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Bild: BRIAN SNYDER /REUTERS

Essay zur US-Präsidentschaftswahl: Warum Trump wie der Sieger aussieht

Noch ist nicht gewählt, die Umfragen sehen weiter Hillary Clinton vorn. Doch Donald Trump scheint den Nerv der Zeit zu treffen – dafür gibt es Gründe.

06.11.16, 14:07 07.11.16, 11:09

Georg Diez, Washington / spiegel online

Ein Artikel von

Ich kann es kaum glauben und meine Finger krümmen sich, während ich das hier schreibe, aber ich fürchte, dass Donald Trump zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt werden wird.

Und so ist es passiert.

Es war wie ein Zugunglück, dem viele Menschen mit Staunen, Angst und Abscheu zugeschaut haben, über viele Monate hinweg; und nun, kurz bevor die Züge endgültig aufeinander prallen, setzt so etwas wie Erkenntnis ein.

Es war möglicherweise falsch, zu sehr und immer nur auf diese Züge zu starren; die eigentliche Geschichte ist die Geschichte dieses Landes, das so tief und traumatisch gespalten ist, das von so vielen Schocks und Veränderungen durchzogen ist, das so sehr von Angst gefangen gehalten wird, dass man es kaum mehr erkennt.

Die eigentliche Geschichte ist die der vergangenen 35 Jahre, weil seit der Reagan-Revolution von 1980 eine konservative Camorra systematisch daran gearbeitet hat, die Grundlagen der liberalen Demokratie zu zerstören, indem das Diktat der Wirtschaft, der Egoismus und das Recht des Stärkeren über alles gestellt wurden.

Die eigentliche Geschichte ist die der vergangenen 25 Jahre, weil seit der Präsidentschaft von Bill Clinton 1992 die Demokraten, die linken und liberalen Kräfte (wie übrigens auch New Labour in England und die SPD), sich der Globalisierung wie einem Naturgesetz ergeben haben und Schritt für Schritt einen wesentlichen Teil ihrer Wähler verraten haben: die Arbeiter und die untere Mittelschicht.

Die eigentliche Geschichte ist die der vergangenen acht Jahre, in denen Barack Obama regiert hat, was für viele Amerikaner immer noch eine Schmach und eine Schande ist, weil der Rassismus sich so tief in die Geschichte eingegraben hat und heute für viele Weisse überlebenswichtig scheint. Es ist, so wirkt es manchmal, alles, was sie haben.

Die Wahl von Donald Trump durch die weissen Amerikaner wäre die direkte Reaktion auf diese acht Jahre des neuen Manns Barack Obama, der in fast allem die Zukunft und die Chance dieses Landes verkörpert. Trump beschwört in alter reaktionärer Tradition eine heile vergangene Welt, zu der es kein Zurück gibt, nicht mal mit Gewalt.

Eine Abwehrschlacht der Verlierer

Es wäre also tragisch, wenn Trump gewählt würde, es hätte aber auch eine gewisse, brutale historische Logik, weil das Pendel oft und heftig erst in die eine und dann in die andere Richtung schwingt. Was in Amerika passiert, und auch das ist vergleichbar mit Europa, ist ein Kampf um die «weisse Identität», so hat die New York Times das beschrieben, es ist die Abwehrschlacht einer verschwindenden weissen Mehrheit.

Es ist aber auch die Abwehrschlacht der Verlierer – oder derjenigen, die sich als solche sehen – gegen eine Globalisierung, die als Versprechen präsentiert wurde, von Republikanern wie Demokraten, von Ronald Reagan bis Barack Obama. Eine Globalisierung, die weite Landstriche in West Virginia oder Ohio oder Pennsylvania verwüstet und leer zurückgelassen hat, materiell, moralisch, politisch. Eine Globalisierung, die Teile der Bevölkerung für immer dem Konsens oder wenigstens dem Common Sense entfremdet hat.

