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Republican presidential candidate Donald Trump addresses an audience at The Fox Theatre in Atlanta, Georgia, June 15, 2016.  REUTERS/Chris Aluka Berry

Wahlkampfrede in Atlanta: Donald Trump. Bild: CHRISTOPHER ALUKA BERRY/REUTERS

Donald Trump: «Belgien ist eine wunderschöne Stadt»

Trumps Wissenslücken bereiten US-Republikanern ohnehin schon Sorgen, nun legt der mutmassliche Präsidentschaftskandidat nach – und schwärmt von der «Stadt Belgien». Auch zu Deutschland hat er was zu sagen.

16.06.16, 04:04 16.06.16, 06:49


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Da steht er also auf dem Podium, Anzug, rot-weisse Krawatte, die Hände fest am Pult, im Hintergrund zahlreiche Flaggen, direkt vor ihm ein Mikrofon: Ganz staatsmännisch also steht Donald Trump in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, er hält eine Wahlkampfrede, es geht dabei unter anderem um Europa. Er sagt: «Also, Belgien ist eine wunderschöne Stadt und ein herrlicher Ort – grossartige Gebäude.» Er sei mal dort gewesen, «vor vielen, vielen Jahren».

Trump und Belgien – das hat eine Vorgeschichte: Nach den Terrorattacken in Brüssel hatte sich der Republikaner in extrem herabwertender Weise über die Stadt geäussert. Brüssel sei eine «schreckliche Stadt», ein «totales Desaster», ein «bewaffnetes Lager» unter der Kontrolle von Kriminellen. Auf seine Worte von damals kam Trump nun in Atlanta selbst zu sprechen.

Vor ein paar Monaten habe er ein Statement abgegeben, «nach dem Motto, Belgien ist ein elendes Loch». Dafür sei er schwer kritisiert worden. «Und dann hatten sie in Belgien dieses massive Problem.» Daraufhin hätten die Menschen ihm dann doch recht gegeben. «Ich möchte nicht recht haben. Ich möchte nicht recht haben. Ich möchte nicht recht haben.»

Erst vor wenigen Tagen hatte Mitch McConnell, der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Trump geraten, einen versierten Kandidaten als seinen Vize auszuwählen. «Er braucht jemanden mit viel Erfahrung und viel Wissen, denn es ist ziemlich offensichtlich, dass er nicht viel über die Themen weiss.»

Trump über Deutschland

Bei seinem Besuch in Atlanta sprach Trump nicht bloss über Belgien. Er erneuerte auch seine Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik. «Ein schrecklicher Fehler, ein entsetzlicher Fehler», sagte er.

Er sei sicher, dass Deutschland heute – genau wie er – lieber Milliarden für sichere und «gut gemachte» Schutzzonen für Flüchtlinge in Syrien ausgeben würde, statt diese Asylbewerber ins eigene Land zu lassen. «Alles ist billiger und alles besser als das, was derzeit in Deutschland und anderen Ländern passiert.»

Er wisse, dass Menschen wegen der aktuellen Zustände Deutschland verliessen, sagte Trump. Dabei hätten ihm alle gesagt, was dieses Land für ein lebenswerter Ort sei. Jetzt aber gehe die Kriminalitätsrate durch die Decke, und die Dinge, die geschähen, seien entsetzlich.

Trump versucht mit dieser Argumentation seinen eigenen Abschottungskurs zu untermauern: Mehr Flüchtlinge bedeuten laut ihm mehr Probleme. Und denen könne man vorbeugen, indem man Flüchtlinge gar nicht erst ins Land lasse. Trumps Rhetorik richtete sich zuletzt vor allem gegen Muslime. Diesen Kurs hatte US-Präsident Barack Obama scharf kritisiert.

