International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05621082 (FILE) A file picture dated 19 June 2015 shows suspect Dylann Roof (C) appears via video link at a bond hearing in court in North Charleston, South Carolina, USA. On 07 November 2016 in Charleston, USA, the final phase for the selection of the jury in Roof's trial has started. Roof is indicted on 33 federal counts of hate crimes, obstruction of religion and using a firearm in a violent crime after he opened fire during a Bible study session at Emanuel African Methodist Episcopal Church in Charleston in June 2015.  EPA/GRACE BEAHM/POOL *** Local Caption *** 52015942

Der Attentäter Dylan Roof wurde nach der Tat mit Hilfe von Video-Aufnahmen als Täter identifiziert und am Tag danach festgenommen. Bild: EPA/POST AND COURIER POOL/EPA FILE

Prozess gegen rassistischen Attentäter von Charleston hat begonnen



Vor einem Bundesgericht der Vereinigten Staaten in Charleston hat am Montag der Prozess gegen den 22-jährigen Dylann Roof begonnen, der im Juni 2015 in einer afroamerikanischen Kirche um sich geschossen und neun Menschen getötet hatte.

Richter Richard Gergel unterbrach die Auswahl der zwölf Geschworenen, um zunächst auf eine Verfahrensfrage der Verteidigung einzugehen.

Roof wurde nach der Tat mit Hilfe von Video-Aufnahmen als Täter identifiziert und am Tag danach festgenommen. Er wird sich nicht nur vor dem Bundesgericht verantworten müssen, sondern ab Januar auch vor einem Gericht des Bundesstaates South Carolina. Dem Attentäter droht die Todesstrafe. Seine Verteidiger haben angekündigt, er sei bereit zu einem Schuldgeständnis, wenn ihm ein Todesurteil erspart bleibe.

Das Attentat von Charleston war der schlimmste rassistische Gewaltakt in der jüngeren Geschichte der USA. Der Attentäter hatte sich still unter die Teilnehmer einer Bibelstunde gemischt. Dann schoss er plötzlich um sich. Im Kugelhagel starben Pastor Clementa Pinckney und acht Gemeindemitglieder.

Rechtsextreme Website betrieben

Vor der Bluttat hatte der Sohn geschiedener Eltern und Schulabbrecher offenbar eine rechtsextremistische Website betrieben. In einem mutmasslich von ihm verfassten «Manifest» hiess es dort, er habe Charleston für seinen Anschlag ausgewählt, weil dies die «geschichtsträchtigste Stadt in meinem Staat ist und sie zeitweise den landesweit höchsten Anteil von Schwarzen im Vergleich zu Weissen hatte».

Roof wählte für seinen Gewaltakt einen in hohem Masse symbolträchtigen Ort. Die 1816 gegründete Emanuel African Methodist Episcopal Church ist eine der ältesten schwarzen Kirchen des Landes und steht für den langen Kampf der Afroamerikaner um ihre Rechte.

Nach einem Sklavenaufstand wurde das Gotteshaus aus Rache niedergebrannt, über Jahrzehnte konnten sich die Gemeindemitglieder nur im Verborgenen treffen. Ein Jahrhundert später war das Haus ein bedeutender Treffpunkt der schwarzen Bürgerrechtsbewegung – auch Martin Luther King predigte dort Anfang der 1960er Jahre. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Wir wollen viel zu viel: Sexbots, die was fühlen und geklonte Mammuts

Link to Article

Diese Schweizer TV-Box macht dem Streit um Replay-TV ein Ende

Link to Article

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Link to Article

5 Hashtags, die viral gingen und tatsächlich etwas verändert haben

Link to Article

Lieber Arno, ich glaube leider, es ist wirklich an der Zeit zu gehen

Link to Article

27 Witze, die jeden Nerd zum Schmunzeln bringen

Link to Article

Vormarsch der Demokraten: Es gab doch eine «Blaue Welle» bei den Midterms

Link to Article

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Marbek 08.11.2016 09:30
    Highlight Highlight Bin ich der Einzige, der die bereits im ersten Kommentar und Antworten geäusserten Gewalt- und Rachephantasien etwas verstörend findet? Todesstrafe, Vergewaltigungs-Phantasien - was kommt noch?

    Die zivilisatorische Eisdecke scheint grad etwas dünn zu sein.
    5 0 Melden
    • D(r)ummer 08.11.2016 10:33
      Highlight Highlight Ja, es ist verstörend aber auch Realität.
      Je nach Verbrechen muss man im Gefängnis krasse Dinge durchmachen (wenn die Berichte von ehemaligen Insassen stimmen).
      1 0 Melden
    • Antwoord 08.11.2016 13:13
      Highlight Highlight Die Tat an sich ist doch verstörende. Da wurde die zivilisatorische Eisdecke doch längst durchstoßen, der Tiefpunkt längst erreicht. Dass ich, ein vor bald einem halben Jahrhundert in der Schweiz geborener und wohnhafter Farbiger Schweizer, sich eventuell ein wenig mit den Opfern identifizieren kann und hier in Worten Dampf ablassen möchte ist doch irgendwo auch nachvollziehbar, nicht? In der nahen Vergangenheit wurden einige meiner Verwandten in den USA noch von solchen Leuten an Bäumen aufgehängt, da nehme ich mir nun das Recht heraus, direkt ohne Umschweife meine Meinung zu äußern.
      4 0 Melden
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 07.11.2016 21:13
    Highlight Highlight Ich hoffe in seinem Staat existiert die Todesstrafe...
    4 33 Melden
    • Oiproll 07.11.2016 21:57
      Highlight Highlight Bin gegen die todesstrafe,und mit dem Milchbubigesicht wird der in einem US-Knast ganz bestimmt sehr viele "Freunde" finden!!
      25 6 Melden
    • Antwoord 08.11.2016 02:40
      Highlight Highlight Ihn zum Tode zu verurteilen macht weder seine Opfer wieder lebendig noch die Hinterbliebenen wirklich glücklicher. In ein Hochsicherheitsgefängnis mit ihm. Mehrfach Lebenslänglich ohne Chance auf Bewährung. Dort kann er sich dann bei der Aryan Brotherhood anbiedern...als Knastbraut. Die freuen sich doch immer über Frischfleisch. Für so ein homophobes Rassistenbübchen genau das Richtige. Da kann er dann mal gucken wie sich "White Power" von hinten anfühlt...
      7 4 Melden

70'000 Hassnachrichten – Schweizer Journalist gerät ins Visier von Rechtsextremen

Am Sonntag postete der profilierte Journalist Fabian Eberhard auf Twitter ein Video von einem Aufmarsch in der polnischen Hauptstadt Warschau. Dort hatten sich am Wochenende aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der Unabhängigkeit Polens vom ungarisch-österreichischen Kaiserreich 200'000 Menschen versammelt. Zu den Rednern gehörte Polens Staatspräsident Andrzej Duda.

Als Organisatoren des Umzugs fungierte unter anderen die Gruppe «National-Radikales Lager» («Obóz Narodowo-Radykalny», …

Artikel lesen
Link to Article