In dieses Vakuum ist Donald Trump gestossen, mit einer Rücksichtslosigkeit und Brutalität, die erst der Elite der Republikaner den Atem genommen hat und die Partei auf absehbare Zeit zerstört hat – und die dann die liberale Elite des Landes ratlos und fassungslos gemacht hat. Sie konnten einfach nicht glauben, dass dieser vulgäre Protz, dieser grapschende Geiferer, dieser dümmliche Demagoge eine Chance haben könnte gegen ihre Hillary.

Haben die Journalisten Trump unterschätzt?

Denn das war ja seit Langem klar: Sie sollte es werden. Darauf hatten sich weite Teile der liberalen Medienelite früh geeinigt, wie etwa der grossartige Thomas Frank es gerade beschrieben hat. Erst störte Bernie Sanders ihr Spiel, den sie schon früh zum Verlierer herunter schreiben wollten und damit weite Teile gerade der jüngeren Wähler verprellten, dann war Donald Trump der ungebetene Gast bei der demokratischen Königinnen-Party.

Überraschend sicher waren sich auch viele Autoren in liberalen Zeitungen und Zeitschriften noch bis diese Woche, dass Trump keine Chance mehr hat, nach den Debatten, nach den Enthüllungen über Steuervergünstigungen und handgreiflichen Sexismus. Die «New York Times» brachte jeden Tag ein Schaubild, auf dem man bis vor ein paar Tagen lesen konnte, dass Hillary Clinton eine 92-prozentige Chance auf den Sieg habe. Selten war Datenjournalismus dämlicher.

Denn was sie alle übersahen, das war, dass es wenig Begeisterung und wenig gute Gründe gab, für Hillary zu sein – dass es aber viele Gründe gab, für Trump zu sein, ob man sie mochte oder nicht. Und die Debatten zeigten ja der ganzen Welt, dass es viele, viele Gründe gab, Angst vor Trump zu haben: Er präsentierte offen und stolz das antidemokratische Programm einer autoritären Herrschaft, die keine Rücksicht nehmen würde auf gängiges Recht oder Menschenwürde.

Hillary ins Gefängnis, zur Hölle mit der Umwelt, die Mauer gegen Mexiko, bomb the shit out of ISIS, beat them up: Es ist ein Paket des Grauens, das Trump geschnürt hat. Seine Steuerkürzungen würden Reagans Radikalkapitalismus niedlich erscheinen lassen, er würde aus dem Klimavertrag von Paris aussteigen, er würde ein Klima des Hasses und des Misstrauens schaffen, Schwarze, Hispanics, Muslime, alle Minderheiten, er würde die freien Stellen am Obersten Gericht mit extra-rechten Richtern besetzen und damit das gesellschaftliche Klima in entscheidenden sozialen Fragen wie Waffenbesitz oder Abtreibung für lange Zeit bestimmen.

Die haarsträubende Logik dabei ist, dass das Land immer noch an den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise laboriert, die seit 2008 Teile der Mittelschicht enteignet hat. Wer deshalb nun für Trump stimmt, der handelt ungefähr so logisch, als würde er den Dieb, der ihm das Auto, das Haus und das Silberbesteck genommen hat, nun zum Abendessen einladen, damit er auch noch Tisch und Stühle mitnimmt.

Die grossen Parteien sind in der Sackgasse

Aber sie tun es, und es hat lange gedauert, bis die Meinungselite verstanden hat, was da passiert. Thomas Frank hat es in seinem Buch «Listen, Liberal» beschrieben und George Packer im «New Yorker»: Die Republikaner, die immer die Partei der Reichen waren, sind durch Trump zur Partei der Arbeiter und Entrechteten geworden, weil die sich eben von den Demokraten verraten fühlen.

Und so ist dieser Wahlkampf, so hässlich, so grotesk, zu destruktiv für Anstand und Praxis der Demokratie, tatsächlich Zeichen für etwas anderes, für eine tektonische Verschiebung, die weit bedeutender ist und weit längere Folgen haben wird: Die beiden grossen Parteien haben durch ihre Planspiele und Machenschaften das demokratische System in eine Sackgasse manövriert, und ein Ausweg ohne radikale Erneuerung ist schwer vorstellbar.

