International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Was hinter Amerikas Waffenwahn steckt

Trotz Schulmassakern, Amokläufen und immer lauteren Protesten lieben viele Amerikaner ihre Waffen. Dahinter steckt mehr als der übliche Wild-West-Mythos. Ein Blick in Amerikas bewaffnete Geschichte.

24.02.18, 12:18 25.02.18, 06:13

Marc Pitzke, New York



ADVANCE FOR USE FRIDAY, OCT. 14, 2016, AT 3:01 A.M. EDT AND THEREAFTER-Khain Thiessen, 12, of Toledo, Iowa, shoots during a Tama County Young Guns class at the Izaak Walton Shooting Facility in Toledo, Iowa, on April 14, 2016. After three accidental shootings involving minors in Tama County, two of them fatal, residents say they are not about to change their way of life and the importance they place on gun ownership. Membership in this 4-H group that promotes gun safety and marksmanship, has gone up since the shootings. (AP Photo/Charlie Neibergall)

Sie sind jung und schiessen gern. Bild: AP/AP

Ein Artikel von

James Madison ist an allem schuld. Er war klein und kränklich, doch einer der folgenreichsten US-Gründungsväter: Der Revolutionär, Sklavenhalter und spätere Präsident schrieb die «Bill of Rights», eine Reihe von Zusätzen zur Verfassung, die die persönlichen Freiheiten der Amerikaner verankerten - zumindest die derjenigen, die sich damals frei nennen durften.

Der zweite Verfassungszusatz regelt bis heute die Schusswaffenfrage. Die knappe Passage wurde sieben Mal überarbeitet, bevor der Kongress sie 1791 ratifizierte: Das Recht der Bürger, «Waffen zu besitzen und zu tragen», dürfe «nicht eingeschränkt» werden, heisst es dort.

Wie konnte es in den USA zu den Massakern kommen? Wie konnte das halbautomatischen AR-15 zum populärsten Gewehr bei Jägern wie Amokläufern werden? Wie konnte es zu den absurden Diskussionen dieser Woche kommen, in der Kinder, die gegen Waffen protestieren, als politische Marionetten verunglimpft wurden und der Präsident statt mehr Kontrolle lieber noch mehr Waffen in Umlauf bringen will?

epa05931584 A large photo of Wayne LaPierre, executive vice president and CEO of the National Rifle Association, greets people at the National Rifle Association's Annual Meetings at the Georgia World Congress Center in Atlanta, Georgia, USA, 27 April 2017. US President Donald Trump will speak at the NRA Leadership Forum on 28 April 2017.

Besucher beim jährlichen NRA-Treffen Bild: EPA/EPA

Es ist eine komplexe Geschichte, viel komplexer und düsterer als der beliebte Wild-West-Mythos, den viele in dieser Debatte schnell beschwören. Es geht vor allem um Macht, Geld und die Ursünde Amerikas - Rassismus.

Indigene und Sklaven

Waffen schufen Amerika. Die USA erkämpften sich die Unabhängigkeit von der britischen Krone mit Waffengewalt und misstrauen seitdem der Idee eines mächtigen Zentralstaats. So entstand 1791 das «Second Amendment», das den Waffenbesitz freilich an eine «gut reglementierte Miliz» knüpfte, eine Bürgerwehr, die sich gegen staatliche Übergriffe aufstellen könnte - eine Bedingung, die viele US-Waffenfreunde heute gerne ignorieren.

Auch oft vergessen: Das Waffenrecht, in vielen US-Kolonien bereits separat festgeschrieben, diente nicht nur dem Schutz vor Unterdrückung von oben, sondern auch, um seinerseits Revolten von unten zu unterdrücken. Gewaltsam vertrieben die neuen Amerikaner erst die Indigenen - die Ureinwohner - , um dann gewaltsam ihre Macht zu festigen und ihre Sklaven zu kontrollieren.

KKK und NRA

Die Gründung der NRA im Jahr 1871 ist eng mit dem Ende des Bürgerkriegs 1865 verbunden. Damals bekamen erstmals auch Schwarze Zugang zu Waffen - und prompt gab es erste Bemühungen, diesen wieder zu beschränken. Es sei darum gegangen, «den Schwarzen die Fähigkeit zu nehmen, sich selbst zu verteidigen», sagte der spätere NRA-Präsident David Keene rückblickend. Nicht durch Zufall gründete sich die NRA zur gleichen Zeit, zu der sich auch Amerikas erste Ku-Klux-Klan-Bewegung unter Druck auflöste und sich als «Gewehrgruppen» neu erfand.

