International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Law enforcement walk across the Delta State University campus to search for an active shooter in connection with a the shooting of history professor Ethan Schmidt in his office in Cleveland, Miss., Monday, Sept. 14, 2015. (AP Photo/Rogelio V. Solis)

Grossaufmarsch der Polizei auf dem Universitätsgelände in Cleveland.
Bild: Rogelio V. Solis/AP/KEYSTONE

US-Dozent tötet seine Freundin, fährt danach 500 Kilometer zu seiner Uni und erschiesst einen Kollegen und richtet sich auf der Flucht selbst

15.09.15, 14:25 15.09.15, 14:36


Ein Dozent im US-Bundesstaat Mississippi steht unter Verdacht, seine Partnerin und einen Kollegen getötet zu haben. Danach richtete er sich offenbar selbst. Seine Leiche wurde von der Polizei in einem Waldstück gefunden.

Wie die Polizei in der Nacht auf Dienstag mitteilte, wurde die Leiche des 45-jährigen Sozialwissenschaftlers nach den tödlichen Schüssen auf dem Gelände der Delta State University in Cleveland in einem Waldstück gefunden. Die Universität wurde für zwei Tage geschlossen, eine Feier zu ihrem 90-jährigen Bestehen abgesagt.

Nach Polizeiangaben soll der Sozialwissenschaftler zunächst seine Lebensgefährtin bei sich zu Hause im Küstenort Gautier getötet haben.

500 Kilometer weit gefahren

Dann sei er fast 500 Kilometer weiter nördlich zu seiner Universität gefahren. Dort habe er seinen Kollegen Ethan Schmidt, ein Professor für Amerikanische Geschichte, in dessen Büro erschossen. Die Universität warnte sofort alle Studenten und Angestellten vor dem Schützen. Kurz darauf bestätigte sie den Tod des Professors.

Es folgte eine Verfolgungsjagd bis vor den rund 60 Kilometer entfernten Ort Greenville. Danach flüchtete der Dozent zu Fuss weiter in ein Waldstück. Kurz darauf hörten die Beamten einen Schuss und fanden dann die Leiche des Mannes.

Laut der Internetseite der Universität hatte der Sozialwissenschaftler bereits an der Delta State University studiert und dort im vergangenen Jahr seinen Doktortitel erhalten. Zu seinen Fachgebieten zählten Kriminal- und Wirtschaftsgeographie, Sozialkunde sowie die Erstellung von Leistungstests.

300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten

In den USA gibt es immer wieder tödliche Angriffe mit Schusswaffen und Amokläufe, die regelmässig die Debatte über schärfere Waffengesetze anfachen.

Präsident Barack Obama ist für eine solche Verschärfung, scheiterte aber im Kongress bislang am Widerstand vor allem aus den Reihen der Republikaner. Das Recht auf Waffenbesitz ist in der US-amerikanischen Verfassung verbrieft, Schätzungen zufolge befinden sich rund 300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten. (whr/sda/afp)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 15.09.2015 15:11
    Highlight wieder mal die eigene meinung mit dem vorschlaghammer eingeflochten... 300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten. macht also knapp 1 waffe pro person. und wie viele hat's in der schweiz? nicht viel weniger. hat deshalb jemand angst vor seinem nachbar?
    1 6 Melden
    • Max Lenzi 15.09.2015 16:30
      Highlight Ja. es gibt Menschen in der Schweiz, die Angst vor ihren waffentragenden Nachbarn haben! Und bei jedem Gebrauch solcher Waffen werden es mehr.
      4 1 Melden

Die «Queen of Soul» lebt nicht mehr: Aretha Franklin ist gestorben

Wer Aretha Franklin live erlebte, dem konnte ihre Stimme ins Mark gehen. Ihr wuchtiger Soul liess schnell vergessen, dass sie die wenigsten ihrer Hits selbst schrieb. Zu den Jahren voller sozialer Umbrüche in den USA lieferte Franklins Gesang den Soundtrack.

Wie viele Menschen müssen in diesen Takten Kraft getankt haben: Steil ansetzende Bläser, dazu ein heiter verzerrtes Gitarrenriff und dann eine Aretha Franklin, die mit all ihrem Soul ins Mikrofon schmettert: «What you want / Baby, I got it …

Artikel lesen