Die Republikaner sind dabei hauptverantwortlich für die weitgehende Zerstörung der Politik, die einen Agitator wie Trump erst ermöglicht hat: Seit 2009 haben sie Barack Obama auf eine Art und Weise politisch bekämpft, die zum Schaden der Demokratie war, sie haben blockiert und manipuliert. Die Rufe Trumps, das System sei «rigged», also manipuliert, finden deshalb so einen grossen Widerhall, weil die Republikaner selbst so lange das System aus zynischen Motiven verbogen haben.

Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass diese Partei sich seit langen Jahren mehr und mehr radikalisiert hat und jemand wie George W. Bush heute zum linken Flügel der Partei zählen würde: Der Sprecher der Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, bezeichnet sich selbst als einen «Bombenwerfer von rechts», als einen «Konservativen im konservativen Flügel einer konservativen Bewegung».

Eine Bewegung will nicht regieren; eine Bewegung will die Gesellschaft verändern. Das verband die konservative Revolution der Republikaner mit dem Aufstand des liberalen Gewissens, wie es Bernie Sanders verkörperte – es ist aber wenig sinnvoll, diese beiden Phänomene unter der Rubrik Populismus zu diskutieren, denn die eine Seite baut auf Angst, Hass und Abschottung, die andere auf Gerechtigkeit, Fairness, Umverteilung.

Es ist klar, dass die amerikanische Gesellschaft nicht mehr lange so weitermachen kann. Zu gross sind die Spannungen, die sich in den vergangenen Jahren gezeigt haben, von der stagnierenden Mittelschicht bis zum strukturellen Rassismus, der im Gefängnissystem eine Form angenommen hat, die viele mittlerweile mit einer neuen Art der Sklaverei vergleichen.

Und es ist verheerend, dass ein Rassist mit faschistischen Tendenzen kurz davor steht, die Macht in diesem Land zu übernehmen, ein Mann, der an den Hass, die Gier und die niedrigsten Instinkte appelliert, ein Hetzer, der Menschen gegeneinander ausspielt und Verlierer verabscheut und nur das Recht des Stärkeren kennt, ein autoritärer, narzisstischer, manischer, manipulativer und gefährlicher Lügner, dem alles zuzutrauen ist.

Amerika sortiert sich neu

Ich kann deshalb, bei aller Kritik an Hillary Clinton, die sich in ihrer Politik und in ihren Fehlern aber immerhin im Bereich des Rationalen befindet, nicht verstehen, wie sich manche aus Destruktionsromantik heraus einen Präsidenten Trump wünschen. Es wäre ein explosives, ungerechteres Amerika in einer explosiven, unberechenbareren Welt.

Es gibt gute Gründe, gegen Hillary Clinton zu sein, die eine Figur des Übergangs ist, von einer Zeit der Ungerechtigkeit zu einer anderen Zeit, die von einer anderen Generation gestaltet werden wird: Ihr Problem ist, dass sie diesen Makel nicht los wird. Einen Teil der afroamerikanischen Wähler, die von Obama euphorisiert waren, wird sie möglicherweise nicht motivieren können, und es könnte sie diese sicher geglaubte Wahl kosten. Es wird knapp, es wird sehr knapp.

Aber Amerika spaltet und sortiert sich eben gerade neu, es ist das weite Land gegen die grossen Städte, es ist Weiss gegen alle, es ist die Mittelschicht gegen alle, es sind die Kriege der vergangenen Jahre, die wie ein Albdruck in diesen Wahlkampf hineinreichen und weite Teile der Veteranen dieser verheerenden Schlachtzüge für Trump votieren lassen, obwohl die Angriffe auf den Irak oder Afghanistan von republikanischen Präsidenten beschlossen wurden.

Trump, der Irrationalist, profitiert nicht nur von Putin, WikiLeaks, dem FBI und dem aggressiven Sexismus gegen eine Frau im Weissen Haus, sondern auch von der Spaltung, die er selbst produziert. Er ist ein Perpetuum Mobile des Hasses.

