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Donald Trump grüsst aus einem Feuerwehrauto. «Made in America». Bild: EPA/EPA

«Wo ist das Feuer?» – Trump hatte gerade ziemlich viel Freude am «Made in America Day»

18.07.17, 12:44 18.07.17, 13:02

Nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump sollen mehr Produkte die Aufschrift «Made in America» tragen. Der Republikaner warb am Montag dafür, wieder mehr in den Vereinigten Staaten zu produzieren.

«Wenn wir alle Produkte kaufen, die in den USA hergestellt wurden, dann bleibt der Gewinn hier, die Einnahmen bleiben hier, und vielleicht am Wichtigsten von allen, die Jobs bleiben hier», erklärte Trump bei einer Rede im Weissen Haus.

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Doppelmoral

Allerdings halten es Trump-Unternehmen oder die Firma von Tochter Ivanka offenbar nur vage mit diesen Massstäben. Verpflichten sie sich dazu, nicht mehr in anderen Ländern produzieren zu lassen? Trumps Sprecher Sean Spicer hatte am Montag Schwierigkeiten, diese Frage zu beantworten.

Es sei nicht angebracht, darüber zu reden, wie dies die Trump-Firmen betreffen würde, erklärte er. Aber in manchen Fällen gebe es gewisse Lieferketten, «die möglicherweise nicht in diesem Land verfügbar sind», fügte er hinzu. Das allumfassende Ziel bleibe es aber, die Produktion in den USA zu steigern.

Ivanka Trump: Die Präsidententochter lässt im Ausland produzieren. Bild: AP/AP

Die «Washington Post» hatte zuvor berichtet, dass das Modelabel von Ivanka Trump de facto ausschliesslich in Ländern wie China, Indonesien und Bangladesch produzieren lasse. Die Firmenchefin Abigail Klem sagte der Zeitung: «Die Arbeiter gibt es hier nicht mehr oder nur in einer sehr kleinen Kapazität. In vielen Fällen existieren auch die Maschinen nicht mehr.»

Die Arbeitsbedingungen in den betroffenen Ländern in Asien stehen allerdings immer wieder in der Kritik. Kürzlich wurden in China drei Aktivisten festgenommen, die verdeckt in Zulieferfabriken des Modelabels recherchiert hatten. Die Aktivisten kamen wieder frei. (cma/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • WilliMu 18.07.2017 22:51
    Highlight Wenn der Donald Freude hat, muss man aufpassen: ist es echt? Oder nur gespielt, d.h. grossmäulig angequatscht? Ich würde auf letzteres tippen. Das würde auch einem hirnlosen Typen (ich sag extra nicht Präsident) eher entsprechen.
    Jetzt hat er dem Maduro gedroht, und wenige Wochen vorher dem Erdogan zu seiner Diktatur gratuliert. Das zeigt doch: dieser Mensch ist verrückt!
    Wie lange geht es noch, bis die Mehrheit der Republikaner das merkt?
    Was mich immer beeindruckt: der Gesichtsausdruck des Trump. Sein Mund, seine Haartolle.
    1 0 Melden
  • Chrisixx 18.07.2017 14:02
    Highlight Es gibt ja die Website wo Kim Jong Un Sachen anschaut (http://kimjongunlookingatthings.tumblr.com), bald kann man auch eine für Donnie launchen. 😂

    14 1 Melden
  • wiisi 18.07.2017 13:08
    Highlight Finde ich ein sehr vernünftiges Ziel.
    9 14 Melden
    • Domsh 18.07.2017 14:01
      Highlight Es ist spannend, dass es immernoch Leute gibt, die auf den alten Märchen-Onkel hereinfallen. Ich fände ewigen Weltfrieden, kein Mensch der hungert und Schokolade für alle auch schöne Ziele.
      Leider ist die Welt nicht so einfach wie (in) Donalds Kopf.
      20 8 Melden
    • D(r)ummer 18.07.2017 14:14
      Highlight Wenn man so hört und liest was zwischen den Küsten abgeht, dann ist es wirklich nötig, dass die US-Bevölkerung wieder vorwärtskommt.
      Es kann ja wirklich nicht sein, dass jemand mit 2-3 Jobs nicht über die Runden kommt.

      (naja, hoffentlich redet er nicht nur...)
      11 5 Melden

Das ist der Mann, der Trumps Twitter-Konto abgestellt hat

Der Deutsche Bahtiyar Duysak hat Anfang November den Twitter-Account von Trump Minuten deaktiviert. Jetzt äussert er sich erstmals in einem Interview. 

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