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People protest against U.S. president-elect Donald Trump in front of the White House in Washington, U.S., November 10, 2016. REUTERS/Kevin Lamarque

Besorgte Demonstranten in Washington, D.C.: Wird der Rassismus in den USA jetzt wieder salonfähig?  Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Die Angst vor offenem Rassismus in den USA wächst – diese 10 Vorfälle zeigen warum

Donald Trumps Wahlkampf war von Hass und Ressentiments geprägt – machen sich jetzt die Folgen bemerkbar? In den sozialen Netzwerken mehren sich die Berichte von rassistischen Übergriffen.



Er wetterte gegen Ausländer, forderte eine Mauer an der Grenze zu Mexiko und betonte, illegale Einwanderer konsequent abschieben zu wollen: Donald Trump hat einen beispiellos hasserfüllten US-Wahlkampf geführt – und damit die Gesellschaft polarisiert. Die Sorge vieler Liberaler: Der Republikaner könnte nach seinem Einzug ins Weisse Haus die politische Kultur in den Vereinigten Staaten nachhaltig verändern.

Schon jetzt mehren sich in den sozialen Netzwerken die Berichte von rassistischen Übergriffen mit Bezug auf den Wahltriumph des Milliardärs.

In dieser Nachricht einer Twitter-Nutzerin vom Tag nach der Wahl heisst es: «Als ich an diesem Morgen an einer Tankstelle gestoppt habe, rief mir eine Gruppe von Typen zu: ‹Es ist an der Zeit, dass du aus diesem Land verschwindest, Apu!›» Apu ist der Name einer Figur aus der Zeichentrickserie «The Simpsons» und gilt als ausländerfeindliche Beleidigung.

Eine andere Nutzerin schreibt: «Keine 24 Stunden nach der Wahl hielt ein Trump-Unterstützer der muslimischen Freundin meiner Schwester ein Messer an den Hals, als sie gerade im Bus zum Campus unterwegs war.»

Im folgenden Tweet berichtet eine Muslimin, ihre Mutter habe ihr davon abgeraten, Kopfbedeckung zu tragen – offenbar aus Angst vor Anfeindungen.

Auf grosse Resonanz in den sozialen Netzwerken stiess der Bericht einer jungen Frau auf Facebook: Ein älterer weisser Mann habe sie für eine Mexikanerin gehalten, berichtet sie. Daraufhin habe er sie wüst beschimpft. Die Nutzerin zitiert den Mann mit den Worten: «Ich kann es nicht erwarten, bis Trump uns auffordert, deine Leute zu vergewaltigen und euch über die grösste verdammte Mauer, die wir bauen werden, zurückzuschicken.» Anschliessend soll er ihr Wasser ins Gesicht geschüttet haben. «Ich hatte nie Angst, weil ich eine Frau und Mitglied einer Minderheit bin», schreibt die Frau, «bis heute».

Doch nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund machen sich offenbar Sorgen. In einem Tweet schreibt ein Nutzer, seine Familie habe ihm aus Sicherheitsgründen dazu geraten, seine «sexuelle Orientierung nicht zu verraten».

Sie habe ein Kopftuch getragen, berichtet eine Frau. Als jemand am Bahnsteig an ihr vorbeigegangen sei, habe er zu ihr gesagt: «Deine Zeit ist vorbei, Mädel.»

Über 1000-mal wurde das Foto geteilt, das ein junger Nutzer auf Twitter veröffentlicht hatte. Es soll die Tür zum Gebetsraum der muslimischen Studentenvereinigung der New York University zeigen. Quer über das Holz hat jemand ein Wort geschrieben: «Trump!»

In der Kantine einer Mittelschule im Bundesstaat Michigan skandierten Schüler lautstark: «Build the wall!»

Noch ein Beispiel: 

Eine Frau in Philadelphia wachte auf und sah auf ihrem Auto wüste Sprayereien:

Alle die Berichte, die derzeit von Aktivisten gesammelt werden, liefern nur einen Eindruck von der Stimmung in den USA, repräsentativ können sie aber nicht sein. Viele Betroffene und Zeugen nutzen öffentliche Plattformen wie Twitter oder Facebook gar nicht, um ihre Erfahrungen zu teilen. Hinzu kommt, dass es einige Überwindung kosten dürfte, öffentlich von rassistischen Erfahrungen zu berichten.

