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Demonstranten vor dem Weissen Haus. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Warum und warum jetzt? Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zum Comey- Rauswurf

Mit der Entlassung von FBI-Chef James Comey wollte US-Präsident Trump den leidigen Russland-Ermittlungen wohl ein schnelles Ende bereiten. Er hat das Gegenteil erreicht. Wer spielt welche Rolle in dieser Staatsaffäre – und wie geht es weiter?

11.05.17, 03:59 11.05.17, 07:05

Marc Pitzke, New York

Ein Artikel von

Was auch immer Donald Trump dazu bewogen hat, den FBI-Direktor James Comey zu feuern: Er dürfte sich kräftig verkalkuliert haben. Denn das Thema, das er eigentlich vom Tisch haben wollte, brennt nun heisser denn je – die Einmischung Russlands in Trumps Wahl und eine mögliche Absprache mit Mitgliedern seines Teams. Nicht nur das FBI ermittelt in dieser Sache. Es ist ein Skandal, der täglich wuchert und längst alles andere überschattet.

Worum geht es?

Wer ermittelt?

Wer steht im Visier der Ermittler?

Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Bild: Matt Rourke/AP/KEYSTONE

Bild: EPA/ABACA USA POOL

Welche Rolle spielte Trump selbst?

Gegen Trump selbst wird nach bisherigem Kenntnisstand nicht ermittelt. Das machte der Präsident auch in seinem Entlassungsschreiben an Comey noch einmal sehr deutlich. Trotzdem bringen ihn frühere geradezu schwärmerischen Äusserungen zu Russland und dessen Präsident Wladimir Putin immer wieder in gefährliche Nähe zu den laufenden Verfahren. Die «New York Times» glaubt sogar, dass diese Ermittlungen Trump «stürzen» könnten.

Früher brüstete sich Trump damit, Putin «zu kennen», zuletzt behauptete er aber das Gegenteil. Doch seine persönlichen und geschäftlichen Kontakte zu Moskau gehen bis in die Achtzigerjahre zurück. 2013 veranstaltete Trump seine Miss-Universe-Schönheitskonkurrenz erstmals in Moskau, wohl auch um dort mögliche Immobilienprojekte zu eruieren. «Ich habe viele Geschäfte mit den Russen gemacht», sagte er im selben Jahr.

Sein Sohn Eric, der den Trump-Konzern mit leitet, äusserte sich ähnlich. In den vergangenen Wochen reagierte Trump nach US-Medienberichten immer panischer auf die Ermittlungen des FBI, die er habe beendet sehen wollen und auf Twitter als «Scharade» bezeichnete.

Wie geht es weiter?

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 11.05.2017 09:22
    Highlight https://twitter.com/PreetBharara/status/862120275101368320

    Preet Bharara, von Trump gefeuerter Staatsanwalt...
    1 0 Melden
  • Dirk Leinher 11.05.2017 09:13
    Highlight Die amerikanische Verfassung wird einen Trump überleben. Was genau ist den nun betreffend Beinflussung durch Russland überhaupt erwiesen?
    4 3 Melden
  • reaper54 11.05.2017 09:09
    Highlight Was mich eigentlich erstaunt, dass Personen mit solchen Verbindungen überhaupt in so hohe Posten kommen.
    Gibt es keine Überprüfung der Kandidaten durch die NSA welche Abhängigkeiten aufdeckt?
    Erschreckend zu sehen wie hoch man in den USA, offensichtlich ohne grosse Überprüfung, kommen kann...
    1 1 Melden
  • rodolofo 11.05.2017 06:53
    Highlight Dass Putin-Russland Einfluss nahm auf die USA-Wahlen, ist für mich so sicher, wie dass täglich die Sonne aufgeht.
    Die Russen dürfen das natürlich niemals zugeben, da sie ja gleichzeitig gegen ausländische Einmischungen in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates sind.
    Noch stärker mischt sich Putin-Russland in die inneren Angelegenheiten der Ukraine und Syriens ein.
    Die weniger bequeme Frage stellt sich den US-Amerikanern, wenn sie sich zu überlegen beginnen, warum die Russischen Einmischungen und Fake-News bei ihnen so durchschlagend erfolgreich waren, während Frankreich widerstand.
    28 9 Melden
    • Schwanzus Longus 11.05.2017 09:12
      Highlight Syrien hat Russland tatsächlich eingeladen dort militärisch zu kämpfen! Sie sind die einzigen die laut Völkerrecht dort unten sein dürfen. Ausserdem hast du Beweise für deine Behauptungen das RU sich eingemischt haben soll, war es nicht eher so das sich die Dems einfach dumm und dämmlich angestellt haben. Dafür brauchts kein Russland. Und wäre in Frankreich die Propaganda nicht so stark wäre Macron wohl im ersten Wahlgang rausgeflogen denn es ist klar das er ein Präsident für Interessen der Finanzelite sein wird.
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    • Informant 11.05.2017 09:22
      Highlight "Dass Putin-Russland Einfluss nahm auf die USA-Wahlen, ist für mich so sicher, wie dass täglich die Sonne aufgeht."

