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Diese Pflanze sorgt rund um den Globus für viel Diskussion. Bild: EPA/EPA

«Gute Erfahrungen gemacht»: Gesetz in den USA soll Cannabis landesweit legalisieren

02.08.17, 11:22 02.08.17, 13:07

Während in der Schweiz der Nationalfeiertag begangen wurde, wurde im US-Kongress ein Gesetzesentwurf zur Legalisierung von Cannabis eingebracht. Das Gesetz soll das landesweite Verbot der Pflanze aufheben.

Urheber des Entwurfes ist US-Senator Cory Booker aus New Jersey. Sein «Marijuana Justice Act of 2017» soll die Staatskasse retten sowie die Polizei und die Gefängnisse entlasten. Laut der American Civil Liberties Union (ACLU) sind 52 Prozent aller drogenbezogenen Festnahmen auf Marihuana zurückzuführen.

Bild: ACLU

Insgesamt wurden in den USA 2010 sieben Millionen Menschen wegen dem Besitz von Cannabis festgenommen. Laut der ACLU geben die USA für die Durchsetzung des Verbots von Cannabis jedes Jahr 3,6 Milliarden Dollar aus. Während die Kriminalitätsrate in den USA in fast allen Belangen sinkt – Gewaltverbrechen sind in den letzten 20 Jahren um über 36 Prozent zurückgegangen – stieg die Zahl der Cannabis-Verhaftungen im gleichen Zeitraum um 13 Prozent.

Booker klagt an, dass mit dem Verbot besonders arme und schwarze Menschen unterdrückt werden. Eine Verhaftung könne das Leben einer jungen Person zerstören. «Ich habe junge Teenager gesehen, die verhaftet wurden und den Rest ihres Lebens unter der strafrechtlichen Verurteilung litten», sagt Booker auf Facebook.

Wie ist die Gesetzeslage in der Schweiz?

Die Zahlen untermauern Bookers Befürchtungen. Obwohl Weisse und Schwarze laut den Zahlen der ACLU ungefähr gleich oft Gras konsumieren, werden Schwarze vier bis acht Mal häufiger wegen Cannabis-Besitz festgenommen. Wer die Busse für eine Festnahme nicht bezahlen kann, landet im Gefängnis.

Bild: ACLU

«In den acht Staaten und im District of Columbia wurde Cannabis legalisiert. In diesen Staaten sind Gewaltverbrechen zurückgegangen, das Staatseinkommen wurde vergrössert und die Polizei kann sich auf schlimmere Verbrechen konzentrieren», so Booker. Die Staaten hätten «gute Erfahrungen gemacht». Für ihn Grund genug, Cannabis landesweit zu legalisieren.

Seit Ende 2016 wurde die Pflanze in den US-Staaten Kalifornien, Nevada und Massachusetts generell legalisiert. In den vergangen Jahren hatten bereits Alaska, Colorado, Oregon, Washington und die Bundeshauptstadt Washington D. C. diesen Schritt gewagt. Seit letztem Jahr ist Marihuana in 25 der 50 US-Staaten zu medizinischen Zwecken zugelassen.

Umfrage

Soll Cannabis in der Schweiz legalisiert werden?

  • Abstimmen

972 Votes zu: Soll Cannabis in der Schweiz legalisiert werden?

  • 94%Ja, das ist schon lange überfällig.
  • 3%Ja, aber nur zu medizinischen Zwecken.
  • 3%Nein, Gras ist eine gefährliche Droge.

Doch es gibt in den USA auch eine Anti-Marihuana-Bewegung. Einer der mächtigsten Verfechter dieser Ansicht ist wohl Generalstaatsanwalt Jeff Sessions. Er fordert, dass die Gesetze zu Cannabis verschärft werden. Weiter will er die Abgabe von Cannabis für medizinische Zwecke erneut landesweit verbieten.

