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Republican U.S. presidential nominee Donald Trump and Democratic U.S. presidential nominee Hillary Clinton face the audience during their presidential town hall debate at Washington University in St. Louis, Missouri, U.S., October 9, 2016. REUTERS/Lucy Nicholson

Clinton oder Trump: Wer ist das kleinere Übel? Bild: LUCY NICHOLSON/REUTERS

Diese Wahl ist ein Desaster – trotzdem bleibt Amerika die «unverzichtbare Nation»

Clinton oder Trump? Für viele Amerikaner ist es die Wahl zwischen Pest und Cholera, während die USA-Hasser sich die Hände reiben. Sie freuen sich zu früh: Amerika bleibt ein Vorbild für die Welt. Eine Liebeserklärung an ein ebenso widersprüchliches wie grossartiges Land.

07.11.16, 09:12 08.11.16, 12:37


Der legendäre britische Kriegspremier Winston Churchill hat viele Bonmots hinterlassen. Ein besonders denkwürdiges betrifft die USA, die Heimat seiner Mutter: «Man kann sich immer darauf verlassen, dass die Amerikaner das Richtige tun – nachdem sie alles andere ausprobiert haben.»

Derzeit hofft man wieder einmal, dass Churchill Recht behalten wird. Denn im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft 2016 läuft so ziemlich alles schief, was schief laufen kann. Nicht nur ist sein Niveau unterirdisch. Die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump geben vielen Amerikanern das Gefühl, sie müssten das geringere von zwei Übeln wählen.

«The Best of the Worst»

Noch etwas drastischer drückte es die wunderbare betagte Südstaaten-Lady aus, in deren zur B&B-Unterkunft umgewandelten Antebellum-Anwesen in Natchez am Ufer des Mississippi ich kürzlich eine Nacht verbracht habe. Die USA müssten «the Best of the Worst» wählen, meinte sie in ihrem auch für geübte Ohren nur schwer verständlichen Southern Accent. Ihre Gesinnung war unverkennbar konservativ, mit Donald Trump aber kann sie wenig anfangen.

Das gilt nicht für alle älteren weissen Amerikaner, wie ich auf meiner Reise durch die Südstaaten feststellen konnte. In einem Casino-Hotel an der Golfküste von Mississippi fragte mich ein Mann im Lift, wen ich wählen werde. Ich gab mich als Ausländer zu erkennen, der nicht wählen kann, meinte aber, es wäre wohl Clinton. Er schaute mich entgeistert an und sagte: «Sie ist eine Sozialistin!» Trump dagegen sei «ein Businessman», er werde in Washington aufräumen.

Ganz anders verlief eine Begegnung in Montgomery, der Hauptstadt des Bundesstaats Alabama. Dort sprach mit ein anderer älterer Mann an, der mit seinem hellen Anzug wie das Klischee eines Südstaatlers daherkam. Er entpuppte sich jedoch als Veteran der Bürgerrechtsbewegung im einst strikt rassengetrennten Alabama. Als einer von nur fünf Weissen wurde er auf einer «Wall of Fame» verewigt. Zu Trump hatte er eine klare Meinung: «Seine Wahl wäre ein Desaster für das Land!»

Willkommen im Amerika des Jahres 2016, einer tief gespaltenen und verunsicherten Nation.

Einem Land, in dem Donald Trump in die Schlussrunde der Präsidentschaftswahl vordringen konnte. Ein «Businessman», dessen geschäftliche «Erfolge» vorab in einer kreativen Ausnutzung des liberalen Konkursrechts und der Möglichkeiten zur Steuervermeidung bestehen. Ein Kandidat, der an niedrigste Instinkte appelliert. Als er in seinem ersten Auftritt mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger und Diebe beschimpfte, glaubten viele, er werde rasch verschwinden.