aar/dpa

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Brikne, 20.7.2017
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61
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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Erode Terribile 16.06.2016 12:25
    Highlight Belgien kann auf Trump verzichten. Er soll bleiben wo er ist.
    13 1 Melden
  • blobb 16.06.2016 12:24
    Highlight Er ist halt ein Mann aus dem Volk. Ein grosser Teil der Amerikaner hält Europa für ein Land.
    25 0 Melden
  • Zerpheros 16.06.2016 10:25
    Highlight Ich glaube, Trump verwechselt da Belgien mit Bielefeld. Das gibt's doch gar nicht 😄
    16 0 Melden
  • meglo 16.06.2016 10:22
    Highlight Es ist zum K. Gleich welches Thema, es ist wie eine Seuche, die rassistischen Schreiberlinge finden immer einen Vorwand gegen Flüchtlinge zu hetzen. Tummelt euch doch lieber bei 20 Min. Dort bekommt ihr bestimmt mehr Likes.
    38 14 Melden
  • Markus Hofstetter 16.06.2016 09:52
    Highlight "Mehr Flüchtlinge bedeuten laut ihm mehr Probleme. Und denen könne man vorbeugen, indem man Flüchtlinge gar nicht erst ins Land lasse."

    So dumm und asozial Trump auch sein mag, mit dieser Aussage hat er leider recht.
    21 81 Melden
    • Señor Ding Dong 16.06.2016 10:08
      Highlight Und was heisst das in der Konsequenz?

      Es muss doch Allen klar sein, dass die Flüchtlingproblematik nicht verschwindet, wenn man sich abschottet und sie lange genug ignoriert.

      Diese Völkerwanderung im geringeren Masse ist nur ein Ausdruck der wachsenden, globalen Ungleichheit. Es wird nicht besser.

      Auf der Sonnenseite des Spektrums haben wir nur zwei Optionen: Das Problem anpacken, oder den Brand solange ignorieren und uns abschotten, bis es von alleine knallt.
      46 2 Melden
    • Sauraus 16.06.2016 10:25
      Highlight Stimmen würde eher.
      Je mehr Problem desto mehr Flüchtlinge!!!!
      31 0 Melden
    • Markus Hofstetter 16.06.2016 10:39
      Highlight Für eine Öffnung sind es zu viele. Ich finde, Hilfe vor Ort ist der Königsweg.
      4 21 Melden
    • Señor Ding Dong 16.06.2016 13:33
      Highlight Jedes Szenario würde mit genug Effort funktionieren: Hilfe vor Ort, Hilfe hier, egal. Aber mit halbar***igen Lösungsversuchen ist jeder Weg der Falsche.

      Solange nicht die komplette EU zusammenspannt, kann auch keine europäische Lösung für dieses Problem gefunden werden.
      8 0 Melden
    • Fabio74 16.06.2016 20:20
      Highlight Grundsätzlich Ja, aber wo sind all die Rufer nach Hilfe vor Ort wenns ums Geld sprechen geht?
      0 0 Melden
  • ovatta 16.06.2016 09:32
    Highlight Es war offensichtlich ein Innenpolitisches Statement.
    Es gibt in den USA mindestens sechs Orte die Belgium heissen.
    24 22 Melden
    • Baba 16.06.2016 13:44
      Highlight Nice try, cadmium, nice try...
      8 0 Melden
  • ovatta 16.06.2016 09:17
    Highlight Bush wars wenigstens noch peinlich wenn er in seiner Dummheit ertappt wurde.
    82 3 Melden
  • DeineMudda 16.06.2016 08:04
    Highlight Erinnert mich auch stark an das hier:

    29 0 Melden
  • reaper54 16.06.2016 07:57
    Highlight Trump mag zwar sehr schädlich für die USA werden sollte er gewählt werden. Aber im Punkt mit den Flüchtlingen hat er definitiv recht. Extra Schutzzonen in Syrien in denen Flüchlinge leben und sich eine Existenz aufbauen können wären viel Sinnvoller für alle beteiligten. Das Problem ist, dass in Europa sowohl die Linke als auch die Rechte Flüchtlinge benutzt um zu Politisieren daher wird es auch nie eine Lösung geben. Schade denn Europa macht sich so selber Kaputt.
    31 68 Melden
    • Baba 16.06.2016 08:39
      Highlight Wie gut "Schutzzonen" im gleichen Land funktionieren wurde ja damals in Srebrenica eindrücklich bewiesen... Wenn griechische Behörden sogar die Türkei als zu unsicher für viele Menschen betrachten, wie soll's da in Syrien selbst funktionieren?

