International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President Donald Trump announces that the U.S. will withdraw from the Paris climate change accord, Thursday, June 1, 2017, in the Rose Garden of the White House in Washington. (AP Photo/Susan Walsh)

Er kann zwar das Klima-Abkommen kündigen – aber nicht den Klimawandel: Donald Trump. Bild: Susan Walsh/AP/KEYSTONE

Trump sagt: «Paris, you're fired» – doch die Welt ist leider keine Realityshow



Nun ist es raus. Die USA verlassen das Pariser Klima-Abkommen. Dies gab US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bekannt. Er habe diesen Entscheid getroffen aus Rücksicht auf die US-Wirtschaft, so Trump. 

Weltweit herrscht Empörung. Deutschland, Frankreich und Italien erteilten einer von den USA geforderten Neuverhandlung des Pariser Klimaabkommens eine Absage. «Wir betrachten die im Dezember 2015 in Paris erzeugte Dynamik als unumkehrbar», teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron und der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni am Donnerstagabend in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Grüne Lichter im schwarzen Nachthimmel

Selbst im eigenen Land stösst Trump auf viele Gegner. Derzeit wird der schwarze Nachthimmel über Amerika von zahlreichen grünen Lichtern erleuchtet. Als Zeichen für die Unterstützung des Pariser Klima-Abkommens. 

Nebst Angela Merkel äusserte sich auch Martin Schulz, Kanzlerkandidat für die deutschen Bundestagswahlen 2017, mit klaren Worten auf Twitter. Mr. Trump könne sich nicht vor der Realität verstecken. Der Klimawandel könne nicht einfach verleugnet werden. 

Eine klare Forderung kommt aus Frankreich. Der frisch gewählte Präsident Emmauel Macron twittert:

«Es ist nicht überraschend, dennoch ist es bitter» – kommentiert WDR-Journalistin Tina Hassel zu Trumps Entscheidung. Und fügt hinzu: Die Welt ist leider keine Realityshow, es gibt keinen Planeten B. 

Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard bedauert den Entscheid von US-Präsident Donald Trump, aus dem Pariser Klima-Abkommen auszusteigen. Die USA hätten als zweitgrösster Treibhausgas-Emittent eine «globale Verantwortung».

Wo viel Kritik ausgeübt wird, lassen die Karikaturen nicht lange auf sich warten – Spott und Hohn sowieso nicht. Der Nachrichtendienst Twitter explodiert beinahe mit kritischen Äusserungen, Memes und Schlagzeilen. Folgend ein «Best Of»: 

Eine Anlehnung an die Bibel

Steht den USA das Wasser bis zum Hals?

(ohe)

Abonniere unseren Newsletter

73
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • stamm 03.06.2017 00:07
    Highlight Highlight Yeah! Boykottiert doch die USA! Aber was passiert, wenn sich in ein paar Jahren herausstellt, dass wir das Klima wirklich nicht beeinflussen können?

    Mit dem grossen Strom mitzuschwimmen und diesen zu bezahlen, ist immer die einfachste Methode.

    Wodurch entstand die Eiszeit? Kann mir das jemand erklären? Alle scheinen zu wissen, dass wir Schuld am Klimawandel sind, aber keiner weiss, warum es die Eiszeit gab....



    Macht was ihr wollt, aber ich schere mich ebenfalls einen Dreck um den Klimawandel.
  • pedrinho 02.06.2017 22:54
    Highlight Highlight Wer wuerde denn erwarten bzw fordern, dass auch ohne gesetze und strafandrohung die gewaltigen in wirtschaft und industrie ihrer verantwortung gegenueber der (welt)bevoelkerung wahrnehmen. Zeigt doch erst mal mir dem finger auf jene welche nichts tun, bzw. jene welche sich um einen dreck um schutz der umwelt kuemmern. Yuup, viel einfacher einen trump zu haben
    dem schuld nun zugeschoben werden kann.
  • HAL9000 02.06.2017 15:28
    Highlight Highlight .
    User Image
  • Lowend 02.06.2017 11:24
    Highlight Highlight Das ganze Forum gleicht wieder mal einer grossen Trollfütterung.

