International

Riesiger Staudamm in Kalifornien droht zu brechen – Notstand ausgerufen

13.02.17, 09:58 13.02.17, 12:31

Sieht nicht gut aus: Der Staudamm Oroville. Bild: EPA/CALIFORNIA DWR

Wegen der kritischen Lage an einem riesigen Staudamm hat Kalifornien den Notstand für mehrere Bezirke ausgerufen. Nach tagelangen Regenfällen ist der Damm des Oroville-Stausees an seine Belastungsgrenze gestossen.

Die Anlage stand wegen eines beschädigten Abflusskanals vor dem Zusammenbruch - das Wasser könnte Teile des US-Bundesstaats überfluten. Gouverneur Jerry Brown rief am späten Sonntagabend (Ortszeit) den Notstand für die Bezirke Butte, Sutter und Yuba aus. Einige Stunden zuvor hatte die Polizei rund 188'000 Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben.

Brown sprach von einer «sehr ernsten Situation». Die Lage sei komplex und verändere sich sehr schnell. Die Mitteilung der Polizei war mehrfach mit dem Hinweis «Dies ist keine Übung» versehen.

Sollte der beschädigte Kanal den abfliessenden Wassermassen nicht standhalten, sei mit einer Flutwelle zu rechnen, die weite Teile der Region rund um den See treffen könne. In den drei genannten Bezirken wurden zahlreiche Notunterkünfte für die Einwohner bereitgestellt.

Der nur im Notfall genutzte Abflusskanal des Staudamms wies den Angaben nach starke Erosionsschäden auf. Um eine Katastrophe zu verhindern, ordnete die kalifornische Wasserbehörde DWR die kontinuierliche Reduzierung des über den kaputten Kanal abfliessenden Wassers an.

Bild: HANDOUT/REUTERS

Die Massen wurden nach und nach wieder auf den Hauptabfluss umgeleitet - der allerdings erst in der vergangenen Woche wegen eines Loches geschlossen worden war. Der Not-Abfluss war damit nur wenige Tage im Einsatz, bis er zusammenzubrechen drohte.

Die 235 Meter hohe und rund 2300 Meter lange Anlage liegt etwa 125 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sacramento. Sie staut den Oroville-See auf und dient der Stromgewinnung.

Das dürregeplagte Kalifornien war in den zurückliegenden Tagen in Teilen von heftigen Regenfällen überrascht worden. Bewohner mussten aus ihren Häusern gerettet werden, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war.

In dem Bundesstaat war fünf Jahre lang zu wenig Regen gefallen. 2014 wurde sogar ein Dürre-Notstand ausgerufen. Die Einwohner wurden angewiesen, weniger Wasser zu verbrauchen. (sda/dpa)

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49
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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nathanael 13.02.2017 19:15
    Highlight Rekord-Regen folgt auf Rekord-Dürre, aber momoll der Klimawandel ist eine Lüge und sicher steckt ein muslimischer Mexikaner dahinter!
    5 2 Melden
  • Mikee 13.02.2017 18:27
    Highlight Hier der LIVE Stream:
    7 0 Melden
  • Saraina 13.02.2017 18:09
    Highlight Der längst fällige Unterhalt an diesem Damm wäre vielleicht noch vor der Mauer in Angriff zu nehmen!
    10 1 Melden
  • lilie 13.02.2017 17:08
    Highlight Liebe Amis

    Notfallinfrastrukturen wie dieser Abflusskanal muss man regelmässig überprüfen und in Stand halten.

    Nicht erst in einem Notfall imfall.

    #gratisEntwicklungshilfeausderSchweiz
    32 5 Melden
    • strieler 13.02.2017 18:33
      Highlight andere habens auch schon versucht -

      3 0 Melden
  • karl_e 13.02.2017 16:29
    Highlight mercury news: http://www.mercurynews.com/2017/02/12/oroville-dam-feds-and-state-officials-ignored-warnings-12-years-ago/
    So ein paar grüne Spinner - Friends of the River, the Sierra Club, South Yuba Citizens League - warnten offenbar schon vor 12 Jahren, dass es bei einer Ueberflutung des Dammes zu Schwierigkeiten kommen könnte. Und es kommt.
    21 1 Melden
  • sheshe 13.02.2017 16:22
    Highlight Das ist übrigens das Loch...
    25 0 Melden
  • pamayer 13.02.2017 14:59
    Highlight Oh du grosse Scheisse. Könnte nass werden...
    Also Zürich wäre innert kurzer Zeit ebenfalls ein Aquarium, wenn der sihlsee Damm brechen würde.

