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Mexico's President Enrique Pena Nieto makes a toast during a meeting with members of the diplomatic corps in Mexico City, Mexico January 11, 2017.  REUTERS/Carlos Jasso

Peña Nieto am Mittwoch beim Jahrestreffen mit mexikanischen Botschaftern in Mexiko-Stadt. Bild: CARLOS JASSO/REUTERS

Mexiko wird «natürlich» nicht für Trumps Grenzmauer bezahlen



Die Pläne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko sorgen für ein Fernduell zwischen den Nachbarn. «Natürlich wird Mexiko nicht für die Mauer bezahlen», sagte Mexikos Staatschef Enrique Peña Nieto am Mittwoch.

Zugleich kündigte er an, dass seine Regierung sich bemühen werde, «eine gute Beziehung zu den USA und ihrem Präsidenten zu haben». Nur Stunden zuvor hatte Trump auf einer Pressekonferenz in New York seinen Plan bekräftigt, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten, um die illegale Einwanderung zu stoppen. «Wir werden eine Mauer bauen», sagte der künftige US-Präsident.

«Ich könnte eineinhalb Jahre warten, bis wir die Verhandlungen beenden, die direkt nach meinem Amtsantritt beginnen werden. Aber ich will nicht warten. Wir werden anfangen zu bauen. Auf irgendeine Art und Weise wird uns Mexiko für die Kosten der Mauer entschädigen. Sei es über eine Steuer oder eine Zahlung.»

Auch bei anderen Themen teilte Trump wieder ordentlich gegen das Nachbarland aus. «Mexiko nutzt uns aus. Das dürfen wir nicht zulassen», sagte der künftige US-Präsident. Besonders US-Firmen, die Produktionsstandorte nach Mexiko verlegen, sind ihm ein Dorn im Auge. Solche Unternehmen würden künftig mit hohen Strafzöllen belegt, sagte er. Zuletzt hatte der Autokonzern Ford bereits ein Grossprojekt in Mexiko beerdigt und stattdessen Investitionen in den USA angekündigt.

«Offensichtliche Meinungsverschiedenheiten»

«Die neue Etappe in den bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Mexiko wird eine grosse Herausforderung in diesem Jahr werden», sagte Peña Nieto bei der Jahrestagung des diplomatischen Korps in Mexiko-Stadt. «Es ist offensichtlich, dass wir einige Meinungsverschiedenheiten mit der künftigen Regierung der Vereinigten Staaten haben.»

Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko sind eng und ambivalent. Die beiden Länder trennt die verkehrsreichste Grenze der Welt. Das Handelsvolumen beträgt mehr als 532 Milliarden US-Dollar, der Grossteil der mexikanischen Exporte geht in das Nachbarland im Norden. 34,6 Millionen Menschen mit mexikanischen Wurzeln leben in den Vereinigten Staaten. Probleme wie die organisierte Kriminalität und illegale Migration lassen sich allerdings nur gemeinsam lösen.

«Ich liebe das mexikanische Volk»

«Ich respektiere die Regierung von Mexiko. Ich respektiere das mexikanische Volk. Ich liebe das mexikanische Volk», sagte Trump am Mittwoch auf seiner Pressekonferenz. «Ich habe viele Mexikaner, die für mich arbeiten. Sie sind phänomenal.» Im Wahlkampf diffamierte er Mexikaner noch als Drogenhändler und Vergewaltiger.

Peña Nieto hatte Trump schon während des Wahlkampfes in Mexiko-Stadt empfangen. Der Kurztrip endete in einem PR-Desaster für die mexikanische Regierung. Trump sprach im Präsidentenpalast von seinen Mauerplänen, Peña Nieto stand sprachlos daneben. Das nahmen ihm viele Mexikaner übel.

epa05517650 US Republican presidential candidate Donald Trump (R) shakes hands with President of Mexico Enrique Pena Nieto in Los Pinos, Mexico City, Mexico, 31 August 2016. Trump met with the Mexican President to discuss various bilateral issues, in particular migration policies, according to reports.  EPA/JORGE NUNEZ

Peña Nieto und Donald Trump während ihres Treffens im August 2016. Bild: EPA/EFE

«Alle Themen, die unsere bilaterale Beziehung bestimmen, stehen nun zur Debatte», sagte der mexikanische Präsident am Mittwoch. «Niemals werden wir hinnehmen, dass unsere Würde als Land und als Mexikaner angegriffen wird.»

Waffenschmuggel unterbinden

Zum nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA, das Trump nach eigener Aussage neu verhandeln will, sagte Peña Nieto, sein Land strebe eine Vereinbarung an, die «Sicherheit» für Investitionen gewähre. Er kritisierte auch Trumps Drohung, für in Mexiko produzierte Autos von US-Unternehmen Einfuhrzölle von 35 Prozent zu erheben: Seine Regierung lehne jeden Versuch der Einflussnahme auf Investoren «auf der Basis von Angst und Drohungen» ab, sagte Peña Nieto.