Teenager konfrontiert Senator Rubio bezüglich NRA-Geld

Video: srf

Als später die US-Bürgerrechtsbewegung in den Fünfziger- und Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts die weisse Macht zu demontieren begann, mutierte die NRA von einer eher harmlosen Sportjäger- und Waffen-Kontroll-Organisation zum radikalen Lobbyverband in Diensten der Waffenindustrie mit einem Ziel: mehr Waffen, aber am liebsten nur für Weisse. Das kam bei den Konservativen in Washington gut an, die gegen Malcolm X, die Black Panthers und andere schwarze Rebellen kämpften. Waffenkontrolle wurde zum ideologischen Streitfall zwischen Demokraten und Republikanern, Links und Rechts.

Western und andere Fantasien

Anfangs waren Waffengesetze allein Frage der Staaten, Kommunen - und der Siedlergebiete im Westen. Die ersten lokalen Gun-Control-Gesetze sollten Schiessereien zwischen Cowboys eindämmen.

FILE - In this Aug. 30, 2012 file photo, actor Clint Eastwood addresses the Republican National Convention in Tampa, Fla. At the last Republican National Convention, the sight of Clint Eastwood onstage arguing to an empty chair quickly went viral. This time, Eastwood likely won’t be there and organizers are scrambling to ensure there aren’t any empty chairs onstage either. (AP Photo/Charles Dharapak, File)

Clint Eastwood Bild: AP/AP

Hollywood verklärte die Waffengewalt später zu Heldensagen. Waffenpolitik und Western-Klischee verschmolzen schnell miteinander: Die Filmgewehre von John Wayne und Clint Eastwood hängen in einem Museum der US-Waffenlobby NRA, Kinostar Charlton Heston, vormals ein Demokrat, leitete die NRA später jahrelang.

Film und Fernsehen fachten die US-Waffenfreude auch auf andere Weise an. «Rambo», die Lichtschwerter von «Star Wars», Thelma und Louise: Die Fiktion überhöhte Schusswaffen zu Werkzeugen des Guten. Umstritten ist, welchen Einfluss Waffengewalt in Kinofilmen oder auch die Brutalität von Videospielen auf die Täter der Massenschiessereien hatten. Bei vielen Amokläufer n der jüngeren Geschichte gibt es aber Hinweise darauf, dass sie von Ressentiments und Hass getrieben waren - und fast immer handelte es sich um weisse Männer.

Alte und neue Mythen

Die NRA beharrt darauf, dass sie für das Waffenrecht aller Amerikaner kämpft. Doch Kritiker werfen ihr vor, Waffen eigentlich nur in der Hand von Weissen sehen zu wollen: Man müsse nur alle Schwarzen bewaffnen - und prompt würde die NRA, wie schon in ihren Anfangsjahren, nach mehr Waffenkontrollen rufen, hiess es nach dem jüngsten Schulmassaker von Florida.

epa06554370 National Rifle Association (NRA) executive vice president and CEO Wayne LaPierre speaks at the 45th annual Conservative Political Action Conference (CPAC) at the Gaylord National Resort & Convention Center in National Harbor, Maryland, USA, 22 February 2018. CPAC kept LaPierre's speech off the official schedule, in the wake of the Stoneman Douglas High School shooting that killed 17 high school students.  EPA/JIM LO SCALZO

NRA-Chef Wayne LaPierre Bild: EPA/EPA

NRA-Chef Wayne LaPierre schürt als Reaktion auf die 17 Toten die alten Tyrannei-Ängste: Gott habe den Amerikanern Waffen «als unser Geburtsrecht» gegeben. Schuld an den Massakern seien die Demokraten, die Medien, das FBI und «europäische Sozialisten», die die USA von innen und aussen angriffen. Diese Paranoia findet vor allem in den ärmsten US-Regionen Zuspruch, deren Arbeiter sich von der Tech-Revolution und der Politik im Stich gelassen fühlen. Die Waffe - wie das Bergwerk und der Getreidesilo ein Symbol des «guten, alten Amerikas» - wird plötzlich zum Symbol des Kampfes gegen progressive «Eliten», wie es LaPierre sagte. (Lesen Sie hier ein Porträt über den NRA-Chef.)