(cma mit material von spiegel online)

Die Karikaturisten dieser Welt zu Trumps Wahl

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    Alle Leser-Kommentare
  • Maria B. 12.11.2016 11:45
    Highlight Highlight Es ist entschieden zu simplifizierend, diese Auswüchse nur auf Trumps Wirken in den USA zu reduzieren. Die negativen Gefühle liegen in Ursachen die lange schon vor Trumps Eingreifen Bestand hatten. Arbeitsplatzverluste vieler älterer Weisser zugunsten minder bezahlter Illegaler, aber auch das rassistische Wüten der US-Polizei gegen Afroamerikaner sind unübersehbar.

    Zudem nimmt man die legitimen Ansprüche Einheimischer nicht nur in den USA auf die leichte Schulter, vergleichbares ist in England (Brexit), Deutschland (AfD), Österreich (FPÖ) etc. der Fall, ähnliche Konsequenzen somit absehbar.
  • Kookaburra 11.11.2016 12:09
    Highlight Highlight Vielleicht ist das ganze auch nur ein Angriff der demokratischen Troll-Fabrik.
    Weil man das Problem bewirtschaften möchte.
    Auf jeden Fall wäre eine Sammlung von offiziellen Anschuldigungen bei der Polizei seriöser, wie "social media warriors" Propaganda und "Twitter-Journalismus".
    Benutzer Bild
    • Kookaburra 11.11.2016 12:51
      Highlight Highlight Da die Bildqualität sehr schlecht ist: UIPD This has not been reported to police. If you are in contact with anyone involved, please encourage them to give us a call.
  • ElendesPack 11.11.2016 10:22
    Highlight Highlight Die meisten Sachen, die in den Social Media stehen, sind im Fall wahr. Weil sonst würden sie ja nicht dort stehen, nämlich.
    Wie war das nochmal mit dem ganzen Gedöns des postfaktischen Zeitalters?
  • Scenario 11.11.2016 09:28
    Highlight Highlight Mein Ihr wirklich, dass das erst seit den letzten 24h so ist?! Ich vermute eher, dass es in den USA schon seit jeher diesen offenen Rassismus gibt. Vorher dachte man wohl eher an Einzelfälle, jetzt da die Menschen auf dieses Problem sensibilisiert sind, sieht man es auch auf Social Media.
  • Dä Brändon 11.11.2016 09:08
    Highlight Highlight Solche Fälle gab es schon früher. Trump hat einen guten Draht zu den schwarzen Bürgern und auch viele schwarze Wähler. Er hat sich auch nie gegen Schwarze negativ geäussert.
    • glass9876 12.11.2016 00:07
      Highlight Highlight Trump hat den Rassismus in den USA salonfähig gemacht.
    • Andi Amo 12.11.2016 09:45
      Highlight Highlight @zwan33
      Ähä. Und mit welcher/n Aussage/n denn genau? Zitat bitte. Alles andere ist einfach nur dahergeschwafelt...
  • Linus Luchs 11.11.2016 08:38
    Highlight Highlight Nicht nur in den USA wird die politische Kultur durch Trumps Triumph verändert. Auf der ganzen Welt wird die Hemmschwelle für die Scham- und Rücksichtslosen sinken. Die Abstimmungskampagnen in der Schweiz haben durch die svp bereits ein quälend tiefes Niveau erreicht, aber bald werden wir sehen: Es geht noch primitiver. Und auch Le Pen, Wilders, Petry & Co. lernen von Trump.
  • reader187 11.11.2016 08:36
    Highlight Highlight Sowas nennt sich also Journalismus, in dem irgendwelche Tweets über Vorkommnise die sich in der Vergangenheit grösstenteils nachweislich als falsch oder selbst-insziniert herausgestellt haben, als fakten präsentiert werden.

    Über die in den Strassen randalierenden Gegner die das Ergebnis eines demokratischen Prozesses nicht aktzeptieren wird natürlich nur in den höchsten lobenden Tönen geschrieben.

