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Bye Bye UNESCO. Bild: EPA/EPA

USA und Israel verlassen Unesco wegen «Israelfeindlichkeit»

12.10.17, 14:56 12.10.17, 19:09

Die Unesco vertrete in zunehmendem Masse anti-israelische Positionen. So begründet die USA ihren Austritt aus der UNO-Kulturorganisation. Jetzt zieht Israel nach.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies das Aussenministerium an, den Austritt Israels an der Seite der USA vorzubereiten .Dies hiess es in einer am Donnerstag in Jerusalem veröffentlichten Erklärung von Netanjahus Büro.

Der Regierungschef «begrüsste» demnach die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die UNESCO zu verlassen.«Dies ist eine mutige und moralische Entscheidung, weil die UNESCO ein absurdes Theater geworden ist und weil sie, anstatt Geschichte zu bewahren, diese verzerrt», hiess es in der Erklärung.

Nach Angaben des US-Aussenministeriums wird ihr Rückzug aus der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Dezember 2018 wirksam. Danach würden die USA einen Beobachterstatus behalten.

Die UNESCO hatte mehrfach israelkritische Resolutionen angenommen, woraufhin die israelische Regierung ihre Beitragszahlungen verringerte. Die US-Zahlungen an die Organisation sind bereits seit 2011 eingefroren. Die Regierung von Präsident Barack Obama protestierte damit gegen die Aufnahme Palästinas als UNESCO-Vollmitglied.

Die UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa sei formell über die Entscheidung der US-Regierung unterrichtet worden. Bokowa bezeichnete den Schritt in einer ersten Reaktion als bedauerlich. Der Austritt sei für «die Familie der Vereinten Nationen» und für den Multilateralismus ein Verlust.

Schatten des Nahostkonflikts

Die Arbeit der UNESCO stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Schatten von Streit vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts. Nach der Aufnahme Palästinas in die Organisation hatten die USA 2011 ihre Zahlungen an die UNESCO gestoppt – dabei wären sie eigentlich der grösste Beitragszahler. Im Sommer sorgte die Entscheidung, die Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe zu erklären, für Empörung in Israel.

Die UNESCO ist vor allem für die Listen des Weltkulturerbes bekannt. Doch die Organisation mit 2100 Mitarbeitern und einem dreistelligen Millionen-Etat ist in vielen weiteren Feldern aktiv – von Bildung über Biosphärenreservate bis Gleichberechtigung. Ihr Auftrag ist es, das wechselseitige Verständnis zwischen den Nationen zu fördern.

1984 waren die USA schon einmal aus der Organisation ausgetreten. Als Gründe gaben sie damals die anti-westliche Politisierung und ein ineffizientes Management an. Erst 2003 kehrten die USA zurück. (nfr/sda/afp/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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56
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    Alle Leser-Kommentare
  • gianny1 13.10.2017 09:55
    Highlight Seit 2009 hat die UNESCO
    46 Resolutionen gegen Israel verabschiedet ,
    1 gegen Syrien
    0 gegen den Iran,Nordkorea, Sudan etc..

    Noch Fragen?


    4 6 Melden
    • Taebneged 13.10.2017 15:11
      Highlight USA und Israel sind ja auch nicht streitbar. Das sind die friedliebensten Staaten auf dieser Welt. Die nehmen niemanden etwas weg und sind extrem selbstlos.



      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.10.2017 07:42
      Highlight Hier noch der Link zu den Fakten aus dem Kommentar von gianny1.
      Die UNESCO ist offenbar nicht nur weitgehend nutzlos, sondern ein antisemitisches Monstrum.

