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Trump feuert Aussenminister Tillerson – Nachfolger wird CIA-Direktor Pompeo



U.S. Secretary of State Rex Tillerson listens to a question during a media conference at the Presidential Villa in Abuja, Nigeria, Monday March 12, 2018. (AP Photo/Azeez Akunleyen)

Nicht mehr erwünscht: Rex Tillerson. Bild: AP/AP

US-Präsident Donald Trump ersetzt den bisherigen Aussenminister Rex Tillerson mit CIA-Chef Mike Pompeo. Das kündigte Trump überraschend am Dienstag an. Als Grund nannte der Präsident unterschiedliche politische Ansichten.

Aus dem Aussenministerium hiess es, Tillerson habe die Absicht gehabt, im Amt zu bleiben. Der personelle Wechsel erfolgt inmitten der wichtigen Vorbereitungen auf das Treffen zwischen Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un.

Trump erklärte am Dienstag, er sei mit Tillerson seit «einiger Zeit» im Gespräch über dessen Zukunft. «Wir hatten unterschiedliche Ansichten», sagte der Präsident vor Journalisten.

CIA Director Mike Pompeo listens to a question during and event on intelligence issues at the American Enterprise Institute in Washington, Tuesday, Jan. 23, 2018. (AP Photo/Susan Walsh)

Mike Pompeo. Bild: AP/AP

Als ein Beispiel nannte er das Atomabkommen mit dem Iran. Er habe aus dem Deal aussteigen oder etwas anderes damit machen wollen, Tillerson sei anderer Meinung gewesen. Der Präsident fügte hinzu, Pompeo und er hätten dagegen eine sehr ähnliche Denkweise.

Im vergangenen Jahr hatte es immer wieder Spekulationen darüber gegeben, Tillerson könnte zurücktreten oder Trump könnte ihn feuern. Der gebürtige Texaner und frühere Vorsitzende des Energieriesen ExxonMobil dementierte dies aber stets.

Neues Team vor Nordkorea-Gesprächen

Nach einem Bericht der «Washington Post» forderte Trump Tillerson am vergangenen Freitag zum Rücktritt auf. Die Zeitung schrieb, der Präsident sei der Meinung gewesen, der Schritt sei wichtig gewesen. Er habe sicherstellen wollen, dass es vor den Gesprächen mit Nordkorea ein neues Team gebe.

Im US-Aussenministerium hiess es, die Entlassung sei gegen Tillersons Willen erfolgt. «Der Minister hatte die Absicht, wegen der greifbaren Fortschritte in wichtigen Fragen der nationalen Sicherheit im Amt zu bleiben», erklärte der Staatssekretär im Aussenministerium Steve Goldstein.

Der Präsident und Tillerson hätten am Morgen nicht miteinander gesprochen, und der scheidende Minister kenne nicht die Gründe für seine Ablösung.

Tillerson hatte mehrfach Positionen vertreten, die sich von denen Trumps unterschieden, etwa was den Konflikt mit Nordkorea angeht. Der Aussenminister warb stets vehement für eine diplomatische Lösung der Krise, während Trump auch immer wieder mit militärischen Schritten drohte.

Öffentlich brüskiert

Der Präsident brüskierte seinen Minister im Herbst sogar öffentlich. Er schrieb auf Twitter, er habe Tillerson gesagt, dass dieser seine Zeit vergeude, indem er mit Nordkorea verhandeln wolle.

Im vergangenen Oktober berichtete der Sender NBC News, Tillerson habe Trump als «Schwachkopf» bezeichnet. Der Minister dementierte diese Darstellung nie direkt und wich Fragen dazu stets aus.

Am Montag schloss sich Tillerson der Schlussfolgerung der britischen Regierung an, wonach Russland für den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Doppelagenten in England verantwortlich ist. Kurz zuvor hatte das Weisse Haus es noch abgelehnt, sich dieser Lesart anzuschliessen.

Mit Pompeo setzt Trump auf einen ihm stets loyalen Mann. Der 54-Jährige gilt als stramm konservativ und liegt ganz auf Trumps harter Linie, was den Iran und Nordkorea angeht.

