetige Radikalisierung vor allem in der Sprache selber abstumpft. Heute sagen Politiker und andere Personen in der Öffentlichkeit Sachen, die noch vor 10 Jahren nur von ganz Extremen gesagt werden konnten.
  • 11lautin 04.05.2016 15:23
    Highlight Highlight Ein Land das Glarner, Wobmann, Brunner, Köppel , Blocher und Co. hat ist auch tief abgesunken!
  • Donald 04.05.2016 15:22
    Highlight Highlight Wenn das dazu führt, dass die USA endlich ihre Zwei-Parteien-Diktatur loswerden, hat Trump sogar etwas erreicht.

    Vielleicht ist das ja sogar sein Plan. Ich bin jedenfalls gespannt auf seine Schattenagenda. Was er wohl geplant hat, wenn er definitiv als Kandidat feststeht? Evtl. wird er sich um 180 Grad drehen...
    • Pana 04.05.2016 16:09
      Highlight Highlight Richtig. Dieses Konzept muss wirklich in Frage gestellt werden. Trump macht die Republikaner kaputt(er), und Sanders hat trotz seiner grossen Popularität, wegen der Partei internen Regeln, keine Chance. Was in vielen Artikeln hier nie erwähnt wird: Es gibt in den USA nicht einfach nur Republikaner und Demokraten: Über ein Drittel aller Amerikaner sind nicht registrierte Wähler! Die haben in den meisten Staaten bei den Vorwahlen nichts zu sagen. Bei den General Wahlen hingegen schon. Gerade Sanders steht bei denen hoch im Kurs..
    • Donald 04.05.2016 16:37
      Highlight Highlight @Pana
      Ja, das ist so. Aber meinst du ein Kandidat ausserhalb der zwei Parteien hat eine Chance?

      Die nächste Frage wäre dann, was dieser Präsident, mit nur wenigen Freunden im Parlament, bewirken könnte...

      Meine Hoffnung ist, dass es mindestens eine dritte starke Partei geben wird.
    • Pana 04.05.2016 16:57
      Highlight Highlight Wenn Trump oder Sanders von Anfang an als Unabhängige (oder andere Partei) kandidiert hätten, wären sie chancenlos gewesen. Heute wär dies anders. Wenn Trump am Parteitag ausgeschlossen worden wäre, und er eigenständig weiter gemacht hätte, wären ihm viele Stimmen sicher gewesen. Sanders könnte es sich auch überlegen (es gibt sogar ein Angebot der Grünen Partei). Er ist sich aber bewusst, dass er damit Trump wohl indirekt helfen würde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 04.05.2016 14:34
    Highlight Highlight Ich habe immer geglaubt, dass mit Bush der absolute Tiefpunkt erreicht worden sei.....scheint so dass ich mich getäuscht habe.
    • zombie woof 04.05.2016 19:09
      Highlight Highlight Rhabarber, die Zeiten haben sich geändert, scheinbar hat nur noch derjenige Erfolg, der am lautesten schreit und beleidigt.
    • Therealmonti 04.05.2016 19:23
      Highlight Highlight Es ist zu befürchten, dass der Tiefpunkt erst erreicht sein wird, wenn Trump US-Präsident ist. Der Grosskotz aus New York kann auf genug Dumme zählen, die ihn wählen.
  • opwulf 04.05.2016 13:54
    Highlight Highlight Ja bravo Leute! Was glaubt ihr denn was dies bewirken wird? Ihr macht alles dafür das Trump am Ende gewählt wird - denn ihr verhaltet euch genau nach diesem stereotypen Feindbild (egal ob Rot oder Blau, egal ob Elephant oder Esel - das Establishment regiert beide Seiten und bestimmt die Kandidaten) mit dem Trump sehr erfolgreich auf Stimmenfang geht. Wenn's nicht so ernst wäre könnte man meinen die amerik. Politszene sei wie die World Wrestling Entertainement Inc. "all just a scripted gigantic show to entertain the masses," während die Politik von den Lobbys auf Kurs gehalten wird...
    • opwulf 04.05.2016 14:17
      Highlight Highlight Hmmmm, könnte aber evtl auch gut für Sanders sein! Dann wärs wieder positiv!
  • ramonke 04.05.2016 13:14
    Highlight Highlight also wenn ich demokrat wäre würde ich mir jetzt eher sorgen machen, weil all die plötzlich zu mir kommen
  • Tepesch 04.05.2016 12:44
    Highlight Highlight Clinton gehört zum Establishment, daher ist es kein Wunder das Republikaner wie die Koch Brüder nun für Hillary sind.
    Viel anders hätte es auch nicht ausgesehen, wenn Ted Cruz der Kandidat gewesen wäre.
    • Fabio74 04.05.2016 21:08
      Highlight Highlight Wo hat denn Trump Geschäfte gemacht? Im Establishment. Der gehört genau so zu tun
    • supremewash 04.05.2016 23:45
      Highlight Highlight @Fabio74 Ich glaube gemeint ist das politische Establishment. Da gehört the Donald definitiv nicht dazu.
  • Scaros_2 04.05.2016 12:44
    Highlight Highlight Jaaaaa,....jAaaaaaaaaa zerfleisch euch jaaaa - es wird immer besser in den USA

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