International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Was in diesem Haus passiert ist, ist grauenhaft – noch grauenhafter als zuerst gedacht



This photo combo of booking mugs provided by the Solano County Sheriff's Office in Fairfield, Calif., shows Jonathan Allen and his wife, Ina Rogers. Police said Monday, May 14, 2018, they had removed 10 children from a squalid California home and charged their father, Allen, with torture and their mother, Rogers, with neglect after an investigation revealed a lengthy period of severe physical and emotional abuse. (Solano County Sheriff's Office via AP)

Mugshot der beiden Verdächtigen. Bild: AP/Solano County Sheriff's Office

In den USA gibt es erneut schwere Misshandlungsvorwürfe gegen ein Elternpaar: Zehn Kinder, die die Polizei Ende März aus einem völlig verwahrlosten Haus in Kalifornien geholt hatte, wurden vom Vater und dessen Frau über Jahre mit Waterboarding, Schusswaffen und heissem Wasser misshandelt.

Die Vorwürfe wurden am Mittwoch (Ortszeit) von der Staatsanwaltschaft in einem Gerichtsdokument aufgeführt, mit dem diese eine Erhöhung der Kaution für die 30-jährige Mutter beantragte. Die Kaution wurde auf 495'000 Dollar festgesetzt.

Die Kinder im Alter zwischen vier Monaten und zwölf Jahren wurden laut Staatsanwaltschaft regelmässig geschlagen, gewürgt, gebissen, mit Armbrüsten und Luftgewehren beschossen, mit Stöcken und Schlägern verprügelt, mit heissem Wasser verbrüht und dem sogenannten Waterboarding unterzogen, bei dem Ertrinken simuliert wird. «Aufgrund der regelmässigen Misshandlung haben die Kinder viele Arten von Narben, einschliesslich gebrochener Arme», erklärten die Ankläger.

Ina Rogers, left, leaves her home, Monday, May 14, 2018, in Fairfield, Calif. Authorities removed the children living at the home on March 31 and placed them in protective custody after one of them ran away. Ina Rogers faces charges of child neglect and her husband, Jonathan Allen, has been charged with torture and child abuse. Ina Rogers denied the children were mistreated. Man at right is unidentified. (AP Photo/Rich Pedroncelli)

Das Haus von innen. Bild: AP/AP

Die Mutter und ihr 29-jähriger Ehemann waren am 31. März in ihrem Haus in Fairfield nördlich von San Francisco festgenommen worden. Die Polizei hatte das Haus durchsucht, nachdem eines der Kinder als vermisst gemeldet worden war.

Misshandlungen «genau beschrieben»

In dem Haus fanden die Beamten neun weitere Kinder, die im Wohnzimmer auf dem Fussboden kauerten. Das Haus war den Angaben zufolge völlig verdreckt, überall lagen Kleider, Müll und Fäkalien herum.

Die Kinder wurden in Obhut genommen. Ihre Misshandlungen wurden erst im Laufe der Ermittlungen entdeckt. Die Kinder hätten die Misshandlungen «genau beschrieben», erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Mutter wusste demnach von den Übergriffen ihres Mannes, die demnach schon mehrere Jahre zurückliegen, «und hat bei der Misshandlung selbst mitgeholfen».

Der Mutter war zunächst nur ein geringfügiger Fall von Kindesmisshandlung zur Last gelegt worden. Nun soll sie wegen neun Anklagepunkten im Zusammenhang mit schwerer Kindesmisshandlung vor Gericht gestellt werden. Der Vater, der ebenfalls in Haft sitzt, soll wegen Kindesmisshandlung und Folter vor Gericht gestellt werden.

Weiterer grausamer Fall in Kalifornien

Der Fall weckt Erinnerungen an die Befreiung von 13 unterernährten Geschwistern, die im Januar in Kalifornien aus jahrelanger Gefangenschaft im eigenen Elternhaus befreit worden waren. Eine 17-jährige Tochter hatte sich selbst befreit und den Notruf gewählt. Einige der Geschwister im Alter zwischen zwei und 29 Jahren waren mit Vorhängeschlössern an ihre Betten gekettet worden.

Die Eltern David Allen Turpin und Louise Anna Turpin weisen alle Vorwürfe zurück und plädieren vor Gericht auf nicht schuldig. Ihnen droht wegen Folter und Kindesmisshandlung eine 94-jährige Haftstrafe. (sda/afp)

Angriff auf die KESB – Kritiker lancieren Volksinitiative

Play Icon

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Per Rohrpost auf den Friedhof – wie die Wiener ihr Leichenproblem «begraben» wollten

Link to Article

Solidarität mit «Gilets Jaunes»: Wenn Linke das Wutbürgertum «umarmen»

Link to Article

Brexit – diese unbarmherzigen Cartoons bringen das Chaos auf den Punkt

Link to Article

Vergiss Partys, Speed-Dating und Tinder: Bei Glühwein lernt man sich kennen!