Hillary Clinton – ihr Leben in Bildern

Welch ein Irrtum! Bei seiner weissen Anhängerschaft, die sich wirtschaftlich und demografisch in die Ecke gedrängt fühlt, löst er genau mit solchen Sprüchen Begeisterung aus. Sie jubeln ihm zu, wenn er seine Gegenkandidatin in den Knast stecken will. Für sie ist Hillary Clinton eine Lügnerin. Dabei ist es Trump, der lügt, wenn er nur den Mund aufmacht. In seinen Fernsehspots lässt er verkünden, gegen Clinton werde strafrechtlich ermittelt – was nicht zutrifft.

Die Demokratin aber hat ihre eigenen Schwächen. Da wären etwa die Skandale, die sie seit Jahrzehnten begleiten – nicht nur die ominöse E-Mail-Affäre – oder ihr Ruf als berechnender Kontrollfreak. Sie schafft es auch nicht, die Menschen zu begeistern, wie dies ihr Ehemann Bill oder Barack Obama meisterhaft beherrschen. Vor allem aber vermittelt sie das Gefühl, sie sei «more of the same». Auch aus diesem Grund haben so viele linke Millenials, die sich mit Blick auf die Zukunft ähnlich verunsichert fühlen wie die Trump-Fans, auf Bernie Sanders gesetzt.

Ein Leuchtturm für die Welt

Die Amerikaner sind nicht zu beneiden. Und viele Amerika-Hasser fühlen sich angesichts des peniblen Spektakels in ihrer Ansicht bestätigt, dass die USA ein korruptes und primitives Land sind. Sie sollten nicht zu früh jubeln. Amerika bleibt trotz allem ein Leuchtturm für den Rest der Welt.

Ein eher unerwarteter Kronzeuge für diese Behauptung ist Kollege Constantin Seibt. Er hat im «Tages-Anzeiger» einen offenen Brief an die Amerikaner in der Schweiz veröffentlicht, in dem er sie zur Wahl von Hillary Clinton aufruft. Vor allem aber ist der Text ein Loblied auf die USA, was seiner – linken – Fangemeinde sauer aufgestossen ist. Dabei hat Seibt vollkommen recht.

ADVANCE FOR USE THURSDAY, OCT. 20, 2016 AND THEREAFTER-This 1876 engraving by W.L. Ormsby shows a version of the painting

Die Unabhängigkeitserklärung wird verabschiedet. Bild: AP/Library of Congress

Sicher, die USA haben vieles «ausprobiert», ehe sie das Richtige getan haben. Bereits ihre Gründung beruhte auf einer Lüge. Alle Menschen seien gleich erschaffen worden, heisst es in der von Thomas Jefferson verfassten Unabhängigkeitserklärung von 1776. Das galt nur für die weissen Einwanderer, nicht aber für die Ureinwohner und schon gar nicht für die versklavten Afrikaner. Ein Widerspruch, dessen sich der Sklavenhalter Jefferson durchaus bewusst war.

Dennoch sind die USA zu jenem Land geworden, das der Menschheit die Richtung vorgibt. An seiner Populärkultur kommt niemand vorbei, ob man sie mag oder nicht. Im Silicon Valley wird die Welt von morgen entwickelt. Seibt bringt es auf den Punkt, wenn er schreibt: «Sosehr auch Amerika eine dunkle Tradition des Rassismus, eine Verachtung für Verlierer hat – im Zweifel entscheidet es sich immer für die Richtung nach vorn: für Offenheit.»

Belege? Bitte sehr: Vor 20 Jahren brauchte die TV-Komikerin Ellen DeGeneres beträchtlichen Mut, sich als Lesbierin zu outen. Ein konservativer Republikaner beschimpfte sie als «Ellen DeGenerate». Vor zehn Jahren war eine klare Mehrheit der Amerikaner gegen die Homo-Ehe. Heute ist eine ebenso deutliche Mehrheit dafür. Der Oberste Gerichtshof in Washington hat sie 2015 in einem wegweisenden Urteil im ganzen Land legalisiert.