      https://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/59e2591cab5c3719a3000001
      1 0 Melden
  • Alice36 13.10.2017 08:02
    Highlight Die grösste aller Nationen tritt aus - who cares? Kultur haben sie nicht wirklich und bezahlt haben sie schon lange nicht mehr. Was Israel betrifft, auch ein auserwähltes Volk, ich beginne langsam zu begreifen warum die Leute seit 2000 Jahren Probleme mit ihrem Umfeld haben.
    5 3 Melden
    • Waedliman 13.10.2017 13:05
      Highlight Mit der Meinung zu Israel muss man vorsichtig sein. Es ist ein Teil der Bevölkerung, der tatsächlich Netanjahu wählt, dies vor allem in Jerusalem und den ländlichen Gebieten. Tel Aviv hingegen ist eine liberale und weltoffene Stadt, in der sich die Menschen fast geschlossen gegen ihre Regierung aussprechen, leider aber sind sie zahlenmäßig in der Minderheit. Es ist mal wieder das Problem der Religion, die in Tel Aviv weniger Relevanz hat als in den zunehmend stärker werdenden orthodoxen Teilen des Landes.
      0 0 Melden
    • Taebneged 13.10.2017 15:13
      Highlight @Waedliman: und darum ist Vorsicht geboten?
      Religionen haben immer Kriege ausgelöst. Immer.
      1 0 Melden
  • Herbert Anneler 12.10.2017 22:39
    Highlight Israel setzt auf die falschen Freunde. Wenn diese einmal von der Bühne abtreten oder gar abgetreten werden, wird es sehr einsam sein. Wer sich mit Trump einlässt, wird sein Müffeln lange nicht los werden.
    12 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 12.10.2017 19:24
    Highlight Sehr vernünftig. Sollte die Schweiz auch tun. Ist ohnehin rausgeschmissenes Geld.
    34 96 Melden
    • Datsyuk 13.10.2017 00:52
      Highlight Warum ist das Geld schlecht eingesetzt?
      2 2 Melden
    • Fabio74 13.10.2017 11:19
      Highlight Argumente brauchts nicht. Hat man als SVPler ja nicht nötig...
      0 2 Melden
  • Gustav.s 12.10.2017 19:21
    Highlight Erstaunlich, es war eigentlich Obama. Seine damalige starke Regierung stellte die Zahlungen ein weil die Usa nicht an eine Organisation zahlen darf in der Palästina Mitglied ist.
    Er hätte es in der Hand gehabt dies zu ändern aber er wollte ja wiedergewählt werden. Deshalb gibt es jetzt neben dieser Regelung auch einen gewaltigen Zahlungsrückstand.
    Selbst eine viel liberalere USRegierung hätte momentan Mühe mit dieser Sache.
    24 6 Melden
  • Cerulean 12.10.2017 18:27
    Highlight Mit der Trump'schen Klimapolitik gibt's bald eh kein Weltkulturerbe mehr, dass es zu schützen gäbe. Böse Zungen würden sowiesi behaupten, die USA haben keine Kultur to begin with. 🙈
    55 20 Melden
  • ujay 12.10.2017 17:55
    Highlight 🤗...eine Aufwertung der UNESCO, eindeutig.
    38 28 Melden
  • Radiochopf 12.10.2017 17:39
    Highlight Und die Trump-Hater haben einen Grund mehr Trump zu hassen.. ach im Artikel stand ja das die USA schon 2011 angefangen haben kein Geld mehr zu zahlen.. wer war damals US-Präsident? Trump natürlich... ahh nein wie hiess dieser Friedensnobelpreisträger nochmals?
    38 48 Melden
    • seventhinkingsteps 12.10.2017 20:02
      Highlight Ich mag Trump und Obama nicht
      8 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 12.10.2017 17:27
    Highlight Donald Trump auf dem Weg zum Weltkulturerben. Pflastersteine haben immerhin noch eine geometrische Form.
    6 22 Melden
    • Redly 12.10.2017 21:56
      Highlight Zitat: „Die US-Zahlungen an die Organisation sind bereits seit 2011 eingefroren. Die Regierung von Präsident Barack Obama protestierte damit gegen die Aufnahme Palästinas als UNESCO-Vollmitglied.“
      Scheint kein besonderes Trump-Ding zu sein.
      8 0 Melden
  • c_meier 12.10.2017 17:23
    Highlight 2003 sind die V. Staaten wieder eingetreten? Das wäre damals unter Herr W. gewesen...
    Ist das eigentlich schlimm wenn man sich den W. zurückwünschen würde? Frage für einen Freund ;)
    16 10 Melden
    • road¦runner 13.10.2017 00:13
      Highlight Meinst Du etwa den Präsidenten Wush?
      Jaja, immer diese ominösen"Freunde" :-D
      1 0 Melden
    • W wie Wambo 13.10.2017 18:43
      Highlight @c_meier
      Wenn dein Freund nichts gegen lügende Kriegsverbrecher hat, kann er das natürlich.
      1 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 12.10.2017 17:11
    Highlight Eine weiter Aktion mit dem Prädikat "Schuss in den Ofen".
    Die zahlreichen Kommentare nach dem Motto "Gut so, Amis haben eh keine Kultur" sind aber auch eher ein Zeichen für Ressentiment.
    Man könnte sich ja mal Fragen, weshalb Israel, in meinen Augen zu Recht das Stimmrecht entzogen wurde, während andere Musterländer unbeheligt blieben. Die Türkei zerstört fleissig die kurdische Kultur, dies wird jedoch toleriert.
    38 4 Melden
  • Luca Brasi 12.10.2017 16:29
    Highlight Aha, die UNESCO ist antisemitisch?
    Aber die "friedlichen Demonstranten" in Charlottesville, die "Jews will not replace us" skandierten, die muss man akzeptieren.