      Das Flüchtlings'problem' besteht zu grossen Teilen aus viel warmer Luft und geschürten Ängsten. Dazu auch aus dem Unwillen von EU Mitgliedern, sich an der Aufnahme von Flüchtlingen zu beteiligen. Das Konstrukt "EU" verdient den Terminus "Union" mMn in seiner Bezeichnung nicht (mehr)!
      58 2 Melden
    • Ruffy 16.06.2016 09:47
      Highlight Und du meldest dich freiwillig um die Schutzzonen vor Ort unter Einsatz deines Lebens zu verteidigen?
      27 2 Melden
    • reaper54 16.06.2016 16:09
      Highlight Wenn wir in den Einsatz dürften würde ich ein ganzes Team kennen welches mit nach Syrien in den Krieg käme. Aber ich riskiere nicht meinen Pass für andere. Leider sind wir neutral und dürfen nichts machen.
      0 5 Melden
  • Gipfeligeist 16.06.2016 07:43
    Highlight Leute wandern aus Deutschland aus wegen den Flüchtlingen? Kriminalitätsrate schiesst durch die Decke?

    Schöne Märchen erzählen Sie da Herr Trump...
    124 5 Melden
    • droelfmalbumst 16.06.2016 11:35
      Highlight ist doch wurst ob das was er erzählt richtig ist oder nicht... die Amis haben sowieso keine Ahnung was in Europa läuft... da kann man erzählen was man will und die glauben es..
      5 1 Melden
  • retofit 16.06.2016 07:35
    Highlight "Er wisse, dass Menschen wegen der aktuellen Zustände Deutschland verliessen, sagte Trump.". Es gibt auch viele Menschen, die die USA (freiwillig) verlassen werden, wenn Trump Präsident wird, z.B. Neil Young.
    97 1 Melden
  • EvilBetty 16.06.2016 07:08
    Highlight Trump trollt doch nur die Kandidatur. Das kann doch unmöglich alles ernst gemeint sein?
    94 2 Melden
    • Zarzis 16.06.2016 09:18
      Highlight Meine Schwester ist Wohnt in L.A. und ist sehr stark Politisch Intressiert, die sagt. Es mehren sich die Stimmen, das Trump gar nicht gewinnen will.
      Beispiel Ohio. Die Gewerkschaften empfehlen Hillary, trotz das Bill Clinton durch Wirtschaftsgesetzte viele Arbeitsplätze vernichtete. Auslagerungen.

      Aber Trump, bei einer Rede bei den Gewerkschaften meinte, alle Angestellten sofort entlassen und für den Halben Lohn einstellen. Nur so könne man Amerika retten. Sicher das beste für alle Angestellten, Halben Lohn für: Make America great again!
      Okay, dann doch lieber Hillary.
      14 1 Melden
    • Zarzis 16.06.2016 09:25
      Highlight Zweites Beispiel:
      New Mexico, hat eine Junge, Beliebte, Latina Stämmige Gouverneurin Susan Martinez.
      Die Ideale Vice Präsidentin, deckt alle seine Problemzonen ab. Latina, Weiblich, Beliebt.
      Was macht Trump in New Mexico, er zieht über diese Dame her, macht sie schlecht und erklärt, man solle siedoch Absetzten und ihm den Gouverneur Job machen lassen.

