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Santa Claus Schmitt-Matzen: «Ich habe verstanden, dass dies die Rolle ist, die ich spielen muss. Für sie und für mich.» Eric J. Schmitt-Matzen/Facebook

Die traurigste Weihnachts-Geschichte ever: 5-Jähriger stirbt in den Armen von Santa Claus

Es war ein schwerer Gang für Santa-Claus-Darsteller Eric Schmitt-Matzen, als er ans Krankenbett eines Fünfjährigen gerufen wurde – es wurde ein Abschiedsbesuch. Das Kind starb in den Armen des Weihnachtsmanns.

13.12.16, 16:38 13.12.16, 17:14

Ein Artikel von

Eric Schmitt-Matzen sieht so aus, wie man sich einen Weihnachtsmann für seine Kinder wünscht: Langer Rauschebart, gezwirbelte Schnauzbart-Enden, buschige Augenbrauen und ein freundliches Gesicht. Für sein aussergewöhnlich gut gepflegtes Gesichtshaar wurde er sogar mal mit einem Bart-Styling-Preis geehrt.

Doch in diesem Jahr sind Äusserlichkeiten für den professionellen Santa Claus aus Knoxville, Tennessee, sehr, sehr unwichtig geworden. Wie der «Knoxville News Sentinel» berichtet, hatte der 60-jährige Ingenieur vor mehreren Wochen eine so bewegende Begegnung, dass er danach nur noch weinen konnte. Eine Pflegekraft aus dem örtlichen Krankenhaus hatte Schmitt-Matzen gebeten, vorbeizuschauen und einem schwer kranken Fünfjährigen einen Besuch abzustatten. Schmitt-Matzen sagte sofort zu.

Er sei allein ans Krankenbett des Jungen getreten, der bereits sehr schwach gewesen sei. Im Hospital entspann sich folgender Dialog:

«Hi, ich habe gehört, du wirst Weihnachten verpassen? Das kann gar nicht sein, denn du bist mein Helfer Nummer eins.»

«Bin ich das?», fragte der Junge.

«Sicher», sagte Schmitt-Matzen und überreichte ein Geschenk, das die Familie ihm zuvor zugesteckt hatte.

«Sie sagen, dass ich sterben werde», sagte der Junge.

«Kannst du mir einen grossen Gefallen tun?», fragte Santa Claus.

«Sicher.»

«Wenn du vor der Himmelstür ankommst, sag ihnen, dass du Santa Claus' bester Helfer bist, und dann werden sie dich reinlassen.»

«Werden sie?», fragte der Junge.

«Sicher.»

Dann, so erinnert sich Schmitt-Matzen im Interview, habe ihn der Kleine fest umarmt und noch eine Frage gestellt: «Santa Claus, kannst du mir helfen?» Er habe ihn umarmt, aber bevor er habe antworten können, sei der Junge in seinen Armen gestorben. «Ich habe ihn weiter umarmt und ihn an mich gedrückt.»

Als die Familie verstanden habe, dass ihr Sohn gestorben war, sei die Verzweiflung riesig gewesen. «Nein, noch nicht», habe die Mutter gerufen. Er sei sofort nach Hause gefahren, so Schmitt-Matzen. «Ich habe den ganzen Weg geweint.» Noch tagelang sei mit ihm nichts anzufangen gewesen, so sehr habe ihn das Erlebnis erschüttert. «Ich habe darüber nachgedacht, den Job nie wieder zu machen.»

Aber dann habe er spielende Kinder gesehen und verstanden, dass er weitermachen müsse. «Ich habe verstanden, dass dies die Rolle ist, die ich spielen muss. Für sie und für mich.»

Santa Claus Schmitt-Matzen berichtet von seinem Erlebnis mit dem sterbenden Jungen. Video: YouTube/MemoryHD

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HolzöpfelundZipfelchappe 15.12.2016 15:09
    Highlight Wirklich sehr rührend, wäre es denn nicht "fake".
    https://www.indy100.com/article/christmas-fake-news-child-hoax-7476386
    1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 18:32
    Highlight Der Dialog ist tröstend, aber religiös konotiert. Was aus dem Artikel nicht hervorgeht: Warum war der Bub der beste Helfer von "Santa Claus"? Auch ein sterbendes Kind hat Anrecht auf Ehrlichkeit. Es sollen nicht Allgemeinplätze gesagt werden. Das ist gerade in den letzten Stunden wichtig.
    68 152 Melden
    • lilas 13.12.2016 18:50
      Highlight Güte ist wichtig. Und Geborgenheit. Und das hat das Kind bekommen.
      Hätte er ehrlich sagen sollen: "hallo ich bin nur verkleideter Opa und du stirbst jetzt und ich weiss nicht was danach kommt denn bisher kam keiner zurück"...?
      72 2 Melden
    • DomiNope 13.12.2016 18:54
      Highlight Dein Ernst jetzt?!
      Du würdest also einem sterbenden Kind sagen, dass es seinen Helden nicht gibt?
      61 1 Melden
    • Cerulean 13.12.2016 19:02
      Highlight Ideologischer Seich, den du hier zusammenschreibst! Was ist den besser: ein Kind, das mit einem Lächeln über eine Lüge stirbt, oder eines, das im Sterben die Wahrheit beweint?
      66 1 Melden
    • Raembe 13.12.2016 19:16
      Highlight In den letzten Stunden sollte ein Kind glücklich sein, also hat er sein Ziel erreicht!
      48 1 Melden
    • ast1 13.12.2016 19:22
      Highlight "Auch ein sterbendes Kind hat Anrecht auf Ehrlichkeit."