An die Adresse Trumps, der am 20. Januar vereidigt wird, richtete der mexikanische Präsident die Forderung, den Waffenschmuggel von den USA nach Mexiko zu unterbinden und den Fluss von Geldern aus der organisierten Kriminalität zu stoppen. Zudem forderte er Trump auf, die von diesem angekündigte Ausweisung illegal in den USA lebender Mexikaner auf «menschliche» Weise zu tun.

Der Ton zwischen Washington und Mexiko-Stadt dürfte nach Trumps Amtsantritt schärfer werden. «Alles deutet darauf hin, dass Trump zu seinen Positionen gegenüber Mexiko steht, dass er seine Haltung nicht geändert hat», sagte der Politikwissenschaftler José Antonio Crespo vom Forschungszentrum CIDE. «Die mexikanische Regierung sollte sich auf Konfrontationen und harte Verhandlungen einstellen.» (cma/sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Echo der Zeit 12.01.2017 18:55
    Highlight Highlight Das die USA die sehr wichtige Landwirtschaft von Mexiko Zerstört, scheint Trump nicht zu wissen oder nicht zu interessieren.
  • Olmabrotwurst 12.01.2017 13:57
    Highlight Highlight Der baut die maier so oder sool obwohl er nicht die absicht besitz sie zu zahlen... kenn ich irgendwo her...
  • gnp286 12.01.2017 08:31
    Highlight Highlight Mexiko nutzt die USA aus? HAHAHAHA hinter welchem Mond lebt er? :D
  • Toerpe Zwerg 12.01.2017 07:38
    Highlight Highlight Best looking President...
  • Raembe 12.01.2017 07:34
    Highlight Highlight 😂😂
    Play Icon
  • OkeyKeny 12.01.2017 07:29
    Highlight Highlight Der lustigste Teil war "Mexiko nutzt uns aus." Haha
  • Majoras Maske 12.01.2017 06:49
    Highlight Highlight Die USA werden sich vermutlich mit Mexiko verkrachen, genauso wie mit China.
    Hoffentlich lässt sich Mexiko nicht dazu erpressen diese kolossale Geldverschwendung zu finanzieren. Vielleicht hetzt er ja damit auch andere Staaten Lateinamerikas gegen sich auf...
  • Grundi72 12.01.2017 06:22
    Highlight Highlight Natürlich wird Mexiko für die Mauer bezahlen. Nur schon durch den Verlust von Autoindustrie-Business welches nun durch Trumps Politik in den USA bleibt. Und da wird hoffentlich noch mehr folgen!

    Ihr habt wirklich geglaubt Trump schicke einen orangen Einzahlungsschein??
    • Raembe 12.01.2017 07:29
      Highlight Highlight Denkst Du wirklich die Konzerne hören auf Trump....
    • Energize 12.01.2017 08:14
      Highlight Highlight Hoffentlich?!
    • peeti 12.01.2017 08:30
      Highlight Highlight wieso hoffentlich? Ob Trump das Rad der Zeit zurück drehen kann? Wenn es so weiter geht, wird er Mühe haben, amerikanische Produkte in der Welt zu verkaufen. Wieso sollen andere Länder ihre Zölle nicht auch erhöhen?

      Egal wie es kommt, David Ricardo dreht sich wohl jetzt schon im Grab...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mett-Koch 12.01.2017 05:19
    Highlight Highlight Wann wird die SVP versuchen, Trump für ihre widerwärtige Politik ins Boot zu holen? Trump und SVP sind Heuchler und Rosinenpicker vom Feinsten.
    • Raembe 12.01.2017 07:31
      Highlight Highlight Ich hoffe das ist nicht ernst gemeint. Ansonsten gratulier ich Dir gern zum grössten Mist, den ich seit Jahresbeginn gehört habe.
  • Neruda 12.01.2017 03:10
    Highlight Highlight Was für eine Überraschung wow...
  • Namenloses Elend 12.01.2017 03:06
    Highlight Highlight Das ertaunt mich jetzt aber, dass Mexiko nichts davon wissen will..

    😂😂
    • manta 12.01.2017 07:26
      Highlight Highlight Mexiko im Gegenzug sendet der USA die Kosten für den Kampf gegen Kriminalität sowie für die gesamten sozialen Ausgaben im eigenen Land 🤑
    • Meitlibei 12.01.2017 08:33
      Highlight Highlight Mich erstaunt mehr das wir uns nun plötzlich alle so für die amerikanische Innenpolitik und Arbeitsmarkt interessieren. Wir sind ja nicht wirklich soooo betroffen davon

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