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Demonstrators gather outside the White House a day after President Donald Trump fired FBI Director James Comey, Wednesday, May 10, 2017, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)

Demonstranten vor dem Weissen Haus. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Warum und warum jetzt? Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zum Comey- Rauswurf

Mit der Entlassung von FBI-Chef James Comey wollte US-Präsident Trump den leidigen Russland-Ermittlungen wohl ein schnelles Ende bereiten. Er hat das Gegenteil erreicht. Wer spielt welche Rolle in dieser Staatsaffäre – und wie geht es weiter?

11.05.17, 03:59 11.05.17, 07:05

Marc Pitzke, New York



Ein Artikel von

Was auch immer Donald Trump dazu bewogen hat, den FBI-Direktor James Comey zu feuern: Er dürfte sich kräftig verkalkuliert haben. Denn das Thema, das er eigentlich vom Tisch haben wollte, brennt nun heisser denn je – die Einmischung Russlands in Trumps Wahl und eine mögliche Absprache mit Mitgliedern seines Teams. Nicht nur das FBI ermittelt in dieser Sache. Es ist ein Skandal, der täglich wuchert und längst alles andere überschattet.

Worum geht es?

Wer ermittelt?

Wer steht im Visier der Ermittler?

FILE - In this Feb. 10, 2017 file photo, then-National Security Adviser Michael Flynn sits in the East Room of the White House in Washington.  A member of Donald Trump's transition team asked national security officials in the Obama White House for the classified CIA profile on Russia's ambassador to the United States. The unusual request appears to signal that Trump's own team had concerns about whether his pick for national security adviser, Mike Flynn, fully understood that he was dealing with a man rumored to have ties to Russian intelligence agencies. (AP Photo/Carolyn Kaster, File)

Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

FILE - In this Dec. 12, 2016, file photo, Carter Page, a former foreign policy adviser of U.S. President-elect Donald Trump, speaks at a news conference at RIA Novosti news agency in Moscow, Russia. A published report says the FBI obtained a court order to monitor communications of an adviser to then-candidate Donald Trump last summer. The Washington Post reported April 11, 2017 the application to a special court to monitor Carter Page was part of the investigation into potential links between the Republican’s presidential campaign and Russia. The newspaper said its report was based on unnamed law enforcement and other U.S. officials. (AP Photo/Pavel Golovkin, file)

Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

FILE - In this July 17, 2016 file photo, then-Donald Trump campaign chairman Paul Manafort talks to reporters on the floor of the Republican National Convention, in Cleveland. A second Washington lobbying firm that worked under the direction of two former campaign aides to Trump has registered with the Justice Department as a foreign agent. The registration by Mercury LLC comes as the Justice Department waits for Manafort, the former Trump campaign chairman, to file as a foreign agent and disclose his role in influencing U.S. policy and public opinion on behalf of the pro-Russian Ukrainian Party of Regions and its leader, former Ukrainian President Viktor Yanukovych. (AP Photo/Matt Rourke, File)

Bild: Matt Rourke/AP/KEYSTONE

epa05663027 Conservative lobbyist and consultant Roger Stone speaks with the press in the lobby of Trump Tower in New York, NY, USA, 06 December 2016. US President-elect Donald Trump is holding meetings at Trump Tower as he continues to fill in key positions in his new administration.  EPA/ALBIN LOHR-JONES / POOL

Bild: EPA/ABACA USA POOL

Welche Rolle spielte Trump selbst?

Gegen Trump selbst wird nach bisherigem Kenntnisstand nicht ermittelt. Das machte der Präsident auch in seinem Entlassungsschreiben an Comey noch einmal sehr deutlich. Trotzdem bringen ihn frühere geradezu schwärmerischen Äusserungen zu Russland und dessen Präsident Wladimir Putin immer wieder in gefährliche Nähe zu den laufenden Verfahren. Die «New York Times» glaubt sogar, dass diese Ermittlungen Trump «stürzen» könnten.

Früher brüstete sich Trump damit, Putin «zu kennen», zuletzt behauptete er aber das Gegenteil. Doch seine persönlichen und geschäftlichen Kontakte zu Moskau gehen bis in die Achtzigerjahre zurück. 2013 veranstaltete Trump seine Miss-Universe-Schönheitskonkurrenz erstmals in Moskau, wohl auch um dort mögliche Immobilienprojekte zu eruieren. «Ich habe viele Geschäfte mit den Russen gemacht», sagte er im selben Jahr.

Sein Sohn Eric, der den Trump-Konzern mit leitet, äusserte sich ähnlich. In den vergangenen Wochen reagierte Trump nach US-Medienberichten immer panischer auf die Ermittlungen des FBI, die er habe beendet sehen wollen und auf Twitter als «Scharade» bezeichnete.

Wie geht es weiter?

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 11.05.2017 09:22
    Highlight https://twitter.com/PreetBharara/status/862120275101368320

    Preet Bharara, von Trump gefeuerter Staatsanwalt...
    1 0 Melden
  • Dirk Leinher 11.05.2017 09:13
    Highlight Die amerikanische Verfassung wird einen Trump überleben. Was genau ist den nun betreffend Beinflussung durch Russland überhaupt erwiesen?
    4 3 Melden
  • reaper54 11.05.2017 09:09
    Highlight Was mich eigentlich erstaunt, dass Personen mit solchen Verbindungen überhaupt in so hohe Posten kommen.
    Gibt es keine Überprüfung der Kandidaten durch die NSA welche Abhängigkeiten aufdeckt?
    Erschreckend zu sehen wie hoch man in den USA, offensichtlich ohne grosse Überprüfung, kommen kann...
    1 1 Melden
  • rodolofo 11.05.2017 06:53
    Highlight Dass Putin-Russland Einfluss nahm auf die USA-Wahlen, ist für mich so sicher, wie dass täglich die Sonne aufgeht.
    Die Russen dürfen das natürlich niemals zugeben, da sie ja gleichzeitig gegen ausländische Einmischungen in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates sind.
    Noch stärker mischt sich Putin-Russland in die inneren Angelegenheiten der Ukraine und Syriens ein.
    Die weniger bequeme Frage stellt sich den US-Amerikanern, wenn sie sich zu überlegen beginnen, warum die Russischen Einmischungen und Fake-News bei ihnen so durchschlagend erfolgreich waren, während Frankreich widerstand.
    28 9 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 11.05.2017 09:12
      Highlight Syrien hat Russland tatsächlich eingeladen dort militärisch zu kämpfen! Sie sind die einzigen die laut Völkerrecht dort unten sein dürfen. Ausserdem hast du Beweise für deine Behauptungen das RU sich eingemischt haben soll, war es nicht eher so das sich die Dems einfach dumm und dämmlich angestellt haben. Dafür brauchts kein Russland. Und wäre in Frankreich die Propaganda nicht so stark wäre Macron wohl im ersten Wahlgang rausgeflogen denn es ist klar das er ein Präsident für Interessen der Finanzelite sein wird.
      4 6 Melden
  • NumeIch 11.05.2017 06:35
    Highlight


    13 2 Melden
    • A. Dent 11.05.2017 08:52
      Highlight Bedenklich ist nicht nur der ganze Vorgang um die Entlassung von Comey, sonder dass etliche Vertreter der GOP auf das System der Checks and Balences pfeifen und nach dem Moto Party over Country agieren. (Zu sehen am Ende des Daily shows Beitrags oder bei Seth Meyers)
      1 1 Melden

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