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Putin soll in Hackerangriff auf US-Demokraten involviert gewesen sein

Immer neue Details tauchen rund um den Hackerangriff auf das Computersystem der Demokraten auf. Jetzt berichtet der Nachrichtensender NBC, der Kreml-Chef selbst habe seine Finger im Spiel gehabt.

15.12.16, 10:59 15.12.16, 11:18


Ein Artikel von

FILE - In this Sept. 7, 2016 file photo, Russian President Vladimir Putin holds the Cabinet meeting in Moscow's Kremlin, Russia. Recent hacks of election data systems in at least two states have raised fear among lawmakers and intelligence officials that a foreign government is trying to seed doubt about - or even manipulate - the presidential race, renewing debate over when cyberattacks cross red lines and warrant a U.S. response. (Mikhail Klimentyev/Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP, File)

Welche Rolle spielte Wladimir Putin im Hackerangriff auf die US-Demokraten? Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

Russische Hacker sollen laut «New York Times» in die Computersysteme der Demokraten eingedrungen sein und an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergegeben haben. Ihr Ziel: Hillary Clinton zu schaden und Donald Trump in das Präsidentenamt zu verhelfen. Jetzt könnte ein neues Detail hinzukommen: Der US-Nachrichtensender NBC berichtet, Russlands Präsident Wladimir Putin sei angeblich selbst in den Angriff eingeweiht gewesen. Er habe sogar Anweisungen für den Umgang mit den Demokraten-E-Mails gegeben.

Dies berichtete der Sender unter Berufung auf zwei hochrangige Geheimdienstverantwortliche. Der Kreml-Chef habe das demnach anfänglich aus Rache getan, weil Clinton als Aussenministerin öffentlich die Rechtmässigkeit der russischen Wahlen von 2011 in Frage gestellt habe. Laut des Senders weitete Putin danach sein Vorgehen aus, um das politische System in den USA als korrupt darzustellen.

Aus den rund 20'000 E-Mails ging unter anderem hervor, dass die demokratische Parteispitze Clinton und nicht ihren Herausforderer Bernie Sanders als Präsidentschaftskandidaten bevorzugte. Im Zuge der E-Mail-Affäre musste Parteichefin Debbie Wasserman Schultz unter anderem gehen.

Die «New York Times» und die «Washington Post» hatten kürzlich berichtet, US-Geheimdienste gingen «mit hoher Sicherheit» davon aus, dass russische Hacker in die Computersysteme sowohl der Republikaner als auch der Demokraten eingedrungen seien. Sie hätten aber nur die von den Demokraten gestohlenen Informationen an die Öffentlichkeit gebracht. Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte die Berichte als «lächerlich» zurückgewiesen.

Dagegen bestätigte der republikanische Senator Lindsey Graham, dass seine Wahlkampf-Accounts von russischer Seite gehackt worden seien. Er sei drei Monate vor der Präsidentenwahl am 8. November von der US-Bundespolizei FBI über einen Hackerangriff im Juni informiert worden, sagte Graham dem Nachrichtensender CNN. Der Senator forderte Untersuchungen des Kongresses zu den Vorfällen.

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tinmar 16.12.2016 08:23
    Highlight Wenn man die Kommentare hier so durchliest, warum ist die Schweiz eigentlich noch nicht teil der Russische Föderation?

    Eventuell sollte man einen Hinweis anbringen "Ab hier Propaganda"
    0 4 Melden
    • tinmar 16.12.2016 13:02
      Highlight ja, wir sind so schrecklich unterdrückt ...
      0 3 Melden
  • Soli Dar 15.12.2016 16:40
    Highlight ...und täglich grüsst das Murmeltier... gähn. Wie wärs mit einem 'bitte keine spiegelonline-anti-putin-artikel mehr'?
    6 3 Melden
  • MaskedGaijin 15.12.2016 15:34
    Highlight sollen, könnten...
    6 0 Melden
  • bildner 15.12.2016 14:09
    Highlight "Russische Hacker sollen laut «New York Times» "... ab da hab ich aufgehört zu lesen.
    38 23 Melden
  • Flexon 15.12.2016 12:25
    Highlight Meine Faustregel im Faktenkrieg geht so:

    Im Zweifelsfall gegen den Diktator, der in der Ukraine keinen Krieg führt und in Syrien dem rechtmäßigen Herrscher zu seinem natürlichen Recht verhilft.
    30 18 Melden
    • tinmar 15.12.2016 12:46
      Highlight Schön gesagt
      1 6 Melden
    • Maett 15.12.2016 14:17
      Highlight @Flexon: also im Zweifelsfalle für die, die nachweislich bei gleichzeitiger Inkaufnahme von Millionen von Toten gelogen haben.