Mehrere Umfragen haben ergeben, dass die Legalisierung von Gras in den USA viel Rückhalt geniesst. Die Abgabe von Marihuana zu medizinischen Zwecken soll sogar von 94 Prozent der Amerikaner gutgeheissen werden. (leo)

Bild: ACLU

Uruguay macht es vor und legalisiert als erstes Land Marihuana:

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31
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 03.08.2017 01:12
    Highlight
    1 0 Melden
  • Echo der Zeit 02.08.2017 17:09
    Highlight Die Svp wird alles Tun, um die Legalisierung zu verhindern - weil Kiffen macht Friedlich und Kiffer sind Linke - Und nur darum hat die SVP ein Problem mit dem Kiffen.
    28 3 Melden
    • Mia_san_mia 02.08.2017 17:37
      Highlight Ach sorry, also ich Kiffe auch ab und zu und bin für die Legalisierung. Aber das ist jetzt wirklich keine gute Aussage...
      8 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.08.2017 18:35
      Highlight Man ist kein Kiffer wenn man ab und an zum Joint greift und links noch lange nicht...
      12 1 Melden
  • 道德 Compass 02.08.2017 14:19
    Highlight ich bin dafür dass USA Cannabis legalisiert wird Gleichzeitig müssen sie auch die freie Einreise gewähren, allen Ausreisewilligen cannabisrauchern hier. Schweiz wird so von Legalisierung von Cannabis in den USA profitieren. Ich kann dann besser schlafen, weil der Konsument vom Balkon neben an wird jetzt in den USA einen tollen neuen Wohnsitz bekommen.
    Das gleiche kann auf alle Raucher ausgeweitet werden.
    6 80 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.08.2017 16:04
      Highlight Ok 😂👍🏻? Medis vergessen heute morgen?
      40 2 Melden
  • Sensenmaa 02.08.2017 13:28
    Highlight Es ist scho sehr lange überfällig. Durch eine Legalisierung kann es dann auch kontrolliert produziert werden. Der THC Gehalt von dem Turbogras auf dem Schwarzmarkt ist sehr gefährlich. Steuern würden generiert. Jugendschutz könnte besser umgesetzt werden.

    Liebe SVP Alkohol ist auch legal, na und?? Sind wir alle besofen und abhängig? Wohl eher nicht.
    73 4 Melden
  • Skeletor82 02.08.2017 12:59
    Highlight In Nevada ist Marihuana seit Juli 2017 legal, nicht seit Ende 2016.

    Und bei konkreten Zahlen wäre ich froh, wenn Quellen genannt werden:"... soll sogar von 94 Prozent der Amerikaner gutgeheissen werden".

    Und wenn der Autor schon so genaue Zahlen nimmt sollte der Satz lauten: "...heissen 94 Prozent der Amerikaner gut".


    25 4 Melden
    • Leo Helfenberger 02.08.2017 13:08
      Highlight @Skeletor82: Richtig, Nevada wurde angepasst. Die Zahl stammt von der ACLU, wie alle anderen auch.
      23 5 Melden
  • demokrit 02.08.2017 12:46
    Highlight Nicht nur Cannabis, sondern alle Drogen sollten legalisiert werden. Wer sorgt in Anbetracht eines völlig gescheiterten War on Drugs eigentlich dafür, dass dies nicht längst gemacht wird?
    70 18 Melden
    • meine senf 02.08.2017 13:26
      Highlight Ja, aber dieses Thema sollte seperat behandelt werden.

      Wenn man nur alles oder nichts will, und Cannabis und harte Drogen verknüpft, führt das nur dazu, dass Cannabis nie legalisiert wird.
      73 1 Melden
    • Dominik Treier (1) 02.08.2017 14:09
      Highlight Völlig dafür... Mit dem bisherigen Verbot aller Drogen hilft man niemandem, sondern kriminalisiert Suchtkranke (Ja es ist eine Krankheit wie Grippe) und schmiert indirekt Dealerbanden und die Mafia. Lieber den Drogenkonsum durch kontrolle sicherer machen und mit den darauf entfallenden Steuereinnahmen die Prävention finanzieren. Harte Drogen dann zum Beispiel nur aus der Apotheke wo man über Wirkung und Dosis informiert wird und der Stoff rein und kontrolliert abgegeben werden kann.
      33 5 Melden
    • bokl 02.08.2017 18:03
      Highlight Es ist eben nicht wie Grippe. Grippe ist heilbar oder klingt wieder von selbst ab. Suchtkranke sind zu 95% nicht therapierbar. Aber sie können lernen, die Sucht unter Kontrolle zu bringen.

      Kontrollierte Abgabe ok, völlige Freigabe nein. Zumindest bei harten Drogen.