NRA-Chef LaPierre im Video: «Wir werden noch lauter»

Video: YouTube/CNN

Von Freiheit zum Fetisch

Die Macht der NRA ist heute kulturell, finanziell und politisch. Unter dem Vorwand, Freiheiten zu pflegen, spendet sie Millionen an die Republikaner und sichert so den amerikanischen Waffenfetisch. Allein US-Präsident Donald Trump erhielt im letzten Wahlkampf mehr als 30 Millionen Dollar von der Waffenlobby.

Dank ihres Einflusses überstand die NRA ein vorübergehendes Verbot halbautomatischer Waffen («assault rifles»), das der Kongress 1994 nach einer Reihe von Schiessereien erlassen hatte. Als es 2004 auslief, mobilisierte die Gruppe ihre ganze Macht - mit Erfolg: Das Verbot wurde nicht verlängert, obwohl selbst die höchsten US-Gerichte geurteilt haben, dass der Besitz solcher Waffen nicht vom Zweiten Verfassungszusatz geschützt ist.

Heute sind in den USA rund 300 Millionen Waffen im Umlauf. Geld allein erklärt das nicht. Die moderne NRA reitet auf der gleichen Welle, die auch Trump zum Erfolg trieb - eine Kombination aus Wut, Ignoranz und Rassismus. Waffen bleiben das einzige Konsumgut, das allein zum Zweck des Tötens produziert wird. Zwei Drittel der US-Amerikaner begrüssen inzwischen strengere, sensible Waffengesetze, die freilich von den politischen Machthabern weiter verhindert werden - noch jedenfalls.

USA und Schusswaffen

«Fire back if a savage sicko comes to a school» – Donald Trump will Lehrer bewaffnen

Die Unheimlichen Staaten von Amerika: Alle 60 Stunden ein Waffen-Vorfall an einer Schule

58 Menschen starben in Las Vegas – jetzt verkauft die Ruag ganz in der Nähe ihre Munition

Das Flintenweib der NRA: Dana Loesch ist das Gesicht der US-Waffenlobby

Trump gibt Filmen und Games eine Mitschuld am Schulmassaker und sticht in ein Wespennest

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

54
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fabio Haller 26.02.2018 12:28
    Highlight Die Problematik mit Amokläufen in amerikanischen Schulen, darf nicht allein nur auf die Waffenlobby und die viel zu lockeren Waffengesetze geschoben werden. Es liegt auch auf die gessellschaftliche Abgrenzung der Täter und der darauffolgende Medienrummel um den Täter.

    Auch seht man nach jedem Amoklauf die Solidarität unter den betroffenen Schülern, mich würde es wundern wie sie denn zum Täter standen vor dem Amoklauf in Bezug auf Mobbing.

    Eher begrüsse ich vermehrte psychologische Unterstützung für Jugendliche

    Hier muss man die Schweiz auch loben. So viele Waffen im Umlauf. 0 Amokläufe
    2 0 Melden
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 25.02.2018 13:12
    Highlight Aber das wir CH-indianer ein Volk von Waffennarren und Sammlern sind wird hier allzu gerne Verschwiegen.

    Rundschau vor ein paar Jahren zum Thema Waffennarren an eine Messe in Luzern. Moderator fragt Bodenständigen Mann wieviel Waffen er den besitze? "Kein Kommentar", doch dann sagt sein Enkelkind ganz stolz und laut wie aus der Pistole geschossen: 325! Ich vergesse das nie mehr, die Schamestöte im Gesicht des Mannes. Er gab es dan peinlich berührt zu. Alles Pistolen und Gewehre.

    Seit das Krebsgeschwür Islamterror in Europa unterwegs ist haben auch bei uns die Waffenverkäufe zugenommen.
    4 19 Melden
    • sslider 25.02.2018 19:12
      Highlight und wie viel Amokläufe gab es in der Schweiz
      seitdem?
      20 1 Melden
  • My Senf 24.02.2018 15:53
    Highlight Hm

    Inzwischen ist ja alles so verschwommen dort drüben. Wie alles angefangen hat ?