Immerhin, Stand heute: Noch ist nichts passiert. Noch ist alles möglich.

Wie war Barack Obamas Wahlkampfmotto?

Hope.

Und irgendwie hat sich ja auch schon Michelle Obama warmgelaufen für 2020.

Donald Trump – sein Leben in Bildern

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34
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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 06.11.2016 22:51
    Highlight Dieser Autor hat eine witzige Vorstellung des Begriffes "Liberal".
    6 1 Melden
  • Nausicaä 06.11.2016 21:51
    Highlight Wow. Das war jetzt ein Highlight von einem Artikel. Inhaltlich und als Zückerli auch noch stilistisch. Daumen hoch.
    18 3 Melden
    • JoeyOnewood 07.11.2016 08:01
      Highlight habe ich mir auch gedacht. Wenn Bernie Sanders liberal ist, sind im Schweizer Parlament Grüne und SPD ebenfalls liberal. Auf Hillary trifft das schon viel eher zu.
      0 0 Melden
  • Einfache Meinung 06.11.2016 20:31
    Highlight Bei seinem Sieg wird der stolz einiger Überheblichen endlich gebrochen.
    5 20 Melden
  • Distace 06.11.2016 19:29
    Highlight Ich sehe Trump vor allem innenpolitisch als ein Problem, die Wirtschaft und das Wohl der ärmeren Schichten in der USA würde bestimmt darunter leiden. Aussenpolitisch siehts aber anders aus, da ist Clinton wohl die grössere Gefahr für die Menschheit, da sie eher mit Russland auf Konfrontation gehen wird. Das sieht man an ihren bisherigen Tätigkeiten z.B. als Aussenministerin... Jetzt ist die grosse Frage: Wer ist das grössere Übel?
    13 5 Melden
  • The Origin Gra 06.11.2016 18:40
    Highlight Es wäre wieder an der Zeit Politik für die 99% und nicht das 1% zu machen
    P.S. Linke (Anarchos) und Marktradikale sind sich näher als beiden lieb ist. Absoluter Freier Markt und Absolute Anarchie führen beide zum Recht des Stärkeren und Schlussendlich zur Diktatur
    34 8 Melden
  • Der Zahnarzt 06.11.2016 17:40
    Highlight Trump ist doch Unternehmer!

    Haben uns Economiesuisse, NZZ, SVP, FDP und die anderen Neoliberalen nicht immer gesagt: Unternehmer sind sowieso bessere Menschen, Unternehmer können alles besser, gäbe es doch nur mehr Unternehmer in der Politik, Unternehmer sind die Leistungsträger der Gesellschaft, Unternehmer muss man mit tiefen Steuern anlocken und blablabla.

    Und jetzt könnte ein Unternehmer US Präsident werden und es ist wieder nicht recht.

    Verstehe mal einer die Neoliberalen.
    41 14 Melden
    • Toto 06.11.2016 19:31
      Highlight Einen Clown brauchen die Amis ganz sicher nicht!
      8 0 Melden
  • Butzdi 06.11.2016 16:21
    Highlight Das Beste was ich seit langem zu dem Thema gelesen habe. Danke!
    42 7 Melden
    • Awesomeusername 06.11.2016 17:43
      Highlight Ist ja vom Spiegel übernommen worden. Wärs von Watson häts sicher irgendwo noch eine Katze, Otten, Quiz oder sonst was unnötiges drin. ;-)
      46 16 Melden
  • Papa la Papp 06.11.2016 16:13
    Highlight Endlich einmal ein Artikel - zu diesem Thema - welcher Hintergründe und Zusammenhänge beleuchtet und sich zudem - siehe da es geht doch - mit den Inhalten und Ausrichtung der Kandidaten aus einander setzt!
    Bitte mehr davon. Danke für diesen Beitrag 👍👍🏿👍🏽
    42 5 Melden
  • rodolofo 06.11.2016 16:10
    Highlight Die Frage bei einem Präsidenten Trump wird für uns Europäer auch sein, wie wir darauf reagieren sollen.
    Europa wäre dann von einem Tag auf den Anderen wieder auf sich allein gestellt, ohne "grossen Verwandten" jenseits des Atlantiks.
    Das würde das Politische Kräftegleichgewicht in Richtung Russland verschieben.
    Wir könnten dann zusammen mit Russland eine Union anstreben und die USA links liegen lassen.
    Anstatt mehr für die NATO zu bezahlen, wie sich der Faschist Trump wünscht, können wir die NATO auch gleich auflösen, denn sie macht mit einer Faschistischen USA ganz einfach keinen Sinn mehr...
    20 38 Melden
    • SemperFi 06.11.2016 21:28
      Highlight Genau, eine Union mit Russland! Schliesslich sind wir wohl die ältesten Genossen Europas. Sie Scherzkeks!
      14 1 Melden
    • Alnothur 06.11.2016 22:54
      Highlight "Europa wäre dann von einem Tag auf den Anderen wieder auf sich allein gestellt, ohne "grossen Verwandten" jenseits des Atlantiks."