    Genau diese Art von Journalistischer Scheinwelt hat uns Trump bescheert. Völlig befremdliches Werteverständnis gepaart mit Mutmassungen und unbewiesenen Beschuldigungen.
  • EvilBetty 11.11.2016 07:30
    Highlight Highlight Als obs diese Fälle nicht auch schon Pre-Trump gegeben hätte...
  • Triumvir 11.11.2016 07:24
    Highlight Highlight Das dürfte leider erst der Anfang sein. Die feuchten Träume der Nazi-Partei & des Ku Klux Clan, die Trump ja beide unterstützt haben, dürften leider zum Teil wahr werden. Genau deshalb freut sich ja auch der IS und alle Fachos in Europa über die Wahl von Trump. Die Saat des Bösen gedeiht. Genau deshalb müssen alle vernünftigen Menschen in den USA & Europa gegen diese ultrarechte Tendenzen opponieren, auf die Strasse gehen und dagegen ankämpfen!
    • Linus Luchs 11.11.2016 08:18
      Highlight Highlight Auf der Strasse dagegen ankämpfen? Für eine nachhaltige Wirkung halte ich zwei andere Massnahmen für besser. Wir sollten mit den Leuten über Themen wie Rassismus, Holocaust und Menschenrechte reden. Insbesondere der Jugend sollten wir helfen, ein tiefes Verständnis für die humanistischen und demokratischen Werte zu entwickeln, die mit diesen Themen verbunden sind. Zweitens müssen wir bei wirklich jeder Gelegenheit wählen und abstimmen. Und vielleicht auch andere dazu auffordern. Das scheint mir sinnvoller als der Strassenkampf, mit welchem nur das Feindbild der "linken Chaoten" bestätigt wird.
    • Triumvir 11.11.2016 08:51
      Highlight Highlight @Linus Luchs: Es geht hier nicht um "Strassenkampf". Man kann auch gewaltlos demonstrieren. Und man muss nicht einmal zwangsläufig an einer Demo teilnehmen. Sondern es würde in vielen Fällen schon helfen, falls man etwa selber Zeuge eines rassistischen Vorfalles wird, dem oder den Rassisten die Meinung zu geigen. Das braucht Mut, ja, welcher leider vielen ängstlichen Mitbürgerinnen (namentlich bei uns in der Schweiz) häufig fehlt, aber für mich z.B. kommt "wegschauen" in solchen Situationen einfach nicht in Frage! Denn ich akzeptiere keinen Rassimus!
    • Linus Luchs 11.11.2016 11:37
      Highlight Highlight Sorry, Triumvir, deine Formulierung klang für mich nach Barrikaden und Molotovcocktails. Mit allem, was du sonst schreibst, bin ich voll einverstanden. Lassen wir uns nicht unterkriegen!
  • saukaibli 11.11.2016 07:23
    Highlight Highlight Wer Hass säht wird Sturm ernten, das ist leider so. Trump hat Hass salonfähig gemacht und die Primitiven unter seinen Anhängern lassen ihrem Hass nun freien Lauf. Ähnliches kann man auch in Europa beobachten. Heute werden rassistische und faschistische Aussagen gemacht, die man sich vor 10 Jahren nicht zu sagen traute. Anstand und Ethik haben in den letzten Jahren massiv abgenommen in den westlichen Gesellschaften und das genau durch solche Politiker, die rassistische Vorbilder für den Pöbel sind. Und liebe Rechte, DAS macht mir Angst. Und wer kümmert sich nun um meine Gefühle?
    • Anam.Cara 11.11.2016 07:48
      Highlight Highlight Angst ist ein gutes Stichwort, saukaibli. Die Entmenschlichung der Diskussion (sofern es die überhaupt noch gibt) und die blinde Masse, die in ihrer Wut nur noch Nachredet statt reflektiert - das macht mir auch hier in der CH angst.
      Menschen sind wütend, ohne genau zu wissen worauf. Diese Wut wird von Polemikern instrumentalisiert und kanalisiert. Danach ist es nicht mehr Wut aus Enttäuschung, sondern blinder Hass.
      Ich wünschte mir, dass die Hasser mehr über ihre Motive und die wahren Ursachen nachdenken.
      Damit Hilfsbereitschaft vielleicht wieder wichtiger wird, als Hass.
  • malu 64 11.11.2016 07:18
    Highlight Highlight Haben wir bei uns nicht ähnliche Idioten?
  • gnp286 11.11.2016 07:03
    Highlight Highlight Ja zu erwarten wars irgendwie aber abartig dass sich das so entlädt. Hätte nicht gedacht dass es so schlimm werden würde. Der Wahlzettel war wohl für viele die Gelegenheit ihren unmut über Political Correctness laufen zu lassen. Da jetzt Trumpi gewonnen hat fühlen sie sich bestätigt.