      Und wieder eine Sargnagel mehr in seiner Kandidatur!
      Es geht noch 5 Mt. bis zur Wahl, wenn er nicht aufhört hat er bis dann jeden in den USA Lebenden mindestens einmal Persönlich Beleidigt!
      Nee, so wird es nichts!
      16 1 Melden
  • Therealmonti 16.06.2016 07:06
    Highlight Ich fürchte die Amis sind doof genug, um diesen grössenwahnsigen Ignoranten zum mächtigsten Mann der Welt zu küren.
    92 0 Melden
    • Whitchface 16.06.2016 07:44
      Highlight Mächtigster Mann der Welt wäre er nicht. Putin ist seit längerem bei Forbes auf Platz 1. Nicht vorhandener Rechtsstaat lässt grüssen.
      28 3 Melden
  • Domino 16.06.2016 07:04
    Highlight Gibt es jetz über jeden Satz von Trump einen Spiegel-Artikel?
    23 27 Melden
    • Anam.Cara 16.06.2016 07:24
      Highlight Nein, Domino. Nur über die besonders dummen...
      59 3 Melden
    • Meiniger 16.06.2016 07:42
      Highlight Also doch jeder?
      93 2 Melden
  • ramonke 16.06.2016 06:59
    Highlight was man trump aber zugute halten muss, ist dass er wenigstens darüber spricht das wenn man die flüchtlinge schon nicht ins land lässt man wenigstens milliarden in deren ursprungsland investieren muss.
    kommt mir so vor als hätten dies noch nicht so viele rechte bei uns begriffen
    19 50 Melden
    • Timmy :D 16.06.2016 07:44
      Highlight Nicht wenige Probleme in den Ursprungsländern wurden durch westliche Politik ausgelöst. Würden diese Probleme nicht existieren, hätten diese Menschen keinen Grund zu fliehen und somit gäbe es kaum Flüchtlinge. Am besten bekämpft man das Problem an der Wurzel anstatt sich nur um die Symptome zu kümmern.
      29 2 Melden
    • reaper54 16.06.2016 08:01
      Highlight Falsch wenn alle flüchten braucht man ja nichtmwhr zu investieren da niemand mehr da ist...
      Die Lösung wäre es eind neue Stadt aufzubauen, in Syrien und diese zu schützen als Friedenszone. Das kommt billiger die Flüchtlinge haben arbeit und bauen eine Wirtschaft ihn Ihrem Land auf. Das hilft allen beteiligten und das Land blutet nicht aus.
      4 11 Melden
    • Fabio74 16.06.2016 09:16
      Highlight @christiancg: Schutzzonen im eigenen Land hat in Srebrenica nicht funktioniert. Wenn schon in den Nachbarländer. Aber all jene die dies fordern, weigern sich Geld zu sprechen
      15 1 Melden
    • reaper54 16.06.2016 16:12
      Highlight Logisch weigern sich alle Geld zu sprechen, wiso auch wenn es hier auch noch gebraucht wird? Unter Strategischer Führung würde so etwas ohne Probleme funktionieren nur müsste man sich dazu zu einer Seite bekennen und diese dann auch Militärisch unterstützen. Ubd nich mit Blauhelmsoldaten die Warten müssen bis sie selbst Tot sind, aktive Kampftruppen die den gegner Vernichten, respektive Drohnen und Helikopter Reichen bei diesem Gegner bereits
      0 0 Melden
    • Fabio74 16.06.2016 20:24
      Highlight @christiancg: Womit sich die Katze in den Schwanz beisst.. Wer "opfert" seine Soldaten für so eine Mission?
      In Syrien ist wohl keine Schutzzone möglich. In der Türkei am ehesten. Libanon und Jordanien wirds wohl auch eng.
      Aber dazu muss Europa einig sein. Wenn man das Geld jetzt, bzw besser vor 1 Jahr locker gemacht hätte, wären nicht so viele hier.
      Darum jetzt vorwärts machen. Europa hat das Geld und es sollte im Interesse Europas sein
      0 0 Melden
  • John Smith 16.06.2016 05:30
    Highlight Solche Versprecher passieren halt wenn man nicht nur vom Teleprompter abliest.
    10 47 Melden
    • STJEREM 16.06.2016 06:55
      Highlight .
      12 0 Melden
    • DeineMudda 16.06.2016 07:15
      Highlight Tschuldigung aber jeder normale Mensch sollte wissen, dass Belgien ein Land ist. Gehört doch zur Allgemeinbildung. Und von einem potentiellen amerikanischen Präsidenten (bitte nicht), dürfte man dieses Wissen eigentlich voraussetzen.
      44 1 Melden

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