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Hurricane Joaquin is pictured off the east coast of the United States in this handout photo provided by NOAA, taken October 1, 2015. Search-and-rescue teams on Sunday located debris appearing to belong to the cargo ship El Faro, which went missing in the eye of Hurricane Joaquin with 33 mostly American crew members aboard more than three days ago, the U.S. Coast Guard and the ship's owner said. Picture taken October 1, 2015. REUTERS/NOAA/Handout via Reuters ATTENTION EDITORS - FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Hurrikan «Joaquin» bedroht die Ostküste der USA.
Bild: NOAA/REUTERS

Überschwemmungen in South und North Carolina: Der Regen lässt nach, doch der Schaden bleibt

Schwere Überschwemmungen und Dammbrüche haben in den US-Bundesstaaten North und South Carolina mehr als ein Dutzend Menschen das Leben gekostet und vermutlich Schäden in Milliardenhöhe verursacht.

06.10.15, 23:08 07.10.15, 02:09


Mindestens 16 Menschen starben nach Angaben der Gouverneure in beiden Bundesstaaten, zwei von ihnen waren in den Wassermassen gefangen und wurden in ihren Autos weggespült. Trotz nachlassender Regenfälle mussten mehr als 800 Menschen wegen überschwemmter Strassen und Brücken in Notunterkünften ausharren.

«Wir sind nicht annähernd aus dem Schneider», sagte der Bürgermeister Columbias, Stephen Benjamin. Dort war zwei Abende in Folge eine nächtliche Ausgangssperre verhängt worden. Allein in Columbia durchsuchten Retter 1800 Häuser, im ganzen Bundesstaat waren 2200 Retter der Nationalgarde im Einsatz.

The usually dry Waterman Wash flooded out several roads from heavy rains including a 100-yard-wide swath of Narramore Road leaving motorists stranded on both sides of the flooding, Tuesday, Oct. 6, 2015, in Buckeye, Ariz. (AP Photo/Ross D. Franklin)

Überschwemmte Strasse in North Carolina.
Bild: Ross D. Franklin/AP/KEYSTONE

«Wir haben noch eine weite Strecke vor uns», sagte Benjamin. Er rechnete mit finanziellen Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. Die US-Regierung stellte Bundesmittel für den Katastrophenschutz bereit.

Die Hälfte der Dämme gebrochen

In South Carolina brachen mindestens 9 von 18 Dämmen. Da schon eine 30 Zentimeter hohe Strömung einen Kleinwagen mit sich ziehen kann, warnte der Nationale Wetterdienst vor dem Durchqueren überfluteter Strassen: «Unterschätzen Sie nicht die Kraft des Wassers.»

Autofahrer schoben Barrieren jedoch beiseite und öffneten so den Verkehr auf unsicheren Strassen. «Wir machen das, um Sie zu schützen», sagte Gouverneurin Nikki Haley. «Bitte helfen Sie uns, Ihnen zu helfen.»

GREENVILLE, SC - SEPTEMBER 18:   South Carolina Governor and moderator of the Heritage Action Presidential Candidate Forum Nikki Haley speaks to the crowd September 18, 2015 in Greenville, South Carolina. Eleven republican candidates each had twenty five minutes to talk to voters Friday at the Bons Secours Wellness arena in the upstate of South Carolina. (Photo by Sean Rayford/Getty Images)

NIkki Haley: «Wir machen das, um Sie zu schützen.»
Bild: Getty Images North America

Trotz nachlassender Regenfälle blieb die Lage gefährlich. «Lassen Sie sich nicht vom Sonnenschein hereinlegen», sagte Haley. Gleichzeitig wuchs die Angst vor Infektionen in den durch Schlamm verschmutzten Gebieten. CNN zeigte Bilder aufgeschwemmter Särge auf einem Friedhof.

Schlangen, Alligatoren und Plünderer

Zudem drohten Stromschläge in überschwemmten Kellern und Wohnräumen. Teils bestand die Sorge, dass die in den Südstaaten vorkommenden Schlangen und Alligatoren durch höhere Wasserstände in die Nähe von Anwohnern kommen könnten. Einige berichteten von Plünderungen.

Für die 33 Crewmitglieder des vermissten Containerschiffs «El Faro» schwand unterdessen die Hoffnung auf Rettung. Einsatzkräfte fanden eine Leiche in einem Kälteschutzanzug im Suchgebiet nahe der Bahamas.

Hurrikan «Joaquin» wütet in den USA

Vermutlich sei im Hurrikan «Joaquin» der Schiffsantrieb ausgefallen, sagte Mark Fedor von der Küstenwache Medienberichten zufolge. Selbst mit Kälteschutzanzügen sei es unwahrscheinlich, die Windstärken von 220 Stundenkilometern und 15 Meter hohe Wellen bei minimaler Sicht tagelang zu überleben. Auch die Transportsicherheitsbehörde NTSB schalteten sich am Dienstag in Florida in die Ermittlungen ein. (dwi/sda/dpa)

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