Kiffen erlaubt

Ein anderes Beispiel? Vor 20 Jahren galten Drogen als Teufelszeug. Der «War on Drugs» führte dazu, dass die USA im Verhältnis mehr Menschen einsperren als jedes andere demokratische Land. Inzwischen haben vier Bundesstaaten Cannabis legalisiert. Fünf weitere dürften am Dienstag folgen, darunter Kalifornien, der grösste Gliedstaat. Dort wird auch über die Abschaffung der Todesstrafe abgestimmt. In Colorado steht eine Initiative auf dem Stimmzettel, die unheilbar kranken Menschen erlauben will, sich legal Medikamente zur Selbsttötung zu beschaffen.

Former U.S. President George W. Bush talks with Ashantae Martin (L), and Ronjae Pleasant at  Warren Easton Charter High School one day before the ten year anniversary of Hurricane Katrina in New Orleans, Louisiana, August 28, 2015.  REUTERS/Jonathan Bachman

Ex-Präsident George W. Bush besucht zum 10. Jahrestag des Hurrikans Katrina eine der neuen Charter Schools in New Orleans. Bild: JONATHAN BACHMAN/REUTERS

Aufschlussreich war auch mein Aufenthalt in New Orleans, der lebensfrohen Stadt im Mississippi-Delta, die vor elf Jahren durch Hurrikan Katrina verwüstet wurde. Verantwortlich dafür war nicht zuletzt das Versagen der staatlichen Organe, von der lokalen bis zur nationalen Ebene. Seither wurde nicht nur der Hochwasserschutz verstärkt. Es existiert nun auch ein klarer Plan zur Evakuierung der Bevölkerung. Vor Katrina gab es so etwas trotz bekannter Gefährdung nicht.

Katrina-Katastrophe als Chance für Neues

Beeindruckend sind auch andere Massnahmen. Nach Katrina wurden verslumte und drogenverseuchte Wohnblöcke abgerissen und durch sozial durchmischte Siedlungen ersetzt. Dort leben heute Wohnungseigentümer, Menschen, die eine Marktmiete bezahlen, und solche, deren Mietzins subventioniert wird. Das Konzept funktioniert, wofür nicht zuletzt die Eigentümer sorgen, die alles Interesse haben, dass ihr Besitz nicht an Wert verliert.

Auch im Bildungswesen kam es zu einer wegweisenden Reform. Amerikas öffentliche Schulen haben nicht den besten Ruf. In New Orleans war er vor Katrina miserabel. Nach der Katastrophe wandelte die Regierung des Staats Louisiana die städtischen Schulen in so genannte Charter Schools um. Diese werden staatlich finanziert, aber privat betrieben. Der Systemwechsel ist nicht unumstritten, die Resultate aber sprechen für sich: Das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler hat sich beträchtlich erhöht. Heute gilt New Orleans als Vorbild für andere US-Städte.

Neue Herausforderungen

Diese Beispiele zeigen nicht nur, dass die USA fähig sind, aus Fehlern zu lernen. Sie belegen die ungebrochene Dynamik der amerikanischen Gesellschaft und ihre Bereitschaft, Krisen als Chance zu verstehen. Welch ein Unterschied zu den oft verknorzten Europäern, die sich an das Bestehende klammern und sich am liebsten in ihrer Wohlstandsfestung verbarrikadieren.

Sicher, die Trump-Anhänger zeigen ähnlich Verhaltensmuster. Deshalb sind sie so anfällig für sein vollmundiges Versprechen, er werde «Amerika wieder gross machen». Es ist nicht anzunehmen, dass sie sich mit einer Niederlage ihres Heilsbringers abfinden würden. Die Polarisierung wird andauern, die USA werden nicht so schnell zur Ruhe kommen. Und neue Herausforderungen stehen an, allen voran die Digitalisierung, die weitere Mittelstands-Arbeitsplätze bedroht.