      Genau, wäre doch ein guter Zeitpunkt gewesen um ihm zu sagen, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt... *smh*
      43 4 Melden
    • Goon 13.12.2016 19:23
      Highlight Hast du selber Kinder?
      22 20 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 20:26
      Highlight Es geht in meinem Kommentar doch nicht um die Figur des Santa Claus. Das ist eine wichtige Figur, die in einem zentralen Moment für das Kind in seiner ganzen Symbolik da war. Es geht in meinem Kommentar um die Behutsamkeit in der Wortwahl in so einem wichtigen Augenblick.
      41 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 20:44
      Highlight Wie wäre es damit :

      Ich bin Santa Claus und ich wurde heute nur zu dir geschickt. Denn ich weiss, du brauchst mich jetzt mehr als alle anderen Kinder.
      Es ist gut hier zu sein. Ich als Santa Claus werde Kindern in der ganzen Welt erzählen, wie tapfer du bist und wie wichtig du für Santa Claus bist. Und wenn ich dann mit meinen Rentieren in den Himmel hochsteige, schreibe ich deinen Namen in die Wolken.
      72 4 Melden
    • Raembe 13.12.2016 20:54
      Highlight Naja das Kind indirekt auf seine Krankheit hinweisen, ist auch nicht gerade super. Aber ich weiss jetzt wie es Du gemeint hast.
      7 1 Melden
    • lilas 13.12.2016 21:00
      Highlight @Joël"Auch ein sterbendes Kind hat Anrecht auf Ehrlichkeit. Es sollen nicht Allgemeinplätze gesagt werden. Das ist gerade in den letzten Stunden wichtig."das waren Deine Worte und darauf wurde reagiert.
      Dann machst Du den Vorschlag was Santa sagen könnte
      Sehr schöne Idee finde ich aber entspricht ja genausowenig der Wahrheit und von daher denk ich, dass der Mann das sagte was er für richtig hielt und es für das Kind gut war. Wenn Du da gewesen wärst und Deine Geschichte erzählt hättest wäre es auch gut gewesen. In so einem Augenblick reagiert jeder aus dem Herzen heraus und nur das zählt.
      15 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 21:59
      Highlight @lilas: Mit der Symbolfigur des Santa Claus zu agieren ist meiner Ansicht ein Unterschied als die Bedingung zu setzen, dass das Kind nur in den Himmel kommt, weil er zum Helfer des Santa Claus erwählt wurde. Es gibt die Symbklik der Figur, die in dem Moment wahr ist für das Kind und es gibt religiös konotierete Botschaften, die an Bedingungen geknüpft sind. Das ist ein qualitativer Unterschied der "Wahrheit".
      16 6 Melden
    • Raembe 13.12.2016 23:06
      Highlight Ich interpretier diese Aussage von Santa anders. Diese sollte mMn dem Kind Zuversicht geben und ihm die Angst vor einer allfälligen Hölle nehmen.
      4 0 Melden
    • lilas 13.12.2016 23:35
      Highlight Ich glaube nicht dass sich der Mann in diesem Moment auch nur halb so viele Gedanken gemacht hat wie Du oder dass er bewusst Bedingungen stellen wollte.
      Hast Du schon Sterbende begleitet? In dem Moment zählt, dass man da ist und für die allermeisten ist es ja nicht alltäglich in dieser Situation zu sein und so wie ich die Geschichte verstanden habe, war es auch für diesen Mann nicht alltäglich.
      9 2 Melden
  • insomniac 13.12.2016 17:50
    Highlight Meine Güte, wie sehr kann man bitte auf die Tränendrüse drücken?
    6 107 Melden
    • lilas 13.12.2016 18:17
      Highlight Zu wenig geschlafen?
      69 4 Melden
    • Turist 13.12.2016 20:37
      Highlight @insomniac
      Du hast keine Kinder, stimmts?
      Anders kann ich mir deinen herzlosen Kommentar nicht erklären.
      23 4 Melden
  • Goon 13.12.2016 17:35
    Highlight Sitze im Zug und muss gerade sehr fest die Tränen unterdrücken.....
    62 3 Melden
    • moana 13.12.2016 18:29
      Highlight ich auch :(
      31 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 19:51
      Highlight Warum unterdrücken? Ist Emotionalität etwas Schlechtes?
      11 7 Melden
    • DerElch 13.12.2016 21:14
      Highlight Ich konnte sie nicht unterdrücken und hab jetzt nasse Wangen. Wars wert - der gute Mann hat einem Jungen den Tod "versüsst" und ihm ein Lächeln gezaubert, fantastisch.
      11 1 Melden
  • Mia_san_mia 13.12.2016 17:34
    Highlight Oh mein Gott, das ist echt bewegend :-(
    33 2 Melden
  • stimpy13 13.12.2016 17:09
    Highlight Sehr traurig und bewegend... Dem Jungen hat Schmitt-Matzen wahrscheinlich ein paar sehr schöne und behütete letzte Minuten seiner Zeit hier geschenkt - das hoffe ich zumindest aus fester Überzeugung.
    95 3 Melden
    • JimmyNieCricket 13.12.2016 17:48
      Highlight Ich hoffe mit und bin dankbar für die Zeit mit meinen Liebsten. Free hugs für alle
      46 1 Melden

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