    Tatsache ist, dass die USA eins der inhomogensten Länder ist da es kein "Volk" ist. Da vermischen sich Angelsächsische (Iren, Schotten & Waliser) mit "gemässigten" Europäern mit Stämmen aus Niger, Kongo und Sudan (die sich ja in Ihrer natürlichen Heimat auch bekriegten) sowie verschiedenen Latinos (Spanischer oder Uhreinwohner Herkunft)

    Für viele dieser Gruppen ist der besitz einer Waffe Absicherung das Ihr Mitbürger Ihnen nichts wegnimmt, so wie es früher an der Tagesordnung war (auch in den Western!)
    29 20 Melden
    • rodolofo 24.02.2018 16:59
      Highlight Falsch. Die USA sind viel homogener und uniformer, als wir von hier aus denken!
      Ausserdem sprechen alle dieses Englisch, das tönt, als hätte jemand beim Sprechen eine Kartoffel im Mund.
      Ganz anders in Europa!
      Hier haben wir wirklich sehr viele Kulturen und Sprachen, die unmöglich alle unter einen Hut zu bringen sind. Darum hat Europa heute auch keine Imperiale Kraft mehr und reibt sich in seinen inneren Konflikten auf, während die USA, Russland und China weltweit den Ton angeben.
      32 20 Melden
    • My Senf 24.02.2018 18:16
      Highlight Das Falsch gefällt mir supi beim Lesen deiner Ausführungen...

      Ähm ja, dass von hier aus mag für dich gelten aber nicht für jeden der hier kommentiert..

      Und Falsch die reden definitiv nicht alle Potato-Englisch. Spanisch ist die 2 verbreitetste Sprache in den USA und wird wenns so weiter geht in paar Jahren mehr gesprochen als Englisch.

      Du darfst natürlich ruhig bei deiner Meinung bleiben. Deine definition von imperialer Kraht ist allerdings Fehlerhaft just saying..
      19 5 Melden
    • rodolofo 24.02.2018 18:38
      Highlight @ My Senf
      Ist auch nicht von mir.
      Mir hat das jemand erzählt, der sonst immer alles weiss. Da habe ich mir gedacht, dass das auch stimmen müsste.
      6 22 Melden
  • redeye70 24.02.2018 14:52
    Highlight Wenn ich so alles zusammenfasse über die USA, die Spaltung der Nation, massives Gewaltproblem in der Gesellschaft, enorme Ungleichheit, hohe Verschuldung und viel zu viele Waffen. Es wird schon bald gewaltig knallen in diesem Land.
    18 9 Melden
    • Knety 24.02.2018 16:49
      Highlight Das denke ich nicht. Man fängt irgendwo einen Krieg an und schon steht man wieder zusammen. Das hat bisher immer bestens funktioniert.
      40 6 Melden
    • redeye70 24.02.2018 18:10
      Highlight Könnte natürlich auch sein. Aber es hat nicht immer besten funktioniert. Der Vietnamkrieg hatte das Land fast irreparabel entzweit. Mich dünkt auch, dass die USA seither nie mehr ganz so zusammenhielt.
      16 8 Melden
    • My Senf 24.02.2018 18:19
      Highlight Immer?

      Du meinst wie in Vietnam?!

      Kolleje, heute gib es fb und twitter, vergiss es. Die Schüler aus FL z.B. lassen nicht so leicht locker. Da haben die Grossbanken schon mal Verträge mit NRA aufgehoben Herz folgte und es kommt noch mehr.
      USA sind gespalten und es kommt knüppeldicke!
      11 8 Melden
    • Knety 24.02.2018 18:40
      Highlight Stimmt beim Vietnamkrieg war es anders. Leider wurde dazu gelernt.
      6 5 Melden
  • m. benedetti 24.02.2018 14:02
    Highlight Das mit den Waffen ist nicht so einfach zu beantworten. In den USA gibt es viele einsame Gebiete, z. Bsp. eine Tankstelle zwischen Las Vegas und Arizona. Weit und breit ist dies das einzige Gebäude. Und ich bin überzeugt, dass der Tankwart hinter dem Tresen mindestens eine Waffe griffbereit hatte. Also ich hätte eine.
    58 10 Melden
    • Beggride 24.02.2018 14:26
      Highlight Ich stimme dir absolut zu, doch darf ich eine Frage in den Raum stellen?
      Würdest du das auch auch bei alleinstehenden Haus in Europa behaupten?
      Ich denke es ist daher ein tiefgründiges, gesellschaftliches Problem, was die da haben.
      54 6 Melden
    • meine senf 24.02.2018 15:14
      Highlight Ja, aber das wäre dann vielleicht eine Schrotflinte oder so und nicht ein Maschinengewehr.
      33 7 Melden
    • aye 24.02.2018 15:15
      Highlight Der Tankwart braucht aber nur eine Waffe, weil der Täter davon ausgeht, dass er eine haben könnte.
      Wird bei uns eine Tankstelle überfallen, wird zwar auch oft mit einer Waffe gedroht, aber kaum je jemand erschossen. Geld weg und fertig. Würden noch überall Waffen rumliegen, gäbe es deutlich mehr Tote.

