International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05465090 (FILE) A file photo dated 21 July 2016 showing US Republican nominee for President Donald Trump delivering remarks in the Quicken Loans Arena on the final day of the 2016 Republican National Convention in Cleveland, Ohio, USA. Trump delivered an economic speech at the Detroit Economic Club in Detroit, USA, on 08 August 2016, outlining his plans to stimulate the current low economic growth in USA. Trump said if elected president, he would lower income and corporate tax rates and cut regulation.  EPA/SHAWN THEW

Fordert «Amerikanisierung statt Globalisierung»: Donald Trump. Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Trump kündigt «Steuer-Revolution» an und will die Wirtschaft «amerikanisieren»



Durch Steuersenkungen und Deregulierung will der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump die Wirtschaft seines Landes voranbringen. Trump kündigte am Montag in Detroit «die grösste Steuer-Revolution» seit Ronald Reagan in den 1980er Jahren an.

Die Unternehmenssteuer solle von derzeit 35 auf 15 Prozent gesenkt, die Einkommensteuer quer durch alle Einkommensgruppen reduziert werden. Davon werde besonders die Mittelschicht profitieren, sagte Trump.

«Amerikanisierung, nicht Globalisierung, wird unser neues Credo sein»

Donald Trump

Er kündigte unter anderem eine drastische Vereinfachung des Einkommensteuersystems an. Es solle nur noch drei Sätze in Höhe von 12, 25 und 33 Prozent geben. Viele Arbeitnehmer würden nach seinem Plan gar keine Einkommensteuer zahlen.

Amerikanisierung statt Globalisierung

Der Republikaner kündigte an, dass er nach seinem Amtsantritt ein Moratorium für alle neuen Regulierungen für die US-Wirtschaft verhängen werde. Er werde sich sodann daran machen, nach einer Prüfung alle überflüssigen Regulierungen rasch abzuschaffen. «Amerikanisierung, nicht Globalisierung, wird unser neues Credo sein», wird Trump zitiert.

Die Bildstrecke: Sie sind prominent und unterstützen Trump

Er werde Geld in den Bau und die Erneuerung von Strassen, Brücken, Flughäfen und Häfen investieren, sagte Trump. Die dafür notwendigen Mittel sollten unter anderen freigesetzt werden, indem die Verbündeten der USA einen grösseren Anteil an den Kosten für Sicherheit und Verteidigung übernähmen.

Mit der Präsentation eines umfassenden Plans für die Reform der US-Wirtschaft versuchte der Präsidentschaftskandidat der Republikaner, seine zuletzt schwer ins Straucheln geratene Kampagne auf Kurs zu bringen.

Auch Clinton kriegt ihr Fett weg

Der rechtspopulistische Immobilienmilliardär hatte sich in den vergangenen Woche mit einer Serie von Fehltritten selbst beschädigt. So hatte Trump unter anderem mit seiner Aufforderung an Russland zum Cyber-Angriff auf Clinton sowie durch seinen Schlagabtausch mit den muslimischen Eltern eines im Irak gefallenen US-Soldaten für Entrüstung gesorgt.

Demonstrators hold signs while Republican presidential candidate Donald Trump delivered an economic policy speech to the Detroit Economic Club in Detroit, Monday, Aug. 8, 2016. (AP Photo/Paul Sancya)

«Trump loves 3 Things»: (Ritueller) Protest gegen Trump anlässlich seiner Rede. Bild: Paul Sancya/AP/KEYSTONE

Zudem verweigerte er den Parteigrössen Paul Ryan, Vorsitzender des Repräsentantenhauses, und Senator John McCain, den Beistand in deren Wahlkämpfen zum Wiedereinzug in den Kongress, bevor er sich dann letztlich doch dazu entschloss, diese beiden innerparteilichen Kritiker zu unterstützen.

In seiner Rede in Detroit, dem Zentrum der US-Automobilindustrie, konzentrierte sich Trump neben seinen Plänen für die Wirtschaft auf Attacken gegen Clinton. «Sie ist die Kandidatin der Vergangenheit. Wir sind die, die für die Zukunft stehen», sagte er.

