International

Auftritt in North Carolina: Trumps Vizekandidat Pence wird von einem Elfjährigen aus dem Publikum überrascht. Bild: Steve Helber/AP/KEYSTONE

11-Jähriger nimmt bei Wahlkampf-Auftritt Trumps Vize-Kandidaten in die Mangel

05.08.16, 05:47 05.08.16, 13:03

Matthew Schricker ist elf Jahre jung und hat eine grosse politische Karriere vor sich. Letzteres prophezeit ihm zumindest Mike Pence, seines Zeichens Vize-Kandidat an der Seite von US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump. Bei einem Wahlkampf-Auftritt beantwortete Pence Fragen aus dem Publikum, als Schricker Folgendes von ihm wissen wollte:

«Ich habe beim Schauen der Nachrichten jüngst festgestellt, dass Sie Mister Trumps Politik und Worte ein wenig abgeschwächt haben. Wird das ihre Rolle sein in der Regierung?»

Pence schluckte darauf kurz leer und fragte zur Sicherheit nochmals nach, ob er den jungen Mann wirklich richtig verstanden hatte. Dann aber fasste sich der Gouverneur von Indiana und lobte den Fragesteller: «Erstens, dieser Junge hat Zukunft. Gut gemacht.» Sodann bestätigte er, er stehe Schulter an Schulter mit Trump.

Immerhin gab Pence zu, dass er und Trump einen unterschiedlichen Stil pflegten. Er selber sei auch schon mit dem Attribut «Born to be mild» versehen worden.