    Die ganzen "nach mir die Sintflut" Kommentare zeigen aber auch, dass die Alternativfaktischen inzwischen die Diskussion derart bestimmen, dass man als gebildeter Mensch Facepalmabdrücke im Gesicht kriegt.

    Da gehe ich lieber raus und gewöhne mich schon mal an die höher werdenden Temperaturen.
    • Herbert Anneler 02.06.2017 11:53
      Highlight Highlight Am besten machst du ein Überlebenstraining in der Sahara!
    • Lowend 02.06.2017 15:35
      Highlight Highlight Stippsli ist ja ein ganz Romantischer!

      Da kommen mir gleich die Toten Hosen mit ihrem wunderbaren Zeile "... und zwischen Störkraft und den Onkels steht ne Kuschelrock LP..." in den Sinn.

      Den Refrain kennst du ja und sogar der passt hervorragend!
  • mbr72 02.06.2017 10:32
    Highlight Highlight Hahahaha... selten so gelacht, hey Drumpf: du und dein Verräter- und Lügenkabinett ist gefeuert, lange bevor das überhaupt in Kraft treten könnte!!
  • Herbert Anneler 02.06.2017 10:18
    Highlight Highlight Nun trifft Trumps Politik uns auch direkt: Der weltweite Klimawandel hat gravierende Auswirkungen auch auf das Klima in CH: Wer will bei uns noch Ferien machen, wenn der Schnee von unseren Berggipfeln verschwunden ist und die Gletscher weg? Mehr Dürreperioden im Sommer, mehr Überschwemmungen im Winter. Ich denke, jetzt ist es auch für eingefleischte Trump-Fans höchste Zeit, sich gegen die Selbstzerstörung zu wehren.
    • dmark 02.06.2017 15:12
      Highlight Highlight Äh, ich liebe die Schweiz gerade im Sommer - ohne Schnee.
  • zsalizäme 02.06.2017 10:10
    Highlight Highlight Ich las mal einen Spruch...

    "Erst wenn der letzte Baum tot ist, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefischt wurde, werden wir begreifen, dass man Geld nicht essen kann."



    • Kaviar 02.06.2017 13:51
      Highlight Highlight Willst Du Geld auf Esspapier??
  • dommen 02.06.2017 09:58
    Highlight Highlight Hab hier auch noch was
    User Image
  • neutrino 02.06.2017 09:54
    Highlight Highlight Rein faktisch ist das nicht so tragisch - ein Grossteil der Staaten hält die Vorgaben des Abkommens gar nicht ein. Symbolisch ist Trumps Entscheidung aber mehr als tragisch.

    Ich finde generell die Tendenz dramatisch, dass immer mehr Staatsverträge locker nicht beachtet werden (in der EU sehr verbreitet) - und das irgendwie auch kaum jemand stört.
  • D(r)ummer 02.06.2017 09:44
    Highlight Highlight Habe ich richtig verstanden, dass er Komplett(!) raus ist?

    Ich las gestern (glaub 20min oder Bluewin), dass er nur die "nicht bindenden" komplett streicht und die bindenden im Hinterkopf behält...
  • Jimmy :D 02.06.2017 09:42
    Highlight Highlight If you think the economy is more important than the environment, try holding your breath while counting your money
    User Image
    • dmark 02.06.2017 10:15
      Highlight Highlight Für so manchen dürfte das wohl kein Problem darstellen... ;)
    • Kaviar 02.06.2017 13:53
      Highlight Highlight Unlogisch.
  • Scaros_2 02.06.2017 09:29
    Highlight Highlight Populismus by Watson

    1. bevor die USA ausfretten kann muss sie 3 Jahre das Gesetz ausüben

    2. wenn sie dann austretten wollen dauert es nochmals 1 jahr

    --> vor 2020 gehen die ned raus

    Wird trump nicht wiedergewählt kann es sein das der neue präsident alles rückgängig macht

    Hinzu kommt das etliche bundesstaaten den präsidenten ignorieren so zum beispiel californien und SOGAR pittsburg die hochburg von kohle redet von falscher hoffnung und setzt auf erneuerbare energien.

