International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Macht sich Sorgen um die amerikanische Demokratie: Der ehemalige US-Aussenminister Rex Tillerson.  Bild: AP/AP

Rex Tillerson hat gerade Donald Trump getrollt 

17.05.18, 16:20 17.05.18, 16:54

Rund ein Jahr lang war Rex Tillerson Aussenminister der Vereinigten Staaten. Seine Amtszeit verlief holprig, die Beziehung zu Donald Trump war nicht die beste. 

Vergangenen Herbst soll Tillerson den Präsidenten sogar als «Trottel» bezeichnet haben. Er stritt nie ab, das Wort «moron» verwendet zu haben. 

Am 13. März folgte die Kündigung – per Twitter

Trump hatte mit Tillerson auf verschiedenen Ebenen das Heu nicht auf der gleichen Bühne. So hatten sie verschiedene Ansichten zum Welthandel, der NATO und nicht zuletzt zum Iran-Deal.

Mit dem ehemaligen CIA-Direktor Mike Pompeo hat Trump einen Aussenminister ernannt, der ihn in seiner harten Linie gegen Teheran stützt. Vergangene Woche kündigte das Weisse Haus das Atomabkommen denn auch wieder auf. 

Am 22. März gab Tillerson aufgrund seiner Demission eine letzte Pressekonferenz. Der ehemalige «ExxonMobil»-CEO wirkte emotional und meinte, Washington D.C. könne eine sehr «gemeine Stadt» sein. Donald Trump attackierte er nicht direkt.

Gestern wurde der geschasste Aussenminister deutlicher. Bei einer Ansprache vor dem Militärinstitut in Virginia äusserte er Sorgen über den Zustand der amerikanischen Demokratie. Er beobachte «eine wachsende Krise in Ethik und Integrität», so Tillerson. 

Die Kritik des 66-Jährigen richtete sich direkt ans Weisse Haus:

«Wenn unsere Führer versuchen, die Wahrheit zu verbergen, oder wenn wir als Menschen alternative Realitäten akzeptieren, die nicht mehr auf Tatsachen beruhen, dann sind wir als amerikanische Bürger auf dem Weg, unsere Freiheit aufzugeben.»

Rex Tillerson

Tillerson erwähnte Trump in der gestrigen Rede mit keinem Wort, dennoch wird der Begriff «alternative Realitäten» unweigerlich mit der aktuellen Administration im Weissen Haus in Verbindung gebracht. Zum ersten Mal von «alternative facts» sprach Trump-Beraterin Kellyane Conway, nachdem der damalige Sprecher Sean Spicer falsche Zahlen zur Inauguration des Präsidenten präsentierte. 

Wie aktuell das Thema der «alternativen Realitäten» im Alltag rund um das Oval Office ist, zeigt ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Washington Post. Demnach ist Donald Trump in seiner Amtszeit bereits bei 3000 Falschaussagen und Lügen angelangt. (cma)

Und nun: 63 bitterböse Trump-Cover

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Entsteht in Italien das Modell eines modernen Faschismus?

Diese 15 Orte darfst du nicht besuchen. Und das ist besser so für dich

Ein schamloser Kuhhandel: Der AHV-Steuer-Deal ist eine schlaue und heikle Idee

11 Gründe, weshalb du den Sommer in der Schweiz verbringen solltest

präsentiert von

Züri-Hools gingen nach Basel zum Prügeln – das hätten sie besser sein lassen

Fact oder Fake? Experte hält Rätsel um MH370-Verschwinden für gelöst

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen

Unterschiedliche politische Ansichten

Video: srf/SDA SRF

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
17
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Micha Moser 17.05.2018 20:57
    Highlight Trump trollt die ganze Welt.
    13 1 Melden
  • Bombenjunge 17.05.2018 20:47
    Highlight Eigentlich müsste sich Watson langsam einen Namenswechsel überlegen.

    Trumpson würde passen bei einem gefühlten Trump Artikel Anteil von 50% ;)

    Tillerson bringt sicher auch bald ein Buch raus, wetten? ;)
    10 31 Melden
    • Sauäschnörrli 17.05.2018 22:35
      Highlight Nur weil du gefühlt nur die Trumpartikel liest und kommentierst, haben sie auf watson noch keine 50% erreicht.
      7 1 Melden
    • Bombenjunge 18.05.2018 07:57
      Highlight Aber bald 😉
      1 5 Melden
  • banda69 17.05.2018 18:26
    Highlight "Demnach ist Donald Trump in seiner Amtszeit bereits bei 3000 Falschaussagen und Lügen angelangt."