Ronald Reagans Abschiedsrede als Präsident. Video: YouTube/2Corinthians317

Einen Niedergang Amerikas heraufzubeschwören, ist dennoch unangebracht. Eine Republik, die 1791 mit der Bill of Rights grundlegende Rechte wie die Rede-, Presse- und Religionsfreiheit in der Verfassung verankert hat, bleibt für viele Menschen, die bis heute davon nur träumen können, eine «Shining City upon a Hill», wie es Ronald Reagan pathetisch ausgedrückt hat. Oder eine «unentbehrliche Nation», so Bill Clintons ehemalige Aussenministerin Madeleine Albright.

Vielleicht werden die Amerikaner am Dienstag wieder einmal etwas ausprobieren und Donald Trump zum Präsidenten wählen. Vielleicht wählen sie doch mit Hillary Clinton das «kleinere Übel». Auf längere Sicht aber sei die Vorhersage gewagt, dass Winston Churchills Bonmot sich einmal mehr bewahrheiten und die Amerikaner am Ende das Richtige tun werden.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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94
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94Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • manhunt 08.11.2016 12:47
    Highlight die usa, ein vorbild? ganz sicher nicht! wohl eher der welt grösste terrororganisation.
    12 6 Melden
  • FancyFish 07.11.2016 21:23
    Highlight Also ich bleibe bei meiner Meinung, dass die USA böse sind.

    So einfach ist das
    18 13 Melden
  • Kookaburra 07.11.2016 16:34
    Highlight Ich finde es niedlich. Herr Blunschi liebt die liberty. :)

    Als sie noch eine junge, sexy Freiheitskämpferin war, haben wir sie alle geliebt. Jetzt wo sie eine halbmexikanische transgender Grossmuter ist, ist es wichtig, dass wenigstens die, die sich das immer gewünscht haben, zu ihr stehen.
    17 6 Melden
  • Sam5 07.11.2016 16:12
    Highlight Hurra die Welt geht unter!
    12 0 Melden
  • Tom Garret 07.11.2016 16:05
    Highlight Es ist doch logisch da ein Lang gespalten ist wenn man nur zwei Parteien und zum ende zwei Kandidaten zu Wahl hat (ich weiss, es gäbe mehr, aber es läuft ja eigentlich alle vier Jahre darauf hinaus). Wie sollte da ein Lang nicht Zwiegespalten sein bei nur zwei Möglichkeiten?
    11 2 Melden
    • Tom Garret 08.11.2016 00:59
      Highlight Land! DDDDD!! 😬😄
      2 2 Melden
  • Therealmonti 07.11.2016 15:25
    Highlight Beim Lesen gewisser Kommentare und beim Betrachten der dazu gehörigen Herzen resp. Blitzen möchte ich am liebsten kotzen.
    10 6 Melden
    • Str ant (Darkling) 08.11.2016 06:32
      Highlight 1st world problem par excellence
      11 0 Melden
  • malu 64 07.11.2016 13:58
    Highlight Vielleicht wird es Zeit, das dieser Irrsinn ein Ende hat. Falls ein Business Looser an die Macht kommt, dessen Lösungen nur warme Luft und Hass ist, der jahrelang keine Steuern zahlt, der pausenlos lügt, keinen Respekt vor
    Frauen hat und von Politik keinen Schimmer,
    ein alter kranker Idiot der die Welt ins Chaos
    stürzen wird. Die Natur hätte mit Trump sowieso verloren. Er will die Kohle Förderung
    wieder ausbauen und entsprechende Kraftwerke bauen. In der Arktis will er nach Öl suchen lassen. Rettet die Welt vor Trump!
    16 11 Melden
    • AJACIED 07.11.2016 15:58
      Highlight Business looser? Da hast du keine Ahnung (bei allem Hass gegen Trump) was dieser Mann von 0 auf 100 erreicht hat. Aber Easy er isch scho en looser wie du oder was???
      9 30 Melden
    • Crecas 07.11.2016 16:42
      Highlight Von NULL auf 100? Von NULL? Check deine Quellen.