      Kann man jetzt gut oder schlecht finden, verschont aber ganz sicher einige Leben.

      Und wie abishot bereits geschrieben hat: Das selbe gilt auch für die Polizei, wenn Polizisten ständig damit rechnen müssen, dass geschossen wird, greifen sie auch schneller selbst zur Waffe.
      54 5 Melden
    • My Senf 24.02.2018 18:23
      Highlight Meine Senf ist aber nicht originell
      6 3 Melden
    • My Senf 24.02.2018 18:27
      Highlight Beggride, öffne nicht pandoras Büxe mit der frage...

      Natürlich all die Flüchtlinge und so die sind gefährlich...

      Bei den Amis waren es die Indianer, die Rocker, die Mexikaner oder die Schwarzen

      Ja das schlechte Gewissen sitzt tief. Vielleicht kommt ja mal ein Nachkomme vorbei dessen vorfahren umgebracht wurden damit jetzt da ne Tankstelle steht, cheggsch
      5 8 Melden
    • Kubod 24.02.2018 19:41
      Highlight @My Senf
      Ah. Es gibt Mustard zum Rauchen. Wusst ich nicht.

      In der Schweiz hat wohl ein Grossteil der Einfamilienhausbesitzer eine Waffe griffbereit.
      Hat auch was mit den offenen Grenzen zu Südosteuropa und der gestiegenen Einbruchskriminalität zu tun.
      So läuft das eben.
      Kann der Staat den Schutz nicht garantieren, muss man selber dafür sorgen.
      10 30 Melden
    • Beggride 24.02.2018 20:06
      Highlight @mysenf
      Ouh sorry, wollt ich nicht... Xd

      @kubod
      Der Unterschied ist halt, dass die meisten keine Munitiin haben und genügend überprüft wirden sind, psychisch in der Lage sind diese so zu gebrauchen, dass kein Schaden angerichtet wird. Klar, es gibt überall schwarze Schafe, der Unterschied ist halt nur, dass in den USA alle diese einfach so eine Waffe besitzen können.
      8 6 Melden
    • Mugendai 24.02.2018 21:34
      Highlight Beggride
      Immer diese Annahme, jeder Depp in den USA könne alles an Waffen haben. Da gibts eklatante Unterschiede zwischen den Staaten, ja sogar zwischen Städten im selben Staat! Kalifornien und Georgia sind Welten, NYC und NY Staat ebenfalls. Also Ball flach halten.
      7 2 Melden
    • Beggride 24.02.2018 22:21
      Highlight @mugendai
      Das mag ja alles stimmen, trotzdem haben sie landesweit (als staatliches Gesetz) im Vergleich zu uns extrem lasche Waffengesetze.
      Dass das nicht alle Pr9bleme oösen kann weiss ich auch, aber es wäre mindestens dezent besser.
      5 4 Melden
  • m. benedetti 24.02.2018 13:58
    Highlight Das mit den Waffen ist nicht so einfach zu beant
    11 18 Melden
  • Roland Strauss 24.02.2018 13:37
    Highlight Der Artikel suggeriert, dass die den Republikanern nahestehende NRA irgendetwas mit der Sklaverei zu tun hat. Tatsache ist allerdings, dass ausschliesslich Demokraten Sklavenbesitzer waren und sich anfänglich gegen ihre Befreiung wehrten. Hier ein interessanter historischer Abriss in Englisch: https://www.quora.com/Why-do-Democrats-seem-to-forget-that-the-KKK-was-founded-as-the-militant-arm-of-the-Democratic-party-after-the-Civil-War
    Dass die Mehrheit der Schützen weiss ist stimmt, aber gemessen am Bevölkerungsanteil sind Schwarze trotzdem überrepräsentiert.
    25 58 Melden
    • Fichtenknick 24.02.2018 14:32
      Highlight Es geht nicht um Republikaner vs Demokraten, sondern um Konservative vs Progressive. Man weiss, dass die Parteien von heute mit denjenigen von 1860 wenig zu tun haben. Wer das auslässt, wie du, ist unehrlich und manipulativ.
      46 7 Melden
    • Beggride 24.02.2018 16:10
      Highlight Die Schweiz war früher auch ein armes Land und katholische Kirche unterdrückte früher die Bevölkerung, na und?
      Es geht ums heute und die Zukunft bei solchen Diskussionen.
      13 6 Melden
    • rodolofo 24.02.2018 17:02
      Highlight Das suggeriert dieser Artikel nicht nur.
      Er weist es nach.
      Man muss auch unangenehmen Wahrheiten ins fratzenhafte Gesicht schauen!
      Dann ist man für die Fastnacht gerüstet.
      4 8 Melden
  • Neemoo 24.02.2018 12:50
    Highlight Das sagt mir schon alles!