Link to Article

Wie Bush senior sich den Broccoli vom Halse hielt

Link to Article

Das tun die Kantone im Kampf gegen den Terrorismus

Link to Article

Fahrplanwechsel und 7 weitere Dinge, die nur uns Schweizer ernsthaft beschäftigen

Link to Article

Ein Bild, viel zu schade fürs Archiv: So reiste die Fussball-Nati vor über 20 Jahren

Link to Article

Mit diesem einfachen Trick kannst du günstiger auf ausländischen Webseiten einkaufen

Link to Article

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Til 17.05.2018 15:14
    Highlight Highlight Ja, schaffen wir die KESB ab, dann haben wir auch bald solche Geschichten.
  • phreko 17.05.2018 14:13
    Highlight Highlight Dem USA fehlt eine Kesb!
  • Pierre Beauregard 17.05.2018 13:30
    Highlight Highlight Und warum wurde keine Behörde aufmerksam? Müssen die Kinder nicht in eine Schule/Kindergarten? Und wie zum Henker schaffen es solche Menschen unter solchen Umständen 10 Kinder zu kriegen?
    Totales Versagen des Systems und das Ergebnis sind 10 zerstörte Kinderleben!
    • Malina 17.05.2018 16:11
      Highlight Highlight Soweit ich weiss kann man seine Kinder in gewissen US Staaten zuhause lehren, sog. "Homeschooling"... immer zu einem anderen Arzt für die Schwangerschaft/Geburt, evt. Zuhause gebären... das System ist extrem fehlerhaft & es ist offensichtlich erschreckend leicht, solche Bedingugen zu schaffen.
    • Zap Brannigan 17.05.2018 19:43
      Highlight Highlight Es gibt in den USA keine Einwohnerkontrolle. Daher werden Geburten nicht wie bei uns automatisch vom Spital oder der Hebamme an das Zivistandsamt gemeldet. Es kann daher gut sein, dass die Behörden nichts von der Existenz der Kinder wussten. Wen man umzieht, muss man sich nirgends an oder Abmelden. Darum müssen sich Wählberechtigte vor den Wahlen registrieren lassen. Es gibt keine Listen für den Versand der Abstimmungsunterlagen weil es keine Einwohnerkontrolle gibt.
  • LeChef 17.05.2018 13:14
    Highlight Highlight Monster.
  • Scipia della Rovere 17.05.2018 13:13
    Highlight Highlight Ist da beim Alter der Kinder nicht ein Fehler unterlaufen? Wie können die Geschwister zwischen 2 und 29 Jahre alt sein, wenn die Eltern selbst erst 30 Jahre alt sind?
    • BloodyMary 17.05.2018 13:56
      Highlight Highlight Genau lesen. Dort wo Kinder zwischen 2 und 29 angekettet waren geht es um einen anderen Fall.
    • gaguu 17.05.2018 15:11
      Highlight Highlight da ist Dir beim Lesen ein Fehler unterlaufen...Bei den Kindern zwischen zwei und 29 handelt es sich um einen anderen Fall.
    • Burdleferin 17.05.2018 17:30
      Highlight Highlight Das ist ein anderer Fall.
  • Misel 17.05.2018 13:00
    Highlight Highlight Man kann ja sagen was man will über die USA, aber wenigstens werden Schwerverbrecher da wie solche behandelt. 94 Jahre Haft! In der Schweiz währen die wahrscheinlich bei guter Führung nach 15 Jahren wieder auf freiem Fuss ://
    • Gummibär 17.05.2018 17:46
      Highlight Highlight Anzahl Häftlinge pro 100'000 Einwohner
      USA 655
      UK 146
      Canada 114
      Schweiz 84
      Deutschland 78
      Frankreich 103
      Die abschreckende Wirkung von Haftstrafen scheint auszubleiben. Das Problem liegt anderswo !
    • fischolg 17.05.2018 19:57
      Highlight Highlight In der Schweiz würden diese vermutlich nach Gefängnisfrist ins Psychohäuschen geschickt. Allerdings leben diese Verbrecher im Gefängnis hier so gut wie ich, wenn nicht besser. Dann lieber nach Amerika schicken... Dort werden sie zumindest nicht auf unsere Kosten verwöhnt.
    • Misel 18.05.2018 09:17
      Highlight Highlight @Gummibär
      Dies stimmt nicht ganz, da die USA hald auch für minderschwere Delikte Haftstrafen ansetzt, wo Europa noch mit Geldbussen oder Verwarnungen arbeitet (Drogendelikte, Einbrüche, Diebstähle etc.)
      Deswegen bin ich trotzdem der Meinung, das Gewaltverbrechen bei uns viel zu milde bestraft werden.
  • kuwi 17.05.2018 12:58
    Highlight Highlight Ich glaube, den Kindern ist es egal, wenn diese Eltern für 100 Jahre in den Knast gehen.
  • fischolg 17.05.2018 12:06
    Highlight Highlight Habe noch nie verstanden, wie jemand so grausam zu einem abhängigen Lebewesen sein kann - Kinder, Tiere, benachteiligte Menschen... Besonders wenn diese danach für das ganze Leben dadurch geprägt sind. Solche Sachen sollte es einfach nicht geben.
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 17.05.2018 11:04
    Highlight Highlight Wie kann man dies seinen Kindern nur antun? Geht mir nicht in den Kopf. Völlig kranke ******
    • .:|Caballito de Mantequilla|:. 17.05.2018 11:48
      Highlight Highlight Wie? Ich vermute mal mit Crystalmeht und Crack und der totalen Lebensüberforderung.

      Die Zwei sehen dermassen abgefuckt aus, da wäre es ein Wunder wenn die nicht schwerst drogenabhängig sind.

Wilderer muss im Gefängnis jeden Monat mindestens einmal «Bambi» schauen

Ein Wilderer ist am Montag in den USA dazu verdonnert worden, im Gefängnis jeden Monat den Walt-Disney-Klassiker «Bambi» anzuschauen. Richter Robert George verhängte im US-Bundesstaat Missouri eine einjährige Haftstrafe gegen den Wiederholungstäter David Berry.

Er verfügte zudem, vor dem 23. Dezember müsse Berry im Gefängnis erstmals «Bambi» schauen – und dann während seiner Haftstrafe jeden Monat mindestens ein weiteres Mal.

Berry und andere Mitglieder seiner Familie sollen über einen Zeitraum …

Artikel lesen
Link to Article