    Ergo

    Alles halb so schlimm - nur weil Trump das schlecht sieht, sieht es die USA so.
  • reconquista's creed 02.06.2017 09:19
    Highlight Highlight Hey Watson
    Bringt doch was über den Paris/Pittsburgh Teil in Trumps Rede und die Reaktion vom Bürgermeister von Pittsburgh.
    Made my day
    • boexu 02.06.2017 10:46
      Highlight Highlight voilà
      Play Icon
  • Cadinental 02.06.2017 09:17
    Highlight Highlight Alle Leute reden vom Klimawandel, wie früher vom Waldsterben und dann vom Ozonloch. Lustigerweise nehmen Flugreisen massiv zu und auch Kreuzfahrten boomen. Industrieprodukte werden mit Kontainerschiffen um den ganzen Erdball geschippert.
    Nur von den Amerikanern? Können sich die Europäer tatsächlich in ihren Taten sonnen? Da habe ich so meine Zweifel......
    • atomschlaf 02.06.2017 10:05
      Highlight Highlight Trump ist nicht so verlogen wie unsere Politiker. Man will ja nicht, dass die Leute weniger konsumieren (schlecht für die Wirtschaft), man will primär mehr Steuern abpressen!
    • Nevermind 02.06.2017 12:58
      Highlight Highlight Die Diskusion über das Waldsterben führte zur neuen Luftreinhalteverordnung und hat somit die Belastung unserer Atemluft mit Schwefel- und Stickstoffverbindungen verbessert was dann zu weniger sauren Regen und weniger Ozonbelastung führte.
      Die Diskusion über das Ozonloch führte Verbot von FCKW und voraussichtlich erholt sich die Ozonschicht bis zur Mitte des Jahrhunderts.
      Und jetzt wiederholen wir die selbe Diskusion mit den Treibhausgasen und wieder gibt es eine Bewegung die alles leugnen will und nur den kurzfristigen Profit sieht.
  • flyingdutch18 02.06.2017 09:00
    Highlight Highlight Dieser Bloomberg-Spruch des Tages passt zu Trump: "To the man who only has a hammer in the toolkit, every problem looks like a nail." (Abraham Maslow)
    • Eskimo 02.06.2017 09:23
      Highlight Highlight Nägel schlägt man nun mal mit dem Hammer ein!
  • Toerpe Zwerg 02.06.2017 08:42
    Highlight Highlight Und nun kann mir jemand aufzeigen um wieviel mehr die EU den Ausstoss von Treibhausgasen im Vergleich zu den USA reduziert haben? Na?
  • Kaviar 02.06.2017 08:35
    Highlight Highlight Trump handelt richtig.
    Es kann nicht richtig sein, für eine rein hypothetische und lediglich vermeintlich notwendige Einflussnahme des Klimas in ferner Zukunft, das Wohl der Menschen von heute zu beschädigen.
    Konkret: Was hat z. B. eine Stahlarbeiterfamilie davon, dass sie in über 100 Jahren kein wärmeres Klima hat, aber wegen künstlich erhöhter Kohlepreise die Eisenhütte bald schliessen muss, die Stahlarbeiterfamilie arbeitslos wird und am Hungertuch nagen muss?
    Anders gesagt: Es ist falsch heutigen Generationen zu schaden, um künftigen zu nützen, dazu noch nur vermeintlich zu nützen.
    • Lii 02.06.2017 09:01
      Highlight Highlight Falls jemandem der Kommentar von Kaviar zu lang war, hier gibts die Kurzfassung:
      Nach mir die Sintflut.
    • Majoras Maske 02.06.2017 09:05
      Highlight Highlight Die Stahlarbeiterjobs werden durch die Kündigung des Klimaabkommens nicht zurückkommen.
    • giandalf the grey 02.06.2017 09:06
      Highlight Highlight Schätzchen Klimawandel ist jetzt. Nicht vermeintlich und nicht in 100 Jahren. Da gibts schlicht und ergreifend einfach nichts zu diskutieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Exilsummi 02.06.2017 08:30
    Highlight Highlight Sehr lesenswerter Artikel zu dem Thema, von jemandem, der sich wirklich auskennt:
    http://www.achgut.com/artikel/trump_und_das_klima_wir_sind_dann_mal_weg
    Hat mich zum nachdenken gebracht.
    • Triumvir 02.06.2017 09:01
      Highlight Highlight Wenn man weiss, welches Gedankengut die Schreiberlinge von achgut.com vertreten, ist es klar, woher dieser Neokonservative Wind weht. Achgut.com ist quasi so etwas wie Breitbart für Deutsche Leser...