    Und was lernen wir daraus? Zu viel Political Correctness und Eupheismen schaden gewaltig. Man kann die Gedanken der Menschen nicht mit Political Correctness und Eupheismen ändern, ganz im Gegenteil. Sie äussern sich dann dort wo es noch anonym geht: auf dem Wahlzettel.
  • Tschaesu 11.11.2016 06:29
    Highlight Highlight Wenn man bedenkt, dass der weisse Mann eigentlich auch ein Ausländer ist in den USA...
    • lily.mcbean 11.11.2016 07:43
      Highlight Highlight Eigendlich sind alle Ausländer in den USA ausser den Indianern,wenn man ganz pingelig sein will.
    • wasylon 11.11.2016 09:16
      Highlight Highlight Die Vorfahren der Indianer haben Amerika in frühgeschichtlicher Zeit von Asien aus besiedelt. Eigentlich sind alle Einwanderer😉
    • Hand-Solo 11.11.2016 09:16
      Highlight Highlight Auch die Indianer sind irgendwann mal von Asien her eingewandert. Wenn man noch pingeliger sein will...
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 11.11.2016 06:28
    Highlight Highlight Nicht weiter erstaunlich, wenn ein Rassist Präsident der USA wird. Wäre bei uns genau gleich, wenn Blocher und Co das Sagen hätte.
  • NumeIch 11.11.2016 06:26
    Highlight Highlight Sowas macht mich traurig 😢
  • fcsg 11.11.2016 05:44
    Highlight Highlight Das war leider zu erwarten. Ich glaube auch nicht, dass dieses Land sich noch einmal vereint. Zu krass sind inzwischen die Unterschiede. Mittlerweile gibt es z.B. Bestrebungen in Kalifornien sich von den USA loszulösen.
    • Fumo 11.11.2016 07:07
      Highlight Highlight Guter Bspl. gerade der Republikaniste aller Staaten als Argument zu nennen sich von Trump lösen zu wollen... mol. Erwähne doch auch die Berfreiungsfraktion in Texas, ist ja nicht so dass beide Staaten wegen Obama auf dem Gedanken kamen.
      Wenn dann löst sich eher New York. Aber auch das wird nicht geschehen.
    • Andi Amo 11.11.2016 07:32
      Highlight Highlight Da sieht man endlich, wohin zu viel Multikulti führt! Zeit, dass man endlich daraus lernt!!

      Vielleicht entstehen ja dem Frieden zu liebe irgendwann solche Ethnien trennende Kleinststaaten wie der Kosovo.
      Und bevor du jetzt denkst 'tzzzz ja genau!' - wer hätte cor einem Jahr geglaubt, dass Trump der neue US-Präsident wird? Also.
    • SJ_California 11.11.2016 07:57
      Highlight Highlight Kalifornien hat eine funktionierende Wirschaft und hätte als eigenständiges Land ein starkes BIP (mehr als 3 Mal so hoch wie das CH-BIP).
    Weitere Antworten anzeigen
  • LaPaillade #BringBackHansi 11.11.2016 05:26
    Highlight Highlight Zutiefst verabscheuungswürdig solche Aktionen. Aber leider war mit einer Wahl Trumps damit zu rechnen, das selbe Phänomen gab es ebenfalls beim Brexit-Vote bei welchem direkt nach der Abstimmung die "Hate-Crimes" stark zugenommen haben.

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