    "Allein US-Präsident Donald Trump erhielt im letzten Wahlkampf mehr als 30 Millionen Dollar von der Waffenlobby."

    Eigentlich erklärt sich jetzt von selbst, wie die Politik und die Wirtschaft in den Staaten funktionieren.

    Toller Bericht, danke!
    132 23 Melden
    • w'ever 24.02.2018 13:03
      Highlight naja...
      ich glaube unsere politiker und deren "gönner" sind da nicht viel anders gestrickt.
      43 2 Melden
    • Flötist 24.02.2018 15:31
      Highlight So funktioniert jegliches Lobbying.
      26 0 Melden
    • rodolofo 24.02.2018 16:53
      Highlight In den Staaten?
      So wie ich das überblicke, ist das eigentlich überall mehr, oder weniger so.
      Und da die Menschen kein Helden-Gen haben und Herdentiere sind, werden sie der Masse in die Richtung folgen, in die sich die Masse in Bewegung setzt.
      Und währenddem sie das tun, werden sie sich lautstark über Staus beklagen...
      11 4 Melden
    • Saraina 25.02.2018 11:02
      Highlight Ja Neemoo, es zeigt, dass man in den USA weiss, wer wieviel an Wahlspenden zahlt. Ganz im Gegenteil zur Schweiz.... Hier läuft das ganz diskret.
      7 2 Melden
  • Zeit_Genosse 24.02.2018 12:49
    Highlight Wenn wir über Waffen und den Zugang dazu sprechen und historisch einreihen, vergessen wir die Frage, warum diese Mörder zur Waffe greifen und brutal töten. Das alleine auf die legale Verfügbarkeit von Waffen zu schieben heisst wegschauen. Die USA haben erhöhte Anzahl an Mehrfachmorden in Schulen im Vergleich zu anderen Staaten. Diese Mörder verbindet Angst, Frustration, und mangelnde Anerkennung, Wertschätzung und fehlende Eingliederung in Gruppen. Gleichzeitig muss man nicht nur das waffenvernarrte Hollywood (und FBI) hinterfragen, sondern auch die Medien die Mördern eine Bedeutung verleihen.
    55 9 Melden
  • saugoof 24.02.2018 12:49
    Highlight Was mir in dem ganzen "Freiheit" und "Recht" Gerede in den USA irgendwie abgeht ist wieso das Recht einer Person eine Waffe zu besitzen höher einzustuffen ist als das Recht einer anderen nicht erschossen zu werden.
    220 33 Melden
    • Slavoj Žižek 24.02.2018 12:59
      Highlight Ist hier ja nicht anders. Nur wird bei uns weniger auf Menschen geschossen
      9 18 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 24.02.2018 13:36
      Highlight Diese Aussage verallgemeinert dass jeder waffenträger auch ein potenzieller Mörder ist, dem ist aber nicht so. Im Umkehr Schluss, wenn alle Schusswaffen verboten werden werden die Amoklaufe und Morde nicht aufhören, lediglich Schusswaffen werden seltener als tatwaffe vorkommen.
      29 41 Melden
    • Beggride 24.02.2018 14:27
      Highlight @the destiny
      Und das heisst? Pro Mörder wenige Tote. Würdest du das nicht begrüssen?
      23 7 Melden
    • meine senf 24.02.2018 15:18
      Highlight Naja, Amokläufe ohne Schusswaffen würden sicher weniger Opfer fordern.