      Gottseidank! Es ist erbärmlich, wie sich Europa als schmarotzendes Schosshündchen aufführt. Dann kann man sich vielleicht mal wieder auf Augenhöhe begegnen, und hat sogar einen Grund, sich mal etwas anzustrengen.

      Dass die Europäischen NATO-Staaten, so sie denn in der NATO bleiben, mehr in selbige investieren, ist nicht zuletzt gerade den Amis gegenüber nur fair, die momentan einen anständigen Batzen an die Sicherheit Europas bezahlen.
      7 6 Melden
    • rodolofo 07.11.2016 07:42
      Highlight Ich habe da gerade emotional überreagiert.
      Sich mit Russland zusammentun ist natürlich genauso unsinnig, wie Donald Trump zu wählen...
      Aber wenn die USA jetzt auch noch Faschistisch würde, dann sähe sich Europa tatsächlich vom Neo-Faschismus umzingelt, ähnlich wie damals die Schweiz im 2.Weltkrieg vom Faschismus umzingelt war.
      Wir müssten dann eine Art "Landi-Europa" des Widerstands aus dem Boden stampfen, mit Anbauschlacht und allem Drum und Dran!
      Und in der Schweiz müssten wir den Rechtsnationalen zu erklären versuchen, dass "Der Feind" sich nicht in der EU befindet, sondern weiter draussen.
      4 1 Melden
    • SemperFi 07.11.2016 10:09
      Highlight @rodolofo: Jetzt bin ich wieder bei Ihnen. Aber ich verstehe Sie, diese Wahl ist hoch emotional und die Konsequenzen so oder so möglicherweise unabsehbar.
      3 0 Melden
    • rodolofo 07.11.2016 21:02
      Highlight In der Gestrigen Nacht bin ich aufgewacht und bin beim Zappen durchs Fernweh-Programm auf die "Amerikanische Nacht" auf ARD gestossen.
      Da haben sie verschiedene Szenen und Problematiken der USA gezeigt.
      Diese Art von Journalismus und die grosse Vielfalt der Lebensformen und Denkweisen in diesem verrückten und zugleich grossartigen Land, das sowohl hypermodern städtisch, als auch traditionell ländlich, alternativ und konventionell, ausgeflippt und militarisiert ist, hat mich wieder versöhnt, mit der US-Gesellschaft und mit uns Europäern.
      2 0 Melden
  • Dummbatz Immerklug 06.11.2016 16:09
    Highlight Jetzt hilft nur noch beten... 😬
    23 17 Melden
  • Redly 06.11.2016 15:18
    Highlight Ein ausgezeichneter Artikel.