      https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Achse_des_Guten

    • atomschlaf 02.06.2017 09:03
      Highlight Highlight @Exilsummi: Danke für dein Link.
      Ein paar Worte der Vernunft im Gekreische der Trump- und Klima-Hysteriker.
  • NotWhatYouExpect 02.06.2017 08:24
    Highlight Highlight @Watson: Berichtet Ihr auch über das aktuell Stattfindende Bildenberger Treffen?

    Teilnehmer aus der Schweiz:
    André Kudelski, Verwaltungsratsvorsitzender und CEO der Kudelski Group

    Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Schweizerischen Post

    Johann N. Schneider-Ammann, Bundesrat und Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)


    http://bilderbergmeetings.org/press-release.html
    • EvilBetty 02.06.2017 09:11
      Highlight Highlight NWO! NWO! NWO!
    • LeChef 02.06.2017 09:20
      Highlight Highlight Bilderberger!

      Illuminati!

      Covfefe!!
    • D(r)ummer 02.06.2017 09:42
      Highlight Highlight Ich verstehe die Dislikes nicht...

      JSA soll gefälligst informieren was da besprochen wird.

      Vom Volk in ein hohes Amt gewählt werden und dann als Bundesratsmitglied (weswegen er sehr wahrscheinlich eingeladen wurde^^) an eine verschlossene Tagung, welche doch die eine oder andere Auswirkung haben kann.

      Finde ich sehr daneben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Xi Jinping 02.06.2017 08:15
    Highlight Highlight ich bin dafür, dass die Schweiz mit den USA auch einige Abkommen kündigt... Wirtschaftabkommen...wenn es die denn gibt...
    • Toerpe Zwerg 02.06.2017 08:32
      Highlight Highlight Spitzen Idee bei einem Haussenhandelsüberschuss von 16Mia im Jahr zugunsten der Schweiz.

      Momoll, das wird den USA so richtig weh tun!
    • atomschlaf 02.06.2017 08:33
      Highlight Highlight Ja genau, wird uns sicher gut tun, wenn wir jetzt mit den USA einen Handelskrieg starten...
    • Theor 02.06.2017 08:34
      Highlight Highlight Na klar. Und auf die 31 Miliarden die jedes Jahr dadurch erzielt werden verzichten und dadurch tausende Jobs in der Schweiz verlieren.

      Eine weltweite Reaktion in Form von Sanktionen wäre meines Erachtens zwar wirklich wünschenswert. Schliesslich sanktionieren wir diverse Länder weil es die USA immer von uns verlangt, weil die anderen Länder ihrer Ansicht nach "böse" sind.

      Aber ganz realistischer Fakt dazu ist, dass niemand die USA sanktionieren wird. Es wird mit der USA viel zu viel Geld gemacht und Geld regiert die Welt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lii 02.06.2017 08:13
    Highlight Highlight Ich glaube Merry hat dazu eigentlich schon alles gesagt, was es zu sagen gibt.
    User ImagePlay Icon

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

In dem verwitterten Backsteingebäude am Falkenplatz in Bern, etwas versteckt neben der Vitrine des Dönerstands, kann man an einer kleinen Metallplakette in eine kältere Vergangenheit eintauchen. «Mittlere Jahrestemperatur: 8 Grad. Mittlere Jährliche Niederschlagsmenge: 977 Milimeter.»

An diesem Montag im August 2018, 56 Jahre später, ist es in Bern 33 Grad warm, irgendwo im Land, zwischen Sitten und Cevio, wurde wahrscheinlich gerade wieder ein Temperaturrekord gebrochen, Regen ist nur noch eine …

Artikel lesen
Link to Article