      In China gibt es ja immer wieder Amokläufe mit Messern. Ist zwar auch nicht lustig, aber mit Maschinengewehren gäbe es wohl 10x mehr Opfer.
      22 5 Melden
    • Flötist 24.02.2018 15:30
      Highlight Das Waffengesetz in den USA gehört massiv verschärft. Der Waffenkult dort ist absurd. Aber das Recht einer Person eine Waffe zu besitzen ist in den USA nicht höher eingestuft, als das Recht einer anderen Person nicht erschossen zu werden. Das ist eine ziemlich dümmliche Aussage.
      19 11 Melden
    • Slavoj Žižek 24.02.2018 16:39
      Highlight Die meisten Toten gibts durch illegal erworbene Waffen. Was da ein schärferes Waffengesetz bringen soll ist mir nicht ganz klar.
      12 25 Melden
    • Murky 24.02.2018 17:26
      Highlight Ja, potentiell ist jeder Waffenbesitzer ein Mörder. Jedenfalls ist er das um ein Vielfaches mehr wie einer der keine Waffe besitzt. Ich habe keine Waffe, also kann ich auch keinen erschiessen. So einfach ist das.

      Der Einbrecher hat keine Waffe weil ich keine habe. Der Polizist ist entspannter weil er nicht davon ausgehen muss dass ich eine Waffe habe. Es ist nicht unsere Kultur uns mit der Waffe verteidigen zu müssen...
      18 17 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 24.02.2018 18:10
      Highlight @Murky, jeder hat Waffen Zuhause in Mengen, all die Küchenmesser, Kabel, etc.

      "Kultur uns mit der Waffe verteidigen zu müssen..."

      Das ist wohl der entscheidende Unterschied.
      6 13 Melden
    • road¦runner 24.02.2018 18:12
      Highlight @ Murky
      Auch ein Stein kann als Waffe fungieren, oder schlicht und einfach deine Hände, mit welchen Du jemanden erwürgen könntest. Ob jemand ein Mörders ist abhängig vom Besitz einer Schusswaffe zu machen ist sehr oberflächlich, um es nett auszudrücken.
      Mir wäre kein Fall bekannt, in welchem ein NRA Member (bekannterweise Waffenbesitzer 😉 ) einen Amoklauf oder Massaker zu verantworten hätte.
      9 14 Melden
    • meine senf 24.02.2018 18:30
      Highlight Mit einem Kabel kann man weniger Menschen pro Minute ermorden als mit einem Maschinengewehr und man würde sich einem grösserem Risiko einer erfolgreichen Gegenwehr aussetzen. Wenn man eine ganze Gruppe, wie etwa eine Schule, damit angreifen würde, wäre man wohl sehr bald überwältigt.

      Ein anderes Beispiel wären aber LKWs, siehe Nizza-Attentat.
      15 2 Melden
    • SemperFi 24.02.2018 19:10
      Highlight @Murky: Waffenbesitzer sind ganz sicher nicht potentielle Mörder. Mord setzt besondere Skrupellosigkeit voraus und das trifft sicher auf die wenigsten Waffenbesitzer zu.
      9 1 Melden
    • Trump's verschwiegener Sohn 24.02.2018 19:15
      Highlight Die Amerikaner sind in unzähligen Belangen so lange auf der falschen Schiene gefahren, dass sie sich eingestehen müssten, dass das Meiste ihrer kurzen Geschichte maximal unnachaltige Scheisse ist. Kein Volk auf der Welt würde sich kulturelles Totalversagen als Ganzes eingestehen. Und auch alles was im Kleinen in diese Richtung zeigt wird verdrängt. So auch Deine Frage. Überarbeitet (permanent übermüdet), Medikamenten-abhängig, verschuldet, schlecht ernährt, voller Angst, Schulabschluss von einer miserablen öffentlichen (bezahlbaren) Schule. Mit solchen Leuten kann man alles anstellen.
      14 1 Melden
    • Murky 24.02.2018 23:38
      Highlight Ist so. Sie habens wirklich verkackt. Die Republik Serie zu den USA ist da sehr schön. Es zeigt auf was alles schiefläuft, und dass es wirklich sehr kompliziert ist... und letzten Endes sind dann noch 300 Millionen Waffen im Umlauf. Guet Nacht am Sächsi.