    Schmock...
    154 21 Melden
    • patztop 12.10.2017 17:14
      Highlight Ihr redet hier alle so, als könnte man Trump ernst nehmen. Er hätte genau so gut aus einem Strick-Verein austreten können. Das hätte inhaltlich etwa genau so viel Substanz gehabt bei dieser Person.
      5 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.10.2017 19:37
      Highlight Einverstanden punkto Strick-Verein, kommt etwa hin, was den Nutzen der UNESCO angeht.
      5 11 Melden
    • Rendel 12.10.2017 20:32
      Highlight Trump agiert aber nicht als Privatperson, sondern als Präsident der USA, das hast du wohl vergessen, patztop.
      3 0 Melden
  • oliversum 12.10.2017 16:27
    Highlight Steht ein geschütztes Objekt einem Projekt von Trumps Immobilienfirma im Weg?
    101 23 Melden
  • ThomasHiller 12.10.2017 16:21
    Highlight Die derzeitige US-Administration läuft auch in allem Amok wie ein Verrückter, stets nach dem Prinzip handelnd "wer nicht für uns ist, ist gegen uns" und der Erwartungshaltung, die gesamte Welt müsse sich den USA unterordnen.
    Hilfreich ist das ja nicht, immerhin leben wir alle hier gemeinsam (ja, auch viele Diktaturen, aber auch dort Menschen, die vielleicht auch nicht immer etwas dafür können...), da ist etwas mehr Miteinander durchaus hilfeich.
    Aber das alles passt zu dem derzeitigen Führungsstil "America first", ist insoweit durchaus konsequent... und traurig...
    54 18 Melden
  • Gelöschter Benutzer 12.10.2017 16:14
    Highlight Kim so: jo bro, wir haben immer mehr gemeinsam.
    48 15 Melden
  • Gustav.s 12.10.2017 16:12
    Highlight Aber warum?
    Antiisraelisch, wie wäre es mit Beispielen.
    39 20 Melden
  • Taebneged 12.10.2017 16:05
    Highlight Mir wäre lieber, wenn sie aus der NATO austreten würden. Dann könnte der Club endlich abgeschafft werden. Ist eh nur ein Kriegstreiber.
    Das sie aus der Unesco austreten überrascht bei den Kultur- und Bildungspflöcken kein bisschen.
    57 55 Melden
  • Gelöschter Benutzer 12.10.2017 16:04
    Highlight Israel ist empört! Das ist ja mal etwas ganz Neues.
    100 25 Melden
  • Gavi 12.10.2017 15:59
    Highlight Ich vermute, dass der "orange Trottel", wie ihn ein Kommentator betitelt hat, gar nicht weiss was die UNESCO ist.
    Wenn er nicht twittern würde, würde ich vermuten, er ist ein Anal-phabet. Aber wer weiss, vielleicht twittert ja seine Frau für ihn.
    48 21 Melden
    • TanookiStormtrooper 12.10.2017 16:41
      Highlight Zum twittern muss man eigentlich nicht mehr schreiben können, geht auch mit Siri...
      15 3 Melden
  • karl_e 12.10.2017 15:55
    Highlight Schon unter dem Herrn Reagan traten die USA r aus der Unesco aus und stoppten die Zahlungen. Wann sie dann wieder eintraten weiss ich nicht. Vermutlich unter Clinton?
    Da die USA schon seit 2011 Ihren Beitrag nicht mehr bezahlen, hat der erneute Austritt keine schwerwiegenden Folgen. Trump darf nun gar nicht mehr mitreden, und das ist gut so, denn von Wissenschaft, Bildung und gar Kultur, also den Aufgaben der Unesco, versteht er ohnehin nichts.
    96 11 Melden
  • danbla 12.10.2017 15:50
    Highlight Amerika verblödet und wir dürfen live zusehen.