    Schade ist das hier wie andernorts immer wieder vorgebrachte Argument, es habe in den letzten Jahren eine neoliberale Entwicklung gegeben. Die Fakten zeigen (in den USA eine leichte und bei uns massive) Zunahme der Staatsquote.
    30 13 Melden
    • Kookaburra 06.11.2016 16:03
      Highlight Neoliberal bedeutet ja genau das: Der Staat, also die Allgemeinheit, bezahlt immer mehr, wodurch private Profit machen.
      Der Staat bezahlt nicht sinnvoll (wie etwa bei Schulen) für "staatliche Institutionen", sondern die neoliberale Vermischung von "Sozialem" mit Kapitalistischem, hat genau zu dem Druck geführt, welchen wir nun spüren. In der Sozial- und Asylindustrie verdienen sich einige goldene Nasen, die KK steigen, weil zu viel daran verdienen, und auch AKWs werden nach der Abschöpfung des Profits "zurückgeschenkt". Der Neoliberalismus ist also nicht ganz links, aber meistens.
      45 13 Melden
    • Redly 06.11.2016 16:12
      Highlight Ich widerspreche Dir nicht.
      Leider wird häufig argumentiert, den Menschen gehe es schlechter, weil der Staat zurück gedrängt wurde (was dem Fakten schlicht nicht standhält).
      Wenn ich die These aufstelle, vielleicht übernimmt der Staat inzwischen zuviel, statt auf Selbstverantwortung zu bauen, werde ich wohl viele Blitze kassieren.
      15 15 Melden
    • René Obi (1) 06.11.2016 17:54
      Highlight Neoliberalismus heisst Gewinn privatisieren und Verluste verstaatlichen - siehe UBS - und das bei möglichst tiefen Steuern, vor allem für die reichen Profiteure.
      35 3 Melden
    • Danyboy 06.11.2016 18:26
      Highlight Der Neoliberalismus ist nicht links, das ist ein Scheinargument. Vielmehr werden Negativeffekte von Effizienzsteigerung, Gewinnmaximierung, Automatisierung, uvm der Allgemeinheit angelastet (Arbeitslose, Bankenkrise, Sozialfälle, usw.). Gewinne privatisieren, Verluste der Allgemeinheit anlasten. Und das wird noch viel extremer werden mit Prekariatsjobs und Projektanstellungen mit immer weniger Sozialleistungen...
      28 5 Melden
    • Danyboy 06.11.2016 19:46
      Highlight Redly: Du kassierst Blitze, weil es nicht stimmt... Selbstverantwortung und weniger Staat heissen in einem solchen Umfeld einfach, dass man die Verlierer des Systems sich selbst überlässt, damit andere ihre Taschen noch mehr füllen können...
      14 4 Melden
    • Alnothur 06.11.2016 22:58
      Highlight Komisch. Das reichste Prozent der Schweizer bezahlt zwei Drittel der Steuern in diesem Land. Der Staat wird immer fetter und reguliert immer mehr (Bundeshaushalt und -Personal hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt). Und weder darf mit der Grundversicherung Profit gemacht, noch willkürlich für ärztliche Leistungen verrechnet werden. Das ist alles fein säuberlich in die hinterste Ecke reguliert, um in einem falschen Verständnis von Marktwirtschaft den steigenden Preisen Einhalt zu gebieten - wo doch genau diese Massnahmen erst recht noch zusätzlich die Preise nach oben treiben.
      3 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.11.2016 23:19
      Highlight NZZ abgedruckten Statistik der OECD (01. Nov. 2011, S. 27)

      Eine Statistik von 2011.

      Demnach tragen die 10% reichsten Schweizer gerade mal 23.9% zu den staatlichen Steuereinnahmen bei.

      @Alnotur: bitte Nachweis ihrer Behauptung.
      12 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.11.2016 23:23
      Highlight http://www.nzz.ch/wie-viel-die-reichen-bezahlen-1.13178682

      hier der original Link zum NZZ Artikel und zur Statistik. Ich les die Replik schon, jaja Statistiken kann man fälschen. Ja kann man. Aber Behauptungen ohne Untermauerung und Fakten, sind nicht mal gefälscht sondern lediglich BlaBla.
      5 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.11.2016 23:34
      Highlight Staatsguote: ist eine ökonomische Kennzahl die nur besagt wie hoch der Anteil der Staatsausagben am BIP ist. Daraus lässt sich nicht auf den Grad der Einmischung des Staates gegenüber der Privatwirtschaft schliessen. Tatsächlich fand seit der Reaganzeit eine Deregulierung der Wirtschaft statt, was erst Spekultationen ermöglichte die zur Krise 2008 führten (z.B. AIG).