Laut der «New York Times» war Schricker zufrieden mit der Antwort: «Ich machte mir etwas Sorgen um ihn und wollte nur sicher gehen, dass er total loyal zu Mister Trump und der Republikanischen Partei ist. Jetzt denke ich, er ist es.» (kad)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
23
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Citation Needed 05.08.2016 10:09
    Highlight Eine etwas unbequeme, aber normale Frage, und Pence hat exzellent reagiert: Respektvoll, bedacht, witzig, authentisch. Seinem grossmauligen Ticketpartner wär das nicht gelungen.
    Sah kürzlich einen Auftritt von Romney. Politisch nicht meine Linie, aber er hat Hirn und Stil. Wieso bloss gelang es der GOP nicht, jemanden zu nominieren, der die Partei vertritt und *irgendwie* für das Amt geeignet ist?
    Hillary hat so viele Kritiker, wäre sie statt Obama angetreten, sie wär wohl sogar gegen McCain (trotz Palin!) und sicher gegen Romney chancenlos geblieben.
    Nur gegen Trump hat sie gute Chancen.
    27 2 Melden
    • herschweizer 05.08.2016 10:44
      Highlight Und niemand getraut es sich auszusprechen... das muss warscheinlich Macht sein
      12 2 Melden
    • Citation Needed 05.08.2016 11:47
      Highlight Herschweizer: Ich glaube die GOP hat sich zu lange nicht gegen reinen Profiteurskapitalismus abgegrenzt und nur die Reichen hofiert... Da ist es halt bezeichnend, dass ein skrupel- und stilloser, unehrlicher Geldsack die grösste Schnittmenge abdeckt!
      Du insinuierst, dass Hillarys Macht ihr erlaubte, Trump als Gegner aufzustellen und (von mir aus gesehen) valablere Kandidaten zu verhindern? Glaub ich nicht. Die Probleme bei der GOP sind hausgemacht, siehe oben!
      7 0 Melden
    • herschweizer 05.08.2016 17:54
      Highlight So unterscheiden sich Meinungen... ich sehe da nicht Probleme sondern klare Absicht... ob es mir jetzt sympathisch ist oder nicht
      0 3 Melden
  • E7#9 05.08.2016 08:39
    Highlight Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Junge das Sprachrohr seiner Eltern war. Meinen Respekt hat er auf jeden Fall. Auch wenn mein Gefühl mich nicht trügt.
    28 3 Melden
    • Citation Needed 05.08.2016 10:31
      Highlight So what? Vielleicht haben die auch in der Schule Fragestunde geübt und einiges vorgekätscht. Ist piepegal, denn der Junge machte seine Sache sehr gut. Solche und weit heiklere Fragen muss ein Politiker auch beantworten können - was Pence ja hervorragend gelang.
      Dass diese Frage überhaupt kam hat imho eh weniger mit elterlichem Einfluss zu tun als mit dem kantigen Politstil Trumps. Im Vergleich wirkt Pence tatsächlich wie ein braver Schuljunge; und seine Wahl als Running Mate bezeichneten viele Beobachter als Versuch, Trumps Gepolter auszubalancieren.
      Die Frage ist also nur naheliegend.
      5 0 Melden
  • John Smith 05.08.2016 06:37
    Highlight Brauchen wir wirklich dieses tägliche Trump bashing? Der durchschnittliche watson-Leser kann ja eh nicht abstimmen gehen im November, also darf die Redaktion durchaus mal ohne schlechtes Gewissen einen negativen Bericht über Hillary Clinton zulassen.
    25 57 Melden
    • Laurent 05.08.2016 07:33
      Highlight @John Smith: so was? http://www.watson.ch/!123616327
      14 16 Melden
    • seventhinkingsteps 05.08.2016 07:46
      Highlight Wenn du weisst wie schlimm Hillary ist, dann brauchst ja keinen Artikel mehr ;)
      15 12 Melden
    • DailyGuy 05.08.2016 07:49
      Highlight John Smith: Hillary Clinton ist keine Traumkandidatin. Nein. Aber sie hat wenigstens Pläne. Sie hat über 30 Pläne präsentiert, welche Sie, falls Sie gewählt wird, umsetzen will. Trump hat 8 Vorstellungen (ohne eine Idee der Ausführung), und zwei davon sind Ethnien auszuschliessen.
      So pick your poison (Hinweis: Trump wird aber schlimmer sein als Clinton).
      42 9 Melden
    • E7#9 05.08.2016 08:06
      Highlight DailyGuy: Ich verstehe zwar Trumps unterhaltungswert aber nicht dein Argument. 30 Pläne Hillarys gegenüber 8 von Trump. Also müsste es ja fast 4 Mal mehr Hillary Artikel haben.
      10 9 Melden
    • koks 05.08.2016 08:40
      Highlight Laurent, der eine Artikel über Clinton ist mehr als einen Monat alt. In dieser Zeit seither sind etwa geschätzte 20-30 Anti-Trump-Artikel erschienen, nebst einem Dutzend positiven Clinton-Artikel. Muss da John-Smith beipflichten, das was ihr macht ist weniger informieren als propagieren.
      22 5 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 05.08.2016 08:41
      Highlight Trump ist vielleicht planlos, aber bei Hillary kannst du dir nie sicher sein ob sie ihre Meinung nicht plötzlich wieder änderr wenn der politische Wind umschlägt.
      17 5 Melden
    • E7#9 05.08.2016 08:46
      Highlight Wir wägen ständig ab, welche(r) Kandidat(in) schlimmer wäre. Gibt es auch gute Eigenschaften? Wäre nicht ein Artikel lesenswert über die Chancen, die sich bei den Kandidaten jeweils eröffnen würden? Oder findet man da einfach nichts, was man schreiben könnte? 🤔
      19 0 Melden
    • walsi 05.08.2016 08:57
      Highlight @DailyGuy: Wie hat Frau Merkel schon einmal so schön gesagt: Man kann nicht erwarten, dass das, was vor den Wahlen gesagt wurde, nach den Wahlen noch gilt. Die Pläne von Frau Clinton sind ja gut und recht, es sind aber nicht mehr als Pläne. Man sollte die Leute nach ihren Taten beurteilen und da hat Frau Clinton in Libyen als Aussenministerin einen ganz schlechten Eindruck hinterlassen.
      16 1 Melden
    • DailyGuy 05.08.2016 09:08
      Highlight E7#9: Mein Argument ist, dass Trump nur Ideen hat wie es sein soll, aber keine Umsetzung dafür. Hillary hat solide Pläne.

      kEINKOmmEnTAR: Ja sie wird sicher ihre Meinung ändern. Aber Trump ist als Politiker so unbrauchbar wie Wasser bei einem Ölbrand.

      walsi: Ja, man sollte die Leute nach ihrem Handeln beurteilen. Ich habe nie gesagt, dass ich für Hillary bin. Ich habe sogar geschrieben, dass sie keine Traumkandidatin ist. ABER DIE ANDERE OPTION IST TRUMP! Ein Mann, welcher sich darum kümmert, was die Leute über seinen Penis denken. Ein Mann welcher Schwarzarbeiter angestellt hat. (Teil 1/2)
      8 6 Melden
    • DailyGuy 05.08.2016 09:13
      Highlight (Teil 2/2) Ein Mann, welcher sagt er wolle die Arbeitsplätze in Amerika schützen, produziert seine Waren aber weltweit und nicht in den USA. Ein Mann, welcher rassistisch ist, mehrere Anzeichen für Persönlichkeitsstörungen aufweist usw.