Erstmals eine Frau an CIA-Spitze

An die Spitze des Auslandsgeheimdiensts CIA tritt mit der bisherigen Vizedirektorin Gina Haspel erstmals eine Frau. Sowohl Pompeo als auch Haspel müssen vom Senat bestätigt werden.

Der personelle Wechsel reiht sich ein in eine Reihe von Rücktritten und Entlassungen in Trumps Administration. In der vergangenen Woche hatte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn angekündigt, er werde das Weisse Haus verlassen. (sda/dpa/afp)

Donald Trumps Personalkarussell

«Glauben Sie mir, jeder will im Weissen Haus arbeiten»

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • sherpa 14.03.2018 10:20
    Highlight Highlight Nomen est Omen. Pompeo wird wohl wie das einstiege Pompeji untergehen. Bei Trumps "Politik" aber nichts außergewöhnliches
  • Echo der Zeit 13.03.2018 19:55
    Highlight Highlight An die Spitze des Auslandsgeheimdiensts CIA tritt mit der bisherigen Vizedirektorin Gina Haspel erstmals eine Frau - Jo , eine die in Thailand ein Folterknast geführt hat .... mol hab nichts anderes erwartet an der Spitze der CIA - besonders wen Trump nominiert.
  • Fulehung1950 13.03.2018 19:05
    Highlight Highlight „He will do a fantastic job!“

    Wir werden uns daran erinnern, wenn Pompeo innerhalb der durchschnittlichen Halbertszeit von 6,5367 Monaten gefeuert wird oder zurücktritt.
  • alterecht? 13.03.2018 17:23
    Highlight Highlight Ist es ehrverletztend wenn Trump behauptet jemand habe eine ähnliche Denkweise???
    Ich wäre gekränkt😉
  • Butzdi 13.03.2018 16:57
    Highlight Highlight Trump: ‚Only the best people.‘
    36 sind schon draussen.

    Michael Flynn
    Katie Walsh
    K.T. McFarland
    Michael Dubke
    Sean Spicer
    Michael Short
    Tera Dahl
    Mark Corallo
    Reince Priebus
    Anthony Scaramucci
    Derek Harvey
    George Sifakis
    Ezra Cohen-Watnick
    Carl Icahn
    Steve Bannon
    Sebastian Gorka
    Rich Higgins
    William Bradford
    Keith Schiller
    Tom Price
    Jamie Johnson
    John Feeley
    Rick Dearborn
    Jeremy Katz
    Carl Higbie
    Dina Powell
    Omarosa Manigault Newman
    Taylor Weyeneth
    Rob Porter
    David Sorensen
    Brenda Fitzgerald
    Rachel Brand
    Hope Hicks
    Josh Raffel
    Gary Cohn
    Rex Tillerson
    • Citation Needed 14.03.2018 07:43
      Highlight Highlight Wollte ich auch schreiben.. 'I have the best people' bluffte er während des Wahlkampfes. Und nun sind sie alle nicht mehr gut genug. Ts.
  • smoking gun 13.03.2018 15:10
    Highlight Highlight Falls Sergei Skripal wirklich etwas mit dem Steele-Dossier zu tun hatte, wird das wohl einer der Gründe sein. Gut möglich, dass Skripal auspacken wollte und Tillerson Trump nicht darüber informierte. Skripal hätte eventuell Trump im Pipi-Gate entlasten können.