    Und die Trump-Groupies von SVP haben sich immer noch nicht von ihrem Idol distanziert.
    28 6 Melden
  • Therealmonti 17.05.2018 17:14
    Highlight Bisschen gar spät, dass Tillerson endlich Klartext spricht. Als Aussenminister hat er sich vornehm zurück gehalten. Wobei er den Namen seines Ex-Chefs im Weissen Haus weiterhin nicht in den Mund nimmt. Schwach!
    46 14 Melden
    • Saraina 17.05.2018 19:07
      Highlight Diplomatisch und gediegen. Pöbler gibt's ja schon genug.
      16 2 Melden
  • DerSimu 17.05.2018 17:00
    Highlight Finde ich die Lage in den USA gut? Nein. Rege ich mich darüber auf? Nein, ganz ehrlich, die haben es verdient. Sienhaben diesen Trottel gewählt, und stehen noch immer hinter ihm. Ich freue mich auf den Fall der USA, wenn die Leute endloch begreifen, dass sie gewaltig ajf die Nase geflogen sind. Leider leiden auch unbeteiligte unter Trump. Hoffen wir, dass es nicht mehr lange dauert.
    35 37 Melden
    • Quacksalber 17.05.2018 17:55
      Highlight Leider betrachtet die US Regierung Europa als ihre Kolonie. Deshalb sind wir sehr wohl betroffen wenn dort ein fieser Lügner regiert.
      26 0 Melden
    • Mikee 17.05.2018 18:19
      Highlight Würde ich so nicht sagen.

      Wenn das Wahlsystem nicht so kacke wäre hätte er wohl nicht gewonnen, ob die andere besser gewesen wäre kann man nicht sagen...

      Ob die Leute noch hinter ihm stehen weiss man auch nicht wirklich. Statistiken vertraue ich nicht und in den Medien hört man nur von dehnen was die gerade am lautesten schreien. Gefühlsmässig steht das gro nicht hinter ihm.


      Mir tun die Menschen eher leid. Einige der Entscheide wird man erst Jahre später zu spüren bekommen eventuell wenn schon ein neuer Präsident am Ruder sitzt und wird ihm dann die Schuld für das versagen zuschanzen.

      8 1 Melden
    • Bombenjunge 17.05.2018 18:37
      Highlight Die Lage? Die Rekord tiefe Arbeitslosenquote, die Unmengen Steuersubstrat die in die USA Zurückfliessen? Die gute Wirtschaftslage im Allgemeinen und die Liste wäre noch lang.
      Ja die Amis werden merken langsam wie gut Trump zu ihnen schaut und konkrete Ergebnisse liefert.
      4 36 Melden
    • Gigle 17.05.2018 18:55
      Highlight In deiner Welt möcht ich leben, ach wie einfach da die Dinge noch sind.
      28 2 Melden
    • Troxi 17.05.2018 22:55
      Highlight Bombenjunge die Wirtschaft ist etwas vom schlechtesten was man als Referenz nehmen kann für Trumps Leistungsausweis. Denn die Wirtschaft reagiert sehr verzögert und Kündigungsfristen und andere Dinge verzögern eine weitere Reaktion auf Konjunkturschwankungen etc. Das meiste kann man Obama zuschanzen, da die Wirtschaftslage noch „seine Arbeit“ ist. Bezüglich Steuern kann man erst in frühstens 5 Jahren ein Fazit ziehen ob das Steuersustrat auch wirklich zurück kam. Bei Kanton Luzern wurde es ja ein Desaster, wie auch in Kansas.
      5 0 Melden
    • Astrogator 18.05.2018 08:00
      Highlight @Bombenjunge: du lobst gerade die Politik von Obama.

      Und was nützt der Zufluss von Steuersubstrat wenn es nicht mehr besteuert wird?
      5 0 Melden
    • Bombenjunge 18.05.2018 08:22
      Highlight Astrogator: Aha. Und in, sagen wir mal, 3 Jahren ist's dann immer noch Obama gell 😉
      Ist schon klar dass Obama zumindest nichts kaputt gemacht hat aber alles Gute immer (noch) ihm zuzuschreiben ist etwas einfach. Sobald dann der erste kleine Bump in the Road erscheint ist's dann selbstverständlich Trumps Fehler.
      2 4 Melden
    • DerSimu 18.05.2018 09:27
      Highlight @bomberjunge

      Da du so heil trumo bist. Sag uns doch mal, was obama so schlecht gemacht hat? War es obamacare? Die arbeitalosenquote, die er gesenkt hat oder die sozialw gerechtigkeit, die er erhöht hat? Ich bin kein fan der politischen linken, aber noch weniger von trump.
      4 0 Melden
    • Astrogator 18.05.2018 09:30
      Highlight @Bombenjunge: Nein in drei Jahren sehen wir das Ergebnis von Trump.
      Mit ein wenig nachdenken könnte man selbst drauf kommen und müsste nicht fragen...

      Eine Wirtschaft reagiert immer verzögert....
      5 0 Melden

Chaos-Präsident Trump wirft Dynamit ins nahöstliche Feuer

US-Präsident Donald Trump bricht den Atomvertrag mit Iran und macht eine unruhige Welt noch instabiler. Gefordert sind die Europäer. Sie müssen sich endlich von Uncle Sam emanzipieren.

Im Amerika des Donald J. Trump gibt es eine Konstante: Immer wenn man glaubt, ein Tiefpunkt sei erreicht, kommt es garantiert noch schlimmer. So feiert derzeit eine besonders gruselige Gestalt aus der Vergangenheit ein Comeback auf der politischen Bühne: Die Waffenlobby NRA hat Oliver «Ollie» North zu ihrem neuen Präsidenten ernannt.

Was hat das mit der Kündigung des Atomabkommens mit Iran zu tun?

Der 74-jährige Ex-Offizier des Marine Corps war die Schlüsselfigur in einem der grössten …

Artikel lesen