    Bedeutet der Austritt, dass sämtliche USA Weltkulturerbestätten jetzt von der Liste der UNESCO gestrichen werden?
    68 17 Melden
  • Lutz Pfannenstiel 12.10.2017 15:43
    Highlight Bravo. Sofort alle UNESCO-Weltkulturerben aus den USA von der Liste streichen. Trump kann ja dann eine eigene Liste des Weltkulturerbes erstellen, mit dem Eiffelturm (dem Original aus Las Vegas natürlich), und mit dem Trump Tower.
    152 24 Melden
    • Rim 12.10.2017 15:57
      Highlight Trump muss doch was tun: Und weil er nichts Konstruktives (aufgrund seiner geistigen Unzulänglichkeit) zu Stande bringt, muss er eben kündigen, abschaffen, "zerstören". Passt schon. Nicht wirklich erstaunlich. Was er und Bannon auch gerade noch zerstören, ist die GOP. Sie ist handlungsunfähig geworden. La GOP est morte, la GOP est morte. Tja.
      46 11 Melden
    • Schwanzus Longus 12.10.2017 15:59
      Highlight Die USA haben keine Kultur!
      47 28 Melden
    • patztop 12.10.2017 16:57
      Highlight "Die USA haben keine Kultur!".....

      Doch: Hamburger, Hotdogs, Feuerwaffen, Crystal Meth, Steroide, Oxicodon, immer "awesome" sagen, nachos, American football, baseball, Hotdog-Wettessen, Wrestling.....

      Sie haben schon Kultur. Sie haben keine Klasse.
      23 6 Melden
    • Taebneged 12.10.2017 19:05
      Highlight Doch, als die indigenen Völker noch frei leben konnten - also vor den Einwanderer, da gab's noch Kultur.
      15 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.10.2017 19:30
      Highlight Lutz, glaubst Du das kratzt die Amis?
      2 1 Melden
  • Rascal 12.10.2017 15:38
    Highlight Wer keine Kultur hat, hat vermutlich auch tatsächlich nichts in der UNESCO zu suchen.
    128 28 Melden
  • chrisdea 12.10.2017 15:37
    Highlight Klatsche langsam und sarkastisch in die Hände... 👏
    63 12 Melden
  • gnp286 12.10.2017 15:32
    Highlight Die USA uns sich aus Kultur und Bildung zurückziehen. Passt zum politischen Grundtenor 👌
    91 17 Melden
  • Stichelei 12.10.2017 15:27
    Highlight Dieser Entscheid ist nur folgerichtig. Die Regierung der USA hat zum jetzigen Zeitpunkt mit Kultur und Bildung aber gar nichts am Hut.
    93 16 Melden
  • Asmodeus 12.10.2017 15:23
    Highlight "Die USA ziehen sich aus der UN-Kultur- und Bildungsorganisation Unesco zurück"

    Zum Glück haben die Amis weder Ahnung von Kultur noch von Bildung. Das Ganze kann nur ein Gewinn für die UNESCO sein.
    82 21 Melden
  • loplop717 12.10.2017 15:17
    Highlight wtf?...
    16 8 Melden
  • pun 12.10.2017 15:12
    Highlight
    54 8 Melden
  • TanookiStormtrooper 12.10.2017 15:07
    Highlight Kultur und Bildung.
    Ersteres interessiert den orangen Trottel sowieso nicht und mit mehr vom zweiteren, wäre er vermutlich nicht Präsident geworden...
    65 13 Melden
  • Gelöschter Benutzer 12.10.2017 15:03
    Highlight Andere ausschliessen weil man sie nicht mag... gewisse Nationen lernen nie aus der Geschichte.
    41 12 Melden
  • Kuunib 12.10.2017 15:00
    Highlight Wenn man dumm ist tritt man, seiner eigen unmündigkeit leugnend, aus einer Bildungsorganitatio aus...
    37 14 Melden

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