      Ich weiss wirklich nicht, weshalb "Diktator" (allein das ist ja schon nicht korrekt) für Sie als "ist-böse"-Prädikat genügt. Einige "Demokratien" (heute meist nur noch hübsch verpackte Diktaturen) sind ethisch und moralisch als weitaus schlimmer zu werten, als die meisten offizielen Diktaturen zusammen.
      18 5 Melden
    • Flexon 15.12.2016 19:52
      Highlight @Maett
      Im Zweifelsfalle für die, die westliche Werte als Ideal anerkennen.

      Diktator genügt für mich völlig als "Ist-böse-Prädikat".
      2 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • mortiferus 15.12.2016 12:12
    Highlight Ich würde da mal James Bond 007 kontaktieren. Das ist der richtige Mann für diesen Superschurken Putin.
    21 12 Melden
  • Sandro Lightwood 15.12.2016 11:56
    Highlight Wo sind eigentlich jetzt die ganzen Verschwörungstheoretiker? Oder gibt es ein ungeschriebene Regel in dieser Zunft, dass Verschwörungstheorien nur unterstützt, verbreitet und untermauert werden, wenn diese anti USA sind?

    Oder ist es sogar ein Naturgesetz, dass nur die USA an Verschwörungen beteiligt sind, nicht aber andere Länder, wie z.B. Russland?

    Oder ist es am Schluss doch nur ein herangezüchterer Haufen, der einseitige Propaganda betreibt? Wahrscheinlich letzteres, nur merken viele selber gar nicht mehr, dass sie andere Blickwinkel kategorisch ausblenden oder verleugnen.
    33 36 Melden
    • Flexon 15.12.2016 12:35
      Highlight @DasAuge
      Ich stelle die Frage immer wieder, aber wie genau sehen die Beweise aus, die du im vorliegenden Fall benötigen würdest? Hast du eine Vorstellung? Wenn ich dir Screenshots von Logfiles senden würde, könntest du beurteilen, ob das ein Beweis ist? Kann es der Journalist? Kann es der Polizist? Kann es der Spezialist? Wer ist der Spezialist? Glaubst du dem Spezialist? Dies liegt allein an dir. Beweise hin oder her.
      10 15 Melden
    • Sandro Lightwood 15.12.2016 14:36
      Highlight @das Auge: Woher jetzt die Unterstellung? Habe ich in einem Wort erwähnt, dass ich den Ausführungen der CIA (oder USA) irgendwie glauben Schwnke? Mach ich nicht, jedoch bin ich auch kritisch gegenüber Informationen andere Regierungen.

      Much wundert nur die Einseitigkeit und Verbortheit gewisser Leute, und dein Post bestätigt mich zu 100%. Scheinst schon darauf konditioniert sein, dass ein Kritiker automatisch pro USA ist. Und - merkst es nicht mal.
      2 3 Melden
    • Sandro Lightwood 15.12.2016 14:38
      Highlight @Radiochopf: Auch an dich, hab ich mich pro USA geäussert? Warum der automatische Reflex von dir? Krass!
      2 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maett 15.12.2016 11:37
    Highlight Vermutlich war es Putin selbst, der Clinton gehackt hatte.

    Ich würde auch gerne beim Geheimdienst arbeiten, dann könnte ich jede Behauptung in die Welt setzen, ohne Beweise dafür liefern zu müssen, und würde trotzdem von jedem westlichen Blatt zitiert. Ist das nicht eine schöne Arbeit?

