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U.S. Republican presidential candidate Donald Trump addresses the crowd during a campaign rally in Grand Rapids, Michigan, December 21, 2015. REUTERS/Rebecca Cook

Bild: REBECCA COOK/REUTERS

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr dümmer, … kommt Trump und macht Sexismus-Vorwürfe

Donald Trump gilt als einer der grössten Machos im US-Wahlkampf. Doch ausgerechnet er wirft der Demokratin Hillary Clinton Sexismus vor – die Präsidentschaftsbewerberin instrumentalisiere ihren Mann.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der für seine markigen, antifeministischen Worte bekannte US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat seiner Konkurrentin Hillary Clinton Sexismus vorgeworfen. «Hillary spielt die Frauen-Karte», sagte der Republikaner in einem Interview mit dem Sender Fox News.

Auf Twitter legte Trump nach. Der Demokratin warf er vor, sie würde ihren Ehemann, den früheren US-Präsidenten Bill Clinton, im Wahlkampf instrumentalisieren – während sie ihm, Trump, eine Vorliebe für Sexismus vorwerfe.

Mit dem Tweet spielt Trump auf Clintons Äusserung an, ihren Gatten kommenden Monat mit auf Wahlkampf-Tour nehmen zu wollen. Ein Verhalten, wie es für männliche Bewerber und deren Partnerinnen häufig üblich ist.

Doch damit nicht genug: Der für seine frauenverachtenden Sprüche bekannte Trump gibt sich auf Twitter plötzlich als Frauenversteher. Statt über angebliche Menstruationsprobleme einer Moderatorin zu schwadronieren äussert er sich nonchalant und sagt, er habe jede Menge Respekt vor Frauen. Unter anderem schrieb er in einem Tweet: «Ich werde viel mehr für Frauen tun als Hillary, und ich werde das Land sicher halten, was ihr nicht gelingen wird».

Trump vor Carson

Diese jüngste Posse wird im Wahlkampf zur amerikanischen Präsidentschaftswahl Anfang November 2016 wohl nicht die letzte sein. Seine Anschuldigungen an Clinton entsprächen dem Fairplay, sagte Trump bei Fox News. «Wir alle müssen fair kämpfen, für das Land, die Bevölkerung und jedermann», sagte er dem Sender.

Clinton hatte sich zuvor in einem Interview mit dem Des Moines Register darüber beklagt, der Milliardär zeige seinerseits eine Vorliebe für Sexismus. Die Vulgarität der Debatte schockiere sie allerdings nicht.

Donald Trump lieferte sich bei den Republikanern zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Ben Carson. Inzwischen liegt er weit vorne, gefolgt von Ted Cruz. Insgesamt kämpfen bei den Republikanern aber noch zwölf Frauen und Männer um die Nominierung – Lindsey Graham gab kurz vor Weihnachten auf.

Die Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl

Ex-Aussenministerin Clinton hat bei den Demokraten dagegen gute Chancen auf die Kandidatur. Laut einer CNN-Umfrage kurz vor Weihnachten liegt sie mit 58 Prozent weit vor dem linksliberalen Bernie Sanders, der in der Wählergunst auf 30 Prozent kommt. (apr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie woof 28.12.2015 11:12
    Highlight Highlight Also Trump würde sehr gut zu Erdogan und Co passen, die grossen Führer scheinen alle einen an der Waffel zu haben....
  • SuicidalSheep 28.12.2015 10:48
    Highlight Highlight Man kann nur hoffen, dass Trump nicht gewählt wird. Er kommt mir vor wie ein Kind im Sandkasten, der den anderen Kindern die Sandburg kaputt macht weil sie schöner sind und die Schuld dann einem Mädchen / Muslim / Homosexuellen in die Schuhe schiebt.

    Macht keinen Sinn? Auch egal. Trump macht auch keinen Sinn.
  • Kane_17 28.12.2015 10:09
    Highlight Highlight Das Schlimme ist ja, jedes Mal wenn er so etwas rauslässt bekommt er mehr und mehr Anhänger...
  • Zeit_Genosse 28.12.2015 09:56
    Highlight Highlight Wenn es Milliardären langweilig wird, versuchen sie es auch mal mit Politik. Kommt selten gut. Ist nicht nur ein US-Phänomen.
  • MaskedGaijin 28.12.2015 09:37
    Highlight Highlight was genau will der eigentlich? der weiss doch selber das er nie präsident wird. alles nur show für sein krankes ego?
  • TheDude10 28.12.2015 08:28
    Highlight Highlight Fals Trump gewählt werden würde, bräche ein noch dunkleres zeitalter über die ganze welt ein.
    Man giebt einem Affen nicht den Zerstörungsknopf. Dieser Mann ist offensichtlich ein Psychopath. in europa würden sich die sogar rechtsextremen von ihm distanziren.
    • kurt3 28.12.2015 09:43
      Highlight Highlight In Europa vielleicht. In der Schweiz bin ich mir nicht so sicher . Siehe unten , siehe Kommentare in Tagi-online , etc.
  • Sillum 28.12.2015 08:05
    Highlight Highlight Kein Watson-Tag ohne Prügel, Häme, Beleidigungen, Schimpf und Schande für Trump. Habt ihr von der Redaktion vielleicht etwas falsch verstanden? Nur zur Sicherheit: Ihr wisst schon, dass Trump in Amerika und nicht etwa für die SVP hier in der Schweiz kandidiert.
    • Gleiser 28.12.2015 09:11
      Highlight Highlight Ein US-Präsident ist auch für die Schweiz ziemlich wichtig. Just saying.
    • FrancoL 28.12.2015 10:31
      Highlight Highlight Entweder Sie verstehen die Zusammenhänge und Auswirkungen eines US Präsidenten für die EU und CH nicht oder was viel schlimmer wäre: Sie sind ein Trump Fan.
    • Mishach 28.12.2015 19:16
      Highlight Highlight Wer in den USA lebt und Trump beinahe taeglich am TV anhoeren muss, fragt sich, warum Watson NICHT taeglich Prügel, Häme, Beleidigungen, Schimpf und Schande für Trump bringen sollte. Erwiesenermassen ist er ein Psychopath und lediglich ungebildetes Volk johlt ihm zu. An den Wahltagen sieht es dann anders aus. Sonst hilf uns Gott !
  • Anam.Cara 28.12.2015 07:26
    Highlight Highlight Endlich mal einer, der die Dinge beim Namen nennen darf. Ich hatte es ja schon lange vermutet, aber dank Donald Trump ist es jetzt erwiesen: Hillary Clinton ist eine Frau!
    (sarkasmus off)

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