«Sie ist die Kandidatin der Vergangenheit. Wir sind die, die für die Zukunft stehen»

Donald Trump über Hillary Clinton

Der Immobilienmilliardär warf der Demokratin vor, für eine verfehlte Wirtschaftspolitik zu stehen, wie sie in ihrer Amtszeit als Vertreterin des Bundesstaates New York im US-Senat gezeigt habe. Trump hat bereits mehrmals ein düsteres Bild der US-Wirtschaft gezeichnet, was allerdings vielen Konjunkturindikatoren widerspricht. (tat/sda/afp/reu/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Malu 81 10.08.2016 07:48
    Highlight Highlight Schaut man die Infrastruktur in den Staaten an,
    sieht es nicht anders aus als in Nairobi, Mombasa, Johannesburg oder Kapstadt. Eine
    Infrastruktur die noch ausgebaut werden kann
    und muss. Zudem braucht der Unterhalt und
    die Reparaturen aller Strassen und Brücken,
    der Gebäude, Unis, Spitäler, Flughafen, Seehäfen, Army und Gebäude, Waffen, Fahrzeuge, Flugzeuge, Treibstoff, Saläre aller
    Staatsbediensteten, Fürsorge, usw, usw.
    Nun sollen die Staatseinnahmen drastisch gesenkt werden. Das ganze System würde noch mehr verrotten als bisher.
  • Zarzis 09.08.2016 12:58
    Highlight Highlight Oh, ja, endlich ein Vernüftiger, der es sieht.
    Die Steuersenkungen von G.W. Bush, waren ja viel zu wenig. Das konnte nicht Funktionieren. Nee, nochmals drastisch nach unten. Nur so gibt es mehr Investizionen, Arbeitsplätze und vor allem, die Staatsschulden werden in 1-2 jahren weg sein. (Aussage Trump).

    Genial, warum hat das noch keiner vorher gemacht?
    Am besten die Steuern gleich Abschaffen, dann ist der Staat in 1-2 Monaten Saniert! Man es wäre doch so einfach!

    Ironie aus!!

    Diese Steueridee ist für mich ein Zeichen von Panik!
    Will wohl so die Unfragewerte Verbessern!
  • Scaros_2 09.08.2016 08:20
    Highlight Highlight Versteh ich das richtig?

    Alle sollen durchs Band weniger zahlen
    Das Ausland soll mehr den USA zahlen für sicherheit

    Er selbst will gigantische Investitionen tätigen und alles amerikanisieren, will heissen weg vom billigen Chinazeug hin zu teurerem USA zeug

    Wie soll das aufgehen?
  • Malu 81 09.08.2016 01:26
    Highlight Highlight Ob Milliardär oder nicht, seine Aussagen und
    wie er was verändern will, zeigen schon ein
    kindliches Finanz verstehen. Er kann damit vielleicht ein paar Amis anlügen, aber es gibt hoffentlich genügend Realisten unter ihnen,
    die diese Ammenmärchen nicht ernst nehmen.
    Trump ist gar nicht so erfolgreich wie er es vorgibt. Er hat durch seine schlauen Strategien
    schon mindestens drei Pleiten hingelegt. Trump und die Banken haben im Moment noch
    Geld.
  • exeswiss 09.08.2016 01:13
    Highlight Highlight "indem die Verbündeten der USA einen grösseren Anteil an den Kosten für Sicherheit und Verteidigung übernähmen." what?
  • Chrigi-B 08.08.2016 22:25
    Highlight Highlight Trump und Milliardär? Hmm, glaub ich erst wenn er seine Steuerklärungen veröffentlicht.
    • walsi 08.08.2016 23:08
      Highlight Highlight Das Trump Milliardär ist zweifelt niemand wirklich an. Die Frage ist ob es 4.5 Mia. oder nur 1.5 Mia. sind. Das ist aber wirklich nur ein Nebenschauplatz.
    • Randy Orton 09.08.2016 01:04
      Highlight Highlight Walsidas stimmt nicht, es gibt Schätzungen, laut denen Trump "nur" knapp 300 Millionen besitzt. Das würde natürlich seinem Image als erfolgreicher Geschäftsmann enorm Schaden.
  • Hayek1902 08.08.2016 22:25
    Highlight Highlight Eine Vereinfachungen des Steuersystems wäre definitiv etwas sehr sinnvolles, egal wie hoch die sind. Das US System ist extrem kompliziert, ohne Steuerberater kaum zu bewältigen.

Warum erscheint Trump, wenn ich «Idiot» suche? Google-CEO erklärt Algorithmus im Kongress

Die Situation ist bekannt: Ein Verantwortlicher einer grossen Tech-Firma sitzt inmitten des US-Kongresses auf einem Stühlchen und muss die Fragen der Abgeordneten über sich ergehend lassen, die – gelinde gesagt – nicht gerade Digital Natives sind.  

Diesmal war es nicht Mark Zuckerberg, der da «gegrillt» wurde, sondern Sundar Pichai, CEO von Google. In der Anhörung ging es um Gerüchte, Google plane eine Suchmaschine für den chinesischen Markt, und allgemein um die Datensammlung des …

Artikel lesen
Link to Article