    Bei der ganzen Sache sollte man nicht vergessen, dass - wer es auch immer war - damit Verfehlungen von Clinton ans Licht gebracht wurden, die sie mit oder ohne Hacker begangen hat. Aber man schiesst sich lieber auf den Überbringer der schlechten Nachricht ein, statt auf die Verursacherin.
    40 55 Melden
    • mortiferus 15.12.2016 12:11
      Highlight Und sicher war es Putin. Er ist ein KGB Agent, das hat erst kürzlich John McCain gesagt, der muss es wissen den er war in Vietnam! Ich glaube Putin hat ihm dort die Zehennägel gezogen. Putin war ja schon als Kind, nach dem Judotraining, beim Chaoscomputerclub. Er war einer der weltersten Hacker! Verdammter Teufelskerl, wie gerne wäre ich so wie Putin.
      39 4 Melden
    • roger.schmid 15.12.2016 12:25
      Highlight "aber man schiesst sich lieber auf den Überbringer der schlechten Nachricht ein, statt auf die Verursacherin."

      ...schreibt der Kreml-Freund.. Welche Ironie! 😂
      15 29 Melden
    • Maett 15.12.2016 14:10
      Highlight @roger.schmid: "schreibt der Kreml-Freund.." - bitte präzisieren Sie.

      Ich mag vieles sein, aber ganz bestimmt kein Kreml-Freund.

      Es sei denn, der Versuch, russische Ansichten zu verstehen und die in unseren Breitengraden servierte Propaganda kritisch zu hinterfragen, macht mich dazu.
      11 3 Melden
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  • Wilhelm Dingo 15.12.2016 11:29
    Highlight Mag stimmen oder auch nicht. Es bleibt aber die Tatsache dass die amerikanischen Geheimdienste wissentlich Falschmeldungen verbreiten, so geschehen bei der Legitimation des Irak Krieges.
    34 11 Melden
    • saukaibli 15.12.2016 12:36
      Highlight Nur hat die CIA vor dem Irak-Krieg der Regierung gemeldet, dass der Irak eben keine Massenvernichtungswaffen hat. Aber die Regierung unter Bush und co. ignorierte diese Fakten geflissentlich um wenigstens ein paar ganz Dumme, äh... Willige, (Engländer, Italiener, Koreaner usw.) für ihren illegitimen Krieg zu begeistern. Immerhin war dieser Krieg ja eine Bush-Familienangelegenheit und es ging um viel Öl, da spielt so ein kleines Detail doch keine Rolle.
      18 5 Melden
    • tinmar 15.12.2016 12:47
      Highlight ja, aber was hat das jetzt hiermit zu tun?
      1 2 Melden
    • Wilhelm Dingo 15.12.2016 15:54
      Highlight @tinmar: wenn die CIA solchen Mist erzählt vor dem Irakkrieg warum soll es jetzt stimmen?
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 15.12.2016 11:25
    Highlight Untersuchungen: Ja! Fakten: Ja!

    Artikel in "Berufung auf hochrangige Geheimdienstmitarbeiter": Bitte nicht!
    37 3 Melden
  • MaxM 15.12.2016 11:13
    Highlight Entscheidet euch doch endlich: Ist Russland nun absolut machtlos und lebt Putin in einer Fantasiewelt oder manipuliert er die US-, EU-, Weltpolitik und hat die Absichten (und Chancen), die Welt zu erobern? Liest man Spieel, hat man das Gefühl, dass beides gleichzeitig wahr und sicher ist.
    29 11 Melden
    • tinmar 15.12.2016 12:50
      Highlight Hä???

      Dir muss man alles haarklein erklären..

      Es ist bestimmt nicht so mächtig wie er tut - aber schon mächtig genug ...

      Kapito?
      1 3 Melden
    • Oberon 15.12.2016 14:08
      Highlight Naja, man sollte halt Russland nicht als Lokalmacht abtun. Dies war/ist einer der vielen Fehler der amerikanischen Regierung.
      4 2 Melden
    • MaxM 15.12.2016 17:19
      Highlight Er ist also nicht so mächtig wie er tut, aber gleichzeitig muss die NATO besser zusammenarbeiten, die Truppenstärke soll man ggf. auch erhöhen, die Russen gefährden - obwohl ja nur eine Regionalmacht - unsere Staatlichkeit... Habe nur ich das Gefühl, dass ich gerade ein bisschen widersprüchliche Dinge geschrieben habe?
      2 1 Melden
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