      Na, dass Sie das glauben war für mich so sicher wie der morgendliche Blasendruck.
      Das ist ja auch das Ziel der "Berichterstattung" für die unbedarften Schafe.

      In ihrer Welt sind die Jihadisten in Syrien ja auch die Guten.
      4 6 Melden
  • NumeIch 11.05.2017 06:35
    Highlight


    13 2 Melden
    • A. Dent 11.05.2017 08:52
      Highlight Bedenklich ist nicht nur der ganze Vorgang um die Entlassung von Comey, sonder dass etliche Vertreter der GOP auf das System der Checks and Balences pfeifen und nach dem Moto Party over Country agieren. (Zu sehen am Ende des Daily shows Beitrags oder bei Seth Meyers)
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  • Radiochopf 11.05.2017 06:22
    Highlight Grösser als watergate hatten wir doch schon mal http://www.watson.ch/!457473039 und nun sind alleine seit gestern etwa 20 Artikel zur Entlassung von Comey auf Watson erschienen.. der gleiche Autor dieses Artikels hier hat schon in November geschrieben das Comey seinen Job bald verlieren wird http://www.watson.ch/!442070119 Comey wird innerhalb von einem
    halben Jahr von Trump-Freund zum Trump-Feind umdeklariert von den Medien und Demokraten.. das ist etwa so wie die Al Nusra Front (ex al Quaida) in Syrien gegen Assad vom Westen als Rebellen toleriert und unterstützt werden..
    12 18 Melden
    • NumeIch 11.05.2017 08:29
      Highlight 1. Was haben die Anzahl der Artikel damit zu tun? Antwort: Nichts.
      2. Zu vom Trump Freund zu Trump Feind. Es war Trump selber der Comey eine Woche vor der Wahl gelobt hat für seinen Mut die Untersuchung in der E-Mail Affäre von H. Clinton wieder aufzunehmen. Ebenso der heutige Justizminister Session sagte damals das FBI hätte keine andere Wahl gehabt. Nun wird Comey genau deshalb, auf Empfehlung des Justizministers, entlassen und das wenige Tage nachdem Comey mehr Ressourcen für die Untersuchung zu den Russland Verbindungen angefordert hat.
      6 1 Melden
    • Amadeus 11.05.2017 09:07
      Highlight @Radiochopf
      Trump hätte Comey gleich nach Amtsantritt im Januar entlassen können. Das wäre nachvollziehbar gewesen. Hat er aber nicht getan. Im Gegenteil, er hat Comey immer wieder, zuletzt im April, gelobt und verteidigt. Der Zeitpunkt der Entlassung ist somit die wirkliche Überraschung – und gibt Grund zur Sorge. Könnte also doch etwas dran sein an der Russland-Verbindung?
      6 1 Melden

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