      Zum Start der Business Karriere gabs 48 Mio Dollar Loans (Vater). Hätte er die einfach am Aktienmarkt angelegt wären das heute rund 3.5 Milliarden. Mehr als er heute wirklich besitzt.

      http://www.newsweek.com/donald-trump-federal-income-tax-records-506713

      Und dann kommt hinzu, dass er sich auf dem Rücken der Anleger selber Geld zugeschoben hat (Casinos), mehrmals bankrottging, über 4000 Anklagen am Hals hatte und hat, da er nicht gezahlt hat.

      Erfolgreich? Nee. Nicht umsonst, verwenden ihn die Banken als Negativbeispiel bei der Schulungen
      25 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 17:07
      Highlight Loser = Looser just sayin'
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 07.11.2016 13:24
    Highlight Hoffen wir einfach, dass uns die Wähler/innen der USA vor Mr. Drumpf bewahren und dann wird alles gut. Ansonsten sehe ich wirklich schwarz...
    18 22 Melden
    • AJACIED 07.11.2016 15:59
      Highlight Ich weiss nicht wohin sie schauen aber schwarz ist es schon lange Bruder. Wohl zu viel Obama Optimismus geraucht!!
      8 25 Melden
    • Don Sziggy 07.11.2016 16:30
      Highlight an Ajacied, tja, wenn die Republikaner alles blockieren, was Obama machen will, kein Wunder. Was vernünftiges Lesen tut gut und bildet. Im übrigen, mal nachgeschaut wieviel mal Trump schon bankrott gegangen ist? Und keine Steuern bezahlt und nun mehr ausgeben will und noch die Steuern senken will. Und Sie glauben das geht gut? Viel vergnügen.
      21 5 Melden
    • AJACIED 07.11.2016 16:46
      Highlight Sage ja nicht das er 100% Saubermann ist (welcher Ami Politiker schon) aber glauben Sie in dieser Vorwahlen Medienberichten alles?
      Ich hoffe nicht. Auch die Medien haben ihre Lieblinge 😉
      7 14 Melden
  • michiOW 07.11.2016 12:48
    Highlight Imperien kommen und gehen, die Einen schneller als Andere, doch halten konnte sich noch keines.
    17 5 Melden
    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 17:09
      Highlight Dann ist ja alles gut. Imperium dann bei Gelegenheit nachschlagen .
      1 7 Melden
  • Tiny Rick 07.11.2016 12:30
    Highlight Charter Schools... sind das die Schulen welche staatliches geld einsacken ohne wirklich viele schüler zu haben? Oder die schulen, welche von einem tag auf den anderen schliessen können.
    Siehe last week tonight- charter schools
    16 2 Melden
    • fabianhutter 07.11.2016 13:36
      Highlight Die Grundaussage von John Oliver war aber nicht, dass Charterschulen an und für sich schlecht sind, sondern nur, dass es sehr schlechte gibt und sie deshalb besser überwacht werden müssen.

      Im Schnitt sind Schüler in Charter Schulen cirka gleich gut wie solche in gewöhnlichen öffentlichen Schulen.
      1 3 Melden
    • stookie 07.11.2016 13:47
      Highlight Holy sh*t!!!!!
      Das Prinzip als solches ist schon unglaublich aber passt zum allgemeinen System der USA und das es nicht (immer) funktioniert ist auch klar.
      Liest man sich etwas ein in die Materie muss man nur den Kopf schütteln. :-O
      9 0 Melden
    • Tiny Rick 07.11.2016 15:43
      Highlight @fabian: da gebe ich dir recht. John olivers Aussage war nicht alle sind schlecht, das ist sicher auch so. Ich persönlich finde aber das öffentliche Institutionen nicht Privatisiert werden sollten. Siehe Gefängnisse welche durch durch Private betrieben werden. Das Risiko einer Abzocke ist einfach zu gross.
      4 0 Melden
  • Skeptischer Optimist 07.11.2016 12:28
    Highlight Ob es der Autor mag oder nicht: Amerika hat seine besten Zeiten hinter sich. We dies zu spät sieht wird das Leben bestrafen.
    43 14 Melden
    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 17:10
      Highlight Wann waren denn diese besten Zeiten?
      4 6 Melden
    • Skeptischer Optimist 07.11.2016 18:10
      Highlight @Zwerg: 1915 ist die Welt den Amerikanern in den Schoss gefallen, 1965 haben sie begonnen ihr Glück zu verspielen und mit dem gescheiterten Einmarsch in Irak ist das Land endgültig versifft.
      9 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 20:50
      Highlight Die Frage haben Sie nicht beantwortet.