    Und noch was: Wie bescheuert wäre der russische Geheimdienst eine Substanz zu verwenden, die direkt auf Russland verweisst? Gut möglich, dass westliche Geheimdienste ein Interesse daran hatten, Skripal zum schweigen zu bringen. Aber eben, alles reine Spekulation ...
    • Juliet Bravo 13.03.2018 17:03
      Highlight Highlight Wieder wunderschön konstruiert.
    • Citation Needed 14.03.2018 07:50
      Highlight Highlight Wenn Du nicht erwischt werden willst, nimmst Du erst recht russisches Gift und sagst, so blöd wär ich nicht. Scheinbar haben Analysen des Stoffes die Herkunft bis in militärische Labors aufgezeigt. Es ist nicht nur russisch, es ist auch staatlich russisch. Ähnliche Argumentation auch beim Hacking des Democrats-Servers, als es Hinweise auf russische Betriebssysteme gab. Wieso soll das GEGEN Russen sprechen? 1. gibt es Dilettanten an höchster stelle (siehe Trump), 2. kann man eh erzählen, was man will.
      Zudem: vielleicht hätte Skripal Trump auch BElastet?
      ;-)
  • Richu 13.03.2018 14:49
    Highlight Highlight Gestern hat der watson Journalist Löpfe in einem Bericht geschrieben, Aussenminister Tillerson sei eine "Nullnummer". Es scheint, dass Trump die Beurteilung von Löpfe mitbekommen hat und nun Tillerson gefeuert hat!
  • Glögglifrösch 13.03.2018 14:38
    Highlight Highlight Donald Trump ... der Christian Constantin vom Weissen Haus sozusagen...
  • Bert der Geologe 13.03.2018 14:29
    Highlight Highlight bauliche Massnahme im weissen Haus vorgesehen: http://www.der-postillon.com/2018/03/weisses-haus-drehtuer.html#more
  • Hayek1902 13.03.2018 14:29
    Highlight Highlight So, wer wird das Weisse Haus als nächstes verlassen? Ich tippe auf Betsy DeVos (Bildungsministerin), weil sie zu unpopulär ist (die wichtigste Währung bei Trump).
    • phreko 13.03.2018 15:03
      Highlight Highlight Nee, die hat zuviel von was Trump fehlt: Geld!
    • Citation Needed 14.03.2018 07:51
      Highlight Highlight DeVos is loyal und stinkreich. Die hockt auf ihrem Stuhl bis sie von selbst runterfällt.
  • α Virginis 13.03.2018 14:28
    Highlight Highlight Hmm... Tillerson gefeuert? Einer der wenigen in der Entourage Trumps, der noch einigermaßen die Realität im Auge hatte, was man ihm auch immer vorwerfen mag? Er war doch sozusagen ein wichtiger Anker, welcher den wildgewordenen POTUS noch einigermassen "am Boden" hielt. Mal sehen, was dabei rauskommt. Lassen wir uns überraschen, was für ein Palladin Trumps nun folgt.
  • Yes. 13.03.2018 14:22
    Highlight Highlight „I know the best people!“
  • Micha Moser 13.03.2018 14:15
    Highlight Highlight Zufälle gibts! Hat keinesfalls was damit zutun das Tillerson gestern Russland öffentlich kritisierte..
  • Pana 13.03.2018 14:12
    Highlight Highlight Here we go again.
    User Image
  • roger.schmid 13.03.2018 14:04
    Highlight Highlight Tillerson sollte die Öl-Deals mit Russland einfädeln. Aufgrund der Sanktionen (die die Trumpbande eigentlich sofort aufheben wollte, doch das Parlament schob den Riegel) konnte dies nicht durchgeführt werden. Somit wurde Tillerson obsolet.
  • mw1 13.03.2018 14:01
    Highlight Highlight neext! 🤦🏻‍♂️
  • Mitsch 13.03.2018 13:56
    Highlight Highlight Wenn er so weitermacht beseitigt er eigenhändig die Langzeit-Arbeitslosigkeit in Amerika... ganz unter dem Motto "Wer hat noch nicht, wer will nochmals"...

    Also ich find's beruhigend, wenn man sich weiterhin wöchentlich auf so News einstellen kann... gibt dem Leben so 'was berechenbares, stabiles ;-).
    • ghawdex 13.03.2018 16:38
      Highlight Highlight Es ist aber beunruhigend das es keine Konstante gibt duch das ständige Wechselspiel.
    • c_meier 13.03.2018 17:12
      Highlight Highlight Der bisherige war soweit man hörte ziemlich bodenständig und auf diplomatischen Lösungen aus...
      Wie das beim neuen Minister aussieht wird sich weisen......

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