      Ich finde Hillary nicht sympatisch. Ich würde es auch schwierig finden, für Hillary zu stimmen. Jedoch schon nur der Gedanke, dass diese andere frauenfeindliche, xenophobe, rassistische Person der Präsident der USA werden könnte, wäre für mich Grund genung für Hillary zu stimmen.
      13 7 Melden
    • Wiesopferd 05.08.2016 10:56
      Highlight Tja John Smith, ich glaube da hast Du die Antwort.
      2 2 Melden
    • Citation Needed 05.08.2016 11:01
      Highlight E7#9: Du glaubst, dass mehr Pläne mehr Artikel bringen müssten? Sehe ich nicht so. Die Medien arbeiten mit Aufmerksamkeit. Was nach Plan läuft hat keinen Nachrichtenwert. Wenn aber ein Kandidat für ein politisches Amt im Wahlkampf politisch nichts brauchbares liefert, dann springen die Medien auf genau diese Diskrepanz an. Hillary bringt politisch brauchbares Material (ob es gefällt oder nicht), das erwartet man von ihr, she delivers. Wie unspektakulär! Trump liefert nur Spektakel. Wahrscheinlich nützt ihm der Rummel mehr als er ihm schadet, denn er lenkt vom fehlenden politischen Inhalt ab!
      7 2 Melden
    • walsi 05.08.2016 11:26
      Highlight Trump selber hat nie Schwarzarbeiter eingesetzt. Ein Bauunternehmen das für ihn an einem Haus baute hatte Schwarzarbeiter eingesetzt. Bitte bleiben Sie bei den Fakten, es genügt schon, dass viele Journalisten den Unterschied nicht verstehen.
      6 6 Melden
    • DailyGuy 05.08.2016 11:42
      Highlight @Walsi: Ja, meine Wortwahl war nicht ganz korrekt. Jedoch wurde Trump von einem Richter in den 90ern schuldig gesprochen, die Arbeitsunion "hintergangen" zu haben. Dies weil das Bauunternehmen Polnische Hilfsarbeiter ohne die nötigen Dokumente einsetzte und Trump von dem gewusst haben soll.
      Trump hat diese Urteil angefechtet verlor aber wieder. Am Schluss hat er mit den Klägern eine aussergerichtliche Übereinkunft getroffen, welche aber bis heute versiegelt ist.
      Wären Donald Duck, eh, Trump die amerikanischen Arbeitsplätze soo wichtig, hätte er ja das Unternehmen überprüfen lassen können.
      5 4 Melden
    • E7#9 05.08.2016 11:58
      Highlight Citation Needed: Ich habe den Unterhaltungswert Trumps ja erwähnt. Was du mir unterstellst ist aus der Luft gegriffen. Ich beziehe mich auf die Argumentation dass 30 gegen 8 Berichterstattungen über Hillary ausschliessen würden. Dennoch gehen unsere Meinungen tatsächlich auseinander. Ich sehe es nicht so, dass Medien nur unterhalten müssen. Ich stehe auch auf Information, wenn etwas nach Plan läuft. Auf deinen Lobgesang auf reinen Boulevard-Journalismus kann ich deshalb nicht einsteigen. Die 30 (weniger spektakulären) Pläne Hillarys würden mich schon auch interessieren.
      4 2 Melden
    • Citation Needed 05.08.2016 14:50
      Highlight E7#9: Ich beziehe mich auf beides: Unterhaltungswert (Getöse) und Nachrichtenwert (Fakten). Der Nachrichtenwert hat nichts mit Boulevard zu tun, der Unterhaltungswert schon. Also kein 'Lobgesang auf reinen Boulevard-Journalismus' von mir. Nur die Überlegung, ob Trump Boulevard (Unterhaltung) bedient, um seine Mängel (Nachrichten) zu kaschieren. Streng trennen kann man beide eh nicht. Das Baby und diese Frage sind z.B. Boulevard für mich. Die Mexiko-Mauer, Strafe für abtreibende Mütter, Lügen, etc. sind Äusserungen politischer Relevanz, die Hillary in solcher Dumpfheit einfach nicht liefert..
      4 1 Melden

Trump kippt Einfuhr-Verbot für Grosswildjäger – (Und ja, auf dem Foto sind seine Söhne)

Donald Trump selber jagt keine Tiere. Aber seine Söhne, die würden das lieben, erzählte der US-Präsident im Jahr 2012. «Sie sind Jäger und sie sind darin sehr gut geworden.» 

Gut fünf Jahre ist es nun her, seit Fotos von Trumps Söhnen bei der Grosswildjagd vom Magazin «TMZ» veröffentlicht wurden. Sie sorgten in den sozialen Medien und unter Tierschützern für einen Aufschrei.

Auf einem Bild ist zu sehen, wie Trump Jr. mit einem abgeschnittenen Elefantenschwanz posiert. 

Auf einem weiteren …

Artikel lesen