      Ihr obiges Statement ist aber sehr aufschlussreich.
      3 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 07.11.2016 11:49
    Highlight Die USA ist allerhöchsten ein Leuchtturm der Schande so wie es auch Russland oder China ist. Diese Länder sind ein Übel, nichts weiter. Gut die EU steigt auch immer eher dort hinauf.
    32 19 Melden
    • MARC AUREL 07.11.2016 13:27
      Highlight Und wir sind NATÜRLICH besser oder?
      13 13 Melden
    • AJACIED 07.11.2016 16:01
      Highlight Ganz sicher besser. Wir haben nicht soviel Psychopaten die täglich mit einer Knarre herumlaufen zB.
      8 9 Melden
  • smoking gun 07.11.2016 11:30
    Highlight Herr Blunschi, Sie bezeichnen also ein Land, das seit dem Zweiten Weltkrieg mindestens 30 Millionen Tote zu verantworten hat, als "ein Leuchtturm für den Rest der Welt?"

    Ich frage mich, wie eine solche Aussage einzuschätzen ist. Sagt sie etwas aus über die USA, über Herrn Blunschis Verständnis von Journalismus oder gar über die Rolle vom "Rest der Welt?"

    Wie auch immer, zynisch ist sie allemal.
    56 15 Melden
    • R&B 07.11.2016 13:02
      Highlight @smoking gun: Zählen Sie doch mal auf, woher die 30 Millionen Tote kommen sollen. Kontext tut Not, ansonsten ist ihr Beitrag einfach eine doofe Behauptung.
      18 21 Melden
    • smoking gun 07.11.2016 13:16
      24 4 Melden
    • R&B 07.11.2016 13:32
      Highlight @smoking gun: Danke für die Quellen. Erwarten Sie jetzt echt, dass ich stundenlang diese Dokumente durchforste und die Zahlen zusammenzähle? Zudem finde ich es schon bizarr, von 30 Millionen Toten zu sprechen, aber nicht zu ergänzen, in welchem Zusammenhang. Die grosse Mehrheit der Interventionen der USA werden freien Demokratien begrüsst und unterstützt. Bitte differenzieren!
      6 29 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Sziggy 07.11.2016 10:59
    Highlight Und wegen diesen paar Punkten denkt der Autor, Amerika sei ein Leuchtturm für die Welt? Und alles andere ausblenden? Auch was im Moment läuft mit all den Kriegen und der andauernden Manipulation? Und dann wird wieder gesagt, RT sei der Propagandaapperat von Putin? Und wieviele Hundert Fernsehstationen auf dem Planeten bringen alles so, sie die USA und die gleichgeschalteten "Freunde" es wünschen? Albert Einstein hat mal gesagt: Um ein vollwertiges Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man zuerst ein Schaf sein.
    Der Autor dieses Artikels beweist eindrücklich, dass dies Wahr ist.
    62 33 Melden
    • Wehrli 07.11.2016 11:11
      Highlight Der Autor dieses Artikels beweisst, dass er nicht quantifizieren kann. Zwischen den fusschweiss stinkenden Schuhen (Amerika) und dem Hundeschiss daran (Putin). Und jetzt viel Glück beim Stämpfele.
      12 11 Melden
    • äti 07.11.2016 11:23
      Highlight "Um ein vollwertiges Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man zuerst ein Schaf sein" - das gilt natürlich immer und in jedem Fall, auch für Sie. 😁
      21 9 Melden
    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 11:58
      Highlight Schreibt man über Putin, rufen sie "USA!", schreibt man über die USA rufen sie "Putin!"