      Und ja, ich habe polarisiert mit meinem Post. Aber die Chance dass ich jemanden erschiesse ist aktuell nun mal gleich null, weil ich habe nichts womit ich jemanden erschiessen kann. Wer eine Schusswaffe hat, hat 100% mehr Chancen jemanden umzulegen. Das ist nun mal so, sorry. Klar ist es nicht so einfach. Aber im Kern ist es doch wahr, oder?
      6 3 Melden
  • abishot 24.02.2018 12:44
    Highlight Es sind ja nicht nur die Waffen selber. Die Schweiz hat auch eine sehr hohe Waffendichte, fast jeder hat ein StGw90 zu Hause, mit dem auch erheblicher Schaden angerichtet werden kann. Es geht um den Umgang und die damit verbundenen Gesetze. In der Schweiz würde es wenigen in den Sinn kommen, ihr Hab und Gut mit Waffengewalt zu verteidigen. So sind dann auch die Einbrecher nicht bewaffnet. In Amerika dreht sich die Gewaltspirale immer weiter nach unten. Das zeigt auch den Anstieg der Waffenverkäufe nach einem Massaker.
    161 24 Melden
    • Kubod 24.02.2018 12:53
      Highlight Soso. Weil die Hausbesitzer sich bewaffnen, müssen die armen Einbrecher auch unter Einsatz von Waffen ihrem Nachtwerk nachgehen. Die Armen. Dieser psychischenDruck. Schon bei der Beschaffung der Waffe, an der die Seriennummer entfernt wurde.
      Ich hab schon das Gefühl, in der Geschichte gibt's Opfer. Jemand, der das so sieht wie Du zum Beispiel. Bewaffnete Einbrecher seh ich eher nicht in der Rolle.
      28 89 Melden
    • Luku luku 24.02.2018 13:10
      Highlight Es geht eher darum dass die Gewalt eher eskaliert, wenn alle Schusswaffen zur Verfügung haben. Ein Einbrecher greift dann schnell zur Waffe, die Polizei muss bei jeder Bewegung Waffen vermuten und zur Sicherheit schiessen, Hoodie-tragende Jugendliche in der Nacht könnten einen bedrohen - > schiessen.

      Das Waffen eingesetzt werden, können Gesetze nicht verhindern. Aber in einer Welt leben, wo einen alleine die Präsenz von bewaffneten Wachmännern am Leben hält, wäre ja sonst eher in einem Krisengebiet der Fall.
      42 2 Melden
    • Christian Mueller (1) 24.02.2018 14:43
      Highlight Wenn es doch so einfach wäre, leider erschiessen sich 140 junge Männer mit ihrer Armeewaffe selbst. Mindestens so traurig, wie jeder Mord. Man sollte sich wirklich langsam hinterfragen, ob der Staat gratis Sturmgewehre an genau die Bevölkerungsgruppe abgibt, die am meisten suizidgefährdet ist: Junge Männer. Er verteilt ja auch nicht gratis Zündhölzer an Kinder...
      19 13 Melden
    • Mugendai 24.02.2018 21:37
      Highlight Der Baumarkt verteilt auch Seile zum kleinen Preis an Suzidwillige. Erhängen tun sich mehr als erschiessen.
      12 6 Melden
    • Saraina 25.02.2018 10:58
      Highlight Vor 50 Jahren war mein Grossvater, der mit seiner Familie weit ausserhalb des Dorfes in einem alleinstehenden Haus lebte, durchaus willens, seinen Besitz mit dem Schrotgewehr über seinem Bett zu verteidigen. Er hätte wohl kaum erst herausfinden wollen, ob der Einbrecher auch bewaffnet war. So wie er damals leben viele Amerikaner heute noch.
      6 0 Melden
    • Saraina 25.02.2018 11:15
      Highlight 27% der männlichen Suizidenten erschiessen sich, aber nur 3% der Frauen. Dieser Umstand dürfte schon damit zusammenhängen, dass weniger Frauen eine Waffe besitzen. Zudem steht das Seil im Baumarkt nicht 24 Stunden zur Verfügung, wie es die Waffe zu Hause tut, und er eignet sich deutlich schlechter für den erweiterten Suizid. Würden die Opfer der erweiterten Suizide dazugezählt, stünden Schusswaffen weit vor Erhängen in der Statistik.
      3 2 Melden

Die grosse 9/11-Verschwörung – und was davon zu halten ist

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 erschütterten die Welt. 17 Jahre danach sind viele immer noch überzeugt, dass es sich um eine von den USA inszenierte Verschwörung handelte. Wir machen den Reality Check.

Es ist eines jener weltgeschichtlichen Ereignisse, bei denen jeder Mensch genau sagen kann, wo er sich aufgehalten hat, als er davon erfuhr. Am 11. September 2001 rasten zwei Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center (WTC) in New York. Eine weitere Maschine kollidierte mit dem Pentagon in Washington, und ein vierter Jet, der vermutlich in Richtung Washington unterwegs war, zerschellte im Bundesstaat Pennsylvania am Boden.

Die Anschläge von 9/11 erschütterten die Welt. Als …

Artikel lesen