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USA werfen Russland Schikanen gegen ihre Diplomaten in Moskau vor

28.06.16, 06:41 28.06.16, 07:04


Die USA haben Russland eine gezielte Schikanierung von US-Diplomaten und deren Familien vorgeworfen. Die US-Vertreter würden in Moskau von Sicherheitsbeamten und Verkehrspolizisten vermehrt observiert und drangsaliert.

Redebedarf: Die Aussenminister Sergej Lawrow und John Kerry im März 2014 in den Niederlanden.
Bild: /AP/KEYSTONE

Es sei ein «beträchtlicher Anstieg» solcher Fälle beobachtet worden, seitdem Russland vor zwei Jahren die ukrainische Halbinsel Krim annektierte, sagte eine Sprecherin des US-Aussenministeriums am Montag (Ortszeit) in Washington. «Wir nehmen dies ernst», fügte die Sprecherin hinzu.

Mit ihren Äusserungen reagierte sie auf einen Bericht der «Washington Post» vom Montag, in dem Details solcher Vorfälle dargestellt wurden. So hätten russische Sicherheitsbeamte US-Diplomaten und deren Familie verfolgt, seien uneingeladen auf Empfängen erschienen und hätten Geld für negative Berichterstattung gezahlt.

Die Zeitung zitierte US-Diplomaten in Moskau, die von nächtlichen Einbrüchen in ihre Privatwohnungen berichteten: Dabei seien Möbel verschoben und Lampen erleuchtet worden. Im Haus des US-Verteidigungsattachés hätten Einbrecher den Hund des Diplomaten getötet. In einem anderen Fall sei Kot auf dem Teppich der Privatwohnung eines Diplomaten hinterlassen worden.

Ein in Tschechien stationierter US-Diplomat sprach von einem «grauen Krieg» Moskaus in ganz Europa. Als Konsequenz werden nun alle Diplomaten, die nach Europa geschickt werden, einem besonderen Training unterzogen.

«Ziel von Provokationen»

Russland hatte seinerseits bereits den USA die Behinderung seiner eigenen Diplomaten vorgeworfen. Die Nachrichtenagentur Tass zitierte vergangene Woche die Sprecherin des Aussenministeriums in Moskau mit den Worten, russische Diplomaten würden in Washington zum Ziel von «Provokationen». Es werde ihnen verwehrt, Kontakte zu knüpfen; zudem würden Reisen behindert.

Die US-Ministeriumssprecherin wies diese Vorwürfe am Montag als «unbegründet» zurück. Sie gab zudem bekannt, dass US-Aussenminister John Kerry bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im März die Drangsalierung der US-Diplomaten angesprochen habe.

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(sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ovatta 28.06.2016 11:14
    Highlight Ist es nicht der Job einer Lampe, zu erleuchten?
    3 4 Melden
  • Radiochopf 28.06.2016 08:44
    Highlight Mimimimi.. für welches Land muss jeder Schweizer ein Beleg ausfüllen wenn er ein Bankkonto eröffnet? oder bei den Steuererklärung angeben, das man zu diesem Land kein Bankbeziehung hat oder eben hat?Für welches Land muss man Fingerabdrücke und einen biometrischen Pass haben? Für welches Land muss man 2-3h vor dem Abflug bereit sein? Welches Land verlangt bei der Einreise bald unser Facebook-Account?.. ist ja alles nicht Schikane.. man stelle sich vor, die Amerikaner müssten das alles für eine Einreise nach Europa machen.. die würden durchdrehen!
    17 4 Melden
    • roger.schmid 28.06.2016 12:12
      Highlight hast du nicht geschrieben, du ziehst dich von watson zurück, Radio Moskau? war wohl wieder einmal b.s. wie der rest den du hier schreibst..
      3 7 Melden
    • Fabio74 28.06.2016 20:14
      Highlight nun niemand zwingt dich in die USA zu reisen. Wo doch Moskau ein schöneres Ziel ist :-)
      1 2 Melden

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