      Lustige Kerlchen.
      29 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ein Wanderer 07.11.2016 10:43
    Highlight Herr Peter Blunschi
    Danke für diesen lustigen Beitrag. Können Sie mir ein einziges Argument geben, wieso H.Clinton das kleinere Übel ist als Trump? Wenn das FBI nicht gegen Clinton ermittelt, obwohl J.Assange von Wikileaks seit über 1 Monat wöchentlich neue Clinton-Mails veröffentlicht, "für die jeder andere Amerikaner direkt ins Gefängnis wandern würde", ist das Thema für Sie abgeschlossen, Herr Blunschi? Was ist "gefährlicher", ein sexistischer Südstaaten-Cowboy oder eine korrupte Marionette der Hochfinanz, die schon höchstpersönlich Drohnenangriffe per Mail in Auftrag gab ?
    53 48 Melden
    • Wehrli 07.11.2016 11:12
      Highlight "für die jeder andere Amerikaner direkt ins Gefängnis wandern würde"für die jeder andere Amerikaner direkt ins Gefängnis wandern würde" genau solche Sätze bringen mich zum Lachen. Direkt bei Breitbart, dem Portal für debile Deppen abgeschrieben?
      35 32 Melden
    • äti 07.11.2016 11:29
      Highlight Offensichtlich war der Haufen Mails eher Luft. Wer schreibt schon hunderttausende hochbrisante Mails? 😁
      Übrigens, sind nachgeplapperte Unterstellungen nicht sehr fragwürdig? 😥
      31 12 Melden
    • Crecas 07.11.2016 11:44
      Highlight Nenne einen konkreten Punkt aus den Wikileaks Emails, der illegal ist oder Clinton ins Gefängis bringen sollte. Einen einzigen Punkt. Einer reicht schon...
      38 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pius C. Bünzli 07.11.2016 10:27
    Highlight Sie sagen es zeugt von Offenheit, dass 5 Staaten Gras legalisiert haben ? Dass die USA schuld sind, dass Marijuana in der ganzen westlichen Welt illegal ist vergessen sie dabei.

    Ich persöndlich würde mich freuen wenn die Amis Trump wählen würden, ein Präsident welcher sein Land richtig gut representiert. Obwohl Bush war auch schon ziemlich nahe drann.

    Tragisch ist, dass die ganze westliche Welt einem korrupten Verbrecherstaat nacheifert und ihr feiert das auch noch. 1000 Militärstützpunkte im Ausland...Blut für öl...etc..so ein land gehört Sanktioniert alà russland
    47 30 Melden
    • Wehrli 07.11.2016 11:13
      Highlight Ihr Name macht dem Informationsgehalt den Sie über die USA haben alle Ehre.
      26 29 Melden
    • Divina Commedia 08.11.2016 01:03
      Highlight Ein Bünzli freut sich wenn einTrottel die ganze Welt ins Chaos stürzt - ist aber gar nicht bünzlig!
      1 0 Melden
    • Pius C. Bünzli 08.11.2016 07:38
      Highlight die Ganze welt ist schon im Chaos. Und ja ich will sie brennen sehen.
      0 2 Melden
  • beaker 07.11.2016 10:17
    Highlight hmm ich denke die "Nachteile" überwiegen. Die USA ist wahrscheinlich mit den Briten die Nation welche am meisten Fehler in den Letzten 100 Jahren gemacht hat..