    Hoffentlich waren an besagtem kalifornischen Damm keine Mexikaner, keine Muslime, keine Frauen und keine Afroamerikaner beteiligt. Nur stramme Republikaner.
    9 22 Melden
  • Rumbel the Sumbel 13.02.2017 14:08
    Highlight Und jetzt ist Trump Schuld daran! Oder ist es Obama? Oder etwa Clinton? Oder doch nicht etwa John Wayne! Oder sogar der Terminator! Wir machen es uns schon einfach mit Schuldzuweisungen! Kommt mir so vor, wie bei Verbrechen, wo die Fehler viel bei anderen gesucht wird!
    17 38 Melden
    • lilie 13.02.2017 17:03
      Highlight Die Chinesen sind schuld. Die haben dieses Loch bloss erfunden, um der USA zu schaden.
      22 1 Melden
  • Rendel 13.02.2017 13:59
    Highlight Der Artikel beschreibt sehr schlecht, was da nun warum alles passieren kann. Pfusch!
    36 3 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2017 16:34
      Highlight Hilf uns!
      7 1 Melden
    • Rendel 13.02.2017 16:44
      Highlight Würd ich gern wenn ich aus dem Artikel wirklich schlau geworden wäre. 😏
      14 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2017 17:05
      Highlight :-)
      3 1 Melden
  • Süffu 13.02.2017 13:19
    Highlight So könnte doch Trump versuchen ans Mauerbau-Geld von Mexico zu kommen. Er müsste sagen er baue die Mauer um Mexico vor Flutschäden zu bewahren. Jede Wette der Durchschnitts-Trump-Wähler würde ihm das abkaufen.
    37 21 Melden
    • Cash 13.02.2017 15:52
      Highlight Und der Trumo wähler ist bekanntlich Mexikaner? Oder wie?
      14 1 Melden
  • Zarzis 13.02.2017 13:17
    Highlight Man-O-Man!
    Da versuchte Obama jahrelang mehr Geld für die Infrastruktur bereit zu legen, wurde er immer von den Reps gestoppt, die sagten, es istwichtiger um das geplante Geld Steuern zu Senken!
    Jetzt fällt das Versäumnis halt in Ihre Präsidentschaft. Es ist nicht das einzige Gebäude das solche Probleme hat in den USA und diese Nachrichten werden sich massive mehren.
    57 13 Melden
  • Toerpe Zwerg 13.02.2017 12:23
    Highlight Es ist nicht "der riesige Damm", der zu brechen droht, sondern eine Struktur zum kontrollierten Ablassen von Wasser (Spillway) droht zu brechen. Daraus würde ein unkontrolliertes Ablassen von Wasser resultieren - nicht zu vergleichen mit einem Bruch des Damms.
    100 3 Melden
    • Deverol 13.02.2017 12:59
      Highlight Nicht ganz richtig. Die Beschreibung im Artikel, die von SPON übernommen wurde, ist aber sehr verwirrend, ein "Abfluss droht zu brechen". Da kann man sich denken "Na und, fliesst da ja sowieso ab."

      Was zu erodieren droht ist der im ersten Bild dieses Artikels ersichtliche Felskamm. Dieser befindet sich direkt links neben/westlich des Notüberlaufs und es ist nicht sicher, ob er durch das überlaufende Wasser einbrechen könnte.

      Auf Wikipedia ist dieser Fels in einem Bild gut ersichtlich, links des Notüberlaufes.