      Die steigende Staatsquote ist erklärbar mit dem überproportionalen Anstieg an Sicherheitskosten für Militär, Polizeien und Geheimdienste.

      Regulierungen finden am falschen stastlichen Punkt statt.
      5 2 Melden
    • Danyboy 07.11.2016 08:42
      Highlight Galaxy: Sehr guter Beitrag, danke!
      5 0 Melden
    • Alnothur 07.11.2016 14:03
      Highlight galaxy: ich habe mich explizit auf die BUNDESsteuern bezogen.
      Und übrigens, die steigende Staatsquote lässt sich gerade in der Schweiz NICHT auf "Sicherheitskosten" zurückführen. Gerade die Armee ist ein Bereich, bei dem das Budget weitgehend gleich geblieben ist, und z.B. Polizeiquote haben wir eine der tiefsten in Europa (nur übertroffen von skandinavischen Ländern).
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.11.2016 16:02
      Highlight 1. hab gerade nochmal deinen kommentar gelese. wo beziehst du dich da explizit auf Bundessteuern? auch bei diesen gilt die OECD relation. sicher nicht deine aussage, dass 1% der reichsten 2/3 der bundessteuern bezahlen..

      aber bitte statistische quelle angeben.

      2. der artikel handelt von den usa und ich bezog mich auf den kommentar redly und dieser bezieht sich explizit auf die usa

      3. du hast nicht von der staatsquote geschrieben.
      3 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.11.2016 18:45
      Highlight Zusatz:
      http://iframe.treuhaender.ch/GetAttachment.axd?attaName=7b3760e5-1a98-4cc1-8c53-118dab479031

      Die Staatsausgaben haben sich zwar seit 1990 fast verdoppelt, aber wie du auf Seite 2 siehst hat sich der Bundeshaushalt postiv entwickelt. In 90er hatten wir immer ein negativergebnis. in den letzten jahren einen überschuss.

      Staatsquote: tatsächlich hat sich die Staatsquote seit 2001 bis heute von 37.5 auf 34.3 reduziert.

      Zudem wurde in den letzten 10jahren um 20 Mrd. reduziert.
      2 0 Melden
  • Doeme 06.11.2016 14:58
    Highlight Sehr gut strukturiertes Essa mit passend eingesetzten Stilfigure. Einzig der Schlussteil ist nicht ganz geglückt und entkräftet die Aussage des Textes. Übrigens waren die Republikaner nicht immer die Partei der Reichen: lange Zeit haben sie den amerikanischen Sozialstaat zumindest mitgetragen und gleiche politische Rechte für alle gefordert.
    28 1 Melden
    • Taebneged 06.11.2016 16:39
      Highlight Republikaner amerikanischen Sozialstaat zumindest mitgetragen...
      Das liegt aber eine ganze Weile zurück. Vielleicht schon als sehr lange zu bezeichnen.
      27 0 Melden

Trump kippt Einfuhr-Verbot für Grosswildjäger – (Und ja, auf dem Foto sind seine Söhne)

Donald Trump selber jagt keine Tiere. Aber seine Söhne, die würden das lieben, erzählte der US-Präsident im Jahr 2012. «Sie sind Jäger und sie sind darin sehr gut geworden.» 

Gut fünf Jahre ist es nun her, seit Fotos von Trumps Söhnen bei der Grosswildjagd vom Magazin «TMZ» veröffentlicht wurden. Sie sorgten in den sozialen Medien und unter Tierschützern für einen Aufschrei.

Auf einem Bild ist zu sehen, wie Trump Jr. mit einem abgeschnittenen Elefantenschwanz posiert. 

Auf einem weiteren …

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