      Bei weichen Drogen, inkl. Alk und Tabak von mir aus unkontrolliert, wobei auch da es die Wenigsten im Griff.
      5 6 Melden
    • meine senf 02.08.2017 19:03
      Highlight Die Frage ist,wenn sie legal sind,werden sie dann von mehr Leuten konsumiert od. nicht? Falls ja,wiegt das evtl verminderte Schäden durch verdrecktem Stoff etc auf?

      Auch können die Stoffe recht unterschiedlich sein. Heroin z.B. macht extrem abhängig,schadet bei sauberem Stoff & Dosierung kaum. Bei Crack od. Crystal ist das wohl eher nicht der Fall

      Eben darum sollte man es nicht vermischen

      Wenn's nach mir ginge:
      Cannabis: analog Tabak und Alkohol
      LSD,MDMA und ähnliches:Apothekenpflicht
      Heroin:nur für schon Abhängige
      Crack,Crystal etc:Ziel Entzug od.Wechsel auf vergleichswiese verträglicheres
      9 2 Melden
    • demokrit 02.08.2017 20:51
      Highlight "Die Frage ist,wenn sie legal sind,werden sie dann von mehr Leuten konsumiert od. nicht?"

      Das ist letztlich die einzige entscheidende Frage. Plus, was damit bei der Strafverfolgung und durch Steuereinnahmen für die Prävention und Therapie frei wird. Nur so kann der Drogenkrieg in Mexiko beendet werden.
      6 2 Melden
  • Tepesch 02.08.2017 12:39
    Highlight Auch die Beteiber von privaten Gefängnissen werden ein Interesse daran haben, dass ein solches Gesetzt nicht zu stande kommt. Schliesslich sind "Kriminelle" deren Einkommensquelle.
    67 5 Melden
    • AdiB 02.08.2017 13:09
      Highlight Private gefängnisse sollte es gar nicht geben. Das finde ich sehr suspekt und gibt mir das gefühl das die regierung kriminalität fördert zu gunsten der oberen schicht die solche gefängnisse aufstellt.
      67 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.08.2017 12:00
    Highlight Seit es verboten wurde, war klar, dass es legalisiert wird, sobald Geldnot herrscht. Et voilà!

    Steuern aus Cannabisprodukten können rückläufige Tabaksteuern ergänzen. Behörden können frei werdende Ressourcen (Zeit, Geld, Personal) für wirklich wichtige Dinge einsetzen, anstatt harmlose Kiffer zu stressen.

    Mein im letzten Jahrhundert verstorbener Opa - sonst Nichtrauchter - qualmte jeden Abig einen Joint Marke Eigenanbau. Er war völlig verblüfft, als ich ihm sagte, dass das eine verbotene Droge ist.

    Die Schweiz ist zu reich. Drum dauerts hier noch biz länger zur Legalisierung.
    57 2 Melden
    • Makatitom 02.08.2017 13:34
      Highlight Es ist aber auch ein Interessenkonflikt. Die Geissbühler, als Polizistin, will nicht, dass ihre Kollegen plötzlich richtige Polizeiarbeit machen müssen und am Paradeplatz und der Zürcher Goldküste ermitteln. Sie will auch nicht, dass plötzlich Einnahmequellen der Sponsoren ihrer Partei versiegen. Und ein grosser Teil der restlichen Schweizer Volumen Prozente hat Angst um ihren Alkohol
      38 5 Melden
  • Maria B. 02.08.2017 11:39
    Highlight Grotesk ist eigentlich daran, dass ausgerechnet die USA, die mit ihrem unsäglichen Harry J. Anslinger das C-Verbot der ganzen freien Welt aufs Auge drückten, nun auch bei den Ersten sind, es wieder aufzuheben und in Colorado bereits eine sehr gewinnträchtige Industrie aus dem Boden zu stampfen. Idiot Anslinger behauptete damals, dass C. zu Mord, schwersten Verbrechen und Geisteskrankheit führe.