    37 20 Melden
    • Wehrli 07.11.2016 11:14
      Highlight Wir Schweizer haben uns immer brav weggeduckt und die Goldstücke aufgesammelt. Woher die jeweils kamen hat uns nie interessiert ...
      51 6 Melden
    • R&B 07.11.2016 12:57
      Highlight @Lisibach: So so.... Die USA und UK haben den 2.WK gewonnen, wobei die USA nicht hätte in den 2.WK eintreten müssen....
      Zählen Sie doch mal die Fehler der USA auf bitte.
      10 7 Melden
    • Ohniznachtisbett 07.11.2016 13:13
      Highlight @Lisibach: Meinen Sie dass:

      - die USA vor ziemlich genau 100 Jahren Frankreich vor der Tyrannei des Dt. Kaiserreichs befreit haben?
      - unter Führung von US-Präsi Wilson, der Völkerbund (heute UNO) ins Leben gerufen wurde?
      - dass Briten und Amerikaner gemeinsam den alten Kontinent von den Nazis befreit haben?
      - dass UK und USA den sowjetischen Einfluss in Europa versucht haben zu begrenzen?
      - dass sie die Luftbrücke Berlin organisierten.
      - den Marshallplan?
      - die Befreiung Kuwaits im 2. Golfkrieg
      - die friedliche Beilegung des kalten Krieges?
      - Befreiung Bosniens und des Kosovo?
      13 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 07.11.2016 10:11
    Highlight Ach? US-Amerikaner verbessern Situationen nach verheerenden Katastrophen wie Katrina? Andere Nationen machen das selbstverständlich nicht, nicht wahr?
    Die sind ja auch "verzichtbar"...
    Europa ist selbstverständlich ein Ort des Konservatismus und Länder wie Schweden, etc. sind so verschlossen wie vor 40 Jahren, nicht wahr?
    Der Artikel redet von Amerika-Hasser und hat selbst Europa verachtende Stellen. Jedem seine Lieblingsweltregion...
    38 9 Melden
  • Olmabrotwurst 07.11.2016 10:01
    Highlight Mir ist es egal wer Präsident wird mir is auch egal was mit der USA passiert, wichtig ist nur was passiert mit der lieben Schweiz meinem Land nicht den Amerikanern ihres...
    12 26 Melden
    • MissSophia 07.11.2016 12:52
      Highlight Das ist wunderbar für Sie, leider haben diese Wahlen Auswirkungen für die Schweiz und dies ob es Ihnen nun 'egal' ist oder nicht...
      7 0 Melden
    • Olmabrotwurst 07.11.2016 13:37
      Highlight Ja das meine ich damit, und das Problem ist es sind beide schlecht für uns die eine will ttip verträge und die Pharmakonzerne Schwächen da ihr diepreise zu hoch sind in den usa ( was verständlich ist unsere Krebsmedis sind teuer, weiss ich aus eigener Erfahrung), der andere naja lass dich überraschen, vlt will er unser geld
      1 3 Melden
  • Ivan der Schreckliche 07.11.2016 09:47
    Highlight Das Land hat ja nichts mehr mit der Politik zu tun, die Politiker sind alle damit beschäftigt, die wirtschaftliche Elite zu befriedigen während 15-25% auf Essensmarken angewiesen sind..
    32 8 Melden
    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 12:14
      Highlight Und welcher Anteil der Bevölkerung ist bei uns auf Transferleistungen angewiesen?
      10 12 Melden
    • Ivan der Schreckliche 07.11.2016 12:32
      Highlight 6.6% der Bevölkerung ist unter der Armutsgrenze, aber sag mal, wieso redest du jetzt über die Schweiz, im Artikel gehts um die USA, ist das jetzt Whataboutism?🤔
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    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 13:23
      Highlight Dient der Einordnung von Information. Die Armutsquote (Einkommen / Monat <EUR950) liegt bsp. in Deutschland bei ca. 15.5% und in den USA ($980/Monat) und damit in etwa gleich hoch wie in den USA. Anspruch auf Food Stamps haben in den USA alle Haushalte mit Einkommen < 130% der Armutsgrenze oder grob 70 Mio bzw. 25% der Bevölkerung.

      Entgegen der landläufigen Meinung werden Food Stamps nicht primär abgegeben, um Bürger vor dem Verhungern zu bewahren. Sie sind einfach Teil des Sozialsystems.

      Was genau sagen nun die 47M Bezüger von Foodstamps aus?
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