International

John Earnest, Sprecher des Präsidenten, verkündete die Absprache mit Russland.
Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

USA und Russland sprechen sich ab – um «eine Art von Unfall am Himmel» zu vermeiden

USA und Russland haben sich auf militärischer Ebene abgesprochen. Das heisse nicht, dass die USA dulde, was Russland getan habe, liess das Weisse Haus verlauten.

02.10.15, 05:27 02.10.15, 06:25

Die USA und Russland haben sich zur Vermeidung von Missverständnissen ihrer Streitkräfte in Syrien auf militärischer Ebene abgesprochen. Es habe einen «freundlichen und professionellen Austausch» gegeben, sagte Pentagonsprecher Peter Cook am Donnerstag.

Nach Angaben des Weissen Hauses drehte sich das einstündige Gespräch darum, dass im Bürgerkrieg internationale Regeln eingehalten und die üblichen Kommunikationskanäle genutzt würden.

Der Austausch von Geheimdienstinformationen sei aber nicht geplant, sagte Cook. Ziel sei, «eine Art von Unfall am Himmel» zu vermeiden. «Das bedeutet nicht, dass wir dulden, was Russland getan hat.»

Präsident Barack Obamas Sprecher Josh Earnest warnte zugleich vor «willkürlichen» Angriffen, die den Krieg verlängern und Moskau tiefer in den Konflikt hineinziehen könnten.

Der Westen hatte Russland nach den am Mittwoch begonnen Luftangriffen vorgeworfen, dass auch moderate Kräfte und Zivilisten Opfer russischer Bombenangriffe in Syrien geworden seien. Russland weist dies zurück und geht nach eigener Darstellung mit Kampfflugzeugen gegen Terroristen vor.

Russische Luftangriffe in Syrien

(dwi/sda/dpa)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Grausame Eskalation in Syrien: «Ist das ein Krieg? Es ist kein Krieg. Es ist ein Massaker»

Wegen der Eskalation der Kämpfe in Syrien wächst international die Besorgnis. Die im Zentrum Syriens gelegene Stadt Ost-Ghuta hatte zuvor eine der blutigsten Angriffswellen seit Beginn des Konflikts mit 250 Toten und 1200 Verletzten innerhalb von 48 Stunden erlebt.

Die UNICEF veröffentlichte ein Statement, das aus nur einem Satz bestand und die Sprachlosigkeit über die Gräueltaten zum Ausdruck bringt:

Ost-Ghuta am Stadtrand von Damaskus ist eine der letzten von Rebellen kontrollierten Gegenden in …

Artikel lesen