    Würde man hierzulande nun endlich auch die letzten SVPler für die überfällige Legalisierung gewinnen, dann wäre das mit den anderen Parteien problemlos zu machen, vielleicht gar die AHV zu finanzieren!
    63 3 Melden
    • AdiB 02.08.2017 13:11
      Highlight Es sind leider nicht nur svpler. Auch im mitte und linkem langer gibts weinbauer die gegen das gesetz sinf. Da der kiffer weniger alkohol konsumiert ist es schlecht für jeden der alkoholische getränke produziert.
      36 7 Melden
    • Makatitom 02.08.2017 13:38
      Highlight 1stens: es freut mich ungemein, dass ich dir, Maria B., auch mal ein Herzchen geben kann. 2tens: Die Alkoholproduzenten sind im linken lager eine verschwindend kleine Minderheit und der Mittte muss man nur mit Kohle winken, die sie dann weider nach oben umverteilen kann, und schon sind die einverstanden
      28 4 Melden
    • Maria B. 02.08.2017 18:13
      Highlight AdiB :

      Doch, doch - es ist schon primär die SVP, welche die Legalisierung massiv blockiert!
      Föhn, Bortolizzi, Geissbühler heisst die unheilige Allianz, während die anderen bürgerlichen Parteien zwar gespalten, die Mehrheit jedoch auch dort eher dafür ist...

      Makatitom :

      Es geschehen eben doch noch Zeichen und Wunder, gell..

      Du siehst, dass es auch nationalkonservativ Angehauchte gibt, denen etwas coolness ungeachtet dessen nicht völlig fremd ist ;-)!

      Diese starre Haltung der SVP nervt mich seit Jahren und ist ein Grund mit, weshalb ich u.a. einen nahegelegten Beitritt immer abgelehnt habe.
      10 2 Melden
  • L1am 02.08.2017 11:31
    Highlight Damit ich das richtig verstehe:

    Sie haben in den USA Probleme mit überfüllten Gefängnissen und hohe Kosten für die Strafverfolgung. Zudem werden Schwarze vier bis acht mal häufiger festgenommen als Weisse. Und die Lösung des Problems ist es, Cannabis zu legalisieren?

    Mit anderen Worten: Wenn wir die Probleme nicht in den Griff bekommen, lassen wir einfach den Verursacher verschwinden.

    So aus Interesse: Ändert eine Legalisierung die Quote der Festnahmen und Kontrollen von Schwarzen und Weissen?

    Finde die Legalisierung eine spannende Diskussion und es gibt sicherlich gute Gründe, aber diese?
    9 55 Melden
    • Sandro Lightwood 02.08.2017 13:13
      Highlight Oder man will sich einfach auf zentralere Themen konzentrieren.
      26 1 Melden
    • AdiB 02.08.2017 13:16
      Highlight Ist im artikel erklärt. Da über 50% der insassen wegen grass sitzen und das sind oft kleine mengen wie ein joint oder ein par grämmchen. Also wegen dinge die in der schweiz als bagateldelikte gehandhabt werden, beziehungsweise eine 100 fr. Busse geben.
      38 1 Melden
    • Makatitom 02.08.2017 13:40
      Highlight Die Gefängnisse in den USA müssen überfüllt sein, da diese privat (und sehr häufig auch primitiv) geführt werden.
      18 2 Melden
    • L1am 02.08.2017 14:33
      Highlight @Sandro auf zentralere Themen konzentrieren hilft zwar vielleicht dort, die Kernprobleme (Black vs White) lösen sie aber nicht.

      @AdiB gut dann haben wir weniger Gefangene (was die Privatgefängnisse sicherlich nicht freut). Doch haben wir jetzt auch das Problem wegen den Rassen gelöst? Und was ist in 10 Jahren wenn die Gefängnisse wieder voll sind und die Polizei zu teuer? Wieder das Hauptdelikt nehmen und legalisieren?

      Ich sage nichts gegen die Legalisierung von Cannabis allgemein, nur über die aufgeführten Gründe.
      2 7 Melden
    • Sandro Lightwood 02.08.2017 15:52
      Highlight @L1am: all die Energie für ein paar Kiffer aufwenden löst dann die Probleme? Offensichtlich nicht.
      2 2 Melden
    • L1am 02.08.2017 16:33
      Highlight Nein aber zu legalisieren ist auch keine Lösung für dieses Problem... Bekämpfung der Symptome vs. Lösen des Problems.
      1 7 Melden
    • Sandro Lightwood 02.08.2017 16:57
      Highlight Dann aber bitte Konsequent und die Prohibition wieder einführen.

      Nein im ernst: die Amis stellen sich doch hier zu recht die Frage, was sind wirklich die Problem und wo soll die Exekutive und Judikative eingreiffen und ihre (endlichen) Ressourcen einsetzen. Von dem her doch eigentlich ziemlich Lösungsorientiert. Bei ganzheitlicher Betrachtung.
      4 1 Melden

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