      Quelle bezüglich betroffenem Staudammteil:
      15 1 Melden
    • Makatitom 13.02.2017 13:28
      Highlight Ich habe auf ARD gesehen, dass durch das Loch im Hauptabfluss die Gefahr besteht, dass der Damm unterspült wird, und dann kann er sehr wohl zusammenbrechen
      23 1 Melden
  • Pisti 13.02.2017 12:16
    Highlight Obomber und Bush haben halt lieber Krieg geführt und sich selber bereichert als etwas in die marode Infrastruktur zu investieren. Jetzt liegt es an Trump den Karren aus dem Dreck zu ziehen.
    22 128 Melden
    • Firefly 13.02.2017 12:34
      Highlight Mit wessen Geld? Die Mexikaner kann er hierfür wohl nicht "gewinnen", die Reichen zahlen "keine" Steuern, der Staat hat kein Geld.

      Nimmt mich nun echt wunder wie er diesen Karren aus dem Dreck zieht und gleichzeitig die Steuern senken will. Bin gespannt.
      68 8 Melden
    • Amadeus 13.02.2017 13:02
      Highlight @Pisti
      Das hat mit Obama, Bush oder Trump wenig zu tun. Der Betrieb des Dammes liegt in der Zuständigkeit des California Department of Water Resources.
      30 4 Melden
    • Pisti 13.02.2017 17:47
      Highlight Ahja dann wars haltNoldi, der das vernächlässigt hat. Wie war das nochmals, unter ihm können die Leute beruigt schlafen, nur nicht Zuhause. 😉
      0 2 Melden
  • Hugo Wottaupott 13.02.2017 11:57
    Highlight Atomstrom produziert wenigstens Wetter (Wolke) wenn er chabotgeht.
    11 69 Melden
    • Duweisches 13.02.2017 12:39
      Highlight Eine Überschwemmung kann genauso als Wetter angesehen werden ;P
      33 2 Melden
  • osaliven 13.02.2017 11:47
    Highlight Wurde 2015 schon bei John Oliver thematisierte.
    41 1 Melden
    • gesetzesbecher 13.02.2017 13:27
      Highlight Unsere Dämme sind ja auch nicht jünger als die amerikanischen, haben unsere auch solche Schwachstellen, welche auf die Baustandards der 50er-Jahre zurückgehen?
      10 6 Melden
    • HotShot 13.02.2017 16:24
      Highlight Denke nicht in dem Stil @gesetzesbrecher.
      Unsere Dämme unterstehen genaueren Kontrollen und Bewilligungen.
      7 0 Melden
    • Leon1 13.02.2017 16:55
      Highlight Unsere Dämme werden inspiziert.
      Das ist der kleine aber feine Unterschied, der sich nach 50 Jahren dann zeigt
      7 1 Melden
    • Hierundjetzt 13.02.2017 17:08
      Highlight Unsere Dämme sind allesamt aus Beton. Sogar im Hochgebierge.
      3 1 Melden
    • wasylon 13.02.2017 19:57
      Highlight @hierundjetzt der Göscherneralpsee ist ein bepflanzter Erddamm, die Dammkrone ist 700 m lang. https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6scheneralpsee
      1 0 Melden
    • Hierundjetzt 13.02.2017 20:54
      Highlight Wasylon. Ok. Aber unsere Stauseen mit ähnlichen Ausmassen wie der Kalifornische sind nicht mit Erdreich bewehrt. Gerade auch darum, dass einem möglichen Unterspühlen entgegengewirkt werden kann
      0 0 Melden
    • wasylon 13.02.2017 22:32
      Highlight Das ist schon richtig. Aber auch in der Schweiz läuft nicht alles 100% Vorbildlich was die Sicherheit angeht.
      http://www.srf.ch/news/schweiz/schweizer-staudaemme-bergen-risiken-bei-erdbeben
      1 0 Melden
  • walsi 13.02.2017 10:10
    Highlight Als Zyniker würde ich jetzt sagen, dass die USA besser mehr Geld in die Infrastruktur gesteckt hätten und weniger in Kriege.
    145 4 Melden
    • däru 13.02.2017 10:16
      Highlight Aber die investieren doch so viel Geld in Mauern!?
      128 7 Melden
    • Gummibär 13.02.2017 10:47
      Highlight Gar nicht zynisch, Dein Kommentar. Die Infrastruktur bröckelt im ganzen Land.Hier liessen sich auch Arbeitsplätze finden.
      117 0 Melden
    • Posersalami 13.02.2017 11:28
      Highlight Ohne ihn jetzt verteidigen zu wollen, aber ist das nicht exakt das, was Trump machen will?
      61 3 Melden
    • Werner Wutmensch 13.02.2017 11:53
      Highlight Dam(n) it!
      21 2 Melden
    • Firefly 13.02.2017 11:57
      Highlight @Gummibär richtig nur hat der Staat ja enorme Schulden und kein Geld wegen dauernden Steuererleichterungen für Reiche.
      36 3 Melden
    • chilli37 13.02.2017 12:01
      Highlight John Oliver hat diesem Thema vor ca. 1 Jahr einen Bericht gewidmet.

      21 3 Melden
    • Gummibär 13.02.2017 12:02
      Highlight Vorläufig will er die "job creation" der Privatindustrie aufbürden und diese mit Schutzzöllen schützen repektive abstrafen, wenn sie ihre Produktion ins Ausland verlegen.
      Der Bau und die Reparatur von Dämmen und Entwässerungssystemen wäre eine Aufgabe für das United States Army Corps of Engineers mit derzeit über 30 000 Zivilangestellten.
      17 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2017 12:33
      Highlight Als Ralist würde ich entgegnen, dass der Unterhalt dieses Staudamms im Kompetenzbereich des Gliedstaats Kalifornien liegt und Kalifornien keine Kriege führt.
      20 7 Melden
    • Gummibär 13.02.2017 16:02
      Highlight Ein Sachkundiger würde folgendes entgegnen :

      "The USACE is responsible for investigating, developing and maintaining the nation's water and related environmental resources"

      in Friedenszeiten, innerhalb der USA.
      0 0 Melden
    • walsi 13.02.2017 16:27
      Highlight @Toerpe: Jetzt stellt sich die Frage wie viel Gels musste Kalifornien an den Bund überweisen, ist ja ein netto Zahler, und hatten sie deswegen kein Geld für den Unterhalt?
      1 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2017 16:55
      Highlight Nope @ Gummibär, das würde ein Sachunkundiger entgegnen, der gerade eben Google angeworfen hat und den ersten Hit ungenau gelesen oder nicht verstanden hat.

      Ein Sachkundiger würde auf das DWR verweisen: http://www.water.ca.gov/#

      1 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2017 17:04
      Highlight Netto-Zahler? Wovon denn?

      Die Budgetkrisen in CA sind hausgemacht.
      0 0 Melden
    • walsi 13.02.2017 17:38
      0 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.02.2017 18:47
      Highlight Heute kommt man aus dem erklären kaum mehr raus.

      Die Bundesstaaten treiben wie bei uns die Kantone die federal income tax (direkte Bundessteuer) ein. Dieses Geld gehört nicht dem Gliedstaat und er muss es 1:1 abliefern.

      Donor State heisst nun, dass verhältnismässig weniger Bundesgeld zurückfliesst als an federal tax eingezogen wird.

      Für das Budget des Gliedstaates ist das erstmal neutral. Die Staaten liefern keine Bundesbeiträge ab und es gibt auch keinen interstaatlichen Finanzausgleich ...

      CAl liefert kein Geld für die Streitkräfte.
      1 0 Melden

Trump kippt Einfuhr-Verbot für Grosswildjäger – (Und ja, auf dem Foto sind seine Söhne)

Donald Trump selber jagt keine Tiere. Aber seine Söhne, die würden das lieben, erzählte der US-Präsident im Jahr 2012. «Sie sind Jäger und sie sind darin sehr gut geworden.» 

Gut fünf Jahre ist es nun her, seit Fotos von Trumps Söhnen bei der Grosswildjagd vom Magazin «TMZ» veröffentlicht wurden. Sie sorgten in den sozialen Medien und unter Tierschützern für einen Aufschrei.

Auf einem Bild ist zu sehen, wie Trump Jr. mit einem abgeschnittenen Elefantenschwanz posiert. 

Auf einem weiteren …

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